MITTEILUNGEN 05-2018, November-Dezember

U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N

 

FINISSAGE DER BARTOSZEWSKI-AUSSTELLUNG

Am 20. November findet die Finissage der Ausstellung „Bartoszewski (1922 – 2015)  Widerstand-Erinnerung-Versöhnung“ statt, zu der wir Sie herzlich einladen. Bereits seit dem 4. Oktober ist im Mahnmal St. Nikolai die Wanderausstellung zum Leben und Wirken des polnischen Intellektuellen, Politikers und streitbaren Europäers Władysław Bartoszewski zu sehen. Als einer der bedeutendsten europäischen Denker des 20. Jahrhunderts und eines Mahners und aktiven Streiters für die polnisch-deutsch-jüdische Versöhnung hat Bartoszewski aus seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzungsherrschaft in Polen wegweisende Rückschlüsse zur europäischen Integration gezogen. Sein Ziel einer dauerhaften Friedensordnung in Europa hat die Zeit des Umbruchs in Polen am Ende der 1980er Jahre und den Aufbau eines demokratischen und gleichberechtigtem Miteinanders von Polen und Deutschland sowie von Deutschen und Polen nachhaltig geprägt. Seine Maßstäbe von Humanität und Versöhnung aus dem grauenhaften Erleben des Zweiten Weltkriegs hat er in vielen Büchern und Artikeln veröffentlicht.

Die Hamburger Finissage in Anwesenheit und mit einem Grußwort des Ersten Bürgermeisters, Dr. Peter Tschentscher, ist ein Meilenstein dieser Wanderausstellung, die in den folgenden Monaten deutschlandweit gezeigt werden wird.

In de r Veranstaltung werden die zahlreichen Besuche von Bartoszewski in Hamburg geschildert Mit den Fragen, „Was kann man von diesem außergewöhnlichen Menschen lernen?“ und „Welches Erinnern gilt es zu bewahren – in Polen, Deutschland und Europa?“ wird ein besonderer Blick in die Zukunft gerichtet.

Um 14.30 Uhr ist eine Führung durch die Ausstellung mit dem Kurator Marcin Barcz vorangestellt; diese kann ohne Anmeldung besucht werden.

Um 15.30 Uhr werden neben dem Ersten Bürgermeister der Vorsitzende des Förderkreises des Mahnmals St. Nikolai, Klaus Francke, Piotr Golema, Generalkonsul der Republik Polen, sowie die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, Dr. Viola Krizak die Gäste begrüßen. Es folgt ein kurzer Bericht von Marcin Barcz, dem langjährigen persönlichen Referenten Bartoszewskis und Kurators der Ausstellung. Bettina Schaefer, Herausgeberin des Buches: „Für Freiheit kämpfen – selbstbestimmt leben. Erinnerungen an Władysław Bartoszewski“ wird Ausschnitte aus dem Buch lesen. Danach wird der Bericht: „Ein Pole sieht die Bundesrepublik“, eine NDR-Reportage über Władysław Bartoszewskis Besuch am 18.07.1966 in Hamburg, vorgeführt.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen Manuell Sarrazin, MdB,  Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe, Prof. Dr. Frank Golczewski von der Universität Hamburg und Anita Baranowska-Koch, Mitglied der Berliner Bartoszewski-Initiative teil. Die Gesprächsrunde wird von Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, moderiert.

Für die musikalische Begleitung sorgt Lucja Wojdak auf dem Cello.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin, der Bartoszewski-Initiative, der Landeszentrale für politische Bildung, Stiftung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit; gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung.

Eintritt ist frei.

 

 

DEUTSCH-POLNISCHES KONZERT

Am Montag, 12. November um 19.00 Uhr findet in der St. Katharinen (Katharinnenhof 1) das Abschlusskonzert eines Projektes statt, an dem polnische und deutsche Musiker beteiligt sind. Drei Chöre: Collegium Maiorum aus Stettin, (Ltg. Pawel Osuchowski), Itzehoer Chor,( Ltg. Eckhard Heppner) und Kammerchor Uetersen, (Ltg. Wolf Tobias Müller) in der Begleitung des Wandsbeker Sinfonie Orchesters spielen unter der Leitung von Pawel Osuchowski Werke von Felix Mendelsson-Bartholdy und Johannes Brahms. Im Mittelpunkt des Konzerts steht die MISSA PRO PACE des in Deutschland fast vergessenen, früher aber bedeutenden polnischen Komponisten, Feliks Nowowiejski. Die Missa wird nun anlässlich des 100. Jahrestages der Unabhängigkeit Polens aufgeführt und zwar erstmals in der Fassung mit Sinfonieorchester (instrumentiert von F. Schenk).

Eine erste Aufführung des Programms gibt es bereits am Sonnabend, 10. November, 17 Uhr in St. Laurentii, Itzehoe, zu dem Sie ebenfalls herzlich eingeladen sind.

In Rahmen der Zusammenarbeit der drei Chöre und des Wandsbeker Sinfonie Orchesters  fanden schon einige Konzerte Mitte Oktober in Stettin und Goleniow statt.

Eintritt 15€ an der Abendkasse. Schüler kostenfrei. Im Vorverkauf 10€ bis 8. November, VHS-Zentrum, Berner Heerweg 183 und Weinshop des EKT Farmsen, Tel.: 040 428 853 255,

kontakt@wso-hamburg.de

In Kooperation mit dem Volkshochschulverein Hamburg-Ost e.V.

 

ADVENTSFEIER

Wie schon seit vielen Jahren laden wir Sie in der Adventszeit zum Konzert in die Christ-König-Kirche in Lokstedt ein, zu dem wir immer eine Musik- oder Gesangsgruppe aus Polen einladen. In diesem Jahr ist es Przemysław Hałuszczak, ein Gitarre-Virtuose, der in Posen an der Musikhochschule studierte und sich schon während des Studiums für die spanischen und südamerikanischen Klänge, Flamenco entschieden hat. Der Musiker arbeitet auch als Komponist mit mehreren Theatern in Posen und tritt in Konzerten in Polen, Deutschland, Schweiz, Russland und Norwegen auf. Er kommt nach Hamburg in Begleitung seiner Tochter, Patrycja Hałuszczak, Vokal, Gitarre und Cahon. So werden wir Ihnen in diesem Jahr eine besondere Mischung aus Flamenco-Musik und  polnischen und deutschen Weihnachtslieder präsentieren.

Die Künstler treten am Samstag, den  1. Dezember um 16.00 Uhr  in der Christ- König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36 auf.  Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder typische Gerichte der polnischen Küche vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Wein werden wir mit den Künstlern Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte hören und das Zusammensein genießen.

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Um besser planen zu können, bitten wir Sie, uns  mitzuteilen, ob Sie teilnehmen möchten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie können uns anrufen (040/59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (ha.zillmer@web.de oder krizak_viola@hotmail.com). Wir bitten um Rückmeldung bis zum 27. November 2018.

Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg.

 

 

KLAUSURTAGUNG 2018

https://www.akademie-am-see.net/gfx/fotos-akademie-am-see-koppelsberg-2774.jpgDer Vorstand unserer Gesellschaft organisiert vom 12.-13. Januar 2019 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2019 beraten und einen Jahresplan 2019 er-stellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie uns diese bitte tele-fonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit.

Die Klausurtagung findet in der Akademie am See, Koppelsberg in Plön statt. Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Falls Sie Interesse haben, teilen Sie das uns bitte bis zum 1. Januar 2018 telefonisch oder per E-Mail mit, damit wir ggf. Zimmer für Sie reservieren können. Tagesgäste sind ebenfalls willkommen. Der Eigenbeitrag für eine Übernachtung mit Vollverpflegung wird ca. 50 Euro betragen.

 

V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R

 

FILMLAND POLEN

Im Jahre 2018 feiert Polen den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1918 nach 123 Jahren Teilung zwischen den Nachbarmächten Preußen, Russland und Österreich. Aus diesem Anlass wird am 11. November, dem polnischen Nationalfeiertag, ein interessantes Jubiläumsprogramm vorbereitet, zu dem auch Sie eingeladen sind.

Programm im Kino Metropolis (Kleine Theaterstr. 10):

13:00 – 13:40 Uhr – „Das Wunder an der Weichsel“ / „Cud nad Wisłą“, Regie: Krzysztof Nowak Tyszowiecki, PL, 2005, Doku, 41´Min.

14:00 – 14:50 Uhr – „Das Wunder an der Weichsel“ / „Cud nad Wisłą”, Regie: Ryszard Bolesławski, PL.1921,52 Min. Stummfilm mit Pianobegleitung. „Das Wunder an der Weichsel” zeigt die Ereignisse, die Ursachen und den Verlauf des polnisch-sowjetischen Krieges im Jahre 1920. Der Film wurde aus den zeitgenössischen Original-Filmaufnahmen, die in den polnischen, russischen und britischen Archiven gefunden wurden, zusammengestellt. Es ist gleichzeitig fast ein Aktionstriller, der die Mittel des Stummfilms, die diesem eigene Dramaturgie, Poetik und Sprache stilgetreu einsetzt, um den letzten Krieg, in dem die berittenen Militäreinheiten noch eine bedeutende Rolle gespielt hat, zu zeigen.

14:50 – 15:30 PAUSE

15:30 – 17:00 Uhr – „Das Tor Europas“/„Wrota Europy”, Regie: Jerzy Wójcik, PL,1999, Drama

Winter 1918. Iin Russland herrschen, nach der Oktoberrevolution, bereits die Bolschewiki. Die Rote Armee soll, dem Aufruf der Partei folgend die Revolution nach Europa tragen. Im Weg steht der nach über 120 Jahren Teilung gerade neu entstandene  polnische Staat. Mehrere junge polnische Schwestern der Barmherzigkeit machen sich auf den Weg, um ihren Dienst in einem Feldlazarett in der Nähe der Front aufzunehmen. Ihre Entscheidung ist für sie einerseits die Erfüllung der patriotischen Pflicht, andererseits erwarten sie ein romantisches Abenteuer. Die rohe Kriegswirklichkeit ist jedoch weit von Ihren romantischen Vorstellungen entfernt. Als das Lazarett vor dem vorrückenden Feind evakuiert werden muss, entscheiden sich die Mädchen, den Platz auf den wenigen Transportschlitten den Verwundeten zu überlassen.

 

KONZERTE IN DER ELBPHILHARMONIE

Im November 2018 feiert Polen den 100. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Ein willkommener Anlass, die Musik unseres östlichen Nachbarn in den Fokus zu rücken. Gemeinsam mit den NDR Musikensembles zeigen polnische Orchester, Ensembles und Solisten über einen Zeitraum von drei Monaten die Vielschichtigkeit der polnischen Musik, in der sich auch die wechsel- und oft leidvolle Geschichte des Landes spiegelt. Einen besonderen Akzent innerhalb des Schwerpunkts setzt der NDR: Seine Ensembles, Konzertreihen und Hörfunkprogramme gestalten gemeinsam elf Konzerte unter dem Titel »My Polish Heart«. Für einige Konzerte sind noch die Eintrittskarten vorhanden!!

 

QUO VADIS POLSKA ?

Wohin steuert die nationalkonservative Regierung das Land, das sich nach 1989 schnell und erfolgreich demokratisiert hatte und ein wichtiger EU- und Nato-Partner geworden ist? Welche Rolle spielt die leidvolle Geschichte für die heutige Entwicklung? Und wie geht es weiter mit Polen in Europa? Gerade hat die EU-Kommission Warschau vor dem europäischen Gerichtshof verklagt. Brüssel sieht in der Zwangspensionierung von Richtern einen weiteren Schritt in der Aushöhlung des Rechtsstaates. Schwere Vorwürfe, die die polnische Regierung als unberechtigt zurückweist. Darüber diskutieren am Sonntag 25. November um 19.30 Uhr in der Elbphilharmonie, Kleiner Saal die polnische Journalistin und Buchautorin Marta Kijowska, der polnische Journalist Janusz Tycner sowie der Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Prof. Dr. Klaus Ziemer. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Claudia Spiewak, Chefredakteurin NDR Hörfunk.

Die Eintrittskarten für 10€ sind noch vorhanden!

B E R I C H T E

 

VERNISSAGE DER BARTOSZEWSKI-AUSSTELLUNG

Am Dienstag, dem 16. Oktober fand in der Krypta St. Nikolai die Vernissage der  Ausstellung „Bartoszewski 1922-2015 Widerstand – Erinnerung – Versöhnung“ statt, die nach Berlin und Magdeburg in Hamburg bis zum 20.November präsentiert wird. Klaus Francke , Vorsitzender des Vereins Mahnmal St. Nikolai, und Dr. Viola Krizak, Vorsitzende der Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg,  haben die Gäste begrüßt. Das Konzept stellte der  Ausstellungskurator Marcin Barcz vor, in dem er Bartoszewski als einen Wegbereiter der deutsch-polnischen Beziehungen nach 1945 darstellte. Er war als Redakteur  von „Tygodnik Powszechny“ ein von den ersten  polnischen Bürgern, der die ersten Kontakte  mit den Menschen in Deutschland gesucht hat.

Marcin Barcz las Fragmente des Gedichtes „Reiss uns den Hass aus der Seele“ von Leonia Jablonkowna von 1943 vor, in dem die Opfer der Zerstörung Hamburgs erwähnt wurden. Das Gedicht wird in das Archiv der St. Nikolaikirche aufgenommen.

Besonders bewegend war die Schweigeminute für die Ehefrau von W. Bartoszewski, Zofia Bartoszewska, die fast genau vor einem Jahr, am 19. Oktober verstorben ist.

Bettina Schaeffer, Autorin des Buches „Für Freiheit kämpfen – Selbstbestimmt leben“ las das letzte Gespräch mit Zofia Bartoszewska vom 12.12.2015 vor, in dem sie das Leben mit dem nicht immer einfachen Ehemann schildert.

Als Ehrengast sprach Piotr Bachurzewski, der Stiefsohn von W. Bartoszewski, der über die Höhen und Tiefen des Lebens mit dem berühmten Stiefvater berichtete. Besonders in Erinnerung blieben ihm die Unsicherheit und die unruhigen Nächte nach der Einführung des Kriegszustands am 13.12.1981.

In einem Fragment des Films „Bartoszewski – Brückenbauer“ in der Regie von Zofia Kunert vom 2017, wurden Interviewausschnitte mit bekannten Persönlichkeiten aus Polen und Deutschland präsentiert.

Die Veranstaltung hat den Teilnehmer die Person von W.Bartoszewski näher gebracht und veranschaulicht, warum „es sich lohnt, anständig zu sein“, wie der Held der Ausstellung es ausgedrückt hatte.

 

Mit herzlichen Grüßen

Für den Vorstand

Viola Krizak

 

 

 

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RÜCKMELDUNG FÜR DIE ADVENTSFEIER 2018 schicken Sie bitte  bis zum 27.11. an: Deutsch-Polnische Gesellschaft, VHS-Ost, Berner Heerweg 183, 22159 Hamburg

 

 

Name, Vorname.………………………………………………………………………

 

 

möchte an der Adventsfeier der Deutsch-Polnischen Gesellschaft am 2. Dezember  um 17.30 Uhr

 

mit……………(Personenzahl) teilnehmen.

 

 

Unterschrift…………………………………………………

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