DPG Hamburg

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DEUTSCH-POLNISCHE ERINNERUNGSORTE – 7. Juni 2018 um 19.00 Uhr – Mahnmal St. Nikolai

  DEUTSCH-POLNISCHE ERINNERUNGSORTE Am  7. Juni 2018 um 19.00 Uhr findet im Mahnmal St. Nikolai (Willi-Brandt-Str. 60) eine Veranstaltung zum Thema: „Deutsch-Polnische Erinnerungsorte“ statt. Sie sind nicht topographisch gemeint, sondern speisen sich aus vielen Facetten. „Erinnerungsorte – Lieux de Memoire“, sind ein Konzept des französischen Historikers Pierre Nora. Er identifiziert damit solche grundlegenden Denkmäler, Orte, Straßen, Speisen, Bücher, Lieder, Symbole, Dichter, Komponisten, Wissenschaftler, Sportereignisse und vieles mehr, die eine bestimmte, über die individuelle Erinnerung hinausgehende Wirkung haben. Vielmehr sind sie Teile einer (durchaus nach Generationen und Herkunft verschiedenartig stark ausgeprägten) Gemeinsamkeit einer Gesellschaft. Sie können politisch, alltäglich, historisch, trivial und noch vieles mehr sein. Goethe und Mickiewicz sind genau solche Erinnerungsorte wie „Das Wunder von Bern“ oder „Wembley 1973“. Nachdem eine vielbändige Reihe deutsch-polnischer Erinnerungsorte vorliegt (Hrsg. Hans Henning Hahn und Robert Traba), ist 2018 ein „Best of“ mit zwanzig Erinnerungsorten für die politische Bildung und die Demokratiebildung im Schöningh-Verlag erschienen. Zeit also, sich dieses Themas einmal genauer anhand von Bildern und Beispielen anzunehmen. Vortrag und Gespräch: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg. Sie hat Osteuropäische und Neuere Geschichte sowie Slawistik studiert. Seit 2004 ist sie Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg. Ihre wissenschaftlichen Spezialgebiete sind Ostmitteleuropa, Minderheitenfragen im 19./20. Jahrhundert und die deutsch-polnischen Beziehungen. Seit 1999 hat sie einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg inne. Eine Veranstaltung der deutsch-polnischen Gesellschaft Hamburg in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Der Eintritt ist frei.


Jahresmitgliederversammlung 2018 im Berufsförderungswerk BFW

MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 9. April 2018  um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg (August-Krogmann-Str. 52, Gebäude U, Kaminzimmer  im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2018 statt, die für uns das wichtigste Forum ist, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können. Das vergangene Jahr war von vielen besonderen Ereignissen gekennzeichnet, über die wir Ihnen berichten werden. Wir suchen auch dringend eine/n Schatzmeister/in. Falls Sie sich vor der Mitgliederversammlung dafür entscheiden sollten, bitte bei unserer Vorsitzenden Viola Krizak melden. Da es um die wesentliche Weichenstellung für die Arbeit im kommenden Jahr geht, würden wir uns über Ihre Anwesenheit und zahlreiche Teilnahme freuen. Mit diesen Mitteilungen erhalten Sie die Tagesordnung. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird wieder gesorgt. Auf dem Büchertisch gibt es einiges zu lesen, u.a. die Dokumentation des deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt- und Energiekongresses vom 18.-21.05.2017 in Rzeszów. Im zweiten Teil der Versammlung wird Christof Leidner, den Sie als Autor des deutschsprachigen Pressespiegels kennen, über „Zehn Jahre Neues aus Polen“ berichten.       TAGESORDNUNG  DER  MITGLIEDERVERSAMMLUNG DER DPG HAMBURG 2018   am Montag, dem 9. April um 18.00 Uhr im Berufsförderungswerk Hamburg, Kaminzimmer im Erdgeschoss, August-Krogmann-Str. 52*,   Eröffnung und Begrüßung sowie Feststellen der Beschlussfähigkeit Genehmigung der Tagesordnung und Wahl eines Protokollführers Entwicklung der Mitgliederzahl und Begrüßung neuer Mitglieder Bericht des Vorstands Kassenbericht Aussprache zu den Berichten Bericht der Kassenprüfer Entlastung des Vorstandes Wahl eines/einer Schatzmeisters/Schatzmeisterin Ausblick auf die Jahresplanung 2018 Verschiedenes     12. Zehn Jahre “Neues aus Polen”: ein Werkstattbericht. Christof Leidner berichtet über seinen Newsletter               *Sie erreichen das BFW mit der U-Bahn U1 (Station Farmsen), dann zu Fuß über den Weg entlang der U1 oder über die August-Krogmann-Straße oder auch mit den Bussen 27 und 168 (1 Station). Parkplätze befinden sich im Parkhaus am Eingang des BFW.


Buchvorstellung: DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH – 28.März 2018 – 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai

DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH Leider musste die Vorstellung der zwei Bänder des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs „Europa- unsere Geschichte“  im November 2017 ausfallen, weil Frau Brandau, die Referentin, erkrankt war. Da das Projekt für uns sehr wichtig ist, haben wir die Buchvorstellung auf  Mittwoch, den 28.März verschoben. Sie findet um 19.00 Uhr  im Mahnmal St. Nikolai, Willi-Brandt-Str. 60 statt. In einem Vortrag und Gespräch wird Christiane Brandau, Mitarbeiterin des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, das Geschichtsbuch vorstellen. „Europa – unsere Geschichte“ setzt als von Deutschen und Polen gemeinsam erarbeitete Schulbuchreihe einen Dialog fort, den Historiker, Geographen und Geschichtsdidaktiker beider Länder seit Jahrzehnten führen – vor allem im Rahmen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Im Jahr 2016 ist der erste Band der für den regulären Unterrichtsgebrauch in Deutschland und Polen gedachten Schulbuchreihe erschienen, die die in den Lehrplänen vorgesehenen Inhalte von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart unter Berücksichtigung deutscher und polnischer Perspektiven behandelt. Europäische Geschichte wird so – für Deutschland gesprochen – erstmals auch aus einer nichtwestlichen Perspektive darstellt. An deutschen und polnischen Beispielen wird dabei die Diversität des historischen Erinnerns offengelegt. Dieser transnationale Ansatz versteht sich als eine Antwort auf die Frage, wie ein europäisches Geschichtsbewusstsein der Zukunft aussehen könnte. Er zielt aber auch konkret auf die weitere Verbesserung der deutsch-polnischen Verständigung. „Ein gemeinsam erarbeitetes Geschichtsbuch könne helfen, die Traumata, Bedürfnisse und Befindlichkeiten des jeweils anderen besser zu verstehen, formulierte der damalige Bundesaußenminister Steinmeier anlässlich der Präsentation von Band 1“. Sein Amtskollege Waszczykowski stimmte zu: „Vor 40 Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von so einem Buch nur träumen.“ Christiane Brandau wird die Geschichtsbuchreihe anhand vorliegender Materialien präsentieren  und Vorgeschichte, Konzept, Entwicklungsstand und  Zielsetzungen vorstellen. Einleitung und Moderation:  Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung  Braunschweig, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Verein Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. Wir hoffen auf ein vielfältiges Besuchsecho, insbesondere auch von Lehrer*innen.


Buchvorstellung: Szczepan Twardoch „Der Boxer“ Rowohlt Berlin, 22,95 Euro

Szczepan Twardoch „Der Boxer“ Rowohlt Berlin, 22,95 Euro Nach seinen hochgelobten Romanen „Morphin“ und „Drach“ hat Szczepan Twardoch mit „Der Boxer“ das nächste herausragende Werk veröffentlicht. Twardochs Story spielt im Warschau der 30er-Jahre und wirft ein Schlaglicht auf eine geteilte Stadt. In den armen Vierteln leben die Juden, in den besseren die Polen. Seine Hauptfigur ist ein jüdischer Boxer, der für einen „Paten“ Geld eintreibt und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Twardoch schildert das Leben in der Unterwelt auf drastische Art, mit expliziten Darstellungen von Sex und Gewalt. «Der Boxer» ist grandios angelegt und fast filmisch erzählt, ein Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.    


BUNDESVERDIENSTKREUZ FÜR HEIDI UND WILHELM HOLZAPFEL

BUNDESVERDIENSTKREUZ  FÜR  HEIDI  UND WILHELM  HOLZAPFEL Am 1. November 2017  wurde unseren Mitgliedern, dem Ehepaar Heidi und Wilhelm Holzapfel, für ihren Einsatz für die deutsch-polnische Verständigung das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. Bereits 1983 haben sie zusammen mit dem „Praetorius-Kreis-Hamburg“ begonnen, Barockmusik-Konzerte in verschiedenen polnischen Städten zu veranstalten. Damals – da sie noch nicht die Sprache beherrschten – war die Musik ihr Weg, Brücken zu bauen und in Kontakt mit den dortigen Bürgern zu kommen. Von 1997 an haben sie 14 Jahre lang  zweimal jährlich in Eigeninitiative auf privater Basis einen  Studierendenaustausch  zwischen Polen und Deutschland ohne öffentliche Zuschüsse organisiert. Sie haben die Studierenden in ihr Haus in Hamburg und in ihr Haus im Städtchen Solec am Hochufer der Weichsel, unweit von Warschau, eingeladen und jeweils ein vielseitiges und interessantes Programm auf die Beine gestellt. Mit diesen gegenseitigen Besuchen haben sie es geschafft, eine Verständigung und ein gegenseitiges Verständnis zwischen den Menschen beider Länder anzuregen und die deutsch-polnische Geschichte etwas aufzuarbeiten. Seit acht Jahren laden sie nun Musikstudierenden aus aller Welt ein und organisieren in ihrer zweiten Heimat ein „Festival für Alte Musik“, das Musikerinnen und Musiker vieler Nationen im polnischen Solec zusammenbringt. Für ihre Arbeit erhielten sie zahlreiche Auszeichnungen in Deutschland und Polen, u. a. 2004 das „Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen“ sowie 2010 die Medaille für die „Verteidigung der Menschenrechte“ der europäischen Menschenrechtskonvention. Der Hamburger Kultursenator Dr. Carsten Brosda betonte in seinem Grußwort bei der Ordensverleihung, dass sie die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland erhielten, „weil wir Menschen wie Sie brauchen, weil wir Ihr Engagement würdigen möchten, weil wir andere damit anregen möchten, Ihrem Vorbild zu folgen“. Wir gratulieren Heidi und Wilhelm Holzapfel herzlich und wünschen ihnen viel Kraft, das „Festival für Alte Musik“ noch lange anbieten zu können.


GESCHLOSSENE PRÄSENTATION DER ZDF-VERFILMUNG VON ARNO SURMINSKIS ROMAN

PRÄSENTATION DER  ZDF-VERFILMUNG VON ARNO SURMINSKIS ROMAN Gemeinsam mit unserem Mitglied, dem Schriftsteller Arno Surminski, lädt unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann am Sonntag, den 25. März um 11.00 Uhr in die Trittauer Wassermühle, am Mühlenteich  zur  Präsentation des Fernsehspiels „Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland“ ein. Der Dreiteiler umfasst die Zeit von Anfang der 30er-Jahre bis nach 1945, also die Zeit des Nationalsozialismus in Ostpreußen mit Verfolgung, Krieg und Flucht. In den Hauptrollen spielen Armin Mueller-Stahl und Ursula Monn. Christian von Redecker führt  in den Film ein. In den Pausen gibt es  einen kleinen Imbiss bzw. etwas zum „Schnabulieren“. Ein Spendentopf steht jeweils bereit. Im Anschluss an die Filmpräsentation steht der Autor Arno Surminski für ein Gespräch bereit. Aus urheberrechtlichen Gründen wurde für die geschlossene Veranstaltung nicht öffentlich geworben.


LESUNG MIT ANNA PIASECKA – „Bigos, ZOB und JOB“ – 8. März 2018, um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai

LESUNG MIT ANNA PIASECKA In den letzten Jahren sind viele Bücher erschienen, die junge Immigrantinnen, die aus familiären oder beruflichen Gründen aus Polen gekommen sind, geschrieben haben. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten in Deutschland  haben sich die meisten von ihnen etabliert und ihren Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden. Sie haben sich mit ihren Problemen, ihren Erfahrungen kritisch auseinandergesetzt und sie schriftlich festgehalten. Eine von ihnen ist die Autorin Anna Piasecka, die wir nach Hamburg eingeladen haben. Sie wird  am Internationalen Frauentag, dem  8. März 2018, um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai (Willi-Brandt-Str. 60) aus ihrem Buch „Bigos, ZOB und JOB“ lesen, das im Januar 2017 erschienen ist. Rätselhaft sind zwei Worte im Titel des Buches von Anna Piasecka. Was es damit auf sich hat, können Sie bei der Lesung erfahren. Anna ist in Polen aufgewachsen. Ihre familiäre Situation war kompliziert. Anna hatte kein gewöhnliches Kinderleben. Sie musste quasi vom Kleinkindalter an ein Erwachsenenleben führen. Sie bekam die Chance,  in Deutschland Betriebswirtschaft zu studieren, was am Anfang schwierig war, weil Anna kein Deutsch sprach. Sie hat sich jedoch durch viele peinliche und harte Situationen durchgebissen. Später folgte ein anstrengendes Berufsleben, in dem sie immer öfter keinen Sinn sah. Der  Leser entdeckt in diesem Sachbuch eine verpackte Biografie – hier wird das Schicksal einer Migration zwischen Aufbruch und Ankommen und der Suche nach einer neuen Identität und Selbstbestimmung erzählt. Anna schreibt frei von der Seele und lässt den Leser an jedem Gedanken teilhaben. Dabei bleibt sie immer authentisch und fair. Ohne große Schnörkel berichtet die Autorin von ihren Erfahrungen in Polen und in Deutschland. Dabei spickt sie ihren Text mit kritischen Fragen und regt zum Nachdenken an.   Die musikalische Untermalung kommt von unserem Mitglied, der in Hamburg bekannten Sängerin Jolanta Barcik. Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.


Traditionelles Treffen der Vorstände der norddeutschen Deutsch-Polnischen Gesellschaften in der Residenz des polnischen Generalkunsuls

Traditionelles Treffen der Vorstände der norddeutschen Deutsch-Polnischen Gesellschaften in der Residenz des polnischen Generalkunsuls Samstag, 03. März 2018 ab 18:00 Uhr Nach der Begrüßung und der Vorstellungsrunde der Vorstände, tauschten sich die Deutsch-Polnischen Gesellschaften und die gastgebenden Konsule aus und stellten gegeseitig ihr Jahresprogramm vor. Bei Interesse an den Programmen anderer DPGen, leiten wir Ihre Anfragen gerne weiter. E-Mail-Anfrage Teilnehmende Gesellschaften: Deutsch-Polnische Gesellschaften aus Bremen, Buchholz, Göttingen, Hambühren, Hamburg, Hannover, Kiel, Lübeck, Osnabrück, Salzhausen, Schneverdingen, Tostedt und der Gemeinde Wietzendorf.


Polen und die Krise der europäischen Idee? – Zur aktuellen politischen Lage unseres Nachbarlandes Republik Polen – 23.Feb.2018-18:00Uhr – Politisches Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., HanseContor Esplanade

Am Freitag, dem  23. Februar um 18.00 Uhr findet in den Räumen der Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg, Stephansplatz 4-6 ein Treffen mit dem bekannten polnischen Journalisten und Publizisten und Bundesverdienstkreuz-Träger Adam Krzeminski statt. Er arbeitet seit 1973 für die Wochenzeitschrift „Polityka“ und gilt als ausgezeichneter Kenner der deutsch-polnischen Beziehungen. Das Thema lautet: „Polen und die Krise der europäischen Union? Zur aktuellen politischen Lage unseres Nachbarlandes Republik Polen“. Seit den letzten Tagen des Kalten Krieges hat keine polnische Regierung mehr so viel Kritik von westlichen Medien und Institutionen einstecken müssen, wie die PiS, die seit 2015 mit einer absoluten Mehrheit das Land regiert. Seitdem geriet Polens Regierungspartei für die Beschneidung demokratischer Normen und Institutionen unter Beschuss – für eine Politik, die die Unabhängigkeit der Judikative untergräbt, Bürgerrechte schwächt, den öffentlichen Dienst politisiert und Kontrolle über die Medien und die Kultur ausübt. In dieser neuen Situation entstehen viele Fragen: Wohin steuert das Land? Was wird aus den Idealen – Freiheit, Demokratie, Unabhängigkeit und Menschenwürde, für die „Solidarność“ gekämpft hat? In einem freien Europa hat Polen in der Nato und in der Europäischen Union einen sicheren Platz gefunden. Welche Werte  will Polen aktuell in Europa einbringen? Die Kritik an der Entwicklung unseres Nachbarlandes unter der PiS-Regierung wächst, die Sorgen werden größer. Ist Polen tatsächlich auf dem Weg in ein autoritäres System? Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg und die Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg sind froh und stolz, den großen polnischen Intellektuellen Adam Krzeminski begrüßen zu dürfen, der bei diesen Fragen, Kritiken und Sorgen uns helfen soll, die aktuelle Situation zu verstehen und einzuschätzen.  Die Diskussion mit Publikumsfragen moderiert unser Mitglied Friedrich-Wilhelm Kramer, ehem. ARD-Korrespondent in Warschau und ehem. Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein.   Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 21. Februar 2018 per E-Mail an kas-hamburg@kas.de an. Das Programm im Einzelnen: 18.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung Dr. Karolina Vöge, Landesbeauftragte für Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. 18.10 Uhr Grußwort und Hinführung zum Thema Dr. Viola Krizak, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg 18.20 Uhr Vortrag Adam Krzeminski, polnischer Publizist und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes 18.45 Uhr Diskussion mit Publikumsfragen mit Adam Krzeminski moderiert von Friedrich-Wilhelm Kramer, ehem. ARD-Korrespondent in Warschau und Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein 19.20 Uhr Zusammenfassung und Dank Dr. Karolina Vöge 19.30 Uhr Umtrunk Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein! Der Eintritt ist frei, beim Umtrunk werden wir die Getränke (Wasser, Limo, Rot- und Weißwein) gegen 2,- Euro/ Glas anbieten. Gerne können Sie Begleitpersonen mitbringen. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 21. Februar 2018 per E-Mail an kas-hamburg@kas.de an. Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit Anmeldung und Anwesenheit ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während und nach der Veranstaltung entstandene Fotomaterial für Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit nutzt. Anregungen und Hinweise an uns senden Sie bitte an feedback-pb@kas.de. Wir bedanken uns im voraus für Ihr Interesse an unserer Veranstaltungsarbeit und freuen uns auf einen interessanten Abend.


September 2017: Potsdamer Appell der Deutsch-Polnischen Gesellschaften an die deutsche und polnische Regierung

Pressemitteilung Potsdamer Appell der Deutsch-Polnischen Gesellschaften an die deutsche und polnische Regierung Polen und Deutschland für Frieden, Freiheit und gute Nachbarschaft in einem vereinten Europa „Versöhnung ist ein Wert, der leicht verloren gehen kann“, schrieben im September 2017 Bischöfe aus Polen in einem Hirtenbrief. Die Bischöfe wiesen darauf hin, dass die Versöhnung zwischen Deutschen und Polen nicht nur dank der Bemühungen von Politikern, sondern auch durch das starke Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger guten Willens in beiden Ländern erreicht wurde. Für die guten Beziehungen auf allen Ebenen sind wir alle verantwortlich: Regierungen, gesellschaftliche Organisationen und jeder einzelne. Mit Sorge sehen die Deutsch-Polnischen Gesellschaften, dass die großen Fortschritte in den bilateralen Beziehungen immer mehr Schaden nehmen. In Deutschland wird den Befürchtungen vieler Polen um die Sicherheit Ihres Landes vor äußerer Bedrohung bisweilen mit Unverständnis begegnet. Polens Sorgen, dass die Pipeline „Nord Stream 2“ Europa spalten und die Energieversorgung einiger EU-Mitgliedsstaaten in Zweifel ziehen könnte, sollten von der kommenden Bundesregierung ernst genommen werden. Wir benötigen einen offenen und ehrlichen Dialog über eine gemeinsame europäische Flüchtlings-, Verteidigungs- und Energiepolitik. Deutsche und Polen sind hier zu selbstkritischen Reflexionen aufgerufen. Niemand kann in solch kontroversen Themen und Diskussionen die alleinige Wahrheit beanspruchen. Die Qualität der deutsch-polnischen Zusammenarbeit misst sich nicht daran, dass wir zu allen Sachfragen immer von vornherein die gleichen Ansichten haben. Die Qualität der Kommunikation jedoch hängt davon ab, dass wir bereit sind, Argumenten des anderen die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken und aufrichtig miteinander um gemeinsame Lösungen zu ringen. Umso mehr registrieren wir mit Besorgnis und auch Unverständnis, dass die deutsch-polnische Zusammenarbeit in jüngster Zeit von politischen Akteuren und einigen Medien in Polen zunehmend in Frage gestellt werden. Bestürzt nehmen wir bei manchen veröffentlichten Äußerungen eine antideutsche Rhetorik und einen rückwärtsgewandten Blick auf das gute deutsch-polnische Verhältnis wahr. Das gemeinsam Erreichte wird verschwiegen, verkannt oder gar als unwahr oder nicht existent dargestellt. Umgekehrt mahnen wir in Deutschland eine unvoreingenommene Behandlung sachlicher Positionen an, die aus Polen vorgetragen werden. Wir, die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaften, setzen uns seit über vier Jahrzehnten für eine Verständigung und enge Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Polen ein. Dankbar erinnern wir auch heute noch an die Botschaft der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtskollegen: „Wir vergeben und bitten um Vergebung.“. Seit Anbeginn setzen sich die Gesellschaften für eine wahr-haftige Sicht auf die gemeinsame Geschichte ein, in der unseren polnischen Nachbarn von deutscher Seite großes Leid zugefügt wurde. Wahr ist allerdings auch, dass die deutsch-polnischen Beziehungen in vielen Jahrhunderten weitgehend gut und friedlich waren. Dies darf heute nicht vergessen gemacht werden. Wir erinnern uns gut an die Zeit der europäischen Teilung, als wir gegen politische Widerstände auf beiden Seiten Kontakte zu unseren Nachbarn aufbauten. Jenseits der großen Politik gelang es uns, viele Deutsche und Polen zusammenzubringen, gemeinsame Initiativen zu fördern, Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen und Vertrauen und Wertschätzung füreinander aufzubauen. Wie dankbar waren und sind wir heute noch, dass die polnischen Freunde uns Deutschen damals die Hand reichten. Mit großer Freude und Begeisterung haben wir den Weg unserer polnischen Freunde und Nachbarn zu einer demokratischen Gesellschaft und in die Europäische Union unterstützt und begleitet. Endlich konnten wir auf der Basis gemeinsamer Werte und Haltungen gemeinsam für eine friedliche Zukunft handeln. Mit großer Sorge sehen wir aber, dass die Grundlagen unseres gemeinsamen Handelns drohen, zerstört zu werden. Die zunehmende Polarisierung der polnischen Gesellschaft und das damit einhergehende Klima von Misstrauen und Intoleranz tragen letztlich zu einer Schwächung der Entwicklungsmöglichkeiten des Landes bei. In der gegenwärtigen Zeit kommt den Zivilgesellschaften in Polen und in Deutschland eine größere Verantwortung zu als jemals zuvor, wenn es um den Erhalt und den Ausbau von Vertrauen und der Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Polen geht. Gerade jetzt sind die polnische und die deutsche Zivilgesellschaft, sind die zahlreichen an guter Zusammenarbeit Interessierten und die Engagierten aufgefordert, die Verbindungen auf allen Ebenen zu stärken. Dabei werden eine Vielzahl von Vereinbarungen auf kommunaler, Woiwodschaft- und Länderebene, die zahllosen Vereinbarungen auf Schul- und Hochschulebene und hunderte von Gemeinde- und Städtepartnerschaften gebildet. Dazu gehören auch das Deutsch-Polnische Jugendwerk und viele deutsch-polnische Stiftungen und nicht zuletzt die Kooperationen im Wirtschafts- und Kulturbereich wie auch auf gesellschaftlicher Ebene die für die Menschen unserer beiden Nationen wichtigen Kontakte, ohne die es in dieser Zeit schlecht um unsere gegenseitigen Beziehungen stünde. Dies ist die Solidarität, die heute gefordert und auf eine gemeinsame Zukunft von Deutschen und Polen ausgerichtet ist. Deutsche und Polen waren Nachbarn, sind Nachbarn und werden auch in Zukunft Nachbarn sein. Beide Länder bilden die Mitte Europas. Sie stehen daher in der gemeinsamen Verpflichtung, sich immer wieder aufs Neue nicht nur im Interesse beider Nationen, sondern auch Europas für eine gute Nachbarschaft einzusetzen. Dabei müssen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft und der gemeinsame Einsatz für Frieden und Freiheit in Europa auch in Zukunft das Fundament der deutsch-polnischen Beziehungen bleiben.


MITTEILUNGEN 01/2018

MITTEILUNGEN 01/2018   UNSERE VERANSTALTUNGEN   ADAM KRZEMINSKI IN HAMBURG Am Freitag, dem  23. Februar um 18.00 Uhr findet in den Räumen der Konrad-Adenauer-Stiftung, Stephansplatz 4-6 ein Treffen mit dem bekannten polnischen Journalisten und Publizisten und Bundesverdienstkreuz-Träger Adam Krzeminski statt. Er arbeitet seit 1973 für die Wochenzeitschrift „Polityka“ und gilt als ausgezeichneter Kenner der deutsch-polnischen Beziehungen. Das Thema lautet: „Polen und die Krise der europäischen Union? Zur aktuellen politischen Lage unseres Nachbarlandes Republik Polen“. Seit den letzten Tagen des Kalten Krieges hat keine polnische Regierung mehr so viel Kritik von westlichen Medien und Institutionen einstecken müssen, wie die PiS, die seit 2015 mit einer absoluten Mehrheit das Land regiert. Seitdem geriet Polens Regierungspartei für die Beschneidung demokratischer Normen und Institutionen unter Beschuss – für eine Politik, die die Unabhängigkeit der Judikative untergräbt, Bürgerrechte schwächt, den öffentlichen Dienst politisiert und Kontrolle über die Medien und die Kultur ausübt. In dieser neuen Situation entstehen viele Fragen: Wohin steuert das Land? Was wird aus den Idealen – Freiheit, Demokratie, Unabhängigkeit und Menschenwürde, für die „Solidarność“ gekämpft hat? In einem freien Europa hat Polen in der Nato und in der Europäischen Union einen sicheren Platz gefunden. Welche Werte  will Polen aktuell in Europa einbringen? Die Kritik an der Entwicklung unseres Nachbarlandes unter der PiS-Regierung wächst, die Sorgen werden größer. Ist Polen tatsächlich auf dem Weg in ein autoritäres System? Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg und die Konrad-Adenauer-Stiftung Hamburg sind froh und stolz, den großen polnischen Intellektuellen Adam Krzeminski begrüßen zu dürfen, der bei diesen Fragen, Kritiken und Sorgen uns helfen soll, die aktuelle Situation zu verstehen und einzuschätzen.  Die Diskussion mit Publikumsfragen moderiert unser Mitglied Friedrich-Wilhelm Kramer, ehem. ARD-Korrespondent in Warschau und ehem. Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein. Die Anmeldung ist erforderlich unter:  kas-hamburg@kas.de Die Plätze sind begrenzt, also bitte möglichst schnell anmelden. Eintritt frei.   LESUNG MIT ANNA PIASECKA In den letzten Jahren sind viele Bücher erschienen, die junge Immigrantinnen, die aus familiären oder beruflichen Gründen aus Polen gekommen sind, geschrieben haben. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten in Deutschland  haben sich die meisten von ihnen etabliert und ihren Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden. Sie haben sich mit ihren Problemen, ihren Erfahrungen kritisch auseinandergesetzt und sie schriftlich festgehalten. Eine von ihnen ist die Autorin Anna Piasecka, die wir nach Hamburg eingeladen haben. Sie wird  am Internationalen Frauentag, dem  8. März 2018, um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai (Willi-Brandt-Str. 60) aus ihrem Buch „Bigos, ZOB und JOB“ lesen, das im Januar 2017 erschienen ist. Rätselhaft sind zwei Worte im Titel des Buches von Anna Piasecka. Was es damit auf sich hat, können Sie bei der Lesung erfahren. Anna ist in Polen aufgewachsen. Ihre familiäre Situation war kompliziert. Anna hatte kein gewöhnliches Kinderleben. Sie musste quasi vom Kleinkindalter an ein Erwachsenenleben führen. Sie bekam die Chance,  in Deutschland Betriebswirtschaft zu studieren, was am Anfang schwierig war, weil Anna kein Deutsch sprach. Sie hat sich jedoch durch viele peinliche und harte Situationen durchgebissen. Später folgte ein anstrengendes Berufsleben, in dem sie immer öfter keinen Sinn sah. Der  Leser entdeckt in diesem Sachbuch eine verpackte Biografie – hier wird das Schicksal einer Migration zwischen Aufbruch und Ankommen und der Suche nach einer neuen Identität und Selbstbestimmung erzählt. Anna schreibt frei von der Seele und lässt den Leser an jedem Gedanken teilhaben. Dabei bleibt sie immer authentisch und fair. Ohne große Schnörkel berichtet die Autorin von ihren Erfahrungen in Polen und in Deutschland. Dabei spickt sie ihren Text mit kritischen Fragen und regt zum Nachdenken an. Die musikalische Untermalung kommt von unserem Mitglied, der in Hamburg bekannten Sängerin Jolanta Barcik. Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.     DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH Leider musste die Vorstellung der zwei Bänder des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs „Europa- unsere Geschichte“  im November 2017 ausfallen, weil Frau Brandau, die Referentin, erkrankt war. Da das Projekt für uns sehr wichtig ist, haben wir die Buchvorstellung auf  Mittwoch, den 28.März verschoben. Sie findet um 19.00 Uhr  im Mahnmal St. Nikolai, Willi-Brandt-Str. 60 statt. In einem Vortrag und Gespräch wird Christiane Brandau, Mitarbeiterin des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, das Geschichtsbuch vorstellen. „Europa – unsere Geschichte“ setzt als von Deutschen und Polen gemeinsam erarbeitete Schulbuchreihe einen Dialog fort, den Historiker, Geographen und Geschichtsdidaktiker beider Länder seit Jahrzehnten führen – vor allem im Rahmen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Im Jahr 2016 ist der erste Band der für den regulären Unterrichtsgebrauch in Deutschland und Polen gedachten Schulbuchreihe erschienen, die die in den Lehrplänen vorgesehenen Inhalte von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart unter Berücksichtigung deutscher und polnischer Perspektiven behandelt. Europäische Geschichte wird so – für Deutschland gesprochen – erstmals auch aus einer nichtwestlichen Perspektive darstellt. An deutschen und polnischen Beispielen wird dabei die Diversität des historischen Erinnerns offengelegt. Dieser transnationale Ansatz versteht sich als eine Antwort auf die Frage, wie ein europäisches Geschichtsbewusstsein der Zukunft aussehen könnte. Er zielt aber auch konkret auf die weitere Verbesserung der deutsch-polnischen Verständigung. „Ein gemeinsam erarbeitetes Geschichtsbuch könne helfen, die Traumata, Bedürfnisse und Befindlichkeiten des jeweils anderen besser zu verstehen, formulierte der damalige Bundesaußenminister Steinmeier anlässlich der Präsentation von Band 1“. Sein Amtskollege Waszczykowski stimmte zu: „Vor 40 Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von so einem Buch nur träumen.“ Christiane Brandau wird die Geschichtsbuchreihe anhand vorliegender Materialien präsentieren  und Vorgeschichte, Konzept, Entwicklungsstand und  Zielsetzungen vorstellen. Einleitung und Moderation:  Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung  Braunschweig, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Verein Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. Wir hoffen auf ein vielfältiges Besuchsecho, insbesondere auch von Lehrer*innen.   POLENREISE 2018 Wir haben nur noch wenige Plätze frei für die Reise nach Niederschlesien, die im Jahr 2018 im Fokus steht. In der Zeit vom 17.08.- 28.08. 2018 werden wir das reiche, kulturelle Erbe dieser Region entdecken. Wir besichtigen die größten Städte der Region: Görlitz, Wroclaw und Opole. Wir schauen uns die schönen Schlösser und Residenzen im Hirschberger Tal, architektonisch interessante Kirchen u.a. Krzeszow/Grüßau, Lubiaz/Leubus, die Friedenskirchen in Swidnica/Schweidnitz und Jawor/Jauer sowie technische Baudenkmäler (Jahrhunderthalle in Breslau) an. Die  Natur darf auch nicht zu kurz kommen: das Riesengebirge, die Täler und Felsgebilde werden uns auf der Fahrt begleiten. Auch die traditionsreichen Kurorte mit Cieplice/Bad Warmbrunn, Szczawno-Zdroj/Bad Salzbrunn und Kudowa Zdroj/ Bad Kudowa werden besichtigt. Der Preis im 2-Bettzimmer beträgt 900 € bzw. im 1-Bettzimmer 1100 € Euro. Darin sind die Bahnfahrt nach Dresden und zurück, Hotels in Jelenia Gora, Wojanow (auf der Abbildung), Opole und Wroclaw mit Frühstück, teilweise Halbpension, Stadtführer, Museumseintritte und Bustransfer enthalten. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis Ende Februar auf dem beigefügten Formular oder per E-Mail: V.Kri@dpg-hamburg.de an.     VERANSTALTUNGEN ANDERER TRÄGER   Veranstaltung zum Thema „Endstation Sobibor, Treblinka, Majdanek – Leidenswege Hamburger Juden“ Am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 19.00 Uhr findet im Mahnmal St. Nikolai (Willy-Brandt-Str. 60) eine Veranstaltung zum Thema „Endstation Sobibor, Treblinka, Majdanek – Leidenswege Hamburger Juden“. Die Zielorte der Jüdinnen und Juden, die aus Hamburg direkt deportiert wurden, sind namentlich bekannt. Schon in den 1930er Jahren waren Tausende Juden in die Nachbarländer geflüchtet, die nach dem Einmarsch deutscher Truppen zur Falle wurden. Über das Lager Westerbork in den Niederlanden oder Gurs in Frankreich wurden sie mit den einheimischen Juden und anderen Flüchtlingen in die Todeslager der Aktion Reinhardt im Südostpolen deportiert und ermordet. Andere hatten zunächst von Hamburg aus den Deportationsbefehl in das „Altersghetto“ und „Vorzugslager“ Theresienstadt erhalten, das sich dann für etliche als Durchgangsstation nach Treblinka erwies. Dr. Beate Meyer, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, (Einführung) und MitstreiterInnen aus dem Projekt „Stolpersteine in Hamburg – biographische Spurensuche“ stellen fünf Lebens-, Flucht- und Leidensgeschichten von Hamburger Jüdinnen und Juden vor, die den Tod in einem dieser Lager fanden. Eintritt frei.     SONSTIGES TERMIN VORMERKEN Tragen Sie bitte Montag, den 9. April, 18.00 Uhr in Ihren Terminkalender ein! An diesem Tag wird unsere Jahresmitgliederversammlung 2018 im Berufsförderungswerk BFW in Farmsen stattfinden, in der u.a. auch Vorstandswahlen durchgeführt werden. Falls Sie sich intensiver in unsere Arbeit einbringen möchten, können Sie sich zum Mitglied unseres Vorstands wählen lassen; denn wir brauchen mehr Hilfe aus dem Kreise unserer Mitgliedschaft. Bei Interesse  rufen Sie bitte Viola Krizak: 040 830 12 21 an oder schreiben Sie eine E-Mail: V.Kri@dpg-hamburg.de  Weitere Informationen und die Tagesordnung erhalten Sie mit den nächsten Mitteilungen.       Mit herzlichen Grüßen für den Vorstand Viola Krizak                                     Diese Seite bitte ausdrucken und an u.g. Adresse schicken oder per E-Mail an: V.Kri@dpg-hamburg.de     REISEANMELDUNG Hiermit melde/n ich/wir mich/uns verbindlich für die Polenreise nach Niederschlesien vom 17. bis 28. August 2018 an. Ich möchte/wir möchten in einem 1-Bett-Zimmer / 2-Bett-Zimmer übernachten (den zutreffenden Wunsch bitte unterstreichen).   NAME:_______________________________VORNAME_____________________________     ADRESSE:___________________________________________________________________     TEL.NR.:_________________________E-Mail:_______________________________________     DATUM, UNTERSCHRIFT______________________________________________________   Bitte bis Ende Februar zurücksenden an: Dr. Viola Krizak, Königsberger Str. 9 b, 22869 Schenefeld


10. Konzert der traditionsreichen Reihe ‚der Polnische Abend‘ 26. Januar 2018 19.00 Uhr HfMT Hamburg

Hier nun die Informationen zum 10. Konzert der traditionsreichen Reihe ‚der Polnische Abend‘. Przesyłam  zaproszenie na nasz kolejny koncert muzyki polskiej , tym razem w Hamburgu. 26. Januar 2018 19.00 Uhr HfMT Hamburg, Harvestehuder Weg 12 Zum ersten Mal sind wir dabei mit einem leidenschaftlichen, abwechslungsreichen Programm klassischer und traditioneller polnischer Musik in Hamburg. Akteure sind herausragende junge Künstler der Musikhochschulen Hamburg, Bremen und Hannover, sowie die 1. Preisträger des T. Leschetizky Klavierwettbewerbs in Hamburg. Es erwarten Sie Mazurken, Polonaisen, Oberek, Fantasien und vieles mehr von Chopin, Paderewski, Lutoslawski, Szymanowski, etc. Mit Anekdoten und geschichtlichen Hintergründe im Angesicht des 100-jährigen Unabhängigkeitsjubiläums der Republik Polen wird informativ und unterhaltsam durch das Programm geführt.   www.hfmt-hamburg.de und www.culture-connects.org Bitte teilen Sie gerne unsere Veranstaltung auf facebook: https://www.facebook.com/cultureconnects.org/ Der Eintritt ist frei.   ZAPROSZENIE     Culture Connects Bremen ma zaszczyt zaprosić na 10. Koncert z cyklu Der Polnische Abend/Polski wieczór. Koncert ten odbędzie się dnia 26 stycznia 2018 roku o godz. 19 w Mendelssohn-Saal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg. W programie utwory kompozytorów polskich (Wieniawski, Lutoslawski, Paderewski, Chopin, Szymanowski,..) w wykonaniu młodych artystów z różnych krajów, w tym laureatów konkursu ‚3. Leschetizky Klavierwettbewerb Polnischer Musik in Hamburg 2017.‘ Bliższe informacje na stronie internetowej www.hfmt-hamburg.de i https://www.facebook.com/cultureconnects.org/     Wstęp wolny!   Serdecznie zapraszamy!     Z poważaniem Roman Ohem   _______________________________________ Roman Alexander Ohem Przewodniczący Culture Connects – Kultur verbindet Ulenhorst 32 28329 Bremen Tel. 0049 152 0304 2092      


Wolfgang Borchert – seine Sicht der Menschen in Kurzgeschichten und Gedichten – Mahnmals St. Nikolai – 17. Januar 2018, 19.30 Uhr

Mahnmals St. Nikolai – Mittwoch, 17. Januar 2018, 19.30 Uhr Wolfgang Borchert – seine Sicht der Menschen in Kurzgeschichten und Gedichten Lesung mit Kai Maertens und Nils C. Freytag, Graphic Novel Recordings von Tina Nispel Wolfgang Borchert, geboren 1921 in Hamburg, gestorben 1947 in Basel, wurde vor allem durch sein Heimkehrer-Drama „Draußen vor der Tür“ bekannt. Er verfasste zudem zahlreiche Gedichte und Geschichten, die z. T. einen wohlwollenden und fast fröhlichen Blick auf seine Zeitgenossen ermöglichen, fernab von Krieg und Unmenschlichkeit. Gelesen wird u. a. „Schischyphusch – oder Der Kellner meines Onkels“. Während der Lesung wird die Hamburger Grafikerin Tina Nispel das Gehörte spontan in kleine gemalte Kunstwerke übersetzen, die am Ende des Abends zu Gunsten des Mahnmals St. Nikolai versteigert werden. Kai Maertens, ist Hamburger, Schauspieler und Regisseur. Er mag Literatur, Hunde und Fußball. Nils C. Freytag, ebenfalls Hamburger, studierte Politikwissenschaft und Psychologie und kam nach Stationen in Werbung und PR zum gesprochenen Wort. Eintritt € 6,- / ermäßigt € 4,-


KLAUSURTAGUNG 2018

KLAUSURTAGUNG 2018 in Travemünde Der Vorstand unserer Gesellschaft plant vom 20.- 21. Januar 2017 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2018 beraten und einen Jahresplan 2018 erstellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie es uns bitte telefonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit.


Die Buchvorstellung des DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH | Mahnmal St. Nikolai

Am Dienstag, 28.März2018, um 19.00 Uhr  im Mahnmal St. Nikolai, Willi-Brandt-Str. 60, stellen wir Ihnen den ersten Band des Deutsch-Polnischen Geschichtsbuchprojektes „Europa- unsere Geschichte“ vor. In einem Vortrag und Gespräch wird Christiane Brandau, Mitarbeiterin des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, das Geschichtsbuch vorstellen. „Europa – unsere Geschichte“ setzt als von Deutschen und Polen gemeinsam erarbeitete Schulbuchreihe einen Dialog fort, den Historiker, Geographen und Geschichtsdidaktiker beider Länder seit Jahrzehnten führen – vor allem im Rahmen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Im Jahr 2016 ist der erste Band der für den regulären Unterrichtsgebrauch in Deutschland und Polen gedachten Schulbuchreihe erschienen, die die in den Lehrplänen vorgesehenen Inhalte von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart unter Berücksichtigung deutscher und polnischer Perspektiven behandelt. Europäische Geschichte wird so – für Deutschland gesprochen – erstmals auch aus einer nicht-westlichen Perspektive darstellt. An deutschen und polnischen Beispielen wird dabei die Diversität des historischen Erinnerns offengelegt. Dieser transnationale Ansatz versteht sich als eine Antwort auf die Frage, wie ein europäisches Geschichtsbewusstsein der Zukunft aussehen könnte. Er zielt aber auch konkret auf die weitere Verbesserung der deutsch-polnischen Verständigung ab. Ein gemeinsam erarbeitetes Geschichtsbuch könne helfen, die Traumata, Bedürfnisse und Befindlichkeiten des jeweils anderen besser zu verstehen, formulierte der damalige Bundesaußenminister Steinmeier anlässlich der Präsentation von Band 1. Sein Amtskollege Waszczykowski stimmte zu: „Vor 40 Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von so einem Buch nur träumen.“ Christiane Brandau wird die Geschichtsbuchreihe anhand vorliegender Materialien präsentieren  und Vorgeschichte, Konzept, Entwicklungsstand und  Zielsetzungen vorstellen. Einleitung:  Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung  Braunschweig, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, Verein Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg.


KONGRESS 2017 DER DPG BUNDESVERBAND IN POTSDAM

KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN POTSDAM Der 26. Jahreskongress „Nachbarschaft in der Mitte Europas“ der Deutsch-Polnischen Gesellschaften rückt immer näher! Auch in diesem Jahr bietet der DPG Bundesverband ein interessantes Programm, Diskussionen, Führungen und Musik – dieses Mal in Potsdam an. Wir laden alle Mitglieder herzlich dazu ein, an einem der größten Treffen von Akteuren, Multiplikatoren und Freunden der deutsch-polnischen Beziehungen teilzuhaben! Der Jahreskongress wird vom 10. bis 12. November 2017 stattfinden. Während des Kongresses wird bereits zum 12. Mal der DIALOG-PREIS verliehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband zeichnet in diesem Jahr den renommierten österreichischen Schriftsteller, Journalist und Übersetzer Martin Pollack mit dem DIALOG-Preis für sein umfassendes literarisches Werk aus.. Die feierliche Verleihung des Preises wird am 11. November 2017 im Auditorium Maximum der Universität Potsdam stattfinden. Mehr Informationen: www.dpg-bundesverband.de


REFORMATION IN POLEN und LITAUEN

REFORMATION IN POLEN und LITAUEN Die Ausstellung „Reformation in Polen und Litauen“ wurde im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg vom 21.09. bis 19.10. gezeigt. Das Thema ist für Europa im Jahr 2017 sehr aktuell. Zum 500. Mal jährt sich die Reformation in diesem Jahr. Luther hatte sie nicht geplant. Dennoch veränderte sie Europa grundlegend – bis heute. Denn die Ideen aus Wittenberg kamen zum genau richtigen Zeitpunkt in die Welt. Die Reformation hatte auch einen großen Einfluss auf die Entwicklung in Polen. Nur wenige Menschen wissen z.B., dass der erste Staat mit lutherischem Bekenntnis ein Territorium außerhalb des römisch-deutschen Reiches war – und zwar das Herzogtum Preußen. Es entstand 1525  auf dem Gebiet des Deutschen Ritterordens. Polen-Litauen war ein Vielvölkerstaat, in dem neben Polen und Litauern Deutsche, Juden, Letten, Esten, Ukrainer, Russen und Tataren lebten. Entsprechend unterschiedlich waren die Glaubensbekenntnisse. Die meisten Regionen im heutigen Polen waren über Jahrhunderte hin entweder vom Protestantismus oder von ausgesprochener Glaubensvielfalt geprägt. Und genau diese Vielfalt gerät heute durch die Konzentration auf die Luthers Reformation etwas aus dem Blick, womit zugleich das Bewusstsein für ein in weiten Teilen evangelisch und tolerant geprägtes Ostmitteleuropa verblasst. Die Lehren Luthers breiteten sich vor allem in den Städten des zu Polen gehörenden preußischen Gebietes und im Ordensland schnell aus. Auch unter den polnischen und litauischen Adeligen fand die Reformation zahlreiche Anhänger. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Polen-Litauen Zufluchtsort für Anhänger verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen wie den Mennoniten, Unitariern, Polnischen Brüdern und den Böhmischen Brüdern.  Die protestantische Bewegung war in Polen und Litauen also mehr als Luther. Im Zuge der Gegenreformation wurden jedoch die reformierten Kirchen zurückgedrängt. Heute bilden sie in Polen eine kleine Minderheit. Am 21.09. bei der Vernissage hat Prof. Golczewski die historischen Hintergründe der Reformation in Polen vorgestellt. Am 19. 10., am letzten Tag der Präsentation der Ausstellung wurden einige Aspekte dieses Themas vertieft. Dr. theol. Hartmut Rudolph  hat die Geschichte der Reformation in Preußen und vor allem die große Glaubensvielfalt vorgestellt und die religiösen Auseinandersetzungen  in Polen-Litauen am Beispiel vom Wirken des in Danzig geborenen Theologen Daniel Ernst Jablonski geschildert. In Polen mit seiner vorwiegend katholischen Bevölkerung ist in dieser Situation die Feier der 500 Jahre Reformation für evangelische Christen eine Herausforderung. Durch die „erfolgreiche“ Gegenreformation bilden die Lutheraner mit 71 000 Gemeindemitgliedern und die Reformierten mit 2500 Gemeindemitgliedern nur eine sehr kleine Minderheit im Land. Desto wichtiger ist es für sie, im Jahr des Reformationsjubiläums die wichtige Rolle des Protestantismus und der Protestanten in der Geschichte Polens öffentlich zu würdigen. Ende 2016 erklärte sich der Präsident der Polnischen Republik, Andrzej Duda, auf Bitten der Evangelisch-Augsburgischen (Lutherischen) Kirche bereit, die Schirmherrschaft über die zentrale Feier des Reformationsjubiläums in Warschau vom 26. bis 29. Oktober 2017 zu übernehmen. Eine weitere staatliche Anerkennung für das Reformationsjahr konnte nicht erreicht werden. Auch der Senat, die zweite Kammer des polnischen Parlaments, tat sich schwer mit der Würdigung des Beitrags polnischer Protestanten. Am 1. Februar 2017 konnte erst nach vielen Diskussionen und heftigem Streit eine Resolution zum Gedenken der 500 Jahre Reformation auf dem Gebiet Polens verabschiedet werden – mit 40 Ja-Stimmen, 27 Gegenstimmen und 17 Enthaltungen. In der Resolution werden namentlich zahlreiche protestantische Persönlichkeiten gewürdigt, die als Schriftsteller, Geistliche, Politiker und Offiziere eine wichtige Rolle in der Geschichte Polens gespielt haben.


EIN TAG DEN MAN NICHT VERGISST

Heute bekommen Sie einen Bericht von unserem Mitglied, Jan Dolny, der federführend für das Projekt „Stein der Demut“ war: „Es ist der 8. September 2017. Aus dem grauen Himmel regnet es in Strömen auf Hamburg hernieder. In den Herzen vieler Hamburger  jedoch scheint  dennoch der hellste Sonnenschein! Für die jungen Polizeianwärter/innen zum Beispiel, die heute in der Hamburger Polizeiakademie den ersten Jahrestag der Grundsteinlegung für das  Mahnmal in einem Waldstück nahe der polnischen Kleinstadt Jozefów feierlich begehen. Die  Errichtung eines Gedenksteins an der Stelle, an der am 13.Juli 1942 Angehörige des Hamburger Polizei–Reservebataillons 101 unschuldige Menschen; Kinder, Frauen und Männer ermordeten. Nur weil sie Juden waren mussten vor 75 Jahren 1500 Menschen ihr Leben lassen. Vergessen machen können die jungen Hamburger  und ihre Vorgesetzten, die seit Jahren enge Kontakte zu ihren Kollegen in Lublin pflegen, die grausame Tat zwar nicht, doch sie setzten damit einen Akzent für eine hoffnungsvolle Zukunft. Auch mich, ein Mitglied unserer DPG Hamburg seit deren Bestehen, haben sie mit ihrer Geste tief beeindruckt. Rein zufällig habe ich von diesen  freundschaftlichen Beziehungen unserer Polizei und der Geschichte des Gedenksteins erfahren. Über ein Jahr habe ich für diesen 8. September 2017 bewusst gelebt und gearbeitet. Ich bitte um Nachsicht, aber es war mir eine Herzensangelegenheit, diese großartige Geste der jungen Menschen vielen Hamburgern zu vermitteln. Es gelang mir dafür den Historiker und  ehemaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Kopitzsch und den Bereichsleiter des Lehrbetriebes  an der Polizeiakademie Frank Trawny für diesen besonderen Abend unserer Gesellschaft in der Krypta der St. Nikolai Kirche als Mitstreiter- sowohl als Ideengeber für den Gedenkstein, wie als Referenten und Zeitzeugen der  gegenwärtigen Beziehungen zwischen den jungen Menschen unserer beider Völker – zu gewinnen. Beide haben mit Freude zugesagt. Der traurige Anlass für unsere Veranstaltung, bei den Besuchern gerade durch die fundierte Beschreibung der Ereignisse vor über 75 Jahren durch Wolfgang Kopitzsch und auch der grandiose Filmbericht über die hoffnungsvolle Zusammenarbeit der kommenden Polizeigeneration beider Länder wirkten sehr überzeugend. So ist die Hoffnung auf ein freundschaftliches Zusammenleben zwischen Polen und Deutschland tief  verankert. Denn das sehe ich als meine vorrangige Aufgabe als Mitglied der Deutsch Polnischen Gesellschaft Hamburg. Anerkennende Worte für unsere Veranstaltung hörten wir auch vom Polnischen Vizekonsul, Herrn Adam Borkowski, der  jedoch auch vom Wehrmutstropfen in dieser großartigen Beziehung zwischen Hamburg und Lublin erfahren musste: die polnischen Polizisten können aus verschiedenen Gründen nicht die Gastfreundschaft  ihrer Hamburger Kollegen genießen. Unter unseren Gästen befanden sich viele Vertreter der Polizeiakademie, die es sich nicht nehmen ließen, unser Bemühen um das Gedenken an diese unschuldigen Opfer im fernen Jozefów  den Hamburger*innen in Erinnerung zu rufen, durch ihre Anwesenheit zu würdigen. Eine besondere Ehre erwies uns auch  der Ehrengast der Gedenkstunde in der Polizeiakademie, Herr Josef Avni – Angehöriger der Opfer – aus Haifa“.


MITTEILUNGEN 05/2017 (November-Dezember)

MITTEILUNGEN 05/2017 (November-Dezember)   U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH Am Dienstag, 21. November, um 19.00 Uhr  im Mahnmal St. Nikolai, Willi-Brandt-Str. 60, stellen wir Ihnen den ersten Band des Deutsch-Polnischen Geschichtsbuchprojektes „Europa- unsere Geschichte“ vor. In einem Vortrag und Gespräch wird Christiane Brandau, Mitarbeiterin des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig, das Geschichtsbuch vorstellen. „Europa – unsere Geschichte“ setzt als von Deutschen und Polen gemeinsam erarbeitete Schulbuchreihe einen Dialog fort, den Historiker, Geographen und Geschichtsdidaktiker beider Länder seit Jahrzehnten führen – vor allem im Rahmen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Im Jahr 2016 ist der erste Band der für den regulären Unterrichtsgebrauch in Deutschland und Polen gedachten Schulbuchreihe erschienen, die die in den Lehrplänen vorgesehenen Inhalte von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart unter Berücksichtigung deutscher und polnischer Perspektiven behandelt. Europäische Geschichte wird so – für Deutschland gesprochen – erstmals auch aus einer nicht-westlichen Perspektive darstellt. An deutschen und polnischen Beispielen wird dabei die Diversität des historischen Erinnerns offengelegt. Dieser transnationale Ansatz versteht sich als eine Antwort auf die Frage, wie ein europäisches Geschichtsbewusstsein der Zukunft aussehen könnte. Er zielt aber auch konkret auf die weitere Verbesserung der deutsch-polnischen Verständigung ab. Ein gemeinsam erarbeitetes Geschichtsbuch könne helfen, die Traumata, Bedürfnisse und Befindlichkeiten des jeweils anderen besser zu verstehen, formulierte der damalige Bundesaußenminister Steinmeier anlässlich der Präsentation von Band 1. Sein Amtskollege Waszczykowski stimmte zu: „Vor 40 Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von so einem Buch nur träumen.“ Christiane Brandau wird die Geschichtsbuchreihe anhand vorliegender Materialien präsentieren  und Vorgeschichte, Konzept, Entwicklungsstand und  Zielsetzungen vorstellen. Einleitung:  Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung  Braunschweig, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, Verein Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg.   ADVENTSFEIER Wie schon seit vielen Jahren laden wir Sie in der Adventszeit zum Konzert in die Christ-König-Kirche in Lokstedt ein, zu dem wir immer eine Musik- oder Gesangsgruppe aus Polen einladen. In diesem Jahr ist es die kleine, aus drei Künstlerinnen bestehende Gruppe SEPTIMA aus Posen/Poznan. Die drei  Musikerinnen und Sängerinnen, Barbara Wilinska, Antonina Weber und Xenia Starzynska, spielen sehr seltene Mittelalter- und Renaissance-Instrumente, Drehleier, Lithuanian Zither (Kankles), Xylophon (Dulzimer), Bendir, Daff und Viola da Gamba. Dabei singen sie volkstümliche Advents- und Weihnachtslieder aus Polen und den Balkanländern sowie Weihnachtslieder aus dem Europa des Mittelalters und der Renaissance. Sie werden uns ihre Instrumente erklären und alte, teilweise längst vergessene Traditionen vorstellen, bei denen besondere Lieder gesungen wurden. Das Trio SEPTIMA singt am Samstag,  2. Dezember um 16.00 Uhr  in der Christ- König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36.  Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder typische Gerichte der polnischen Küche vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Rotwein werden wir mit den Künstlerinnen Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte hören und das Zusammensein genießen. Um besser planen zu können, bitten wir Sie, uns  mitzuteilen, ob Sie teilnehmen möchten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie können uns anrufen (040/59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (ha.zillmer@web.de oder krizak_viola@hotmail.com). Wir bitten um Rückmeldung bis zum 27. November 2017. Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg.       V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R   KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN POTSDAM  Der 26. Jahreskongress „Nachbarschaft in der Mitte Europas“ der Deutsch-Polnischen Gesellschaften findet vom 10. bis 11. November 2017 in Potsdam statt.  Auch in diesem Jahr bietet der DPG Bundesverband ein spannendes Programm, Diskussionen, Stadtführungen und Musik an. Wir laden alle Mitglieder herzlich dazu ein, an einem der größten Treffen von Akteuren, Multiplikatoren und Freunden der deutsch-polnischen Beziehungen teilzuhaben! Die Kongressteilnehmer*innen werden am 10.11. im Landtag Brandenburg empfangen und u.a. von Britta Stark, Präsidentin des Landtags Brandenburg und Burkhard Exner, Bürgermeister der Stadt Potsdam begrüßt. Während des Kongresses wird am 11.11. am frühen Nachmittag ein Workshop angeboten, in dem die AG Umwelt und Ökologie der DPG Hamburg mit polnischen Gästen über den deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt- und Energiekongress im Mai d.J. in Rzeszów berichten wird. Bereits zum 12. Mal wird der DIALOG-PREIS verliehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband zeichnet in diesem Jahr den renommierten österreichischen Schriftsteller, Journalisten und Übersetzer Martin Pollack mit dem DIALOG-Preis für sein umfassendes literarisches Werk aus. Die feierliche Verleihung des Preises wird am Samstagabend im Auditorium Maximum der Universität Potsdam stattfinden. Mehr Informationen: www.dpg-bundesverband.de   FILMLAND POLEN Am 5. November um 16.00 Uhr wird im Kino Metropolis, Theaterstr. 5  der Film „Wolhynien“ in der Regie von Wojciech Smarzowski gezeigt, ein Spielfilm über das Massaker von Wolhynien im Jahr 1943. Er bringt eine Tragödie wieder ins Gedächtnis, die Polen und Ukrainer schmerzlich verbindet – und noch immer unversöhnlich trennt. Gibt es in der eigenen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg einen letzten blinden Fleck? So scheinen es neuerdings viele Polen zu empfinden. Vor 1989 sei das Thema offiziell tabu gewesen; seitdem, so hört und liest man jetzt, habe das Gebot der Völkerverständigung, also die „politische Korrektheit“, verhindert, dass man sich damit intensiver befasst hätte. Gemeint ist das Massaker von Wolhynien, das im Schatten der deutschen Besatzung stattfand, im Wesentlichen 1943, mit späteren Ausläufern. Polen waren die Opfer, ukrainische Nationalisten die Täter. In Polen werden die Ereignisse zumeist als „wolhynisches Gemetzel“ bezeichnet, jenseits der Grenze dagegen als „die wolhynische Tragödie“.   Am 16. Dezember um 16.00 Uhr können Sie ebenfalls im Kino Metroplis den Film „I´m der Killer“ (Jestem morderca) in der Regie von Maciej Pieprzyca sehen. Film erzählt die wahre Geschichte eines polnischen Frauenmörders, der in den frühen 1970er als Serienkiller in Polen sein Unwesen trieb, den man auch als den seelischen Vampir nannte. Er mordete mehr als ein Dutzend Frauen. Als die Ermittlungen nicht weiterkamen, wurde ein junger Miliz-Offizier an Bord geholt, der den Mörder dingfest machen soll. Der Regisseur, Maciej Pieprzyca, gewann beim Shanghai Film Festival 2017 den Preis als bester Regisseur für „I’m a Killer“. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten.   B E R I C H T E   EIN TAG DEN MAN NICHT VERGISST Heute bekommen Sie einen Bericht von unserem Mitglied, Jan Dolny, der federführend für das Projekt „Stein der Demut“ war: „Es ist der 8. September 2017. Aus dem grauen Himmel regnet es in Strömen auf Hamburg hernieder. In den Herzen vieler Hamburger  jedoch scheint  dennoch der hellste Sonnenschein! Für die jungen Polizeianwärter/innen zum Beispiel, die heute in der Hamburger Polizeiakademie den ersten Jahrestag der Grundsteinlegung für das  Mahnmal in einem Waldstück nahe der polnischen Kleinstadt Jozefów feierlich begehen. Die  Errichtung eines Gedenksteins an der Stelle, an der am 13.Juli 1942 Angehörige des Hamburger Polizei–Reservebataillons 101 unschuldige Menschen; Kinder, Frauen und Männer ermordeten. Nur weil sie Juden waren mussten vor 75 Jahren 1500 Menschen ihr Leben lassen. Vergessen machen können die jungen Hamburger  und ihre Vorgesetzten, die seit Jahren enge Kontakte zu ihren Kollegen in Lublin pflegen, die grausame Tat zwar nicht, doch sie setzten damit einen Akzent für eine hoffnungsvolle Zukunft. Auch mich, ein Mitglied unserer DPG Hamburg seit deren Bestehen, haben sie mit ihrer Geste tief beeindruckt. Rein zufällig habe ich von diesen  freundschaftlichen Beziehungen unserer Polizei und der Geschichte des Gedenksteins erfahren. Über ein Jahr habe ich für diesen 8. September 2017 bewusst gelebt und gearbeitet. Ich bitte um Nachsicht, aber es war mir eine Herzensangelegenheit, diese großartige Geste der jungen Menschen vielen Hamburgern zu vermitteln. Es gelang mir dafür den Historiker und  ehemaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Kopitzsch und den Bereichsleiter des Lehrbetriebes  an der Polizeiakademie Frank Trawny für diesen besonderen Abend unserer Gesellschaft in der Krypta der St. Nikolai Kirche als Mitstreiter- sowohl als Ideengeber für den Gedenkstein, wie als Referenten und Zeitzeugen der  gegenwärtigen Beziehungen zwischen den jungen Menschen unserer beider Völker – zu gewinnen. Beide haben mit Freude zugesagt. Der traurige Anlass für unsere Veranstaltung, bei den Besuchern gerade durch die fundierte Beschreibung der Ereignisse vor über 75 Jahren durch Wolfgang Kopitzsch und auch der grandiose Filmbericht über die hoffnungsvolle Zusammenarbeit der kommenden Polizeigeneration beider Länder wirkten sehr überzeugend. So ist die Hoffnung auf ein freundschaftliches Zusammenleben zwischen Polen und Deutschland tief  verankert. Denn das sehe ich als meine vorrangige Aufgabe als Mitglied der Deutsch Polnischen Gesellschaft Hamburg. Anerkennende Worte für unsere Veranstaltung hörten wir auch vom Polnischen Vizekonsul, Herrn Adam Borkowski, der  jedoch auch vom Wehrmutstropfen in dieser großartigen Beziehung zwischen Hamburg und Lublin erfahren musste: die polnischen Polizisten können aus verschiedenen Gründen nicht die Gastfreundschaft  ihrer Hamburger Kollegen genießen. Unter unseren Gästen befanden sich viele Vertreter der Polizeiakademie, die es sich nicht nehmen ließen, unser Bemühen um das Gedenken an diese unschuldigen Opfer im fernen Jozefów  den Hamburger*innen in Erinnerung zu rufen, durch ihre Anwesenheit zu würdigen. Eine besondere Ehre erwies uns auch  der Ehrengast der Gedenkstunde in der Polizeiakademie, Herr Josef Avni – Angehöriger der Opfer – aus Haifa“.   REFORMATION IN POLEN und LITAUEN Die Ausstellung „Reformation in Polen und Litauen“ wurde im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg vom 21.09. bis 19.10. gezeigt. Das Thema ist für Europa im Jahr 2017 sehr aktuell. Zum 500. Mal jährt sich die Reformation in diesem Jahr. Luther hatte sie nicht geplant. Dennoch veränderte sie Europa grundlegend – bis heute. Denn die Ideen aus Wittenberg kamen zum genau richtigen Zeitpunkt in die Welt. Die Reformation hatte auch einen großen Einfluss auf die Entwicklung in Polen. Nur wenige Menschen wissen z.B., dass der erste Staat mit lutherischem Bekenntnis ein Territorium außerhalb des römisch-deutschen Reiches war – und zwar das Herzogtum Preußen. Es entstand 1525  auf dem Gebiet des Deutschen Ritterordens. Polen-Litauen war ein Vielvölkerstaat, in dem neben Polen und Litauern Deutsche, Juden, Letten, Esten, Ukrainer, Russen und Tataren lebten. Entsprechend unterschiedlich waren die Glaubensbekenntnisse. Die meisten Regionen im heutigen Polen waren über Jahrhunderte hin entweder vom Protestantismus oder von ausgesprochener Glaubensvielfalt geprägt. Und genau diese Vielfalt gerät heute durch die Konzentration auf die Luthers Reformation etwas aus dem Blick, womit zugleich das Bewusstsein für ein in weiten Teilen evangelisch und tolerant geprägtes Ostmitteleuropa verblasst. Die Lehren Luthers breiteten sich vor allem in den Städten des zu Polen gehörenden preußischen Gebietes und im Ordensland schnell aus. Auch unter den polnischen und litauischen Adeligen fand die Reformation zahlreiche Anhänger. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Polen-Litauen Zufluchtsort für Anhänger verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen wie den Mennoniten, Unitariern, Polnischen Brüdern und den Böhmischen Brüdern.  Die protestantische Bewegung war in Polen und Litauen also mehr als Luther. Im Zuge der Gegenreformation wurden jedoch die reformierten Kirchen zurückgedrängt. Heute bilden sie in Polen eine kleine Minderheit. Am 21.09. bei der Vernissage hat Prof. Golczewski die historischen Hintergründe der Reformation in Polen vorgestellt. Am 19. 10., am letzten Tag der Präsentation der Ausstellung wurden einige Aspekte dieses Themas vertieft. Dr. theol. Hartmut Rudolph  hat die Geschichte der Reformation in Preußen und vor allem die große Glaubensvielfalt vorgestellt und die religiösen Auseinandersetzungen  in Polen-Litauen am Beispiel vom Wirken des in Danzig geborenen Theologen Daniel Ernst Jablonski geschildert. In Polen mit seiner vorwiegend katholischen Bevölkerung ist in dieser Situation die Feier der 500 Jahre Reformation für evangelische Christen eine Herausforderung. Durch die „erfolgreiche“ Gegenreformation bilden die Lutheraner mit 71 000 Gemeindemitgliedern und die Reformierten mit 2500 Gemeindemitgliedern nur eine sehr kleine Minderheit im Land. Desto wichtiger ist es für sie, im Jahr des Reformationsjubiläums die wichtige Rolle des Protestantismus und der Protestanten in der Geschichte Polens öffentlich zu würdigen. Ende 2016 erklärte sich der Präsident der Polnischen Republik, Andrzej Duda, auf Bitten der Evangelisch-Augsburgischen (Lutherischen) Kirche bereit, die Schirmherrschaft über die zentrale Feier des Reformationsjubiläums in Warschau vom 26. bis 29. Oktober 2017 zu übernehmen. Eine weitere staatliche Anerkennung für das Reformationsjahr konnte nicht erreicht werden. Auch der Senat, die zweite Kammer des polnischen Parlaments, tat sich schwer mit der Würdigung des Beitrags polnischer Protestanten. Am 1. Februar 2017 konnte erst nach vielen Diskussionen und heftigem Streit eine Resolution zum Gedenken der 500 Jahre Reformation auf dem Gebiet Polens verabschiedet werden – mit 40 Ja-Stimmen, 27 Gegenstimmen und 17 Enthaltungen. In der Resolution werden namentlich zahlreiche protestantische Persönlichkeiten gewürdigt, die als Schriftsteller, Geistliche, Politiker und Offiziere eine wichtige Rolle in der Geschichte Polens gespielt haben.   Mit herzlichen Grüßen Für den Vorstand Viola Krizak


Konzert „Cellospiel und Holzklänge“ – 11.11.2017 – 14:00 Uhr – Ausstellungsräume der Sammlung de Weryha

Auf Einladung des Freundeskreises der Sammlung de Weryha e.V. gibt die Cellistin Lucja Wojdak am 11. November ein Konzert in den Ausstellungsräumen der Sammlung de Weryha. Für den Auftritt komponierte die Cellistin Lucja Wojdak mehrere Stücke speziell für diesen Anlass. Die beiden Künstler trafen sich mehrmals, um ihre kreativen Erfahrungen auszutauschen, u.a. wurden dabei holztypische Arbeitsgeräusche aufgenommen, die später in die Musikstücke eingearbeitet wurden. In den Stücken finden sich teilweise festgelegte Themen und rhythmische Strukturen, aber auch freie Improvisationen. Die Cellistin wird versuchen, im Dialog mit den verschiedenen Holzobjekten musikalisch eine atmosphärische Stimmung zu gestalten. Mit ihrem elektronisch verstärkten Cello und unter Anwendung des sogenannten Loop korrespondiert sie mit der Arbeitsweise des Bildhauers. Die Werke Jan de Weryhas „begleitete“ Lucja Wojdak im Herbst 2016 im Rahmen einer Ausstellung bereits musikalisch. Lucja Wojdak lernte das Cellospiel in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in Danzig und Posen in einem klassischen Werdegang. Als Cellistin profilierte sie sich später als Mitwirkende in vielen Symphonieorchestern, Kammermusikensembles, wie auch in anderen Formationen. Sie war in vielen Stilrichtungen unterwegs: Klassik, Neue Musik, Jazz, Pop, etc. Als Mitglied diverser Musikgruppierungen gab Sie in vielen Städten in Europa, den USA und Canada Konzerte. Durch langjährige Unterrichtsarbeit, u.a. an Jugendschulen, machte sie sich auch als Musikpädagogin einen Namen. Wir laden alle Kunst- und Musikinteressierten zu unserem Konzert ein, das am 11. November um 14:00 Uhr in den Ausstellungsräumen der Sammlung de Weryha, Reinbeker Redder 81, 21031 Hamburg, stattfindet. Eintritt frei!


Themenabend – REFORMATION IM ÖSTLICHEN EUROPA – POLEN, LITAUEN und PREUSSENLAND – 19. Oktober um 18.00 Uhr – Mahnmal St. Nikolai – mit Vorträgen von Dr. Lars-Arne Dannenberg und Hartmut Rudolph

19.10.2017 , 18:00 Mahnmal St. Nikolai Willy-Brandt-Straße 60, 20457 Hamburg, Deutschland Reformation in Polen-Litauen und im Preußenland Themenabend mit Vorträgen von Dr. Lars-Arne Dannenberg und Hartmut Rudolph Polen-Litauen war ein Vielvölkerstaat, in dem neben Polen und Litauern Deutsche, Juden, Letten, Esten, Ukrainer, Russen und Tataren lebten – mit entsprechend unterschiedlichen Glaubensbekenntnissen. Die Lehren Luthers breiteten sich vor allem in den Städten des zu Polen gehörenden preußischen Gebietes und im Ordensland schnell aus. Hochmeister Abrecht von Brandenburg überführte 1525 den Ordensstaat in ein evangelisch geprägtes Herzogtum und unterstellte es als Lehen dem polnischen König. Auch unter den polnischen und litauischen Adeligen fand die Reformation zahlreiche Anhänger. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Polen-Litauen Zufluchtsort für Anhänger verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen wie der Mennoniten und Böhmischen Brüder. Im Zuge der Gegenreformation wurden jedoch die reformierten Kirchen zurückgedrängt. Heute bilden sie in Polen eine kleine Minderheit. Die Veranstaltung, die am letzten Tag der Präsentation der Ausstellung Reformation in Polen-Litauen und Preußenland stattfindet, möchte Aspekte des Themas vertiefen. In Vorträgen werden die Geschichte der Reformation in Preußen sowie die religiöse Toleranz in Polen-Litauen anhand der Ansiedlung der Böhmischen Brüder vorgestellt. Programm Begrüßung • Klaus Francke, Leiter des Mahnmals St. Nikolai • Dr. Viola Krizak, Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg Vorträge Im Spiel der Mächte. Reformation und evangelisches Erbe in Preußen und Polen Dr. Lars-Arne Dannenberg Daniel Ernst Jablonski und das reformatorische Erbe der Brüderkirche in der Adelsrepublik Dr. Hartmut Rudolph Die Referenten   Dr. Lars-Arne Dannenberg studierte Rechtswissenschaften und Geschichte. 2007 wurde er mit einer kirchenrechtlichen Arbeit promoviert. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden, an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Dannenberg ist Gründerdirektor des Zentrums für Kultur//Geschichte mit Sitz in Käbschütztal / OT Niederjahna. Er ist Mitglied in verschiedenen Wissenschaftlichen Vereinigungen: Vizepräsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Mitglied in der Historischen Kommission des Sächsischen Adels, Mitglied der Facharbeitsgruppe Heimatpflege im Kulturbeirat des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien sowie Mitglied im Kuratorium der Stiftung Kulturwerk Schlesien. Dannenberg ist Ausstellungskurator und Autor zahlreicher Publikationen zur Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands sowie zur Geschichte und Kultur der Deutschen in Osteuropa. Mehrere Ausstellungsprojekte zur Reformation im östlichen Europa entstanden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa. Dazu gehört die zur Reformation in Polen-Litauen und im Preußenland, die im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg zu sehen ist und zu deren Finissage die Veranstaltung stattfindet. Ein weiteres Projekt war die Publikation eines Wegweisers zum evangelischen Erbe im östlichen Europa.   Dr. Hartmut Rudolph studierte Theologie, Philosophie und Geschichte in Mainz, Zürich und Heidelberg. An der Universität Heidelberg wurde er 1972 mit einer Dissertation über das Preußische Militärkirchenwesen zum Dr. theol. promoviert (erschienen 1973). Anschließend erstellte er im Auftrag der Ev. Kirche in Deutschland eine Dokumentation über die Aufnahme der Vertriebenen und Flüchtlinge im Zeitraum von 1945 bis 1972, die in zwei Bänden 1984 und 1985 erschien. Seit 1976 arbeitete er an mehreren Editionsprojekten der Akademien der Wissenschaften in Mainz, Heidelberg und zuletzt in Berlin-Brandenburg über Paracelsus, Martin Bucer und Gottfried Wilhelm Leibniz. Von 1993 bis zu seinem Ruhestand 2007 leitete Rudolph die Potsdamer Leibniz-Editionsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, die sämtliche politischen Schriften von Leibniz historisch-kritisch ediert. Zu den genannten Themen hat er zahlreiche Aufsätze und mehrere Bücher veröffentlicht. Dr. Hartmut Rudoph ist u.a. Mitherausgeber des Buches: Brückenschläge. Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung (2010) sowie einer der Autoren. Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2017: Mehr als Luther. Reformation im östlichen Europa. In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und dem Nordost-Institut – Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa


7. POLNISCHES FESTIVAL 2017 – 30. September 2017 15:00-19:00 Uhr in Planten un Blomen, Musikpavillon   Vor kurzem aktualisiert!

7. Polnisches Festival in Hamburg, 30. September 2017 15:00-19:00 Uhr in Planten un Blomen, Musikpavillon Kristofer Vio – polnischer Geigen-Virtuose spielt ein Solo-Konzert und überrascht das Publikum mit seinem Humor, Stil und Repertoire! Er ist Geiger und nicht “nur” Geiger!! 18:00 Uhr, Musikpavillon ——————————————————————————————————————————— 15:00 Uhr: Offizielle Festival-Eröffnung in Anwesenheit des polnischen Vizekonsuls Adam Borkowski und Begrüßung von der Festival-Organisatorin Aneta Barcik 15:30 Uhr: POLONEZ – polnischer Hoftanz in 3/4 Takt, interaktiv mit dem Publikum 17:00 Uhr: “SCENA OTWARTA DLA DZIECI” – “Bühne frei für Kinder” 18:00 Uhr: Kristofer Vio – Geige Solo (polnische Pop-Musik, internationale Hits und eigene Songs) ————————————————————————————————————— ..mehr INFOS auf Facebook und im Internet unter: http://plantenunblomen.hamburg.de/veranstaltungskalender/ www.polskifestival.de 


Die Sonderausstellung – REFORMATION IM ÖSTLICHEN EUROPA – POLEN, LITAUEN und PREUSSENLAND| ab 21. September um 19.00 Uhr|Mahnmal St. Nikolai

REFORMATION IM ÖSTLICHEN EUROPA – POLEN,  LITAUEN und PREUSSENLAND  Am Donnerstag,  21. September  um 19.00 Uhr, findet im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, die Eröffnung der Ausstellung zum Thema „Reformation im östlichen Europa – Polen, Litauen und Preußenland“ statt, zu der Prof. Dr. Golczewski  ein Einführungsreferat halten wird. Die Reformation konnte sich im Herzogtum Preußen durch den ehemaligen Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht von Brandenburg-Ansbach 1525 zunächst ungehindert entfalten. Im Königlichen Preußen wurde das Luthertum erst 1559 anerkannt. Die Ansiedlung Reformierter und Mennoniten im 16. Jahrhundert führte zur Entstehung von Gemeinden unterschiedlicher protestantischer Richtungen. Sie versuchten, eine gemeinsame Handlungsbasis gegen die Gegenreformation zu finden, konnten aber die Dominanz der katholischen Kirche nicht verhindern. Diese Religionskonflikte erreichten ihren Höhepunkt, als sich die polnischen Kleinadligen in der Konföderation von Bar gegen ihr Staatsoberhaupt und jede innenpolitische Modernisierung – somit auch gegen die konfessionelle Gleichberechtigung – auflehnten, was in Folge zur ersten Teilung Polens 1772 führte.  Flucht und Vertreibung  nach dem Zweiten Weltkrieg trugen zur weiteren konfessionellen Verschiebung in Richtung Katholizismus bei. Die deutsch-polnische Wanderausstellung verfolgt die Geschichte des Protestantismus in diesen Regionen bis in die Gegenwart. Die 15 reich bebilderten Banner sind Teil eines Ausstellungsprojekts des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Mehr unter www.kulturforum.info   Da die Reformation in diesem Jahr besonders im Oktober viel Beachtung erfährt, laden wir Sie auch zur Finissage dieser Ausstellung ein, die am Donnerstag, 19. Oktober um 19.00 Uhr ebenfalls im Mahnmal St. Nikolai stattfindet. Vorgesehen sind zwei Referate: „Im Spiel der Mächte. Reformation und evangelisches Erbe in Preußen und Polen“ von Dr. Lars-Arne Dannenberg,  dem Vizepräsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Kulturwerk Schlesien und „Daniel Ernst Jablonski und das reformatorische Erbe der Brüderkirche in der Adelsrepublik“ von Hartmut Rudolph, der vor dem Eintritt in den Ruhestand als Theologe die Potsdamer Leibniz-Editionsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften leitete. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, dem Mahnmal St. Nikolai und der DPG Hamburg entstanden. Die Sonderausstellung ist vom 21. September. bis 19. Oktober 2017  täglich zu sehen. Eintritt 5 Euro, das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung „Gomorrha 1943“ und einer Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift auf den Kirchturm von St. Nikolai.  


„STEIN DER DEMUT“ – DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN IN JÓZEFÓW am Freitag, 8. September 2017 um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai

„STEIN DER DEMUT“ – DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN  IN JÓZEFÓW Vor 75 Jahren ermordeten Männer des 101. Reserve-Polizeibataillons aus Hamburg mehr als 1500 jüdische Kinder, Frauen und Männer in Józefów in Südostpolen. Der Tatort des Massakers ist heute ein wichtiger Gedenkort zur Mahnung und zur Erinnerung. Als Zeichen ihrer Verantwortung setzte die Polizei Hamburg in Józefów am 8. September 2016 in Anwesenheit eines Vertreters der Angehörigen der Opfer, Gemeinde- und Woiwodschaftsvertretern sowie einer Delegation aus Hamburg einen Gedenkstein, zu dessen Errichtung auch deutsche Polizisten beigetragen haben. Um an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1943 zu erinnern, wird Wolfgang Kopitzsch, Historiker und Hamburger Polizeipräsident a.D. zum Thema: „Gegen das Vergessen des Massenmordes an der unschuldigen jüdischen Bevölkerung am 13. Juli 1942“ sprechen. Frank Trawny, Bereichsleiter der Akademie der Polizei Hamburg wird  mit dem Thema: „Das gelebte Gedenken heute“ über die jahrelange Zusammenarbeit junger Polizeischüler*innen aus Hamburg und Lublin in Polen“ berichten. Die Veranstaltung findet am Jahrestag der Denkmalenthüllung in Józefów am Freitag, 8. September 2017 um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60), statt. Gemeinsam mit der Akademie der Polizei Hamburg und dem Mahnmal St. Nikolai laden wir Sie  zu einer Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Józefów und der deutsch-polnischen Erinnerungsarbeit ein. Der Eintritt ist frei


DIE FREMDE – SCHAUSPIEL MIT JOANNA STANECKA Am Freitag, 01. September um 19.00 Uhr-GOLDBEKHAUS

DIE FREMDE, SCHAUSPIEL MIT JOANNA STANECKA Am Freitag, 01. September um 19.00 Uhr, präsentiert die polnische Schauspielerin Joanna  Stanecka im GOLDBEKHAUS (Zentrum für Stadtteilkultur Winterhude, Moorfuhrtweg 9) in einem Monolog das  Stück „Die Fremde“ (Cudzoziemka). Das Theaterstück ist in Anlehnung an einen Roman von Maria Kuncewiczowa (1895-1989) entstanden, der unter dem Titel „Cudzoziemka“ 1936 in Warschau erschienen ist. Erzählt wird die Geschichte von Róża Zabczynska, einer polnischen Immigrantin der Zwischenkriegszeit, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr in Russland gelebt hat. Dort als die „Polaczka“ -die Polin- ausgegrenzt, fällt sie in Warschau durch ihren russischen Akzent, eine andere Mentalität und ihren Teint als Fremde auf. Rosa lebte in verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen, aber immer unangepasst, entfremdet, mit sich zweifelnd. Lebenslang verfolgte sie die Frage nach ihrer wahren Identität. Die Regisseurin Iwona Jera und Joanna Stanecka fanden in diesem außergewöhnlich psychologischen Roman viele Anknüpfungspunkte an die heutigen brisanten Fragestellungen nach der Nationalidentität in der globalisierten Welt. Joanna Stanecka ist Absolventin der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź. Als Polin, die jetzt in Deutschland lebt, hat auch sie eine persönliche, emotionale Berührung mit dem Thema. Es ist eine etwa einstündige Aufführung mit anschließendem Gespräch mit der Künstlerin. Eintritt: 6,00 Euro.


UMWELTKONGRESS IN RZESZÓW

UMWELTKONGRESS IN RZESZÓW Wie schon in den letzten Mitteilungen mitgeteilt, fand im Mai ein bemerkenswerter deutsch-polnisch-ukrainischer Umwelt- und Energiekongress in Rzeszów (Südostpolen) statt, den wir mitgestaltet haben. Er in der Zusammenarbeit mit der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszów entstanden und ist mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit zustande gekommen. Ziel des Kongresses war der Austausch und der Wissenstransfer zu Energiefragen zwischen den Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Polen, der Ukraine und Deutschland. Wichtig waren auch die Aspekte der Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Auf dem Kongress stellten  die beteiligten Zielgruppen – Kommunen, Kirchen sowie Schulen und Universitäten – konkrete Projekte und Erfahrungen da. Es wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie Handlungsspielräume auf dem Weg einer ökologischen Erneuerung besser wahrgenommen und genutzt werden könnten. Der Kongress konnte Impulse zur Vernetzung der Teilnehmer geben, die zu weitergehenden Diskussionen und Projekten führen werden. Als Ergebnis wurde von allen Teilnehmern ein „Appell zum Schutze des Klimas“ verabschiedet, der sich  an Institutionen, Politiker und interessierte Bürger wendet; sie finden den Appell im Anhang zu diesen Mitteilungen mit der Bitte um Kenntnisnahme und auch um Weiterleitung.an interessierte Kreise.


MITTEILUNGEN 04/2017 (September-Oktober)

U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   DIE FREMDE, SCHAUSPIEL MIT JOANNA STANECKA Am Freitag, 01. September um 19.00 Uhr, präsentiert die polnische Schauspielerin Joanna  Stanecka im GOLDBEKHAUS (Zentrum für Stadtteilkultur Winterhude, Moorfuhrtweg 9) in einem Monolog das  Stück „Die Fremde“ (Cudzoziemka). Das Theaterstück ist in Anlehnung an einen Roman von Maria Kuncewiczowa (1895-1989) entstanden, der unter dem Titel „Cudzoziemka“ 1936 in Warschau erschienen ist. Erzählt wird die Geschichte von Róża Zabczynska, einer polnischen Immigrantin der Zwischenkriegszeit, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr in Russland gelebt hat. Dort als die „Polaczka“ -die Polin- ausgegrenzt, fällt sie in Warschau durch ihren russischen Akzent, eine andere Mentalität und ihren Teint als Fremde auf. Rosa lebte in verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen, aber immer unangepasst, entfremdet, mit sich zweifelnd. Lebenslang verfolgte sie die Frage nach ihrer wahren Identität. Die Regisseurin Iwona Jera und Joanna Stanecka fanden in diesem außergewöhnlich psychologischen Roman viele Anknüpfungspunkte an die heutigen brisanten Fragestellungen nach der Nationalidentität in der globalisierten Welt. Joanna Stanecka ist Absolventin der Staatlichen Hochschule für Film, Fernsehen und Theater Łódź. Als Polin, die jetzt in Deutschland lebt, hat auch sie eine persönliche, emotionale Berührung mit dem Thema. Es ist eine etwa einstündige Aufführung mit anschließendem Gespräch mit der Künstlerin. Eintritt: 6,00 Euro.     „STEIN DER DEMUT“ – DENKMAL FÜR DIE ERMORDETEN JUDEN  IN JÓZEFÓW Vor 75 Jahren ermordeten Männer des 101. Reserve-Polizeibataillons aus Hamburg mehr als 1500 jüdische Kinder, Frauen und Männer in Józefów in Südostpolen. Der Tatort des Massakers ist heute ein wichtiger Gedenkort zur Mahnung und zur Erinnerung. Als Zeichen ihrer Verantwortung setzte die Polizei Hamburg in Józefów am 8. September 2016 in Anwesenheit eines Vertreters der Angehörigen der Opfer, Gemeinde- und Woiwodschaftsvertretern sowie einer Delegation aus Hamburg einen Gedenkstein, zu dessen Errichtung auch deutsche Polizisten beigetragen haben. Um an die schrecklichen Ereignisse des Jahres 1943 zu erinnern, wird Wolfgang Kopitzsch, Historiker und Hamburger Polizeipräsident a.D. zum Thema: „Gegen das Vergessen des Massenmordes an der unschuldigen jüdischen Bevölkerung am 13. Juli 1942“ sprechen. Frank Trawny, Bereichsleiter der Akademie der Polizei Hamburg wird  mit dem Thema: „Das gelebte Gedenken heute“ über die jahrelange Zusammenarbeit junger Polizeischüler*innen aus Hamburg und Lublin in Polen“ berichten. Die Veranstaltung findet am Jahrestag der Denkmalenthüllung in Józefów am Freitag, 8. September 2017 um 19.00 Uhr im Mahnmal St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60), statt. Gemeinsam mit der Akademie der Polizei Hamburg und dem Mahnmal St. Nikolai laden wir Sie  zu einer Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Józefów und der deutsch-polnischen Erinnerungsarbeit ein. Der Eintritt ist frei   REFORMATION IM ÖSTLICHEN EUROPA – POLEN,  LITAUEN und PREUSSENLAND  Am Donnerstag,  21. September  um 19.00 Uhr, findet im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, die Eröffnung der Ausstellung zum Thema „Reformation im östlichen Europa – Polen, Litauen und Preußenland“ statt, zu der Prof. Dr. Golczewski  ein Einführungsreferat halten wird. Die Reformation konnte sich im Herzogtum Preußen durch den ehemaligen Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht von Brandenburg-Ansbach 1525 zunächst ungehindert entfalten. Im Königlichen Preußen wurde das Luthertum erst 1559 anerkannt. Die Ansiedlung Reformierter und Mennoniten im 16. Jahrhundert führte zur Entstehung von Gemeinden unterschiedlicher protestantischer Richtungen. Sie versuchten, eine gemeinsame Handlungsbasis gegen die Gegenreformation zu finden, konnten aber die Dominanz der katholischen Kirche nicht verhindern. Diese Religionskonflikte erreichten ihren Höhepunkt, als sich die polnischen Kleinadligen in der Konföderation von Bar gegen ihr Staatsoberhaupt und jede innenpolitische Modernisierung – somit auch gegen die konfessionelle Gleichberechtigung – auflehnten, was in Folge zur ersten Teilung Polens 1772 führte.  Flucht und Vertreibung  nach dem Zweiten Weltkrieg trugen zur weiteren konfessionellen Verschiebung in Richtung Katholizismus bei. Die deutsch-polnische Wanderausstellung verfolgt die Geschichte des Protestantismus in diesen Regionen bis in die Gegenwart. Die 15 reich bebilderten Banner sind Teil eines Ausstellungsprojekts des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Mehr unter www.kulturforum.info   Da die Reformation in diesem Jahr besonders im Oktober viel Beachtung erfährt, laden wir Sie auch zur Finissage dieser Ausstellung ein, die am Donnerstag, 19. Oktober um 19.00 Uhr ebenfalls im Mahnmal St. Nikolai stattfindet. Vorgesehen sind zwei Referate: „Im Spiel der Mächte. Reformation und evangelisches Erbe in Preußen und Polen“ von Dr. Lars-Arne Dannenberg,  dem Vizepräsident der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Kulturwerk Schlesien und „Daniel Ernst Jablonski und das reformatorische Erbe der Brüderkirche in der Adelsrepublik“ von Hartmut Rudolph, der vor dem Eintritt in den Ruhestand als Theologe die Potsdamer Leibniz-Editionsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften leitete. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, dem Mahnmal St. Nikolai und der DPG Hamburg entstanden. Die Sonderausstellung ist vom 21. September. bis 19. Oktober 2017  täglich zu sehen. Eintritt 5 Euro, das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung „Gomorrha 1943“ und einer Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift auf den Kirchturm von St. Nikolai.   V E R A N S T A L T U N G E R  A N D E R E R  T R Ä G E R   WIR SIND EUROPA – IM FOCUS UNSER NACHBAR  POLEN Die Volkshochschule Buxtehude (www.vhs-buxtehude.de) veranstaltet als Schwerpunkt  ihres Herbstprogramms vom September 2017 bis zum Januar 2018 eine Vortragsreihe unter dem Thema „WIR SIND EUROPA“. Im Rahmen dieser Reihe gestaltet unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann am Donnerstag, 21. September 2017 um 19.00 Uhr, einen Abend unter dem Titel „Unser Nachbar Polen – gestern und heute“ Nach einem kurzen Streifzug durch die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen informiert er wissenswertes über Land und Leute und wird mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch über die aktuelle politische Lage in Polen diskutieren. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter vhs@stadt.buxtehude.de oder unter Telefon 04161 74340 an. Der Eintritt kostet 5,– €.     POLNISCHES FESTIVAL Die polnische Sängerin Aneta Barcik lädt wieder in den Park „ Planten un Blomen“ (Musikpavillon) ein, wo  am Samstag, 30. September 2017, ab 14:00 Uhr, das 7. Polnische Festival stattfinden wird. Höhepunkt der Veranstaltung ist das Konzert  der Rock/Pop Star-Sängerin KASIA KOWALSKA mit dem Live Trio. Das Generalkonsulat der RP in Hamburg hat die Schirmherrschaft übernommen. www.polskifestival.de   BILDUNGSURLAUB IN WARSCHAU Arbeit und Leben Hamburg organisiert vom 24. bis  30. September  eine Reise nach Warschau unter dem Motto: „Europaskepsis und Europajubel, Polens Hauptstadt als Spiegel der Europäischen Einigung?“. In kaum einer Metropole ist europäische Geschichte so greifbar wie in Warschau: Wir finden Spuren des Zweiten Weltkriegs, des Sozialismus, der Europäischen Einigung und auch der derzeitigen Krise. Sie sind ein Spiegel wechselhafter politischer Machtverhältnisse. Im Mittelpunkt des Bildungsurlaubs steht Warschau als eine selbstbewusste Stadt der Gegensätze, dessen Suche nach der eigenen Rolle in Europa andauert. Neben dem Besuch historischer Orte der polnischen Metropole werden  die aktuellen politischen Entwicklungen in ihrem geschichtlichen Kontext betrachtet. Leitung: Lena Thurau, Diplom-Politologin. Kosten ohne Anreise: 650,- € im DZ (EZ-Zuschlag: 210,- €)  (7 Reisetage, 6 Ü/F) Die An- und Abreise muss selbst organisiert werden. Informationen und Anmeldung auf der Homepage: www.hamburg.arbeitundleben.de   DAS ENDE VON EUROPA OHNE GRENZEN? In der Zeit vom 1. bis 3. Oktober 2017 veranstaltet die Europäische Akademie Schleswig-Holstein die Tagung „Das Ende von ‚Europa ohne Grenzen‘? Deutschland, Polen und die Krise(n) der EU“ im Akademiezentrum Sankelmark (Akademieweg 6 • 24988 Oeversee). Eurokrise, Flüchtlingsfrage, Ukraine-Konflikt und euroskeptische Bewegungen fordern die EU heraus. Jede dieser Krisen hat einen deutlich sichtbaren negativen Effekt auf die Beziehungen innerhalb der EU-Staaten und ebenso auf die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen. Aktuelle Studien zeigen dennoch, dass die meisten Bürger die EU positiv bewerten. Die Academia Baltica lädt  Sie herzlich ein, Lösungsansätze aus Polen und Deutschland zu finden und zu diskutieren. Leitung: Dr. Elżbieta Opiłowska und Prof. Dr. Katarzyna Stokłosa. Kosten: ca. 145 Euro im EZ. Das detaillierte Programm sehen Sie unter folgendem Link http://www.eash.de/programm/seminaretagungen/details/news/das-ende-von-europa-ohne-grenzen/.Anmeldungen nehmen die Veranstalter  schriftlich  oder per E-Mail entgegen.   KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN POTSDAM – Vorankündigung Der 26. Jahreskongress „Nachbarschaft in der Mitte Europas“ der Deutsch-Polnischen Gesellschaften rückt immer näher! Auch in diesem Jahr bietet der DPG Bundesverband ein interessantes Programm, Diskussionen, Führungen und Musik – dieses Mal in Potsdam an. Wir laden alle Mitglieder herzlich dazu ein, an einem der größten Treffen von Akteuren, Multiplikatoren und Freunden der deutsch-polnischen Beziehungen teilzuhaben! Der Jahreskongress wird vom 10. bis 12. November 2017 stattfinden. Während des Kongresses wird bereits zum 12. Mal der DIALOG-PREIS verliehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband zeichnet in diesem Jahr den renommierten österreichischen Schriftsteller, Journalist und Übersetzer Martin Pollack mit dem DIALOG-Preis für sein umfassendes literarisches Werk aus.. Die feierliche Verleihung des Preises wird am 11. November 2017 im Auditorium Maximum der Universität Potsdam stattfinden. Mehr Informationen: www.dpg-bundesverband.de   FILMLAND POLEN im Kino Metropolis Am Sonntag, 10. September 2017 um 16.00 Uhr, wird der Film SPOOR (Pokot) in der Regie der renommierten polnischen Regisseurin Agnieszka Holland gezeigt, der bei der Berlinale 2017 mit dem Silbernen Bär des Alfred-Bauer-Preises ausgezeichnet wurde. Der Film ist eine Adaptation des polnischen Bestsellers-Romans „Der Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk, einem Kriminalthriller mit ökologischer Botschaft.  Duszejko (Agnieszka Mandat), pensioniert und noch gelegentlich als Englischlehrerin tätig, lebt in einem Haus am Waldrand in der Nähe einer polnischen Kleinstadt. Die Beziehung zwischen den Stadtmenschen und den Tieren des Waldes hat in diesem Landstrich zu einem brutalen Gleichgewicht gefunden: Die Menschen jagen und quälen, während die Tiere leiden und sterben. Doch dieser Friede durch Unterdrückung scheint mehr und mehr aufzubrechen, es kommt zu einer Reihe von Todesfällen, die Opfer allesamt Jäger, die Leichen allesamt entstellt durch die Spuren tierischer Aggression. (…). Spoor sammelt Figuren, Bilder und Ereignisse vorrangig in der Absicht auf, sie einer Auflösung entgegenzutragen, die schon von Anfang an feststeht – und weiß mit dieser Auflösung dann nichts anderes anzufangen, als sie mit der Emphase einer großen Enthüllung auszustatten.   Am Sonntag, 15. Oktober 2017  um 17.00 Uhr,  werden sie ebenfalls im Metropolis-Kino die Möglichkeit haben, den auf dem Filmfestival Cottbus 2015 preisgekrönten Film „Welle“ (Fala) in der Regie von Grzegorz Zariczny zu sehen. Ania steht kurz vor einer wichtigen Prüfung. Kasia hilft ihr zu üben, und die Mädchen werden als Freundinnen, die sich bei allen Problemen gegenseitig unterstützen können, immer wichtiger füreinander. In Nowa Huta, einem verarmten Krakauer Stadtteil, sieht ihr Leben – von außen betrachtet – trist aus. Sie könnten ein perfektes Beispiel von Jugendlichen ohne Zukunft sein. Aber nicht im Blick von Regisseur Grzegorz Zariczny! Er portraitiert ihre Kraft und Leidenschaft und zeigt, dass Freundschaft und Menschenwürde auch in einer Plattenbausiedlung zu finden sind.   B E R I C H T E   UMWELTKONGRESS IN RZESZÓW Wie schon in den letzten Mitteilungen mitgeteilt, fand im Mai ein bemerkenswerter deutsch-polnisch-ukrainischer Umwelt- und Energiekongress in Rzeszów (Südostpolen) statt, den wir mitgestaltet haben. Er in der Zusammenarbeit mit der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszów entstanden und ist mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit zustande gekommen. Ziel des Kongresses war der Austausch und der Wissenstransfer zu Energiefragen zwischen den Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Polen, der Ukraine und Deutschland. Wichtig waren auch die Aspekte der Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Auf dem Kongress stellten  die beteiligten Zielgruppen – Kommunen, Kirchen sowie Schulen und Universitäten – konkrete Projekte und Erfahrungen da. Es wurden auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie Handlungsspielräume auf dem Weg einer ökologischen Erneuerung besser wahrgenommen und genutzt werden könnten. Der Kongress konnte Impulse zur Vernetzung der Teilnehmer geben, die zu weitergehenden Diskussionen und Projekten führen werden. Als Ergebnis wurde von allen Teilnehmern ein „Appell zum Schutze des Klimas“ verabschiedet, der sich  an Institutionen, Politiker und interessierte Bürger wendet; sie finden den Appell im Anhang zu diesen Mitteilungen mit der Bitte um Kenntnisnahme und auch um Weiterleitung.an interessierte Kreise.   NACHRUF FÜR UNSER MITGLIED DR. RICHARD PYRITZ Wir trauern  um Dr. Richard Pyritz, der kurz nach Vollendung seines 77. Lebensjahres am 12. Mai 2017 verstorben ist. Der  in Stettin geborene Richard Pyritz war seit 1995 unser aktives Mitglied. Er  hatte 1998 das Rotary-Stipendienprogramm für Studierende an der Europa-Universität Viadrina initiiert und seither über 800.000 Euro für rund 500 Studierende eingeworben. Der engagierte Rotarierer hatte aufgrund zahlreicher persönlicher Verbindungen nach Polen die deutsch-polnische Verständigung zu seiner Sache gemacht und dabei hatte er insbesondere die nachwachsende Generation im Blick. In der deutsch-polnischen Szene war er dafür nicht nur in Norddeutschland bekannt. Für seinen vielfältigen Einsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Offizierskreuz des polnischen Verdienstordens. Er war ein sehr positiv eingestellter Mensch, der anderen Mut machen konnte und so werden wir ihn in guter und vorbildlicher Erinnerung behalten. Auch die Europa-Universität Viadrina trauert um ihren Ehrensenator Richard Pyritz.. „Er war ein wahrer Menschenfreund“, sagt Viadrina-Präsident Alexander Wöll, „es war der freundschaftliche Austausch zwischen den Menschen, der ihm am Herzen lag und den er unermüdlich mit Hunderten von Projekten förderte.“ Für sein Engagement verlieh der Senat der Europa-Universität Viadrina Richard Pyritz im Dezember vergangenen Jahres die Würde eines Ehrensenators, mit der er  in diesem Jahr anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Hochschule öffentlich ausgezeichnet werden sollte.   N E U E  B Ü C H E R   NEUES BUCH ÜBER IRENA SENDLER Nach Anna Mieszkowska, deren Buch über Irena Sendler 2006 in Deutschland  erschienen ist, hat sich die Amerikanerin  Tillar J. Mazeo die Biographie von Irena Sendler vorgenommen und im März 2017 ein Buch mit dem Titel „Irenas Liste oder das Geheimnis des Apfelbaums: Die außergewöhnliche Geschichte der Frau, die 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete“ herausgegeben. Was vermag ein einzelner Mensch gegen die Grauen einer ganzen Epoche auszurichten? Eine Menge, wie die wahre Geschichte Irena Sendlers zeigt: Warschau, 1942. Als Sozialarbeiterin hat die junge Polin Zugang zum hermetisch abgeriegelten Ghetto. Was niemand weiß: Sie geht von Tür zu Tür, um verzweifelten Eltern ihre Hilfe anzubieten und ihre Kinder vor der Deportation und dem sicheren Tod zu retten. Unter abenteuerlichsten Umständen schmuggelt Irena nach und nach über 2500 Kinder aus dem Ghetto – in Säcken, Kisten und Särgen, mit Schlafmitteln betäubt, durch Keller und Abwasserkanäle. Mit gefälschten Papieren gibt sie den Kindern eine neue Identität und verschafft ihnen in polnischen Familien, bei Freunden, in Waisenhäusern und Klöstern ein neues Zuhause. Die Namen der geretteten Kinder notiert sie und vergräbt die Liste unter einem Apfelbaum. Selbst als die Gestapo sie fasst und foltert, gibt sie ihr Geheimnis nicht preis und überlebt wie durch ein Wunder. Die Geschichte einer fast vergessenen Heldin – neu erzählt auf der Grundlage jahrelanger Recherchen und Interviews mit Überlebenden. Zutiefst berührend, spannend wie ein Roman und zugleich unglaublich inspirierend. In Hamburg ist die Stadtteilschule in Wellingsbüttel nach ihr benannt.       MIRA SALSKA-BÜNSCH – „Mein Haus auf der anderen Seite“ Der Roman „Mein Haus auf der anderen Seite“ von unserem Mitglied Mira Salska-Bünsch liefert eine spannende Migrantenstudie, in der die Autorin eigene Erfahrungen verarbeitet hat. Anna, die Hauptfigur, schildert das Ankommen aus ihrer Sicht. Intensive, emotionelle, zum Teil poetisch geprägte Beobachtungen führen zu einer schnellen Annäherung oder gar Identifikation der Leser mit Anna. Wer dieses Thema nicht aus eigener Erfahrung kennt, bekommt einen eindringlichen Einblick in ein Labyrinth aus Konflikten und Schwierigkeiten, denen Zuwanderer ausgesetzt  sein können, die sich bemühen, in Deutschland Fuß zu fassen. Für beide Seiten beleuchtet das Buch die neuralgischen Punkte des interkulturellen Miteinanders und kann somit zum Verständnis beitragen. Das Buch ist flüssig geschrieben: Wer einmal mit dem Lesen begonnen hat, mag nicht mehr aufhören.           MARION EHRESMANN – „Der Krieg begann hinter unserem Garten“ Die Autorin erzählt das Leben ihrer Mutter, geb. 1920 in Polen, die seit 1927 in Deutschland lebt. Die kinderreiche,  arme Familie Blunk wohnt in den 20er Jahren in Danzig. Am Abend des 31. August 1939 beobachtet die Erzählerin Hedwig wie deutsche Panzer hinter ihrem Gartenzaun auftauchen. Am nächsten Tag feuern die Soldaten die ersten Kanonenschüsse auf die Westerplatte ab. Das Feuer zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wird vor ihren Augen eröffnet und niemand der in diesem Buch Beteiligten ahnt, was diese schreckliche Aktion noch nach sich ziehen wird. Ende 1939 schickt die NS-Regierung die Familie in das besetzte Polen, in die Nähe von Thorn, um dort einen polnischen Gutshof zu bewirtschaften. Im Januar 1945 muss die Familie den Gutshof in Adamowo wieder verlassen und flieht im Winter mehrere Wochen lang mit zwei Pferdefuhrwerken von Westpreußen bis Malente in Schleswig-Holstein. Ab 1946 lebt die Großfamilie Blunk in einer verlassenen Fliegerbaracke in einem kleinen Dorf bei Lübeck.         EMILIA SMECHOWSKI  – „Wir Strebermigranten“ Emilia Smechowski erzählt die Geschichte ihrer Familie, die in den 1980ern aus Polen nach Deutschland kam. Emilia war noch Emilka, als ihre Eltern mit ihr losfuhren – raus aus dem grauen Polen, nach Westberlin! Das war 1988. Nur ein Jahr später hatte sie einen neuen Namen, ein neues Land, eine neue Sprache: Sie war jetzt Deutsche, alles Polnische war unerwünscht. Wenn die neuen Kollegen der Eltern zum Essen kamen, gab es nicht etwa Piroggen, sondern Mozzarella und Tomate. Und als Emilia ein Deutschdiktat mit zwei Fehlern nach Hause brachte, war ihre Mutter entsetzt: Was war schiefgelaufen? Ergreifend erzählt Emilia Smechowski die persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung: eine Geschichte von Scham und verbissenem Aufstiegswillen, von Befreiung und Selbstbehauptung.                   Wir wünschen Ihnen einen schönen, sonnigen Herbst und grüßen herzlich   Für den Vorstand   Viola Krizak


POLENREISE 2017 – 20. bis 30 August 2017

POLENREISE 2017 Schon seit dem Jahr 2000 organisieren wir Studienreisen nach Polen, um unseren Mitgliedern und anderen Hamburger Bürger Polen näher zu bringen. In diesem Jahr fahren wir nach Gdansk/ Danzig, Olsztyn/Allenstein und nach Ermland-Masuren. Die Region hat viel zu bieten: Natur: Seen, Gewässer,  Krutynia, Badeparadies, Schwimmen, Fische, Störche, Reiher, Wälder, Elche,  Naturschutzgebiet – Kultur: Olsztyn/Allenstein, Reszel/Rößel, Lidzbark Warminski/Heilsberg, Swieta Lipka/Heiligenlinde, Ketrzyn/Rastenburg, Burgen und Landhäuser: Sztynort/Steinort, Nakomiady/Eichmedien, Drogosze/ Dönhoffstadt, Badeorte: Mikolajki/Nikolaiken, Mragowo/ Sensburg, Gizycko/ Lötzen, stillvolle Bauernhöfe in Olsztynek/Hohenstein, idyllische Dörfer- Geschichte: Gdansk/Danzig, Malbork/Marienburg, Deutscher Ritterorden, Reformation. Dazu kommen Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Die Reise findet vom 20. bis 30 August statt und wird im Zweibettzimmer 900 Euro und Einbettzimmer 1100 Euro kosten. Darin ist der Flug Hamburg-Danzig-Hamburg, Hotels mit Frühstück, an 4 Tagen Halbpension, an 1 Tag Vollpension, Stadtführer, Museumseintritte, Bustransfer Gdansk-Olsztyn-Masuren-Danzig. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Ende Februar auf dem beigefügten Formular oder per E-Mail: V.Kri@dpg-hamburg


LESUNG MIT RADEK KNAPP Am Donnerstag, 29. Juni um 20:00 Uhr

LESUNG MIT RADEK KNAPP Am Donnerstag, 29. Juni um 20:00 Uhr liest im Rahmen der Literatur altonale der polnisch-österreichische Schriftsteller Radek Knapp aus seinem Buch „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“. In seinem einzigartigen Stil erzählt Radek Knapp von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien. Seine Schulkarriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus – und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt immer tiefer in das Wiener Leben ein. Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass „zuhause“ überall sein kann – wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden. Radek Knapp, geb. 1964 in Warschau, lebt als freier Autor in Wien und in der Nähe Warschaus. Sein Roman „Herrn Kukas Empfehlungen“ ist ein Longseller. Außerdem erschienen von ihm u.a. die Erzählungssammlung „Papiertiger“, der mit dem Aspekte-Preis ausgezeichnete Roman „Franio“ und der Roman „Der Gipfeldieb“ (2015). Moderation: Jana Halamickova Die Lesung findet in Kooperation mit dem Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79, Ottensen statt ( Kartentelefon: 040. 227 92 03 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de). Eintritt: 6,00 Eur


BESUCH IM ATELIER VON JAN DE WERYHA

BESUCH IM ATELIER VON JAN DE WERYHA Die DPG Hamburg e.V. und der Freundeskreis Sammlung de Weryha e.V.,  laden Sie am 24. Juni  ab 14.00 Uhr ins Atelier des Bergedorfer Bildhauers Jan de Weryha ein, wo uns der Künstler durch die Sammlung führt und  für  Gespräche zur Verfügung steht. Die früheren Begegnungen  haben vielen Freund*innen gut gefallen. Diese Einladung findet im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes anlässlich des 1-jährigen Bestehens des Vereins „Freundeskreis der Sammlung de Weryha“ auf dem Gelände des Ateliers mit einem „kulturellem Picknick“ statt, d.h., wir werden dieses Sommerfest mit Musik, Grill und Picknick  verschönern. Adresse:  Reinbeker Redder 81, 21031 Hamburg-Lohbrügge Eine Anmeldung ist erwünscht: ha.zillmer@web.de und/ oder: krizak_viola@hotmail.com


Auswanderermuseum BALLINSTADT 17. Juni 2017 um 11.00 Uhr

BALLINSTADT Die Themen Auswanderung, Flucht, Emigration füllen die Schlagzeilen unserer Medien und zwingen uns, sich damit zu beschäftigen. Das ist aber kein exklusives Problem unserer Zeit. Es gab in der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte weit virulentere Phasen von Zu- und Auswanderung. Um Geschichte besser verstehen zu lernen, lädt der Vorstand Sie und die Freund*innen unserer Gesellschaft auf vielfältige Nachfrage am Sonnabend, 17. Juni 2017 in das Auswanderermuseum im BallinStadt auf der Veddel (S-Bahn S3) ein. Wir wollen Sie mitnehmen „auf eine spannende Reise in die Ein- und Auswanderungsgeschichte über vier Epochen hinweg. In insgesamt drei Häusern auf 2.500 qm begleiten Sie Menschen mit all ihren Wünschen und Träumen, die Sie auf ihrem Weg in eine neue Heimat mitnahmen“. Wir fangen um 11.00 Uhr mit einem kurzen allgemeinen Einführungsvortrag an, dann bieten wir Ihnen im kleinen Seminarraum 1 einen Vortrag  zum Thema „Polen in der Migrationsgeschichte Hamburgs und deren Auswirkungen“ an, das Frau Markert von der Geschichtswerkstatt in Wilhelmsburg halten wird. Danach besichtigen wir die Ausstellung.  Um etwa 13.30 Uhr  werden wir uns zum abschließenden Imbiss im Museum – Café zusammensetzen. Referentenkosten trägt die Gesellschaft. Eintritt: 10 €.


Polnisch- ukrainisch- deutscher Umwelt- und Energiekongress in Rzeszów vom 18.5. – 21.5.2017: Appell zum Schutz des Klimas

Appell zum Schutz des Klimas   Das Motto für diesen Kongress lautet: Polen, Deutschland und die Ukraine auf dem Weg zur ökologischen Erneuerung   Zur  Verabschiedung auf dem polnisch- ukrainisch- deutschen Umwelt- und Energiekongress in Rzeszów vom 18.5. – 21.5.2017:   Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Die dramatische Erwärmung unseres Planeten bedroht weltweit Mensch, Tier und Natur und kann daher auch nur gemeinsam gelöst werden. Verantwortlich sind wir nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht Darum wollen wir handeln.   Diese eine Welt, die durch zahlreiche militärische Konflikte, durch Hass, Nationalismus und wachsende Ungleichheit auseinander zu brechen droht, erfordert die Solidarität und Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern in Europa. In einer globalisierten Welt kann sich kein Land abschotten. Denn: Luft, Wasser und Krisen kennen keine Grenzen. Viele der Konflikte, die Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, werden durch den Klimawandel und die Konkurrenz um Land, Rohstoffe und Wasser angeheizt. Gelingt es nicht, die zunehmende Erderwärmung aufzuhalten, raubt sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Sie macht nicht an Ländergrenzen halt – auch nicht an unseren.   Der Klimawandel und der maßlose Ressourcenverbrauch rufen nach einer gemeinsamen Antwort. Die Industrieländer, die ihren Wohlstand auf der Grundlage von fossilen Energieträgern aufgebaut und damit den Klimawandel maßgeblich verursacht haben, sind dabei in einer besonderen Verantwortung. Sie müssen vorangehen – zu Hause ebenso wir durch europäische und globale Partnerschaften. Mit dem Pariser Klimaabkommen und dem Ergebnis der Konferenz von Marrakesch (November 2016) sowie der „Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung“ von New York haben die Regierungen der Welt Zukunftsverträge geschlossen, um gemeinsam sicherzustellen, dass alle Menschen heute und in Zukunft ein Leben in Würde führen können. Soziale Gerechtigkeit ist nicht möglich ohne den Schutz des Klimas. Und: wirklicher und wirksamer Klimaschutz ist nicht möglich ohne soziale Gerechtigkeit.   Wir müssen jetzt die Weichen stellen für eine Zukunft jenseits der Atomenergie, jenseits der fossilen Energieträger und für mehr Gerechtigkeit. Wir lassen nicht locker: Richtig organisiert und an den Belangen der Umwelt orientiert ist Klima- und Ressourcenschutz ein Gewinn für uns alle. Wir lassen uns nicht von unserem Einsatz für eine zukunftsfähige Wirtschaft mit gesicherten Arbeitsplätzen, für unsere Gesundheit, für unsere Unabhängigkeit von Kernenergie, Kohle und Öl abbringen.   Wir müssen die fossilen Rohstoffe dort lassen, wo sie hingehören: Im Boden und nicht in der Luft. Wenn die von allen beteiligten Staaten der Klimakonferenzen in Paris, New York und Marrakesch anerkannten Ziele ernst genommen werden sollen, dann müssen national und global die fossilen Brennstoffe und die Kernenergie bis spätestens 2050 eingestellt werden. Unsere Länder müssen erneuerbare Energien naturverträglich und sozial gerecht ausbauen und alle Ressourcen effizient und nachhaltig einsetzen. Dazu gehören auch Alternativen zu fossil angetriebenem Verkehr. Der Raubbau in der Landwirtschaft muss gestoppt  und mit ökologischem Landbau unsere einmalige Artenvielfalt erhalten werden. Ein neues „Geschäftsmodell“ ist vonnöten, wie es in der Agenda 21 von Rio angelegt war, das nicht auf Kosten von Gemeinwohl, Beschäftigten und der Natur geht, sondern sich an sozialen und ökologischen Standards in Europa und weltweit verpflichtet fühlt. Hier sehen wir eine mögliche zukünftige Vorbildfunktion Europas..   Wir haben einen Traum. Aber wir sind nicht verträumt. Längst haben viele Menschen Klimaschutz und Energiewende in ihre eigenen Hände genommen. Sie sind voller Tatendrang. Viele aktive Menschen, individuell, in Familien und Kirchengemeinden, in Schulen und Universitäten, in Verwaltungen, Gemeinden und Gewerkschaften, in Unternehmen, Vereinen und Nichtregierungsorganisationen möchten ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ihnen muss Gehör verschafft und Unterstützung gewährt werden.   Wir sind viele. Wir sind unterschiedlich, aus allen Regionen Polens, der Ukraine und Deutschlands, Junge und Alte, aus verschiedenen Berufen und Lebenslagen. Wir gehören verschiedenen oder keinen Religionen an und haben unterschiedliche Weltanschauungen. Doch wir haben eines gemeinsam: Wir alle leben in diesen drei Ländern und in Europa. Wir wollen, dass alle an dieser Gesellschaft teilhaben. Wir wollen unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Welt bewahren. Wir drängen unsere Regierungen, die eigene Verantwortung wahrzunehmen. Dazu gehören die Demokratisierung unserer Energieversorgung und die gesellschaftliche Teilhabe.   Wir lassen nicht locker in unserem Einsatz für eine bessere Welt. Nachfolgende Generationen werden auf diese Zeit zurückschauen, in der Menschen sich entschlossen haben, einen neuen Weg einzuschlagen. Klimaschutz und Armutsbekämpfung sind zwei Seiten einer Medaille. Wer das Klima schützt, der schützt auch Menschenleben und setzt sich für Artenvielfalt ein.   Wir gehören zu denen, die diesen neuen Weg gehen. Wir wählen Klimaschutz!


Buchvorstellung: „Mein Haus auf der anderen Seite“ von Mira Salska-Bünsch (Autor)

Der Roman „Mein Haus auf der anderen Seite“ liefert eine spannende Migrantenstudie, in der die Autorin auch eigene Erfahrungen verarbeitet hat. Anna, die Hauptfigur, schildert das Ankommen aus ihrer Sicht. Intensive, emotionelle, zum Teil poetisch geprägte Beobachtungen führen zu einer schnellen Annäherung oder gar Identifikation der Leser mit Anna. Migranten, die nach Deutschland gekommen sind, bestätigt die Lektüre des Romans ihre Erlebnisse. Wer dieses Thema nicht aus Mehr lesen   Produktbeschreibungen Kurzbeschreibung Der Roman „Mein Haus auf der anderen Seite“ liefert eine spannende Migrantenstudie, in der die Autorin auch eigene Erfahrungen verarbeitet hat. Anna, die Hauptfigur, schildert das Ankommen aus ihrer Sicht. Intensive, emotionelle, zum Teil poetisch geprägte Beobachtungen führen zu einer schnellen Annäherung oder gar Identifikation der Leser mit Anna. Migranten, die nach Deutschland gekommen sind, bestätigt die Lektüre des Romans ihre Erlebnisse. Wer dieses Thema nicht aus eigener Erfahrung kennt, bekommt einen eindringlichen Einblick in ein Labyrinth aus Konflikten und Schwierigkeiten, denen Ausländer ausgesetzt sind, die versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen. Für beide Seiten beleuchtet das Buch die neuralgischen Punkte des interkulturellen Miteinanders und kann somit zum Verständnis beitragen. Das Buch ist flüssig geschrieben: Wer einmal mit dem Lesen begonnen hat, mag nicht mehr aufhören. Über den Autor und weitere Mitwirkende Mira Salska-Bünsch: Mira Salska-Bünsch wurde geboren und ist aufgewachsen in der Kleinstadt Rzgów in Zentralpolen. Später arbeitete sie in Lódz. Dort schrieb sie ihre ersten Veröffentlichungen, darunter die Erzählung „Magdalena“. Seit 1997 wohnt sie in Hamburg und schrieb zahlreiche Beiträge zu verschiedenen Zeitschriften. In Hamburg ist auch ihr Roman „Dom po drugiej stronie“ entstanden. Das nun vorgelegte Buch „Mein Haus auf der anderen Seite“ ist eine stark überarbeitete deutsche Version dieses Buches und ihre erste Veröffentlichung in deutscher Sprache. Mira Salska-Bünsch ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Produktinformation Kindle Edition Dateigröße: 925 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 244 Seiten Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (20. März 2017) Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. Sprache: Deutsch ASIN: B06XRJYZ87 Produktinformation Taschenbuch: 244 Seiten Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (7. März 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 374314834X ISBN-13: 978-3743148345 Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,4 x 20,3 cm


LESUNG MIT HANS BOLLINGER – 29. Mai um 19.00 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls

LESUNG MIT  HANS BOLLINGER „Wo  liegt  Polen?“  könnte  man  fragen.  „Polen  liegt  nicht, Polen arbeitet!“. Kaum tre­ffender kann man das beschreiben, was Hans Bollinger  bei zahllosen Reisen in den deutschen Nachbarstaat erleben durfte. Diesseits der Grenze weiß man nur wenig von den massiven Veränderungen der vergangenen  vier  Jahrzehnte,  die  Polen  zu  einem  modernen  europäischen  Land  werden  ließen.  Doch  gerade  die  Begegnun- gen  mit  einfachen  Menschen  haben  es  Bollinger  angetan:  Bergleute,  Köhler,  Förster  und  Bauern,  die  in  schwierigen Verhältnissen ihr persönlichen Glück zu finden versuchen. Der  Pädagoge  und  Musiker  Hans  Bollinger  engagiert  sich  intensiv für einen partnerschaftlichen Austausch mit Polen. „Unterwegs  in  Polen“  ist  eine  ganz  persönliche  Liebeserklärung an ein unterschätztes Land, das es zu entdecken gilt. Hans Bollinger, der 2. Vorsitzender der DPG Saarland ist, liest aus seinem Buch am Montag, 27. März um 19.00 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls, Marie-Louisen-Straße 137.


Deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt -und Energiekongress in Rzeszów / Südostpolen vom 18.05. – 21.05. 2017

Die Polnisch-Deutsche Gesellschaft (PDG) in Rzeszów und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg (DPG) laden ein zum     Deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt -und Energiekongress in Rzeszów / Südostpolen vom 18.05. – 21.05. 2017     Ablauf / Programm des Kongresses: Donnerstag, 18.05.2017:   Ab Mittag:                   Stadtbegehung – Kennenlernen von Rzeszów bis 17.00 Uhr              Anreise 18.00 Uhr                   Begrüßung Einleitendes inhaltliches Referat: Referent aus Polen Anschließend: Empfang, gemeinsames Abendessen     Freitag, 19.05.2017:   09.30 Uhr                    Plenarsitzung mit Impulsreferaten aus der EU, Polen, Deutschland und der Ukraine Einleitung Stand der Diskussion um die Bemühungen einer gemeinsamen Energiepolitik in der EU. Hindernisse und Zielsetzungen (20-30 min.)   10.00 Uhr                   Panel I: Grundlagen der energetischen Ausgangssituation in PL, Ukr., D (je 10 min. Einzelreferate plus 15 min. Diskussionsrunde) D: Detlef Borst, Projektmanager, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Fa. Envidatec, Hamburg, NN PL: NN Ukr: Ivan Kulchytskyy, Leiter Lviv Centre of Science, Innovation and Information (www.cstei.lviv.ua) Anschließend: Moderierte Diskussionsrunde   11.00Uhr:                   Kaffeepause   11.30 Uhr                   Panel II: Regenerative Energieressourcen auf kommunaler Ebene. Voraussetzungen, Chancen und Hindernisse (Je 10 min. Einzelvorträge plus 15 Min. Diskussion) D: Referent Klima-Allianz, Berlin PL: Beata Maciejewska, Bevollmächtigte des Präsidenten der Stadt Slupsk (angefr.) Ukr: NN Anschließend: Moderierte Diskussionsrunde   12.15 Uhr                   Panel III: Rolle der Kirchen im Klimaschutzprozess – Interreligiöser Umwelt- und Klimadialog D: Pastor Jan Christensen, Beauftragter der Nordkirche für Umweltfragen, Hamburg PL: Vertreter der Kath. Kirche in Polen Ukr: Vertreter der Ukr. Orthodoxie (Zeitl. Verlauf wie oben) Anschließend: Moderierte Diskussionsrunde   Info-Input: Bildung der parallel tagenden Arbeitsgruppen gem. Anmeldung nach der Mittagspause.   13.00 Uhr                   Mittagspause   14.30 Uhr                   Beginn der vier Arbeitsgruppen   AG 1:  Interreligiöser Dialog – Praktische Beispiele aus der Gemeindearbeit zu Energie- und Umweltfragen Moderation: polnische Seite D:        Pastor Jan Christensen, Umweltbeauftragter der Nordkirche, Hamburg PL:      N.N Ukr:     N.N   AG 2:  Kommunale Energie- und Klimaschutzkonzepte Moderation: deutsche Seite D:        Dipl-Ing. Detlef Borst, Projektmanager, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Fa. Envidatec, Hamburg Vertreter eines Stadtwerkes in D, NN. PL:       Vertretung der Städte Rzeszów und Słupsk sowie der Gemeindevertretung der Gemeinden Czlopa, Mielno und Bielawa Ukr:     Natalia Macaj, Leiterin des Lehrstuhls für Biologie und Strategien zur nachhaltigen Entwicklung in Luhansk (Taras Schewtschenko National University of Luhansk)   AG 3:  Klimaschutz in Schule und Universität Moderation: deutsche Seite D:        Prof. Bernd Delakowitz u. Dipl.-Ing. Markus Will, Hochschule Zittau: Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement an der Hochschule; BildungsCent e.V. u.a. PL        Dr. Grzegorz Wisz, Vorstandsvorsitzender des Clusters der Vorkarpaten-Region für Erneuerbare Energien. (www.energia.rzeszow.pl/index.php/kontakt) Ukr:     Olga Gubska, Universität Luhansk. Dozentin für Umweltschutz und Förderung des Umweltverhaltens und Nachhaltigkeit an Hochschulen   AG 4:  Rechtliche und gesetzliche Grundlagen sowie Finanzierungsmöglichkeiten zur Entwicklung und Förderung kommunaler Klimaschutzziele Moderation: polnische Seite D:        Forum für ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) PL:      Vertretung der Wojewodschaft Podkarpackie/Vorkarpaten Ukr:     NN   15.30 Uhr                   Kaffeepause   16.00 Uhr                   Fortsetzung der Arbeitsgruppen   17.00 Uhr                    Plenarsitzung: Berichte aus den AGs, Zusammenfassung des Tages (je 15 Min.) Moderation: Maria Wiecko, Rzeszów und Hartwig Zillmer, Hamburg 18.00 Uhr                   Abendessen 19.30 Uhr                   Kulturprogramm     Samstag, 20.05.2017:   10.00 Uhr                   Plenarsitzung: Podiumsdiskussion: Chancen, Hindernisse und Zukunftsaussichten einer Beeinflussung der Zivilgesellschaft für eine nachhaltige, klimaschonende Energiepolitik im Sinne einer „ökologischen und gerechten Energie“ Auf dem Podium: Vertretungen der 4 Arbeitsgruppen bzw. Panels   11.00 Uhr                   Kaffeepause   11.30 Uhr                   Zusammenfassung, Resultate, Netzwerkaktivitäten, Memorandum, Dank Abschied   12.30 Uhr                   Mittagessen   Ein Teil der TN wird die Rückreise antreten   14.00 Uhr                   Angebote von 3 Exkursionen nach Solina (Wasserkraftwerk), Werksbesichtigung einer Firma in Rzeszów (Regenerat. Energien) resp.in die nahe Ukraine nach Lwów/Lemberg/Lviv   Ein weiterer Teil der TN wird die Rückreise antreten.   Abends                       Kommunikatives Zusammensein, Erfahrungsaustausche, Networking   Sonntag, 21.05.2017   10.00 Uhr                    Treffen der Projektpartner mit weiteren interessierten TN zur Auswertung des Kongresses und der Diskussion über weitere Projekte und Folgeveranstaltungen.   12.00 Uhr                   Mittagessen   Fahrt zum Flughafen Kraków bzw. Rzeszów. Rückflug bzw. Rückfahrt.   Die Protagonisten rechnen mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, davon 30 TN aus D, 20 TN aus der Ukraine und 70 aus PL. Es sind simultane Übersetzungen in Deutsch, Polnisch und Ukrainisch geplant. Die Konferenz soll in Form einer Publikation in Deutsch und Polnisch dokumentiert werden.   Mit freundlichen Grüßen Hartwig Zillmer,          Vorstandsmitglied DPG Hamburg, Sprecher der AG Umwelt und Ökologie Maria Więcko,             Polnisch-Deutsche Gesellschaft Rzeszów   Stand: 14.März 2017


FILMVORFÜHRUNG zur polnisch-ostpreußischen Geschichte Am 12. Mai um 19.00 Uhr

FILMVORFÜHRUNG zur polnisch-ostpreußischen Geschichte Am 12. Mai  um 19.00 Uhr zeigen wir in der Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Mahnmal St. Nikolai“ den Film „Morgenrot“, nach dem Drehbuch und unter der Regie von Michal Korchowiec. Sieben Jahrhunderte gehörten die Masuren zu Ostpreußen, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg in die Volksrepublik Polen eingegliedert wurden. Wer nicht floh oder ums Leben kam, musste sich anpassen. Doch wie wird man zum Beispiel in wenigen Wochen zu einer „echten“ Polin angesichts von Enteignung, Gewalt und Zwang? In seiner Familie muss es ein Geheimnis geben, das spürte der 29jähriger Maler und Bühnenbildner Michał Korchowiec seit langem. Um diesem Geheimnis näher zu kommen, produzierte er einen sehr persönlichen Dokumentarfilm: „Morgenrot“. Darin geht es um seine deutsche Oma aus Ostpreußen, die nach dem Krieg in den jetzt polnischen Masuren geblieben ist, seinen polnischen Opa, der gegen die Deutschen gekämpft hatte, und um ein uneheliches Kind, das ermordet wurde. Regisseur Michał Korchowiec ist fest entschlossen, endlich seine zum Teil verschwiegenen Familienwurzeln zu ergründen. Wie könnte das besser gehen, als seine Mutter auf eine Reise in die Orte ihrer Kindheit mitzunehmen und dort ein Treffen mit Verwandten einzurichten. Doch leicht wird das nicht. Es geht los durch enge Waldstraßen, verschlafene masurische Dörfer im Nordosten Polens, aber auch in Richtung verdrängter Geschichte. Der Regisseur durchbricht das lange Schweigen und gibt seiner Mutter und seiner Großmutter Raum, die Familiengeheimnisse und Verletzungen zu offenbaren, und zugleich zu verstehen, worauf diese historisch gründen. Im Anschluss an die Filmvorführung erläutert der Regisseur Michał Korchowiec sein Filmprojekt. Die Filmvorführung findet im Mahnmal St.Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60 statt. Eintritt € 6,-, erm. € 4,-


MITTEILUNGEN 03/2017 (MAI – JULI)

UNSERE VERANSTALTUNGEN   FILMVORFÜHRUNG zur polnisch-ostpreußischen Geschichte Am 12. Mai  um 19.00 Uhr zeigen wir in der Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Mahnmal St. Nikolai“ den Film „Morgenrot“, nach dem Drehbuch und unter der Regie von Michal Korchowiec. Sieben Jahrhunderte gehörten die Masuren zu Ostpreußen, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg in die Volksrepublik Polen eingegliedert wurden. Wer nicht floh oder ums Leben kam, musste sich anpassen. Doch wie wird man zum Beispiel in wenigen Wochen zu einer „echten“ Polin angesichts von Enteignung, Gewalt und Zwang? In seiner Familie muss es ein Geheimnis geben, das spürte der 29jähriger Maler und Bühnenbildner Michał Korchowiec seit langem. Um diesem Geheimnis näher zu kommen, produzierte er einen sehr persönlichen Dokumentarfilm: „Morgenrot“. Darin geht es um seine deutsche Oma aus Ostpreußen, die nach dem Krieg in den jetzt polnischen Masuren geblieben ist, seinen polnischen Opa, der gegen die Deutschen gekämpft hatte, und um ein uneheliches Kind, das ermordet wurde. Regisseur Michał Korchowiec ist fest entschlossen, endlich seine zum Teil verschwiegenen Familienwurzeln zu ergründen. Wie könnte das besser gehen, als seine Mutter auf eine Reise in die Orte ihrer Kindheit mitzunehmen und dort ein Treffen mit Verwandten einzurichten. Doch leicht wird das nicht. Es geht los durch enge Waldstraßen, verschlafene masurische Dörfer im Nordosten Polens, aber auch in Richtung verdrängter Geschichte. Der Regisseur durchbricht das lange Schweigen und gibt seiner Mutter und seiner Großmutter Raum, die Familiengeheimnisse und Verletzungen zu offenbaren, und zugleich zu verstehen, worauf diese historisch gründen. Im Anschluss an die Filmvorführung erläutert der Regisseur Michał Korchowiec sein Filmprojekt. Die Filmvorführung findet im Mahnmal St.Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60 statt. Eintritt € 6,-, erm. € 4,- UMWELTKONGRESS IN RZESZOW Wir sind stolz, Ihnen mitteilen zu können, dass wir vom 18. bis 21.Mai 2017 einen deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt- und Energiekongress in Rzeszow (Südostpolen) mitgestalten können, der in der Zusammenarbeit mit der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszow entstanden ist. Er ist mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit zustande gekommen. Ziel des Kongresses ist der Austausch und der Wissenstransfer zu Energiefragen zwischen den Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Polen, der Ukraine und Deutschland. Wichtig sind auch in diesem Zusammenhang die Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit. Auf dem Kongress sollen die beteiligten Zielgruppen – Kommunen, Kirchen sowie Schulen und Universitäten – konkrete Projekte und Erfahrungen darstellen. Es sollen auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Handlungsspielräume auf dem Weg einer ökologischen Erneuerung besser wahrgenommen und genutzt werden können. Der Kongress kann Impulse zur Vernetzung der Akteure geben und soll zu weitergehenden Diskussionen und Projekten führen. Falls Sie Interesse haben, melden sie sich bitte bei unserem Vorstandsmitglied, Hartwig Zillmer an, der federführend das Projekt begleitet: ha.zillmer@web.de BALLINSTADT Die Themen Auswanderung, Flucht, Emigration füllen die Schlagzeilen unserer Medien und zwingen uns, sich damit zu beschäftigen. Das ist aber kein exklusives Problem unserer Zeit. Es gab in der deutsch-polnischen und europäischen Geschichte weit virulentere Phasen von Zu- und Auswanderung. Um Geschichte besser verstehen zu lernen, lädt der Vorstand Sie und die Freund*innen unserer Gesellschaft auf vielfältige Nachfrage am Sonnabend, 17. Juni in das Auswanderermuseum im BallinStadt auf der Veddel (S-Bahn S3) ein. Wir wollen Sie mitnehmen „auf eine spannende Reise in die Ein- und Auswanderungsgeschichte über vier Epochen hinweg. In insgesamt drei Häusern auf 2.500 qm begleiten Sie Menschen mit all ihren Wünschen und Träumen, die Sie auf ihrem Weg in eine neue Heimat mitnahmen“. Wir fangen um 11.00 Uhr mit einem kurzen allgemeinen Einführungsvortrag an, dann bieten wir Ihnen im kleinen Seminarraum 1 einen Vortrag  zum Thema „Polen in der Migrationsgeschichte Hamburgs und deren Auswirkungen“ an, das Frau Markert von der Geschichtswerkstatt in Wilhelmsburg halten wird. Danach besichtigen wir die Ausstellung.  Um etwa 13.30 Uhr  werden wir uns zum abschließenden Imbiss im Museum – Café zusammensetzen. Referentenkosten trägt die Gesellschaft. Eintritt: 10 €. BESUCH IM ATELIER VON JAN DE WERYHA Die DPG Hamburg e.V. und der Freundeskreis Sammlung de Weryha e.V.,  laden Sie am 24. Juni  ab 14.00 Uhr ins Atelier des Bergedorfer Bildhauers Jan de Weryha ein, wo uns der Künstler durch die Sammlung führt und  für  Gespräche zur Verfügung steht. Die früheren Begegnungen  haben vielen Freund*innen gut gefallen. Diese Einladung findet im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes anlässlich des 1-jährigen Bestehens des Vereins „Freundeskreis der Sammlung de Weryha“ auf dem Gelände des Ateliers mit einem „kulturellem Picknick“ statt, d.h., wir werden dieses Sommerfest mit Musik, Grill und Picknick  verschönern. Adresse:  Reinbeker Redder 81, 21031 Hamburg-Lohbrügge Eine Anmeldung ist erwünscht: ha.zillmer@web.de und/ oder: krizak_viola@hotmail.com   LESUNG MIT RADEK KNAPP Am Donnerstag, 29. Juni um 20:00 Uhr liest im Rahmen der Literatur altonale der polnisch-österreichische Schriftsteller Radek Knapp aus seinem Buch „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“. In seinem einzigartigen Stil erzählt Radek Knapp von der unfreiwilligen Emigration des zwölfjährigen Walerian von Polen nach Wien. Seine Schulkarriere ist kurz und endet mit seinem Hinauswurf. Als ihn seine Mutter ebenfalls auf die Straße setzt, kostet er in seiner neuen Bleibe das Gefühl der Freiheit aus – und die Bekanntschaft mit Schimmelpilz. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und dringt immer tiefer in das Wiener Leben ein. Dort stößt er auf wenig Sympathie für Menschen von jenseits der Grenze und lernt einiges über die Grenzen des guten Geschmacks und der Legalität. Irgendwann versteht er, dass „zuhause“ überall sein kann – wenn es ihm gelingt, seinen eigenen Weg zu finden. Radek Knapp, geb. 1964 in Warschau, lebt als freier Autor in Wien und in der Nähe Warschaus. Sein Roman „Herrn Kukas Empfehlungen“ ist ein Longseller. Außerdem erschienen von ihm u.a. die Erzählungssammlung „Papiertiger“, der mit dem Aspekte-Preis ausgezeichnete Roman „Franio“ und der Roman „Der Gipfeldieb“ (2015). Moderation: Jana Halamickova Die Lesung findet in Kooperation mit dem Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str. 79, Ottensen statt ( Kartentelefon: 040. 227 92 03 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de). Eintritt: 6,00 Euro NEUES MITGLIED Kamil K. ist unser neues Mitglied geworden, worüber wir uns sehr freuen. Wir heißen ihn herzlich willkommen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit VERANSTALTUNGER ANDERER TRÄGER   AUSSTELLUNG „WEM GEHÖRT POLEN“ Anhand von 60 Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg präsentiert die sehenswerte Ausstellung bis zum 30. Mai 2017 im Gewölbekeller des Mahnmals St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60) die Situation und Stimmung der Polen in der Zeit vor 100 Jahren und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik. In einer Zeit vor Kinos, Telefon, TV oder Internet stellten Ansichtspostkarten ein wichtiges Mittel des Massenkonsums, der Massenkommunikation und der politischen Einflussnahme dar. Die Ausstellung, konzipiert von Prof. Dr. Rudolf Jaworski (Konstanz), zeigt diese Funktionen eines in ganz Europa weit verbreiteten Mediums anhand der im Ersten Weltkrieg propagierten Polenbilder: patriotische Selbstdarstellung der Polen, die sekundierende französische Perspektive, der Blickwinkel der drei Teilungsmächte Russland, Preußen-Deutschland und Österreich-Ungarn. Diese konkurrierenden Sichtweisen erlauben einen Gesamteindruck, welche Optionen für eine europäische Nachkriegszeit propagiert und wie sie visuell umgesetzt wurden. Eine Ausstellung des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, präsentiert von der Landeszentrale für politische Bildung. Begleitveranstaltungen (Beginn jeweils um 18:00 Uhr): Donnerstag, 4. Mai: Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Berlin): „Vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Kontinuitäten und Brüche in der deutschen Wahrnehmung Polens“ Mittwoch, 10. Mai: Dr. Piotr Szlanta (Warschau), „Neue Herren oder Befreier? Die polnischen Okkupationserfahrungen des Ersten Weltkriegs im Lichte von Karikaturen“ Donnerstag, 11.Mai:  „PD Dr. Joachim Tauber (Lüneburg): „Deutschland, Polen und Litauen 1916–1939“ Donnerstag, 18.Mai: Dr. Libby O’Connell (Chicago) u.a.: „Erinnern an den Großen Krieg: Der Kriegseintritt der USA 1917. Vorträge und Podiumsdiskussion In Kooperation mit und gefördert durch das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten in Amerika (HH) LESUNG MIT  HANS BOLLINGER „Wo  liegt  Polen?“  könnte  man  fragen.  „Polen  liegt  nicht, Polen arbeitet!“. Kaum treffender kann man das beschreiben, was Hans Bollinger  bei zahllosen Reisen in den deutschen Nachbarstaat erleben durfte. Diesseits der Grenze weiß man nur wenig von den massiven Veränderungen in den vergangenen  vier  Jahrzehnten,  die  Polen  zu  einem  modernen  europäischen  Land  werden  ließen.  Doch  gerade  die  Begegnungen  mit  einfachen  Menschen  haben  es  Bollinger  angetan:  Bergleute,  Köhler,  Förster  und  Bauern,  die  in  schwierigen Verhältnissen ihr persönlichen Glück zu finden. Der  Pädagoge  und  Musiker  Hans  Bollinger  engagiert  sich  intensiv für einen partnerschaftlichen Austausch mit Polen. „Unterwegs  in  Polen“  ist  eine  ganz  persönliche  Liebeserklärung an ein unterschätztes Land, das es zu entdecken gilt. Hans Bollinger, der 2. Vorsitzender der DPG Saarland ist, liest aus seinem Buch am Montag, 29. Mai um 19.00 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls, Marie-Louisen-Straße 137. Anmeldung erforderlich unter: adam.borkowski@msz.gov.pl   FILMLAND POLEN Am Sonntag, 14. Mai um 17.00 Uhr wird im Kino Metropolis (Kleine Theaterstraße 10) der Film „Das Glück der Welt (Szczescie swiata)“ in der Regie von Michal Rosa gezeigt. Ein Wohnhaus in Schlesien, Sommer 1939. Noch existiert die Welt, in der Schlesier, Polen, Juden und Deutsche nebeneinander als Nachbarn leben. Die junge Rosa ist eine wunderschöne und geheimnisvolle Erscheinung, die den Männern den Kopf verdreht und in den Frauen heiße Eifersucht erwecken kann. Die magische, mythologisierte Realität des Hauses ist voll von ungewöhnlichen Menschen und Ideen, die auf eine spannende Zukunft warten. Die Kamera kehrt dann erst in den 50er Jahren in das Haus zurück. Was wurde aus Rosa und ihren Nachbarn? Am Sonntag, 11. Juni um 17.00 Uhr wird der Film „Camper (Kamper)“ in der Regie von Lukasz Grzegorzek gezeigt. ALTONALE MIT POLNISCHEM JAZZ Das Kulturfestival in Altona, die altonale,  ist so vielfältig und bunt wie die Bewohner dieses Stadtteils. Mehr als 200 Veranstaltungen in den Bereichen Literatur, Film, Kunst, Theater, Musik und Tanz bietet die diesjährige altonale 19. Die Partnerstadt des Hamburger Festivals ist 2017 Groningen. Künstler und Aktionen aus der quirligen niederländischen Hauptstadt der gleichnamigen Provinz ergänzen und bereichern das Kulturprogramm. © Justyna Jaworska Auch polnische Künstler sind in diesem Jahr vertreten. Am 1. Juli um 15.00 Uhr spielt auf der Jazz-Bühne auf dem Spritzenplatz der polnische Musiker Wacław Zimpel. Er  ist ein Komponist, klassisch ausgebildeter Klarinettist und Multiinstrumentalist. Sein Solowerk taucht in ein neues Terrain ein und entwirft hinreißende Looping-Klanglandschaften. Seine Live-Auftritte sind ein Erlebnis. Das Ein-Mann-Orchester spielt mehrere Klarinetten, Synths und eine Khaen – Thai-Mund-Orgel aus Bambus. Er wurde mit dem „Paszport Polityki“ – Preis in der Kategorie „Populäre Musik“ für das Jahr 2016 ausgezeichnet. Am 1. Juli um 19.00 Uhr findet auf der Jazz-Bühne auf dem Spritzrnplatz das Konzert „Life is a long song, remembering Al Jarreau”, eine Welt Premiere statt.  Der polnische Pianist Vladyslav Sendecki , Jürgen Attig,  ein weltweit gefragter Bassist und Ken Norris, Sänger, Arrangeur, Komponist führen Sie durch Al Jarreau´s Welt als Sänger, Autor und Mensch. Es ist nicht nur eine persönliche Verbeugung vor dem Werk dieses großen Künstlers und Menschen, sondern eine inspirierende neue und frische Aufmachung dieser sonnigen und positiven Musik.     DANZIG-REISE Der Förderkreis „Sammlung de Weryha“ organisiert vom 30.09. – 3.10. 2017 eine Künstlerreise nach Gdansk/Danzig. Wir werden gemeinsam mit dem Bergedorfer Bildhauer Jan de Weryha seine Geburtsstadt besichtigen, dabei u.a. Arbeiten von ihm in der Altstadt sehen und einen Besuch in der Kunstakademie, in der er studierte, sowie der Städtischen Galerie machen. Geplant sind auch der Besuch der Kathedrale in Oliwa, der Parkanlage und ein Orgelkonzert, Besichtigung des Solidarnosc-Zentrums und ein Konzert in der Danziger Philharmonie. Die Anreise ist  mit Flug, Bahn oder Auto möglich. Es gibt Flüge samstags ab Hamburg, die max. 4 Stunden dauern und bis ca. 13 Uhr in Danzig ankommen. Direktflüge nach Danzig sind nicht möglich, sondern nur über Kopenhagen oder Frankfurt/M. Kosten: bei Unterbringung in einem Einzelzimmer in einem 4*-Hotel mit Frühstück, incl. Flug ca. 500€, bei Unterbringung im Doppelzimmer ca. 410€. Es kommen dazu weitere Kosten für Verpflegung, Stadtführung, Konzertbesuch, evtl. Fahrtkosten und persönliche Ausgaben. Verbindliche Anmeldung und Fragen ab sofort bis Mitte Mai an die mail-Adresse von Horst Sellhusen: jose17@gmx.de und eine Anzahlung von 50€ auf das Konto des Freundeskreises (Freundeskreis Sammlung de Weryha, Volksbank Bergedorf, DE76 2019 0109 0019 5046 00) unter dem Stichwort: Danzig.   SONSTIGES   NACHRUF FÜR WOLFGANG NECKEL Am 14. März verstarb Wolfgang Neckel der langjährige Hamburger Landesschulrat (1968-1988) und große Polenfreund. Er war unglaublich aktiv und hat unendlich viel für die deutsch-polnische Verständigung in den 70er und 80er-Jahren getan. Es gab nie so viele Schulpartnerschaften wie zu seiner Amtszeit! Für ihn war seine Stellung ein „Werkzeug“ im Dienste seiner Ziele, Projekte und Vorstellungen: Deutsch-polnische Partnerschaften, Schüleraustausche,  Lehrer*innen-Begegnungen. Unter seiner Obhut und in enger Zusammenarbeit dem Institut für Lehrerfortbildung (IfL)  entstanden in drei gemeinsamen Lehrer*innen-Seminaren in Hamburg und in Warschau drei Schulprojekte, die in  Broschüren in beiden Sprachen – polnisch und deutsch – unterrichtet und dokumentiert wurden, drei Themen, die seinerzeit so fortschrittlich und aktuell waren und es heute noch sind: Frieden – Europa – und Umwelt. Er war einer der ersten Repräsentanten bundesdeutscher Schulverwaltung bereits in den 70er-Jahren, die die deutsch-polnischen Verträge von 1972 in Umsetzungsschwung brachten, die ersten deutsch (also Hamburger)-polnische Schülerbegegnung  besonders finanziell unterstütze. Zu dieser damaligen Aufbruchsstimmung gehörten u.a. auch die deutsch-polnischen Schulbuchempfehlungen, die er in alle Schulen verteilen ließ und dazu im damaligen IfL (heute LI) Seminare anbot. Heute noch wird es deutlich: Das, was  Wolfgang Neckel auf diesem Gebiet getan und erreicht hat und wie er sich persönlich und „von Amts wegen“ für die Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern und den Menschen beider Länder eingesetzt hat, ist und bleibt unerreicht und vorbildlich! Wolfgang Neckel war Mitglied in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, einige Jahre arbeitete er auch im Vorstand aktiv mit. Wir wünschen Ihnen einen schönen, sonnigen Sommer und grüßen herzlich Für den Vorstand Viola Krizak


„Polen und Deutsche – gemeinsam mit der Ukraine – auf dem Weg zur ökologischen Erneuerung“ Deutsch-Polnisch-Ukrainischer Umweltkongress unter dem Leitthema „Energie und Klimaschutz“ vom 18.5. – 21.05.2017 in Rzeszów/Polen

Hamburg / Rzeszów, 13. März 2017   Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,   die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. und die Polnisch-Deutsche Gesellschaft Rzeszów freuen sich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass wir im Rahmen der bewährten Zusammenarbeit zwischen unseren Gesellschaften, in Rzeszów gemeinsam einen Deutsch-Polnisch-Ukrainischen Umweltkongress unter dem Leitthema „Energie und Klimaschutz“ planen und durchführen werden. Unser Motto: „Polen und Deutsche – gemeinsam mit der Ukraine – auf dem Weg zur ökologischen Erneuerung“. Diese polnisch-deutsche Initiative wird vom Bundesverband der Deutsch-Polnischen Gesellschaften (Berlin) unterstützt. Das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Berlin) und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (Warschau) fördern dieses tri-nationale Projekt finanziell. Wir machen auf dieses Projekt aufmerksam und bitten Sie, sich diesen Termin vorzumerken und ggf. Ihr Interesse schon jetzt zu bekunden.   Deutsch-polnisch-ukrainischer Energiekongress vom 18.5. – 21.05.2017 in Rzeszów/Polen   Ziel dieses Kongresses ist es, zwischen Institutionen und Gruppen der Zivilgesellschaft aus Polen, der Ukraine und Deutschland den Austausch von Wissen und Handlungsstrategien über Energiefragen und die Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Gesundheit zu erreichen. Auf dem Kongress soll der Frage nachgegangen werden, ob sich die durch die Kongressthematik angesprochenen und beteiligten Zielgruppen – Kommunen, Kirchen sowie Schulen und Universitäten – ihrer Verantwortung und Handlungsfähigkeit in Energie- und Klimafragen bewusst sind und ob sie ihre Handlungsspielräume wahrnehmen und nutzen können. Der Kongress soll nachhaltige Impulse zur Vernetzung der Akteure geben und zu weitergehenden Diskussionen und Projekten führen. Folgende Schwierigkeiten kennzeichnen die gegenwärtige Energiesituation Es fehlen gemeinsame europäische oder bilaterale Konzepte und Initiativen, da in der EU die Energiefragen nach wie vor nationale Angelegenheiten sind, die zu den bekannten divergierenden politischen Entscheidungen, Entwicklungen und Investitionsschwerpunkten im Energiebereich führen. Internationale Vereinbarungen sollen helfen, verbindliche und allgemein gültige Klimaschutzziele national umzusetzen (Zuletzt Paris und Marrakesch). In Deutschland ist der Beschluss zur Energiewende Konsens, d.h. Ausstieg aus der Atomstromproduktion, Verringerung der Kohleverstromung, energetische Effizienzsteigerung und prioritäre Förderung Erneuerbarer Energien. In Polen bedarf es keiner Energiewende „Ausstieg aus der Kernenergie“, da Polen bisher zu den „atomstromfreien“ Ländern gehörte. Dies soll sich ändern: Die Regierung hat beschlossen, den Einstieg in die atomare Wirtschaft zu forcieren. Die jeweiligen Anteile der Kohleverstromung und für die Wärmeerzeugung durch Kohleverbrennung sind die höchsten in ganz Europa. Die Förderung Erneuerbarer Energien ist (noch) sehr zögerlich. In der Ukraine existiert eine große Abhängigkeit vom Atomstrom sowie von der Wärmeerzeugung durch Kohle. Es besteht eine noch geringere effiziente Nutzung der energetischen Ressourcen.   Die planerischen Vorbereitungen des Kongresses sind auf gutem Wege und nahezu abgeschlossen. Das vorläufige Programm entnehmen Sie bitte dem Veranstalltungstext (bitte hier klicken).   Haben Sie Interesse an der Teilnahme, dann bitten wir Sie um direkte Rückmeldung an die folgenden E-Mail-Adressen: PDG Rzeszów: kongres2017@ur.rzeszow.pl DPG Hamburg: umweltkongress.rzeszow2017@dpg-hamburg.de Mit Ihrer Interessensbekundung erhalten Sie in Kürze die Einladung und das Programm. Bei Nachfragen und Anregungen wenden Sie sich bitte ebenfalls an eine der angegebenen Mail-Adressen. Wir bedanken uns im Voraus für Ihr Interesse. Mit freundlichen Grüßen     Maria Wiecko, PDG Rzeszów                                                   Hartwig Zillmer, DPG Hamburg   Downloads RZ.Rzeszow 17-03-14 Ankuendigung Kongress 2017 RZ.Rzeszow. 17-03-14 NUR Ablauf und Programm


Ausstellung „Wem gehört Polen?“ 7. April 2017, 18.00 Uhr bis 31. Mai 2017 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr – Mahnmals St. Nikolai

WEM GEHÖRT POLEN? Am Freitag, 7. April 2017, 18.00 Uhr laden wir Sie zur Ausstellungseröffnung „Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg ein. Einleitungsvortrag von Prof. Dr. Wlodzimierz Borodziej, (Warschau/Jena) zum Thema „Der Große Krieg als vergessener Erinnerungsort. Polen 1914-1921“ sowie Grußworte von Prof. Boguslaw Dybas (Wien) und Prof. Dr. Rudolf Jaworski (Konstanz). Lange Zeit bestimmte der Stellungskrieg an der Westfront den historischen Rückblick auf den Ersten Weltkrieg, das dramatische Kriegsgeschehen im Osten Europas erfuhr dagegen erst in jüngerer Zeit größere Aufmerksamkeit. Eine herausragende Rolle spielte dabei einer der Hauptkriegsschauplätze: das seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zwischen Deutschland, Russland und Österreich-Ungarn geteilte Polen. Alle Konfliktparteien betrieben dabei eine energische Bildpropaganda, was einen regelrechten „Krieg der Bilder“ entfachte. Das beliebte und vielfach genutzte Massenkommunikationsmittel Postkarte spielte dabei eine kaum zu überschätzende Rolle. Anhand von 60 Propagandapostkarten aus Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, Polen und Frankreich zeigt die Ausstellung die Situation und Stimmung der Polen in dieser schicksalhaften Zeit auf und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik. Die Ausstellung will möglichst viele und verschiedenartige Aspekte der „polnischen Frage“ im Ersten Weltkrieg aufzeigen. Eine Ausstellung des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Konzept: Prof. Dr. Rudolf Jaworski. Kooperationspartner sind das Mahnmal St. Nikolai die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai 2017 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr im Gewölbekeller des Mahnmals St. Nikolai zu besichtigen. Eintritt frei. BELEITPROGRAMM: Am Samstag, 22.04., 18.00 bis 2.00 Uhr findet  im Rahmen der langen Nacht der Museen ein Begleitprogramm in Kooperation mit der Universität Hamburg , Bereich Public History und der Hauser Kommunikation, Berlin statt. Es werden mehrere Führungen durch die Ausstellung „Wem gehört Polen“ (18.30, 19.15, 20.15, 21,15, 0.30 Uhr) und durch die Dauerausstellung „Gomorra 1943 (19.45, 20.45 Uhr) angeboten. Der History Salm  „Noch ist Polen nicht verloren“ findet vom 22.00-0.00Uhr statt. Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bereich Public History der Universität Hamburg. Kulinarisches: Herzhafte Snacks und Getränke Weitere Termine zum Begleitprogramm erhalten Sie in den nächsten Mitteilungen.


LESUNG MIT JOANNA BATOR – 6. April um 19.30 Uhr im Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg

LESUNG MIT JOANNA BATOR In Zusammenarbeit mit dem Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg organisiert die DPG HH  am 6. April um 19.30 Uhr  im Literaturzentrum im Literaturhaus Hamburg (Schwanewik 38) eine Lesung mit der polnischen Schriftstellerin Joanna Bator, der Anfang April der internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz verliehen wird. Er geht an Persönlichkeiten, die sich mit Geschichte und Gegenwart befassen, mit Brüchen im Leben Einzelner und in ganzen Gesellschaften (bisheriger Preisträger: u.a. Amoz Oz). Bators Roman ist nicht nur in Polen hochaktuell. Bei NDR-Kultur hieß es, sie konfrontiere uns zwar mit der harten polnischen Realität, dennoch dürfe man sich in ihrem polyphonen Romangeflecht lustvoll verlieren. Joanna Bator liest aus  ihrem Buch „Dunkel, fast Nacht“. Aus dem Polnischen ins Deutsch übersetzte Lisa Palmes. Den deutschen Text liest Patricia Paweletz. Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. Alicja Tabor hat diese Stadt früh verlassen. Nun kehrt sie als Journalistin zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen. Sie quartiert sich in einem alten Haus ein, das seit dem Tod ihres Vaters leer steht; die Atmosphäre ist düster, die Stimmung im einst so geliebten Garten unheimlich. Ständig fühlt sie sich beobachtet, um sie herum ereignen sich unerklärliche Dinge. Mit der ihr eigenen Subtilität schildert sie, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. „Dunkel, fast Nacht“ ist ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat. »Meisterhaft verwebt Joanna Bator ihr Schicksal mit den großen Themen unserer Zeit. Sie erzählt schnell, beinahe atemlos, mit einer Gabe für liebenswert-skurrile Figuren, die den Leser an die Hand nehmen und aus der Finsternis herausführen«. Angela Wittmann, Brigitte 9/2016 »… deswegen lohnt es sich, „Dunkel, fast Nacht“ zu lesen – diesen erstklassigen, teils als Krimi, teils als Groteske gestalteten Roman, der zu Recht mit dem NIKE, dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, ausgezeichnet wurde.« Marta Kijowska, SWR2 Die Lesung moderiert Andreas Lawaty. Eintritt: € 6,–


Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. Amtszeit 2017-2019

Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. Berner  Heerweg 183 , 22159 Hamburg Telefon: + 49 (0) 176 – 790 606 82 Vorsitzende Dr. Viola Krizak V.Kri@dpg.hamburg stellv. Vorsitzende + AG Umwelt&Ökologie Aleksandra Jeszke-Zillmer A.JeZ@dpg.hamburg stellv. Vorsitzender + AG Schule/Jugend Herbert Stelter H.Ste@dpg.hamburg kein Bild Schatzmeister Hermann Schiele h.sch@dpg.hamburg Beisitzer AG Schule/Jugend + AG Umwelt&Ökologie Hartwig Zillmer H.Zil@dpg.hamburg kein Bild AG Schule/Jugend Beata Ratajczak B.Rat@dpg.hamburg AG Internetseiten Jürgen Fagin J.Fag@dpg.hamburg AG Facebook Marta Gorka-Feldmann M.GoF@dpg.hamburg kein Bild Barbara Schiele B.Sch@dpg.hamburg Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann G.Hof@dpg.hamburg


„EuPoD – EIN STUDIENGANG, DER ZWEI LÄNDER VERBINDET | 22.Februar 2017 18 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls

„EuPoD – EIN STUDIENGANG, DER ZWEI LÄNDER VERBINDET Am 22.Februar 2017 fand um 18 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls eine Informationsveranstaltung zum internationalen Doppelabschluss-Masters „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ (EuPoD) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Der Studiengang ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität in Kiel und der Adam-Mickiewicz-Universität in  Posen. Beide bilden „Experten“ in den deutsch-polnischen Beziehungen aus. Zur Veranstaltung hatten gemeinsam die Uni Kiel, das polnische Generalkonsulat und  die DPG Hamburg eingeladen. Nach begrüßenden Worten des Gastgebers, des Leiters des Generalkonsulats, Konsul Golema und Hartwig Zillmer seitens der DPG, wurde der Studiengang durch die beiden Studierenden Jagoda Stempczynskia und  Bogumil Palka mit einer ansprechenden, verständlichen und in beiden Sprachen vorgetragenen Präsentation erklärt. Professor Düring, Dekan der Fakultät, ergänzte und erläuterte die Ausführung der beiden Studenten. Nach dem Vortrag wurde lebhaft diskutiert. Anschließend lud Herr Konsul Golema zu „Brot und Wasser“ an  ein reich gedecktes Buffet ein. Die Anwesenden waren sich einig, dass diese erste Präsentation ein „Experiment“ war, das wir am gleichen Ort in einem Jahr wiederholen und fortsetzen werden. Interessierte können hier  weiterlesen: www.eupod.uni-kiel.de ©Foto: polnisches Generalkonsulat


TERMIN VORMERKEN: Mitgliederversammlung2017 mit Vorstandswahlen 3. April, 18.00 Uhr

Bei Interesse rufen Sie bitte Viola Krizak: 040 830 12 21 an, oder schreiben Sie eine E-Mail: V.K.ri@dpg.hamburg MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 3. April 2017  um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg, August-Krogmann-Str. 52, (Gebäude U, Kaminzimmer  im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2017 statt. Auf  der Tagesordnung, die Sie als Anlage zu diesen Mitteilungen erhalten, stehen u.a. die Wahlen zum Vorstand. Es ist für uns das wichtigste Forum, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können, deshalb würden wir uns sehr über Ihre zahlreiche Teilnahme freuen. Nach einer kurzen Pause wird Katarzyna Rogacka-Michels, ein Mitglied im Hamburger Integrationsbeirat  über die Aufgaben und die Arbeit dieses wichtigen Beratungsorgans berichten. Der  Integrationsbeirat  berät  die  Behörde  für  Arbeit,  Soziales,  Familie  und  Integration  (BASFI)  und  den  Hamburger Senat zu integrationspolitischen Fragen. Der Beirat wirkt insbesondere an der Umsetzung und Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes mit. Darüber  hinaus  greift  der  Beirat  aktuelle  Themen  aus  dem  Bereich  Integration  auf.  Er  kann  zu  integrationsbezogenen  Themen und Vorhaben Stellung nehmen und Vorschläge für die  Besetzung  von  Gremien  der  Hamburger  Verwaltung  durch Personen mit Migrationshintergrund unterbreiten. Der  Integrationsbeirat  wirkt  zudem  als  „Integrationsmultiplikator“  umsetzungsorientiert  in  alle  Bereiche  der  Gesellschaft  hinein,  indem  die  Mitglieder  in  ihren  jeweiligen  Verantwortungsbereichen  aktiv  zur  Integrationsförderung  beitragen. TAGESORDNUNG  DER  MITGLIEDERVERSAMMLUNG  2017   am Montag, dem 3. April um 18.00 Uhr im Berufsförderungswerk Hamburg, Kaminzimmer im Erdgeschoss, August-Krogmann-Str. 52*, Eröffnung und Begrüßung sowie Feststellen der Beschlussfähigkeit Genehmigung der Tagesordnung und Wahl eines Protokollführers Mitgliederentwicklung und Begrüßung neuer Mitglieder Bericht des Vorstands Bericht des Schatzmeisters Aussprache zu den Berichten Bericht der Kassenprüfer Entlastung des Vorstandes Vorstandsneuwahle a.) Wahl einer/eines Vorsitzenden b.) Wahl von zwei stellvertretenden Vorsitzenden c.) Wahl einer/eines Schatzmeisterin/-s d.) Wahl von Beisitzern e.) Wahl von zwei Kassenprüfern Ausblick auf die Jahresplanung 2017 Verschiedenes PAUSE Vortrag von Katarzyna Rogacka-Michels zum Thema „Integrationsbeirat in Hamburg“ *Sie erreichen das BFW mit der U-Bahn U1 (Station Farmsen), dann zu Fuß über den Weg entlang der U1 oder über die August-Krogmann-Straße oder auch mit den Bussen 27 und 168 (1 Station). Parkplätze befinden sich im Parkhaus am Eingang des BFW.


TREFFEN DER VORSTÄNDE DER NORDDEUTSCHEN DPG-en IN HAMBURG

TREFFEN DER VORSTÄNDE DER NORDDEUTSCHEN DPG-en IN HAMBURG Im Januar 1974 kamen die damaligen Deutsch-Polnischen Gesellschaften von Bad Segeberg, Hamburg, Lübeck und Schleswig-Holstein erstmals zu einem Treffen zusammen, das in eine lose Arbeitsgemeinschaft mit mehrfachen, jährlichen Sitzungen in Bad Segeberg mündete. Da wir vor vier Jahrzehnten noch nicht über die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten verfügten, war dieser persönliche Austausch sehr wichtig, diente der Bereicherung des Programms aller Gesellschaften und half, alle Aktivitäten in und mit Polen bekannt zu machen. Diese Initiative wird mit sehr guten Erfahrungen bis heute fortgesetzt und wie schon vor Jahren dient sie dem Erfahrungsaustausch, aber auch dem Kennenlernen der im Dialog mit Polen engagierten Menschen. Die AG Norddeutschland bildete in den 80-er Jahren den Kern des heutigen Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften. In diesem Jahr findet das Treffen am 4. März in der Residenz des polnischen Generalkonsuls in Hamburg statt. Wir möchten unseren Freunden aus den anderen DPG-en die Möglichkeit bieten, die neuen Konsulen, die Herren Piotr Golema und Adam Borkowski  kennen zu lernen. Unser Hauptziel ist es aber, unsere aktuelle Arbeit im norddeutschen Raum vorzustellen und mit den Konsulen über den gegenwärtigen Stand der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen.


MITTEILUNGEN 02/2017 (März-April)

MITTEILUNGEN 02/2017 (März-April)   U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 3. April 2017  um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg, August-Krogmann-Str. 52, (Gebäude U, Kaminzimmer  im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2017 statt. Auf  der Tagesordnung, die Sie als Anlage zu diesen Mitteilungen erhalten, stehen u.a. die Wahlen zum Vorstand. Es ist für uns das wichtigste Forum, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können, deshalb würden wir uns sehr über Ihre zahlreiche Teilnahme freuen. Nach einer kurzen Pause wird Katarzyna Rogacka-Michels, ein Mitglied im Hamburger Integrationsbeirat  über die Aufgaben und die Arbeit dieses wichtigen Beratungsorgans berichten.   LESUNG MIT JOANNA BATOR In Kooperation  mit der DPG Hamburg organisiert das Literaturhaus  am 6. April um 19.30 Uhr  im Literaturhaus (Schwanewik 38) eine Lesung mit der polnischen Schriftstellerin Joanna Bator, der Anfang April der internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz verliehen wird. Er geht an Persönlichkeiten, die sich mit Geschichte und Gegenwart befassen, mit Brüchen im Leben Einzelner und in ganzen Gesellschaften (bisheriger Preisträger: u.a. Amoz Oz). Bators Roman ist nicht nur in Polen hochaktuell. Bei NDR-Kultur hieß es, sie konfrontiere uns zwar mit der harten polnischen Realität, dennoch dürfe man sich in ihrem polyphonen Romangeflecht lustvoll verlieren. Joanna Bator liest aus  ihrem Buch „Dunkel, fast Nacht“. Aus dem Polnischen ins Deutsch übersetzte Lisa Palmes. Den deutschen Text liest Patricia Paweletz. Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. „Dunkel, fast Nacht“ ist ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat. »… deswegen lohnt es sich, „Dunkel, fast Nacht“ zu lesen – diesen erstklassigen, teils als Krimi, teils als Groteske gestalteten Roman, der zu Recht mit dem NIKE, dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, ausgezeichnet wurde.« Marta Kijowska, SWR2 Die Lesung moderiert Andreas Lawaty. Eintritt: € 6,–   WEM GEHÖRT POLEN? Am Freitag, 7. April 2017, 18.00 Uhr laden wir Sie zur Ausstellungseröffnung „Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg ein. Den Einleitungsvortrag zum Thema „Der Große Krieg als vergessener Erinnerungsort. Polen 1914-1921“ hält Prof. Dr. Wlodzimierz Borodziej, (Warschau/Jena). Die Grußworte sprechen Prof. Boguslaw Dybas (Wien) und Prof. Dr. Rudolf Jaworski (Konstanz). Lange Zeit bestimmte der Stellungskrieg an der Westfront den historischen Rückblick auf den Ersten Weltkrieg, das dramatische Kriegsgeschehen im Osten Europas     erfuhr dagegen erst in jüngerer Zeit größere Aufmerksamkeit. Eine herausragende Rolle spielte dabei einer der Hauptkriegsschauplätze: das seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zwischen Deutschland, Russland und Österreich-Ungarn geteilte Polen. Alle Konfliktparteien betrieben dabei eine energische Bildpropaganda, was einen regelrechten „Krieg der Bilder“ entfachte. Das beliebte und vielfach genutzte Massenkommunikationsmittel „Postkarte“ spielte dabei eine große  Rolle. Anhand von 60 Propagandapostkarten aus Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, Polen und Frankreich zeigt die Ausstellung die Situation und Stimmung der Polen in dieser schicksalhaften Zeit auf und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik. Die Ausstellung will möglichst viele und verschiedenartige Aspekte der „polnischen Frage“ im Ersten Weltkrieg aufzeigen. Eine Ausstellung des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien, Konzept: Prof. Dr. Rudolf Jaworski. Kooperationspartner sind das Mahnmal St. Nikolai die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai 2017 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr im Gewölbekeller des Mahnmals St. Nikolai zu besichtigen. Eintritt frei.   Foto: Rudolf Jaworski   ERGÄNZENDES  BELEITPROGRAMM in der Krypta, Mahnmal St. Nikolai Am Samstag, 22.04., 18.00 bis 2.00 Uhr findet  im Rahmen der langen Nacht der Museen ein Begleitprogramm in Kooperation mit der Universität Hamburg , Bereich Public History und der Hauser Kommunikation, Berlin statt. Es werden mehrere Führungen durch die Ausstellung „Wem gehört Polen“ (18.30, 19.15, 20.15, 21,15, 0.30 Uhr) und durch die Dauerausstellung „Gomorra 1943 (19.45, 20.45 Uhr) angeboten. Der History Salm  „Noch ist Polen nicht verloren“ findet vom 22.00-0.00Uhr statt. Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bereich Public History der Universität Hamburg. Kulinarisches: Herzhafte Snacks und Getränke Weitere Termine zum Begleitprogramm erhalten Sie in den nächsten Mitteilungen.   NATIONALPOPULISMUS IN POLEN – DEMOKRATIE, RECHTSTAAT UND EUROPA IN GEFAHR? Am Dienstag,  25. April um 19.00 Uhr laden wir zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in das  Julius-Leber-Forum, am Rathausmarkt 5,  zur Podiumsdiskussion zum Thema: „Nationalpopulismus in Polen, Demokratie, Rechtsstaat und Europa in Gefahr“ ein. An der Podiumsdiskussion sind der Journalist, jahrelanger Polenkorrespondent und Professor für Politische Wissenschaft, Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik der Szkoła Wyższa Psychologii Społecznej in Warschau, Klaus Bachmann  und  Agnieszka Pufelska vom Nordost-Institut in Lüneburg beteiligt. Die Moderation übernimmt Jan Puhl von der Spiegel-Redaktion. In Polen regiert seit Oktober 2015 die nationalkonservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) mit absoluter parlamentarischer  Mehrheit. In großer Eile begann die Regierung mit der im Wahlkampf angekündigten „Reparatur des polnischen Staates“. Eine in Polen und Europa heftig umstrittene Schwächung des Verfassungsgerichts, von vielen als Einschränkung der Gewaltenteilung betrachtet, ebnete dafür den Weg. Ein neues Mediengesetz ist schwer in der Kritik. Das Demonstrationsrecht ist ebenso wie die Berichterstattung aus dem Parlament eingeschränkt, verschärfte Abhörbestimmungen sind in Kraft. Auch die Wissenschaften werden zu Kampfzonen einer nationalkonservativen patriotischen Wende, der Druck auf Museen und andere Einrichtungen nimmt stetig zu. Sollen wir uns tatsächlich Sorgen um Gewaltenteilung und Freiheitsrechte in Polen machen? Sind die deutsch-polnischen Beziehungen gefährdet? Bitte melden Sie sich an per Email: hamburg@fes.de         TREFFEN DER VORSTÄNDE DER NORDDEUTSCHEN DPG-en IN HAMBURG Im Januar 1974 kamen die damaligen Deutsch-Polnischen Gesellschaften von Bad Segeberg, Hamburg, Lübeck und Schleswig-Holstein erstmals zu einem Treffen zusammen, das in eine lose Arbeitsgemeinschaft mit mehrfachen, jährlichen Sitzungen in Bad Segeberg mündete. Da wir vor vier Jahrzehnten noch nicht über die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten verfügten, war dieser persönliche Austausch sehr wichtig, diente der Bereicherung des Programms aller Gesellschaften und half, alle Aktivitäten in und mit Polen bekannt zu machen. Diese Initiative wird mit sehr guten Erfahrungen bis heute fortgesetzt und wie schon vor Jahren dient sie dem Erfahrungsaustausch, aber auch dem Kennenlernen der im Dialog mit Polen engagierten Menschen. Die AG Norddeutschland bildete in den 80-er Jahren den Kern des heutigen Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften. In diesem Jahr findet das Treffen am 4. März in der Residenz des polnischen Generalkonsuls in Hamburg statt. Neben der Möglichkeit, die beiden Konsuln Piotr Golema und Adam Borkowski die neuen  Repräsentanten Polens in Norddeutschland  kennen zu lernen, wollen wir  unsere aktuelle Arbeit im norddeutschen Raum vorstellen und mit den Konsuln über den gegenwärtigen Stand der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ins Gespräch kommen.   V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R   SAAGARA IN HAMBURG Am 12. März um 19.00 Uhr tritt im BRÜCKENSTERN (Stresemannstr. 133) der  Gewinner des bedeutendsten polnischen Kulturpreises „Paszporty Polityki“ in der Kategorie Musik – Waclaw Zimpel, mit einem virtuoso cross-over Projekt, in Hamburg auf. Der polnische Komponist und Klarinettist Waclaw Zimpel ist ein musikalisches Chamäleon. Unabhängigkeit und experimentelle Neugier trieben ihn seit den Anfängen seiner musikalischen Karriere die Wurzeln der Improvisation zu erforschen: in der liturgischen Musik, in den Traditionen Indiens und in den afrikanischen Tänzen. Zimpel setzte die Experimente während seiner Reisen nach Südindien fort, wo er die komplexen rhythmischen und/ melodischen Traditionen der Region mit lokalen Musikern studierte. Das Zusammenwachsen ihrer Vision mit den europäischen Wurzeln wurde zum entscheidenden Punkt seiner Band  SAAGARA. Dieses Ensemble zeichnet sich durch einen kraftvollen Rhythmus aus, der von den Instrumenten Südindiens wie Ghatam, Khanjira oder Thavil (eine Trommel, die bisher vor allem während der Hindu-Rituale verwendet wurde) bestimmt wird. Komplettiert durch Zimpels Kompositionen und Improvisationen bietet diese Musik eine außergewöhnlich universelle Aussage. Die Mitwirkenden sind: Waclaw Zimpel (Komposition, Klarinette), Ghatam Giridhar Udupa (Ghatam), Bharghava Halambi (Khanjira), K Raja (Thavil), Mysore N. Karthik (Violin).   POLNISCHER JAZZ Polen und der Jazz: ein ganz besonderes Paar, das in außergewöhnlicher Beziehung zueinander steht. Für die polnischen Intellektuellen was es eine Art Fenster in die Freiheit. Jazz aus Polen weckt sofort Assoziationen an melanc  holische, traumhafte Melodien: Tomasz Stańko, Krzysztof Komeda, die Musik in den Filmen von Polański. Aus der Feder des aus Polen stammenden Kontrabassisten Lech Wieleba – seit über 30 Jahren in HH lebend –  entsteht eine seltsam ergreifende, lyrisch – poetische Musik. Er vereint Elemente der Klassik und des Jazz mit seiner slawischen Melodik. POETIC JAZZ ist seine Art, Gefühle in der kreativen Sprache der Musik auszudrücken. In seinen Kompositionen werden alltägliche Begegnungen aus dem Leben zu individuellen Musikkurzgeschichten. Selten berührt eine Jazzformation emotional so sehr, fährt unter die Haut. Dazu trägt sicher auch die besondere Besetzung mit einem von Claas Ueberschär lyrisch geblasenen Flügelhorn bei, Percussion und Schlagzeug schlägt – streichelt, müsste man der Korrektheit halber sagen –  Pawel Wieleba,  Piano spielt  Enno Dugnus – eine einfühlsame musikalische Persönlichkeit. Freitag,  24.3.2017, 20 Uhr, Kulturzentrum Heidbarghof, Langelohstraße 141, Hamburg Sonntag, 26.03.2017, 19:00 Uhr, Cascadas Club, Ferdinandstr. 12,  Hamburg       CHOPIN KONZERT Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e.V. lädt am 07. April um  19.00 Uhr zum Konzert: „Walzer von Frédéric Chopin als Beispiel für perfekte romantische Miniaturen“ ein, das im Mendelssohn-Saal der Hochschule für Musik und Theater, Harvesterhuderweg 12 stattfindet. Anschließend wird Prof. Elżbieta Karaś-Kraszel einen Vortrag zum Konzert halten. Eintritt frei B E R I C H T E   GEMEINSCHAFT FÜR STUDENTISCHEN AUSTAUSCH in Mittel- und Osteuropa (GFPS) GFPS – hinter diesem Kürzel steht ein seit über 30 Jahren ehrenamtlich geführter Verein von Studierenden. Sie machen Mittel- und Osteuropa erlebbar: durch Stipendien für Studien- und Sprachaufenthalte in Polen und Tschechien, Tandem-Sprachkurse und interkulturelle Projekte wie z.B. Städtetage, Foren zu aktuellen Themen und Projektplanungsseminare TRI-GO. Dabei arbeiten sie eng mit den Partnervereinen in Polen und in der Tschechischen Republik zusammen. So wird der persönliche Austausch zwischen Interessierten, Mitgliedern und den Stipendiat*innen aus Belorus, Deutschland, Polen und Tschechien ermöglicht. Das GFPS-Winterforum mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Migration“ fand in diesem Jahr vom 16. – 19.2. in Hamburg statt. Wir unterstützten das Team um die Initiatorin und Organisatorin Chiara Linzenmeier (aus Hamburg) beratend, finanziell und durch Stadtführungen in zwei großen Gruppen durch Viola Krizak und Hartwig Zillmer.   „EuPoD – EIN STUDIENGANG, DER ZWEI LÄNDER VERBINDET Am 22.Februar 2017 fand um 18 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls eine Informationsveranstaltung zum internationalen Doppelabschluss-Masters „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ (EuPoD) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Der Studiengang ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität in Kiel und der Adam-Mickiewicz-Universität in  Posen. Beide bilden „Experten“ in den deutsch-polnischen Beziehungen aus. Zur Veranstaltung hatten gemeinsam die Uni Kiel, das polnische Generalkonsulat und  die DPG Hamburg eingeladen. Nach begrüßenden Worten des Gastgebers, des Leiters des Generalkonsulats, Konsul Golema und Hartwig Zillmer seitens der DPG, wurde der Studiengang durch die beiden Studierenden Jagoda Stempczynskia und  Bogumil Palka mit einer ansprechenden, verständlichen und in beiden Sprachen vorgetragenen Präsentation erklärt. Professor Düring, Dekan der Fakultät, ergänzte und erläuterte die Ausführung der beiden Studenten. Nach dem Vortrag wurde lebhaft diskutiert. Anschließend lud Herr Konsul Golema zu „Brot und Wasser“ an  ein reich gedecktes Buffet ein. Die Anwesenden waren sich einig, dass diese erste Präsentation ein „Experiment“ war, das wir am gleichen Ort in einem Jahr wiederholen und fortsetzen werden. Interessierte können hier  weiterlesen: www.eupod.uni-kiel.de   S O N S T I G E S BEITRAGSZAHLUNG FÜR 2017 Unser Schatzmeister wird ab Ende März über die Hamburger Sparkasse die Mitgliedsbeiträge für 2017 abbuchen. Alle Mitglieder, die uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben, bitten wir, die Beitragsüberweisung auf unser Konto IBAN: DE22200505501012210447,  BIC: HASPDEHHXXX  in den kommenden Wochen zu veranlassen. Zur Erinnerung nennen wir noch einmal unsere Beitragssätze: Einzelmitglieder zahlen € 55,00, Familien € 80,00.   Mit herzlichen Grüßen Für den Vorstand   Viola Krizak     TAGESORDNUNG  DER  MITGLIEDERVERSAMMLUNG  2017   am Montag, dem 3. April um 18.00 Uhr im Berufsförderungswerk Hamburg, Kaminzimmer im Erdgeschoss, August-Krogmann-Str. 52*,   Eröffnung und Begrüßung sowie Feststellen der Beschlussfähigkeit Genehmigung der Tagesordnung und Wahl eines Protokollführers Mitgliederentwicklung und Begrüßung neuer Mitglieder Bericht des Vorstands Bericht des Schatzmeisters Aussprache zu den Berichten Bericht der Kassenprüfer Entlastung des Vorstandes Vorstandsneuwahlen a) Wahl einer/eines Vorsitzenden b) Wahl von zwei stellvertretenden Vorsitzenden c) Wahl einer/eines Schatzmeisterin/-s d) Wahl von Beisitzern e) Wahl von zwei Kassenprüfern   Ausblick auf die Jahresplanung 2017 Verschiedenes   PAUSE Vortrag von Katarzyna Rogacka-Michels zum Thema „Integrationsbeirat in Hamburg“         *Sie erreichen das BFW mit der U-Bahn U1 (Station Farmsen), dann zu Fuß über den Weg entlang der U1 oder über die August-Krogmann-Straße oder auch mit den Bussen 27 und 168 (1 Station). Parkplätze befinden sich im Parkhaus am Eingang des BFW.  


Buchlesung: Artur Becker Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause | 02.02.2017 19:30Uhr|Literaturhaus Hamburg

  Buchlesung: Artur Becker Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause 02.02.2017 19:30Uhr Literaturhaus Hamburg, Schwanenwick 38 Moderation Andreas Lawaty     Artur Becker Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause Essayband weissbooks.w Gebunden, etwa 447 Seiten ca. 36,00 € (D),ca. 37,10 € (A) 978-3-86337-105-0 Erschinen am 9. Mai 2016 Artur Becker ist seinen deutschen Lesern bisher als großer Erzähler bekannt. Doch »dieser außergewöhnliche Wanderer zwischen seiner ursprünglichen Heimat Polen und seiner neuen Heimat Deutschland«, so Manfred Mack vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, »beschenkt uns seit Jahren nicht nur mit seinen Gedichten und Prosawerken, sondern auch mit Dutzenden von Rezensionen und Essays, in denen er versucht, sein polnisches Erbe seinen deutschen Lesern zu vermitteln. Nein, nicht nur zu vermitteln, Artur Becker ist ein Missionar, er ist überzeugt, fast besessen davon, seine deutschen Leser zu überzeugen, dass ihr Weltbild unvollständig bleibt, wenn sie nicht die Erfahrungen ihrer polnischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen und in ihr Weltbild integrieren. Und er begibt sich auch auf das belastete, verminte Gebiet der deutsch-polnischen Erinnerung an die Geschichte. Souverän und mutig zeigt er Deutschen und Polen einen Ausweg aus der vermeintlichen Erbfeindschaft und ruft das Gemeinsame, Verbindende jenseits der nationalen Verblendung in Erinnerung.«


MITTEILUNGEN 01/2017 (Januar -Februar)

MITTEILUNGEN 01/2017 (Januar -Februar)   U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   LESUNG MIT ARTUR BECKER Der bekannte deutsch-polnische Schriftsteller Artur Becker liest am Donnerstag, 2. Februar 2017 um 19.30 Uhr im Literaturhaus, Schwanenwik 38  aus seinem neuen Roman „ Kosmopolen“, das 2016 im Verlag Weissbooks erschienen ist. Wir kennen Artur Becker als Prosaautor, Lyriker und Kritiker, einen Wanderer zwischen Polen und Deutschland. Viele schätzen ihn als großen Erzähler. Immer wieder versucht er, uns sein polnisches Erbe zu vermitteln und ist überzeugt, dass unser Weltbild unvollständig bleibt, wenn  wir nicht die Erfahrungen unserer polnischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen und in unsere Sichtweisen integrieren. Besonders beeindruckend ist in seinem neuen Essayband die thematische Vielfalt, „… die autobiografischen Selbstbekenntnisse, Literaturkritik und Erinnerungen an Lesereisen … und seine interessanten Einblicke  in das intellektuelle und politische Klima Polens.“(FAZ). Artur Becker, 1968 geboren als Sohn polnisch-deutscher Eltern in Bartoszyce (Masuren), lebt seit 1985 in Deutschland. Schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Er ist auch als Übersetzer tätig und Mitglied des P.E:N. Die Moderation übernimmt  Dr. Andreas Lawaty, der jahrelange Leiter des Nord-Ost Instituts in Lüneburg. Die Lesung wird in der Zusammenarbeit mit dem Hamburger Literaturhaus veranstaltet. Eintritt: € 6,–   MASTERSTUDIENGANG DEUTSCHE UND POLEN IN EUROPA Am 22. Februar  um 18.00 Uhr laden wir Sie zur Informationsveranstaltung über den Masterstudiengang „Deutsche und Polen in Europa“ in die Residenz des  Generalkonsulats der Republik Polen in Hamburg (Marie-Louisen-Straße 137) ein. Seit dem Wintersemester 2012/13 bietet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań den Doppelabschluss-Masterstudiengang „Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa“ an. Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet. Neben einer Einführung ins Thema „Polen und Deutsche in Europa“ werden Themen aus den Fachbereichen Osteuropäische Geschichte, Germanistik, Polonistik, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft sowie Polnisch oder Deutsch als Fremdsprache gelehrt. So werden Spezialisten im Bereich der bilateralen Beziehungen in Europa ausgebildet. Gleichzeitig bietet die Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań den Studiengang „Studia Międzykulturowe: Polacy i Niemcy w Europie“ an. Für beide Studienprogramme ist versetzt ein Auslandssemester an der jeweils anderen Universität vorgesehen, so dass die Studierenden ein gemeinsames Studienjahr absolvieren. In dieser Veranstaltung werden  Prof. Michael Düring und die Studentin Jagoda Stempczynska über den interkulturellen deutsch-polnischen Masterstudiengang informieren.     NEUE MITGLIEDER Heidemarie und Peter K. sind unsere neuen Mitglieder geworden, worüber wir uns sehr freuen. Wir heißen sie herzlich willkommen und hoffen  auf eine gute Zusammenarbeit.     V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R Am Freitag, 27. Januar 2017, 20.00 Uhr findet im Mahnmal St.Nikolai (Willi-Brandt-Straße 60) die Gedenkveranstaltung anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz statt. Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus halten Propst und Hauptpastor Dr. Martin Vetter (Hauptkirche St. Nikolai) und Pfarrer Dr. Jacek Bystron (Polnische Katholische Mission) eine ökumenische Andacht. Im Anschluss findet die Eröffnung der Ausstellung „Erinnerte Gegenwart“ – Dokumente und Installationen zu Theresienstadt statt, in die die Künstlerin Marlies Poss einführen wird. Die Münchner Künstlerin kombiniert für die Ausstellung Dokumente ihrer Großtante Berthie Philipp, die von Hamburg aus in das KZ Theresienstadt deportiert worden war und anderer Holocaust-Überlebender mit eigenen Installationen. Sie schuf zarte Werke aus zerbrechlichen, vergänglichen Materialien, die den kindlichen Eindruck und den Schrecken vor dieser Familiengeschichte spürbar machen. Als musikalische Umrahmung werden „Lieder aus Theresienstadt“ von Annika Westlund gesungen. Es sind Lieder der jüdischen Komponisten Adolf Strauss, James Simon und Viktor Ullmann, die im KZ Theresienstadt interniert waren. Die Ausstellung „Erinnerte Gegenwart“ ist bis zum 5. April 2017 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr im Museum des Mahnmals St. Nikolai zu besichtigen (Museumseintritt). Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme statt. Eintritt frei.   JOLANTA BARCIK Wie schon seit 2003 findet am 28. Januar um 20.00 Uhr in DELPHI SHOWPALAST, Eimsbütteler Chaussee 5 in Hamburg im Rahmen der deutsch-polnischen Begegnungen ein Gala-Konzert mit der Jola-Show-Band statt. In diesem Jahr werden  Jola Barcik und Band und die Band M-ART LIVE aus Warschau/ Warszawa Tanzmusik bester Qualität spielen. Als Gäste treten Musical und Operettensänger Dorota Ujada-Jankiewicz & Andrzej Jankiewicz aus Breslau auf. Für die Abwechslung wird die ABBA- Show und die uns bekannte Sängerin Aneta Barcik sorgen. Mit einem sehr breiten Repertoire und Schwung auf der Bühne begeistern die Künstler ihre Gäste und bringen sie in beste Stimmung. Swing, Pop, Soul,  Dance, Latin, Walzer begleiten die Besucher durch den ganzen Abend. Bei der Live-Music wird bis 3.00 Uhr getanzt und gefeiert. Information und Vorverkauf: Delphi Showpalast 040 43 18 600 und 040 254 94 383. Preis im Vorverkauf beträgt 28 €, an der Abendkasse 30 €. Sie sind herzlich eingeladen!!         B E R I C H T E   ADVENTSKONZERT Unsere alljährige Adventsfeier am 2. Dezember war wieder sehr gelungen. Der Chor SOTTO VOCE aus Stettin sang einfühlsam Weihnachtslieder, die in interessanten, neuen Arrangements mal kräftig, mal zart und einfühlsam klangen und sorgten damit bei den Zuhörern für Rührung und Begeisterung. Die 7 Sänger, die über ausbildete Stimmen verfügen, haben Musik der höchsten Qualität gesungen.  An der anschließenden Adventsfeier beteiligten sich ca. 100 Personen, so dass die räumlichen Kapazitäten voll ausgeschöpft waren. Es wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und unser Vorstandsmitglied Hartwig Zillmer hat ausgewählte Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Die typische polnische Suppe „Zurek“, die  von unserer Vorstandskollegin Beata Ratajczak zubereitet wurde, hat uns viel Lob und Anerkennung gebracht. Die wunderbare Stimmung und das Beisammensein haben offensichtlich alle genossen.     KLAUSURTAGUNG 2017 Am Wochenende vom 14.-15. Januar 2017 fand in Travemünde eine Klausurtagung statt, während der Vorstands und einige DPG-Mitglieder über die Aktivitäten des Jahres 2017 beraten und einen Jahresplan  erstellt haben. Das Ergebnis unserer Arbeit erhalten Sie im Anhang. Bei mehreren Veranstaltungen können wir noch nicht das genaue Datum oder die Uhrzeit nennen. Die Angaben bekommen sie in unseren aktuellen Mitteilungen. S O N S T I G E S   DER TOD DES ZWANGSARBEITERS ANDRZEJ SZABLEWSKI – eine Dokumentation Vor 75 Jahren – am 13. März 1942 im Alter von 29 Jahren – wurde der polnische Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski in Hamburg hingerichtet. Er wurde 1940 als Zwangsarbeiter nach Hamburg gebracht. Er kam auf das Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel. Dort begegnete er Astrid Lüdemann. Diese Begegnung hatte für beide grausame Konsequenzen:  Die junge verheiratete, deutsche Erntehelferin und Mutter eines kleinen Jungen musste sich den Avancen des aufdringlichen NSDAP-Gutsverwalters Grimm erwehren. Der ‚verschmähte‘ Deutsche rächte sich, indem er der jungen Frau eine Affäre mit dem ebenfalls (in Polen) verheirateten Zwangsarbeiter anhängte. Beide wurden denunziert und verurteilt. Andrzej Szablewski wurde für einige Zeit im Fuhlsbütteler Konzentrationslager („Kolafu“) eingesperrt. Der völlig unschuldige junge Mann wurde auf dem Gut Hohenbuchen im erzwungenen Beisein von etwa 200 Zwangsarbeiter/innen erhängt. Hildegard kam für drei Jahre in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Sie überlebte und starb 2007. 60 Jahre später veröffentlicht der Historiker Dr. Andreas Seeger eine Dokumentation zum Leben, Leiden und dem Tod von Andrzej Szablewski. In mühevoller und beeindruckender Recherche stellt er stellvertretend für ca. 1,4 Mio. Zwangsarbeiter/innen im Reich, sein Leben  die Gerichtsverfahren, die Urteile in den 40er-Jahren, den Weg des Erinnerns und Gedenkens an den Toten nach dem Jahre 2000 vor. Die DPG Hamburg hat mit dem Autor die erweiterte Neuauflage im Donat-Verlag in Bremen veranlasst. Die Finanzierung konnte mit Eigenmitteln der DPG und mit Unterstützung der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. sichergestellt werden. Das Buch unter dem Titel „Der Tod eines Zwangsarbeiters“ kann direkt bei der DPG erworben werden. Der Preis beträgt 12 Euro. Falls Sie Interesse haben, können Sie es per E-Mail unter: H.Zil@dpg.hamburg bestellen.   BEITRAGSZAHLUNG FÜR 2016 Bedauerlicherweise haben einige unserer Mitglieder den Jahresbeitrag für 2016 noch nicht überwiesen. Wir bitten Sie, die Zahlung möglichst umgehend nachzuholen und dabei gleichzeitig auch die Überweisung des Beitrages für 2017 vorzunehmen. Unsere Schatzmeisterin Barbara Bornemann wird ab Ende März über die Hamburger Sparkasse die Mitgliedsbeiträge für 2017 abbuchen. Alle Mitglieder, die uns keine Einzugsermächtigung erteilt haben, bitten wir, die Beitragsüberweisung auf unser Konto IBAN: DE 22 200 505 501 012 210 447,  BIC: HASPDEHHXXX  in den kommenden Wochen zu veranlassen. Zur Erinnerung nennen wir noch einmal unsere Beitragssätze: Einzelmitglieder zahlen € 55,00, Familien € 80,00.   TERMIN VORMERKEN Tragen Sie bitte den 3. April, 18.00 Uhr in Ihren Terminkalender ein! An dem Tag wird unsere Mitgliederversammlung stattfinden, während der die nächsten Vorstandswahlen durchgeführt werden. Falls Sie sich intensiver in unsere Arbeit einbringen möchten, könnten Sie sich zum Mitglied unseres Vorstands wählen lassen. Bei Interesse     rufen Sie bitte Viola Krizak: 040 830 12 21 an, oder schreiben Sie eine E-Mail: V.K.ri@dpg.hamburg Weitere Informationen und die Tagesordnung erhalten Sie mit den nächsten Mitteilungen.   Mit herzlichen Grüßen Für den Vorstand   Viola Krizak               REISEANMELDUNG Hiermit melde/n ich/wir mich/uns verbindlich für die Polenreise nach Danzig und Masuren vom 20. bis 30. August 2017 an. Ich möchte/wir möchten in einem 1-Bett-Zimmer / 2-Bett-Zimmer übernachten (den zutreffenden Wunsch bitte unterstreichen).   NAME:………………………………………VORNAME……………………………….   NAME:………………………………………VORNAME………………………………..   GEBURTSDATUM:…………………………GEBURTSDATUM:……………………..     ADRESSE………………………………………………………………………………….   TEL.NR.:……………………………………E-Mail:………………………………………     DATUM, UNTERSCHRIFT………………………………………………………………………… Bitte bis Ende Februar zurücksenden an: Dr. Viola Krizak, Königsberger Str. 9 b, 22869 Schenefeld


Buchvorstellung: Der Tod des Zwangsarbeiters Andrzej Szablewski – eine Dokumentation

DPG Hamburg e.V. Hartwig Zillmer                                                                                                                            Hamburg, Januar 2017     Der Tod des Zwangsarbeiters Andrzej Szablewski – eine Dokumentation   Vor 75 Jahren – am 13. März 1942 im Alter von 29 Jahren – wurde der polnische Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski in Hamburg-Poppenbüttel hingerichtet. Er traf 1940 in Deutschland ein und kam nicht freiwillig. Polen war überfallen worden, der 2. Weltkrieg wütete und die deutsche Kriegswirtschaft brauchte ihn, weil die Arbeiter und Bauern  an der Front standen. Er kam auf das Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel. Dort begegnete er Astrid Lüdemann. Diese Begegnung hatte für beide grausame Konsequenzen:  Die junge verheiratete, deutsche Erntehelferin und Mutter eines kleinen Jungen musste sich den Avancen des aufdringlichen NSDAP-Gutsverwalters Grimm erwehren. Der ‚verschmähte‘ Deutsche rächte sich, indem er der jungen Frau eine Affäre mit dem ebenfalls (in Polen) verheirateten Zwangsarbeiter anhängte. Beide wurden denunziert und verurteilt. Andrzej Szablewski wurde für einige Zeit im Fuhlsbütteler Konzentrationslager („Kolafu“) eingesperrt und völlig unschuldig auf dem Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel im erzwungenen Beisein von etwa 200 Zwangsarbeiter/innen erhängt. Hildegard kam für drei Jahre in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Sie überlebte und starb 2007. Wie so oft sind die Täter noch stolz auf ihre Tat, erfüllten sie doch – wie sie es nannten – nur ihre Pflicht als Deutsche. Als der Krieg zu Ende und verloren ist, schlagen sich viele Täter in die Büsche und kommen ungeschoren davon. Anders im Fall Szablewski: Es gibt einen Prozess, den berühmten Curio-Haus-Prozess der englischen Besatzungsmacht, ohne den wir von dem Mord nichts wüssten, der den Tätern ein Gesicht gibt und der uns offenbart, wie leicht es war, einen missliebigen Menschen umzubringen, geprägt von einem „normalen Hass“ gegenüber Polen und allem „Nicht-Arisch-Deutschem“.  Die rass(ist)ischen Merkmale bestimmten über Leben und Tod.   60 Jahre später bringt Dr. Andreas Seeger, Historiker in Hamburg, in Erinnerung, wohin eine Gesellschaft gerät, die sich der Menschenverachtung und Gleichgültigkeit gegenüber den Nöten des Mitmenschen verschreibt: In mühevoller und beeindruckender Recherche veröffentlicht er  eine Dokumentation zum Leben, Leiden und dem Tod dieses Zwangsarbeiters, stellvertretend für ca. 1,4 Mio. Zwangsarbeiter/innen im Reich, aber auch über die Entwicklung nach Kriegsende: Die Gerichtsverfahren, die Urteile in den 40er-Jahren,   der Weg des Erinnerns und Gedenkens nach dem Jahre 2000. Die DPG Hamburg hat mit dem Autor die Neuauflage (was ist seit 2003 bis heute geschehen..) initiiert, der Donat-Verlag in Bremen hat das Lektorat übernommen und den Druck veranlasst. Die Finanzierung konnte mit Eigenmitteln der DPG und mit Unterstützung der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V. sicher gestellt werden. Wir wünschen uns sehr, dass die Mitglieder unserer DPG und auch anderer Gesellschaften dieses Büchlein für den Preis von 12 € bei uns direkt erwerben. (s. u. Auch im Buchhandel erhältlich) Auch mehrere Exemplare, denn es lässt sich wunderbar verschenken.   Dieses Buch ist keine angenehme, aber notwendige Lektüre. Wer da meint, es sei längst Zeit, zur Tagesordnung überzugehen, der sei durch die Lektüre daran erinnert, dass, wer so oder ähnlich denkt und handelt, den Schatten der Nationalsozialisten eher verlängert. „Und wer so vorgeht, darf sich nicht wundern, wenn seine Nachfahren von der Geschichte eingeholt werden.“ so der ehem. Leiter des Bezirksamtes Wandsbek, Gerhard Fuchs. Angesichts aktueller Tendenzen in unserer Gesellschaft, in der es gegen Gewaltverherrlichung in vielen Medien und der Verrohung der Sprache gegenüber Flüchtlingen und Neu-Ankömmlingen in Deutschland und Teilen Europas offenbar kein Kraut gewachsen ist und noch zu wenig Widerstand ergeht, gewinnt diese Dokumentation eine (fast) beunruhigende Aktualität. Zur Stolperstein-Einweihung am 16.10.2016 konnten wir – gemeinsam mit dem Vertreter des polnischen Generalkonsulats,  dem Fraktionsvorsitzenden der  SPD-Bürgerschaft und vielen Anwesenden – die frisch gedruckte Neuauflage an alle anwesenden Angehörige der Familie Szablewski und der Familie Lüdemann überreichen.     Bestellungen per E-Mail unter:  H.Zil@dpg.hamburg Hartwig Zillmer


Klausurtagung 2017 1

KLAUSURTAGUNG 2017 Der Vorstand unserer Gesellschaft plant vom 14.- 15. Januar 2017 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2017 beraten und einen Jahresplan 2017 erstellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie es uns bitte telefonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit. Die Klausurtagung findet im Theodor-Schwarz-Haus in Brodten bei Lübeck-Travemünde (Wedenberg 2-4) statt. Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Falls Sie Interesse haben, teilen Sie dies uns bitte bis zum 30. November 2016 telefonisch oder per E-Mail mit, damit wir ggf. Zimmer für Sie reservieren können. Tagesgäste sind ebenfalls willkommen. Der Eigenbeitrag für eine Übernachtung mit Vollverpflegung wird ca. 50 Euro betragen.


Veranstaltung zum Thema: „Deutsch-Polnische Erinnerungsorte: Die Wunder von Bern und Wembley 1954/1973“ Am Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 18.00 Uhr, Lichthof der Staatsbibliothek

DIE WUNDER VON BERN UND WEMBLEY Am Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 18.00 Uhr, findet im Lichthof der Staatsbibliothek (Von-Melle-Park 3,Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee) eine Veranstaltung zum Thema: „Deutsch-Polnische Erinnerungsorte: Die Wunder von Bern und Wembley 1954/1973“ Als am 4. Juli 1954 im Fußball-WM-Finale Deutschland Weltmeister wurde, konnte man nicht erahnen, welche Wirkung dieses Ereignis noch Jahre später entfalten sollte. Neun Jahre nach Kriegsende erfasste der WM-Titel die Menschen in West- und Ostdeutschland mit einer emotionalen Wucht, die allenfalls in ihrer Bedeutung mit dem 9. November 1989, dem Fall der Mauer, gleichkäme. Dieser erste WM-Titel einer DFB-Mannschaft, die als Außenseiter das übermächtig scheinende Wunderteam der Ungarn besiegte, stellt bis heute erinnerungskulturell alle nachfolgenden Fußballerfolge in den Schatten, ist gar zu einem Mythos geworden. Die mythische Kraft des nationalen Erinnerungsortes hat in den letzten zwei Jahrzehnten erstaunlich zugelegt, was die Frage nach der Konstruktionsmechanik derartiger Prozesse aufwirft. Für einen ähnlich großen Moment polnischer Fußballgeschichte sorgte 1973 ein scheinbar unspektakuläres Unentschieden. Am 17. Oktober 1973 spielte die polnische Fußballnationalmannschaft gegen England im Londoner Wembley-Stadion 1:1 und qualifizierte sich nach jahrzehntelanger Abstinenz wieder für eine Weltmeisterschaft. Im nationalen Gedächtnis ist dieses Ereignis besonders bewahrt, weil auch hier der Underdog die hoch favorisierten Engländer auf eigenem Rasen demütigte und die „Three lions“, den Weltmeister von 1966, schon in der Qualifikation scheitern ließ. Der polnische Fußball sorgte bei der WM 1974 in Deutschland für Furore und belegte einen überraschenden dritten Platz. Wie auch im Berner Wankdorf-Stadion 1954 präsentierte das Wembley-Stadion 1973 seine Helden. Hauptakteur war der von der englischen Presse abschätzig als „Fußballclown“ bezeichnete polnische Torhüter Jan Tomaszewski, der mit seinen Paraden in der Abwehrschlacht zum Helden avancierte. Beide Erinnerungsorte besitzen erstaunliche Parallelen, sowohl in ihrer nationalen Bedeutung als auch in ihrer Mythenkonstruktion. Die Podiumsveranstaltung möchte diesen Mythen auf den Grund gehen. Es diskutieren die Historiker Prof. Diethelm Blecking (Freiburg), Dariusz Wojtaszyn (Wroclaw) und der ehemalige legendäre polnische Nationaltorwart Jan Tomaszewski. Moderation: Andreas Käckell (NDR). Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Sport in Politik, Geschichte und Gesellschaft“ der Landeszentrale für politische Bildung. Über diesen Link gelangen Sie zum Flyer mit dem Gesamtprogramm zur Themenreihe. http://www.hamburg.de/politische-bildung/veranstaltungen/6103738/sport-veranstaltungsreihe2016-2017/


ADVENTSKONZERT2016 1

ADVENTSKONZERT Wie schon seit vielen Jahren laden wir Sie in der Adventszeit zum Konzert ein, zu dem wir immer eine Musik- oder Gesanggruppe aus Polen einladen. In diesem Jahr ist es der kleine, nur sieben Sänger zählende Chor SOTTO VOCE aus Stettin. Das Gesangsensemble entstand 2003 nach der Auflösung der Vorgängergruppe der Westpommerischen Business Schule. Entscheidend war der Verzicht auf die musikalische Begleitung und die Konzentration auf dem reinen a´capella Gesang. Im Repertoire haben die Sänger Unterhaltungs-, Jazz-, Soul- und Weihnachtsmusik sowie besonders interpretierte Werke der klassischen Musik. Alle sieben Mitglieder sind ausgebildete Sänger, die den besonderen Klang erzeugen. Den Chor leitet Przemyslaw Skuz. Der Chor singt am 4. Dezember um 16.00 Uhr  in der Christ-König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36. http://www.sottovoce.pl/ Sotto Voce : Sopranos: – Kinga Macutkiewicz-Kluzek – Dorota Pałac Altos: – Magdalena Kawczyńska – Magdalena Wiśniewska Tenors: – Marek Pałac – Mariusz Rak Bass: – Przemek Skuz Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder typische Gerichte der polnischen Küche vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Rotwein werden wir mit dem Chor einige Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte hören und das Zusammensein genießen. Um besser planen zu können, bitten wir Sie, uns  mitzuteilen, ob Sie teilnehmen möchten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie können uns anrufen (040/59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (H.Zil@dpg.hamburg oder V.Kri@dpg.hamburg). Wir bitten um Rückmeldung bis zum 27. November 2016. Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg.


Buchlesung – Paulino entdeckt die Welt – 20. November 2016 – 15:00 – Hotel Wedina

20. November 2016 – 15:00   Sonntag, 20.11.2016, 15:00 Uhr Hotel Wedina Gurlittstr. 23 20099 Hamburg ANETA PAHL Die Hamburger Künstlerin Aneta Pahl faszinierte schon in jungen Jahren die Malerei. Geboren und aufgewachsen in der Geburtsstadt des weltberühmten Astronomen und Mathematikers Nicolaus Kopernikus in Torun, Polen, entschied sie sich nach dem Fachabitur nach Deutschland auszuwandern, wo sie rasch neue Wurzeln schlug. Aus einer kunstbegeisterten Familie stammend, erbte sie nicht nur das Talent, sondern auch die Begeisterung und Hingabe für Farben und Formen. Ob mit Strukturpaste, Blattgold, Acryl, Öl oder mit ungewöhnlichen Materialen wie beispielsweise Hanf entstanden und entstehen ihre Werke oft aus einer Emotion, einem Gedanken und dem puren Zusammenspiel intensiver Farben heraus. Durch ihre vielen Ausstellungen, die oft auch an ungewöhnlichen Orten in ungewöhnlicher Zusammenstellung (z.B. „Paintings, Jazz & Delicious Food“) stattfinden und ihre beiden Leidenschaften Kunst und Musik miteinander optimal kombinieren, bekam sie seitens der Medien und Kunstinteressierten schon ein sehr positives Echo. Nun weitet die bildende Künstlerin ihr Repertoire um eine weitere Kuntstkomponente aus: Ein vierjähriges Studium für Illustrations-Design inspirierte sie im letzten Semester zu der Idee, ein Kinderbuch zu kreieren. Zusammen mit der Hamburger Autorin und Synchron-Sprecherin Angelika Sieveking, die die Texte dazu beisteuerte, entstand das Buch „Pauolino entdeckt die Welt“,  welches in liebevoller Detailarbeit die beiden Charaktere – einen Igel, der von der großen weiten Welt träumt und einem Marienkäfer, der durch eine Idee seinem Freund diese Reise erst ermöglicht – illustriert. Ein Vorlesespaß nicht nur für die Kinder (zwischen fünf und acht Jahren), sondern auch für die Eltern und Großeltern auf der Suche nach einer passenden Lektüre für eine unterhaltsame Gute-Nacht-Geschichte. ANGELIKA SIEVEKING Eigentlich hätte die Hamburger Autorin und Synchron-Sprecherin Angelika Sieveking einen anderen Weg einschla­gen müssen, ent­stammt sie doch einer der tradi­tions­reich­sten und ältesten Familien Ham­burgs. Viele ihrer Vorfahren waren Senatoren, zwei da­von Bür­germeister, Juristen oder Kauf­leute, nach denen in der Stadt Straßen und Plätze benannt wurden. Doch Traditionen können auch eine Last sein und die Begeisterung für trockene Gesetzestexte oder Zahlenko­lonnen hielt sich bei ihr in merklichen Grenzen. Sie ent­schied sich fürs Kreative und startete ihre berufliche Laufbahn – immerhin (!) – mit einer kaufmänni­schen Ausbildung in der Schallplattenbranche. Im Laufe der Jahre blieb sie den Medien treu, wechselte nur in verschiedene Felder. So arbeitete sie u.a. 12 Jahre als Redakteurin und Moderatorin bei Hamburger Stadtsendern und ist auch heute noch als Synchron-Sprecherin tätig. Irgendwann entstand der Wunsch, Texte zu schreiben. Nach und nach entwickelten sich daraus dann kleine Geschichten. Aus einer entstand der erste Roman „Abwarten und Tee trinken ist auch keine Lösung“, den sie im Frühling 2014 veröffentlichte. Die Bandbreite ihrer Themen ist sehr vielfältig: „Abwarten und Tee trinken…“ aus dem Hamburger Kaufmannsmilieu skizziert den erbitterten Kampf um die Nachfolge in einem Teehandelshaus angesiedelt in der Speicherstadt; die bittersüße Liebesko­mödie „Der kastrierte Schokobär“ erkundet auf amüsante Weise das Gefühlschaos, was entsteht, wenn man sich ständig in die falschen Kerle verliebt, und „Bittere Frucht“ verwebt geschickt die Elemente Romantic, Mystery und Thriller zu einer packenden Geschichte um zwei Familien, die ohne ihr Wissen auf tragische Weise ein Trauma aus dem II. Weltkrieg verbindet, was erst durch die Enkelgeneration aufgelöst werden kann. Ihr bisher größtest Werk ist die Trilogie „Die ungehorsame Tochter“ – ein zeitgeschichtlicher Familienroman aus dem Hamburger Bürgertum, der auf wahren Begebenheiten beruht und die Zeitspanne von 1926 – 1958 umfasst. Zusammen mit der Hamburger Malerin und Illustratorin Aneta Pahl kreierten die beiden nun ein Kinderbuch („Pauolino entdeckt die Welt“), welches in liebevoller Detailarbeit die beiden Charaktere – einen Igel, der von der großen weiten Welt träumt und einem Marienkäfer, der durch eine Idee seinem Freund diese Reise erst ermöglicht – illustriert.


MITTEILUNGEN 05/2016 (November-Dezember)

U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   ADVENTSKONZERT Wie schon seit vielen Jahren laden wir Sie in der Adventszeit zum Konzert ein, zu dem wir immer eine Musik- oder Gesanggruppe aus Polen einladen. In diesem Jahr ist es der kleine, nur sieben Sänger zählende Chor SOTTO VOCE aus Stettin.   Das Gesangsensemble entstand 2003 nach der Auflösung der Vorgängergruppe der Westpommerschen Business Schule. Entscheidend war der Verzicht auf die musikalische Begleitung und die Konzentration auf den reinen a capella Gesang. Im Repertoire haben die Sänger Unterhaltungs-, Jazz-, Soul- und Weihnachtsmusik sowie besonders interpretierte Werke der klassischen Musik. Alle sieben Mitglieder sind ausgebildete Sängerinnen und Sänger, die den besonderen Klang erzeugen. Den Chor leitet Przemyslaw Skuz. Der Chor singt am 4. Dezember um 16.00 Uhr  in der Christ- König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36. Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder typische Gerichte der polnischen Küche vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Wein werden wir mit dem Chor einige Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte hören und das Zusammensein genießen. Um besser planen zu können, bitten wir Sie, uns  mitzuteilen, ob Sie an der Adventsfeier teilnehmen möchten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie können uns anrufen (040 59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (ha.zillmer@web.de oder krizk_viola@hotmail.com). Wir bitten um Rückmeldung bis zum 27. November 2016. Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg.       KLAUSURTAGUNG 2017 Der Vorstand unserer Gesellschaft plant vom 14.- 15. Januar 2017 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2017 beraten und einen Jahresplan 2017 erstellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie es uns bitte telefonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit. Die Klausurtagung findet im Theodor-Schwarz-Haus in Brodten bei Lübeck-Travemünde (Wedenberg 2-4) statt. Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Falls Sie Interesse haben, teilen Sie dies uns bitte bis zum 30. November 2016 telefonisch oder per E-Mail mit, damit wir ggf. Zimmer für Sie reservieren können. Tagesgäste sind ebenfalls willkommen. Der Eigenbeitrag für eine Übernachtung mit Vollverpflegung wird ca. 50 Euro betragen.           V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R   JOLANTA BARCIK POESIEABEND Am Sonntag, 6. November um 17.00 Uhr, findet im Delphi Showpalast, Eimsbütteler Chausse 5 ein musikalischer Abend gesungener Poesie “ Z Poezją na Ty“ (Mit Poesie auf du“) mit Jolanta Barcik statt.  Sie singt Lieder mit den Texten von J.W. von Goethe, die schönsten Lieder von bekannten polnischen Sängern Ewa Demarczyk und Marek Grechuta sowie eigene Lieder. Musikalische Begleitung vom brillanten Duett Paulina & Agata Pospieszny (Violine und Harfe) und Nico Bauer- akustische Gitarre. Moderation und Rezitation von Bettina Bauer. Info und Vorverkauf: Tel.040/25494383 und Kasse Delphi Showpalast, Tel. 040/ 4318600   FILMLAND POLEN Im Rahmen des 14. Festivals des Neuen Polnischen Films – Filmland Polen 2016 wird am Sonntag, 6. November 2016 um 16:00 Uhr, im Kino Metropolis, (Kleine Theaterstraße 10) der Film „Meine Töchter Kühe“ in der Regie von Kinga Debska ( 2015) gezeigt. Nach der Vorführung des Films findet ein Gespräch mit der Regisseurin Kinga Debska und dem Produzenten Zbigniew Domagalski statt. Ein herzerwärmender Film über eine Familie. Die manchmal traurige, manchmal lustige Geschichte von Schwestern, die angesichts einer schwierigen Situation trotz der gegenseitigen Abneigung zusammenhalten müssen. Marta ist eine erfolgreiche Schauspielerin und tritt als Star in bekannten Serien auf. Doch auch Ruhm und Geld helfen ihr nicht, ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Sie war alleinerziehend, ihre Tochter ist schon erwachsen. Im Gegensatz zu Martas starkem Charakter ist die jüngere Schwester Kasia sensibel und manchmal etwas exaltiert. Sie arbeitet als Lehrerin. Ihre Ehe ist bei Weitem nicht ideal, ihr Mann ein Verlierer, der erfolglos Arbeit sucht. Die Schwestern mögen sich nicht besonders, doch die plötzliche Erkrankung der Mutter zwingt sie, gemeinsam zu handeln. Sie müssen sich um ihren geliebten, aber despotischen Vater kümmern. Langsam nähern sich Marta und Kasia aneinander an, was eine Reihe tragikomischer Situationen auslöst. „MEINE TÖCHTER, KÜHE“ trailer Am 11. Dezember um 16.00 Uhr können Sie den Film „Exzentriker-auf der Sonnenseite des Lebens“ in der Regie von Janusz Majewski sehen. Der Jazzposaunist Fabian war nach dem Krieg in England geblieben, doch nun, gegen Ende der 50er Jahre, kehrt er aus der Emigration zu seiner Schwester nach Ciechocinek zurück. Der hervorragende Tänzer gründet mit einigen lokalen Originalen und Hobbymusikern eine Swing-Bigband. Nach dem ersten Konzert übertrifft das Interesse an ihrer Musik alle Erwartungen. Es hagelt Konzerteinladungen, ihre Beliebtheit steigt. Fabian lernt die schöne, dunkelhaarige Modesta kennen, der er vorschlägt, gemeinsam aufzutreten. Schon bald sind sie ein Paar. Sie heben sich durch ihre modische Kleidung ab, sie sind perfekte Tänzer, sie gehen in die besten Lokale und fahren mit einem wunderschönen, aus England mitgebrachten Cabriolet durch Ciechocinek. Vor dem Hintergrund der schmucklosen Realität der 50er Jahre sind sie wie zwei bunte Vögel. Ihr Aussehen und ihre Lebensweise wecken Sehnsüchte nach Freiheit und Wohlstand. Doch eines Tages ist Modesta verschwunden. In den Hauptrollen sind u.a. Maciej Stuhr, Natalia Rybicka, Sonia Bohosiewicz, Anna Dymna, Wojciech Pszoniak, Wiktor Zborowski zu sehen.   DIE DEUTSCHEN UND DIE POLEN – Geschichte einer Nachbarschaft Eine Filmreihe von Andrzej Klamt, Zofia Kunert und Gordian Maugg Zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands und Polens wird ein gemeinsames Filmprojekt die Geschichte der nachbarschaftlichen Beziehungen erzählen und neu beleuchten. Halbtotal Filmproduktion aus Wiesbaden konnte als Partner für die Koproduktion das ZDF, 3sat, TVN aus Polen sowie das Land Hessen gewinnen. Die vierteilige Filmreihe soll im November 2016 zeitgleich im deutschen und polnischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Pünktlich zum 25. Jahrestag der Unterzeichnung des „Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ wird dieses außergewöhnliche Filmprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Erstausstrahlung auf 3sat: Mittwoch, 9. November 2016, Teil I. Frieden und Krieg 20.15 Uhr, Teil II Feinde und Freunde 21.00 Uhr, Teil III. Schicksalsverbunden  21.45 Uhr   Im Rahmen dieses erfreulichen Projekts werden darüber hinaus drei polnische Spielfilme gezeigt, und zwar am 9. November um 22.25 Uhr das Drama „Chemo“, eine biografisch geprägte Geschichte, am 10. November um 22.25 Uhr die Komödie „Body“ und am 11. November um 22.35 Uhr das mit dem Oscar prämierte Drama „Ida“. Weitere Infos sind aus den Programmzeitschriften zu entnehmen.   FILM: WIR SIND JUDEN AUS BRESLAU, Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933, Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies, Kamera: Dirk Szuszies Jüdische Schulklasse 1938 in Breslau © Karin Kaper Film Am Sonntag, 20.11.16 um 15.00 Uhr, findet in Anwesenheit der Regisseurin Karin Kaper die Premiere des Dokumentarfilms über die Breslauer Juden im Abaton Kino in Hamburg statt. Die Protagonisten sind: Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heyman, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg sowie eine deutsch-polnische Jugendgruppe aus Bremen und Wrocław. Die jungen Menschen blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige Wenige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und sogar in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt. Bundesweiter Kinostart ist am 17.11. 2016 in Berlin. Im Kino Abaton wird der Dokumentarfilm ein zweites Mal am Sonntag 27.11. um 13.00 Uhr gezeigt.   DIE WUNDER VON BERN UND WEMBLEY Am Donnerstag, 15. Dezember 2016 um 18.00 Uhr, findet im Lichthof der Staatsbibliothek (Von-Melle-Park 3,Eingang Edmund-Siemers-Allee / Ecke Grindelallee) eine Veranstaltung zum Thema: „Deutsch-Polnische Erinnerungsorte: Die Wunder von Bern und Wembley 1954/1973“ Als am 4. Juli 1954 im Fußball-WM-Finale Deutschland Weltmeister wurde, konnte man nicht erahnen, welche Wirkung dieses Ereignis noch Jahre später entfalten sollte. Neun Jahre nach Kriegsende erfasste der WM-Titel die Menschen in West- und Ostdeutschland mit einer emotionalen Wucht, die allenfalls in ihrer Bedeutung mit dem 9. November 1989, dem Fall der Mauer, gleichkäme. Dieser erste WM-Titel einer DFB-Mannschaft, die als Außenseiter das übermächtig scheinende Wunderteam der Ungarn besiegte, stellt bis heute erinnerungskulturell alle nachfolgenden Fußballerfolge in den Schatten, ist gar zu einem Mythos geworden. Die mythische Kraft des nationalen Erinnerungsortes hat in den letzten zwei Jahrzehnten erstaunlich zugelegt, was die Frage nach der Konstruktionsmechanik derartiger Prozesse aufwirft. Für einen ähnlich großen Moment polnischer Fußballgeschichte sorgte 1973 ein scheinbar unspektakuläres Unentschieden. Am 17. Oktober 1973 spielte die polnische Fußballnationalmannschaft gegen England im Londoner Wembley-Stadion 1:1 und qualifizierte sich nach jahrzehntelanger Abstinenz wieder für eine Weltmeisterschaft. Im nationalen Gedächtnis ist dieses Ereignis besonders bewahrt, weil auch hier der Underdog die hoch favorisierten Engländer auf eigenem Rasen demütigte und die „Three lions“, den Weltmeister von 1966, schon in der Qualifikation scheitern ließ. Der polnische Fußball sorgte bei der WM 1974 in Deutschland für Furore und belegte einen überraschenden dritten Platz. Wie auch im Berner Wankdorf-Stadion 1954 präsentierte das Wembley-Stadion 1973 seine Helden. Hauptakteur war der von der englischen Presse abschätzig als „Fußballclown“ bezeichnete polnische Torhüter Jan Tomaszewski, der mit seinen Paraden in der Abwehrschlacht zum Helden avancierte. Beide Erinnerungsorte besitzen erstaunliche Parallelen, sowohl in ihrer nationalen Bedeutung als auch in ihrer Mythenkonstruktion. Die Podiumsveranstaltung möchte diesen Mythen auf den Grund gehen. Es diskutieren die Historiker Prof. Diethelm Blecking (Freiburg), Dariusz Wojtaszyn (Wroclaw) und der ehemalige legendäre polnische Nationaltorwart Jan Tomaszewski. Moderation: Andreas Käckell (NDR). Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Sport in Politik, Geschichte und Gesellschaft“ der Landeszentrale für politische Bildung. Über diesen Link gelangen Sie zum Flyer mit dem Gesamtprogramm zur Themenreihe. http://www.hamburg.de/politische-bildung/veranstaltungen/6103738/sport-veranstaltungsreihe2016-2017/   B E R I C H T E   KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN DANZIG Im Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig trafen sich vom 30.09.bis 1.10. die Vertreter der etwa 50 Mitgliedsvereine, um über den Zustand der EU als politischer Gemeinschaft  und das deutsch-polnische Verhältnis zu debattieren. Unsere Gesellschaft war mit 10 Mitgliedern sehr gut vertreten. Zum Auftakt wurde der DIALOG-Preis 2016 an Dr. Marek Prawda für seine Verdienste um das deutsch-polnische Verhältnis verliehen. Der Preisträger war Botschafter der Republik Polen in Berlin und ist derzeit EU-Botschafter in Polen. Die Laudatio hielt Prof. Gesine Schwan, frühere Präsidentin der Viadrina Europa-Universität in Frankfurt (Oder). In den Diskussionsrunden wurde die Rolle der Städtepartnerschaften betont sowie von zivilen Organisationen wie  der Deutsch-Polnische Gesellschaften betont. Sie sollen die Zusammenarbeit der Bürgergesellschaften intensivieren und das gegenseitige Vertrauen erhalten.  In den Städten und Gemeinden, so Gesine Schwan, spiele Parteipolitik eine geringere Rolle und man sei stärker lösungsorientiert. Zu den eingeladenen Gästen gehörten u.a. Prof. Rita Süssmuth, die deutsche Generalkonsulin in Danzig Cornelia Pieper, Pawel Adamowicz, Präsident der Stadt Danzig, und Szymon Sekowski vel Sek, PiS-Abgeordneter des polnischen Sejm sowie Vorsitzender der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe des Sejm. Dietmar Nietan, MdB und Vorsitzender des DPG-Bundesverbandes, wünschte sich, dass sich mehr Sejm-Abgeordnete dem Dialog stellen mögen. Die polnische Regierung könnte eine Agenda erstellen und Felder benennen, wo sich die Zusammenarbeit verbessern lasse. Das sei bisher bedauerlicherweise nicht geschehen. Bei seiner Begrüßungsrede hatte Basil Kerski, Direktor des ECS (Europäisches Solidarnosc-Zentrum) und Gastgeber der Tagung,  schon mit einem Zitat von Bronislaw Geremek  aus dessen Berliner Rede vom 10. November 2006 an die wichtigste Aufgabe der DPG erinnert: „In der Politik spielen sicherlich Interessen die Hauptrolle. Aber Zusammenarbeit, Freundschaft und Brüderlichkeit haben ihre Bedeutung. Man kann auch sagen, positive Emotionen sind den Interessen förderlich. Ich wünsche mir, dass zwischen Polen und Deutschen nicht nur ein Gefühl der Interessengemeinschaft existiert, obwohl diese am wichtigsten ist, sondern auch eine emotionale Bindung, die unser Vertrauen zueinander ausdrückt. Wenn wir Vertrauen haben, werden wir alle Herausforderungen der Zukunft bewältigen.“ In der anschließenden Mitgliederversammlung wurde eine Resolution „Gute Nachbarschaft für ein einiges und starkes Europa“ beschlossen. In dem an die deutschen Medien gerichteten Text heißt es: (…) „Als Bundesverband der Deutsch-Polnischen Gesellschaften sehen wir die derzeitige Stagnation der deutsch-polnischen Beziehungen auf Regierungsebene mit großer Sorge. (…) Polen und Deutschland sind heute demokratische und freie Gesellschaften. Freiheit und Demokratie können aber nur in einem Klima der Offenheit, Toleranz und der Fairness der Mehrheit gegenüber der Minderheit gedeihen. In diesem Sinne stehen wir an der Seite der Menschen in Polen und Deutschland, die für sich für Demokratie, Toleranz und ein gedeihliches Miteinander einsetzen(…). Ein starkes Europa kann es nur geben, wenn Polen und Deutschland einander vertrauen und füreinander einstehen.“ Unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann wurde im Rahmen der turnusmäßigen Bundesvorstandswahlen als stellv. Bundesvorsitzender ebenso wiedergewählt wie Dietmar Nietan als Bundesvorsitzender. Mehr Informationen: www.dpg-bundesverband.de   STOLPERSTEIN-EINWEIHUNG für Andrzej Szablewski Es kam überraschend: Die SPD, Distrikt Oberalster, hatte bei der Initiative für Stolpersteine beantragt, einen solchen Stein für den von den Nazis ermordeten ehemaligen polnischen Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski verlegen zu lassen und diesen auch finanziert.. Wir (die DPG Hamburg) stießen dazu und haben gemeinsam mit dem Autor des Buches „Der Tod eines Zwangsarbeiters“, dem Historiker Dr. Andreas Seeger, die Stolpersteineinweihung geplant. Unsere Aufgabe war es, Angehörige der Familie Szablewski anzusprechen und einzuladen. 12 Angehörige aus Polen und dem Ruhrgebiet sagten zu. Am 13. Oktober  kamen im Laufe des Nachmittags die Gäste aus Polen, die im Hause von Familie Zillmer empfangen wurden; sehr schnell stellte sich eine vertraute, fast familiäre Stimmung ein. Am folgenden Tag. versammelten sich alle zur feierlichen Einweihung des Stolpersteins am Ort des Geschehens. Anwesend waren neben den Mitgliedern der SPD und der DPG Hamburg auch zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, die durch die Bekanntmachung in lokalen Zeitungen auf das Ereignis aufmerksam gemacht worden waren. Nach kurzen Beiträgen von Holger Martens (Distriktvorsitzender SPD Oberalster), Hartwig Zillmer (DPG) und Dr. Andreas Dressel (Fraktionsvorsitzender der SPD in der Hamburger Bürgerschaft), sprach Dr. Andreas Seeger über Zwangsarbeit, den Tod von A. Szablewski und die Aufarbeitung nach dem Krieg. In bewegenden Worten antwortete der älteste Angehörige der Familie Szablewski, der Neffe Kazimierz Biernaciak. Den Schlussakkord setzte der neue Konsul Adam Borkowski als Vertreter des polnischen Generalkonsulats in Hamburg. Am Stolperstein wurden Blumen gelegt und Grablichte entzündet. Anschließend waren wir zu Gast im AWO-Kindertagesheim, wo für uns Getränke und Kuchen vorbereitet waren. Unter den Anwesenden war auch der Sohn von Frau Lüdemann mit seiner Familie. Frau Hildegard Lüdemann saß 3 Jahre im Frauen-KZ Ravensbrück, weil ihre Kontakte zu dem polnischen Zwangsarbeiter A. Szablewski unterstellt wurden. Für alle war diese Begegnung von großer Emotionalität. Die Angehörigen beider Familien erhielten von uns je ein Exemplar des Buches von Andreas Seeger. Nach der Kaffeepause begaben wir uns zur nahe gelegenen Gedenktafel am Alsterwanderweg, wo ebenfalls Blumen niedergelegt und Grabkerzen entzündet wurden. Von dort ging es zum polnischen Ehrenhain am Friedhof Ohlsdorf. Dort befindet sich ein unscheinbarer, kleiner Grabstein, der über A. Szablewskis Tod informiert. Herr Biernaciak verstreute um diesen Grabstein herum die aus A. Szablewskis Geburtsort mitgebrachte Erde. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden noch viele Geschichten erzählt. Am Sonnabendvormittag (15.10.) haben wir den polnischen Gästen den Hamburger Hafen gezeigt. Von allen Seiten erhielten wir sehr persönliche und auch begeisterte Danksagungen. Erwähnenswert ist auch, dass die Bezirksversammlung Wandsbek einen Großteil der Kosten für dieses Ereignis übernommen hatte.   Die Neuauflage des Buches von A. Seeger „Der Tod eines Zwangsarbeiters“ ist bei der DPG Hamburg für 12 € erwerbbar. Bestellungen bei Hartwig Zillmer per Mail: ha.zillmer@gmx.de   AUSSTELLUNG VON JAN DE WERYHA Am 16. Oktober um 11.00 Uhr fand im Ratssaal des Rathauses Schenefeld  die Vernissage der Ausstellung des polnischen Künstlers Jan de Weryha statt, die vom Kunstkreis Schenefeld vorbereitet wurde. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch die Vorsitzende des Kunstkreises Ursula Wientapper stellte der Vorsitzende des Freundeskreises „Jan de Weryha“, Horst Sellhusen den Künstler vor. Mit seinen Werken beschäftigt er sich mit der „Materialität des Holzes“. Motorsäge, Axt und Stechbeitel hinterlassen sehr differenzierte Oberflächen. Das Ziel seiner künstlerischen Botschaft ist der Wille, Holz in möglichst vielen Aspekten und auf einfachste und klarste Art und Weise als Werkstoff im engeren Sinne aufzuzeigen. Die Philosophie, die de Weryhas Auseinandersetzungen mit diesem Stoff von Beginn an beiwohnt, lässt sich mit drei Begriffen zusammenfassen: Schneiden, spalten, brechen. Der optimierte Gebrauch von „minimalen Aussagemitteln“ öffnet aus Sicht des Künstlers den Weg zur Entstehung von besonderen Objekten. Anhand konkret hinterlassener Spuren des verwendeten Werkzeugs entstehen spontan neue Oberflächen mit Mustern, welche die unterschiedlichsten Spannungszustände hervorrufen. Musikalisch wurde die Matinee von der polnischen Cellistin Lucja Wojdak begleitet, die eine den ausgestellten Kunstwerken angepasste, und für die Vernissage komponierte, Musik einfühlsam gespielt hat.       EHRUNGEN   EHRUNGEN FÜR UNSER MITGLIED ARNO SURMINSKI Unser Mitglied, der Schriftsteller Arno Surminski, wurde  am 27. Oktober 2016 in Trittau geehrt. Im Rahmen einer feierlichen Einweihung erhielt die Gemeindebibliothek Trittau den Namen „Arno-Surminski-Gemeindebücherei“. Mit dieser Ehrung würdigt die Gemeinde Trittau das literarische Schaffen von Arno Surminski, der nach seiner Flucht aus der ostpreußischen Heimat 1946 nach Trittau kam und dort während seiner Jugend- und Ausbildungszeit bis Anfang der 60er-Jahre lebte. Im Rahmen seines langjährigen schriftstellerischen Schaffens hat Arno Surminski insbesondere mit seinem Roman „Kudenow oder an fremden Wassern weinen“ diese Zeit verarbeitet. Dabei hat er die Gegensätze im Verhältnis von Flüchtlingen und Einheimischen, die Ambivalenz dieses Lebens und den Begriff Heimat thematisiert. Insofern ist der Roman, der vom ZDF verfilmt wurde, auch stark autobiografisch geprägt. Im Anschluss an die Namensgebung gab es in der Wassermühle, dem Trittauer Kulturzentrum, noch eine Lesung mit dem Autor. Bereits im Sommer erhielt Arno Surminski für sein umfassendes literarisches Werk das ihm von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Bundesverdienstkreuz.. Unsere Gesellschaft gratuliert ihm – wenn auch etwas verspätet – hiermit sehr herzlich zu dieser weiteren Ehrung.   BUNDESVERDIENSTKREUZ  FÜR  BASIL KERSKI Der Chefredakteur des DIALOG`s und Direktor des Europäischen Solidarnosc-Zentrums Basil Kerski wurde am 20. Oktober 2016  mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mit diesem Orden würdigt der Bundespräsident seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung und Zusammenarbeit. In der Vergangenheit wurden u. a. Magdalena Abakanowicz, Władysław Bartoszewski, Zbigniew Brzeziński, Jerzy Buzek, Elżbieta und Krzysztof Penderecki, Andrzej Wajda, Lech Wałęsa und Edmund Wittbrodt ausgezeichnet. Den Orden überreichte Botschafter Rolf Nikel gemeinsam mit der Generalkonsulin Cornelia Pieper während der feierlichen Eröffnung der Deutschen Woche in Danzig. Wir gratulieren ihm herzlich und freuen uns, dass die Deutschen seine Arbeit zu schätzen wissen.           Mit herzlichen Grüßen   für den Vorstand Ihre Viola Krizak


AUSSTELLUNG VON JAN DE WERYHA – 16. Oktober um 11.00 Uhr – Ratssaal des Rathauses Schenefeld – Vernissage

AUSSTELLUNG VON JAN DE WERYHA Am 16. Oktober um 11.00 Uhr fand im Ratssaal des Rathauses Schenefeld  die Vernissage der Ausstellung des polnischen Künstlers Jan de Weryha statt, die vom Kunstkreis Schenefeld vorbereitet wurde. Nach der Begrüßung der zahlreichen Gäste durch die Vorsitzende des Kunstkreises Ursula Wientapper stellte der Vorsitzende des Freundeskreises „Jan de Weryha“, Horst Sellhusen den Künstler vor. Mit seinen Werken beschäftigt er sich mit der „Materialität des Holzes“. Motorsäge, Axt und Stechbeitel hinterlassen sehr differenzierte Oberflächen. Das Ziel seiner künstlerischen Botschaft ist der Wille, Holz in möglichst vielen Aspekten und auf einfachste und klarste Art und Weise als Werkstoff im engeren Sinne aufzuzeigen. Die Philosophie, die de Weryhas Auseinandersetzungen mit diesem Stoff von Beginn an beiwohnt, lässt sich mit drei Begriffen zusammenfassen: Schneiden, spalten, brechen. Der optimierte Gebrauch von „minimalen Aussagemitteln“ öffnet aus Sicht des Künstlers den Weg zur Entstehung von besonderen Objekten. Anhand konkret hinterlassener Spuren des verwendeten Werkzeugs entstehen spontan neue Oberflächen mit Mustern, welche die unterschiedlichsten Spannungszustände hervorrufen. Musikalisch wurde die Matinee von der polnischen Cellistin Lucja Wojdak begleitet, die eine den ausgestellten Kunstwerken angepasste, und für die Vernissage komponierte, Musik einfühlsam gespielt hat.


STOLPERSTEIN-EINWEIHUNG für Andrzej Szablewski

STOLPERSTEIN-EINWEIHUNG für Andrzej Szablewski Es kam überraschend: Die SPD, Distrikt Oberalster, hatte bei der Initiative für Stolpersteine beantragt, einen solchen Stein für den von den Nazis ermordeten ehemaligen polnischen Zwangsarbeiter Andrzej Szablewski verlegen zu lassen und diesen auch finanziert.. Wir (die DPG Hamburg) stießen dazu und haben gemeinsam mit dem Autor des Buches „Der Tod eines Zwangsarbeiters“, dem Historiker Dr. Andreas Seeger, die Stolpersteineinweihung geplant. Unsere Aufgabe war es, Angehörige der Familie Szablewski anzusprechen und einzuladen. 12 Angehörige aus Polen und dem Ruhrgebiet sagten zu. Am 13. Oktober  kamen im Laufe des Nachmittags die Gäste aus Polen, die im Hause von Familie Zillmer empfangen wurden; sehr schnell stellte sich eine vertraute, fast familiäre Stimmung ein. Am folgenden Tag. versammelten sich alle zur feierlichen Einweihung des Stolpersteins am Ort des Geschehens. Anwesend waren neben den Mitgliedern der SPD und der DPG Hamburg auch zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, die durch die Bekanntmachung in lokalen Zeitungen auf das Ereignis aufmerksam gemacht worden waren. Nach kurzen Beiträgen von Holger Martens (Distriktvorsitzender SPD Oberalster), Hartwig Zillmer (DPG) und Dr. Andreas Dressel (Fraktionsvorsitzender der SPD in der Hamburger Bürgerschaft), sprach Dr. Andreas Seeger über Zwangsarbeit, den Tod von A. Szablewski und die Aufarbeitung nach dem Krieg. In bewegenden Worten antwortete der älteste Angehörige der Familie Szablewski, der Neffe Kazimierz Biernaciak. Den Schlussakkord setzte der neue Konsul Adam Borkowski als Vertreter des polnischen Generalkonsulats in Hamburg. Am Stolperstein wurden Blumen gelegt und Grablichte entzündet. Anschließend waren wir zu Gast im AWO-Kindertagesheim, wo für uns Getränke und Kuchen vorbereitet waren. Unter den Anwesenden war auch der Sohn von Frau Lüdemann mit seiner Familie. Frau Hildegard Lüdemann saß 3 Jahre im Frauen-KZ Ravensbrück, weil ihre Kontakte zu dem polnischen Zwangsarbeiter A. Szablewski unterstellt wurden. Für alle war diese Begegnung von großer Emotionalität. Die Angehörigen beider Familien erhielten von uns je ein Exemplar des Buches von Andreas Seeger. Nach der Kaffeepause begaben wir uns zur nahe gelegenen Gedenktafel am Alsterwanderweg, wo ebenfalls Blumen niedergelegt und Grabkerzen entzündet wurden. Von dort ging es zum polnischen Ehrenhain am Friedhof Ohlsdorf. Dort befindet sich ein unscheinbarer, kleiner Grabstein, der über A. Szablewskis Tod informiert. Herr Biernaciak verstreute um diesen Grabstein herum die aus A. Szablewskis Geburtsort mitgebrachte Erde. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden noch viele Geschichten erzählt. Am Sonnabendvormittag (15.10.) haben wir den polnischen Gästen den Hamburger Hafen gezeigt. Von allen Seiten erhielten wir sehr persönliche und auch begeisterte Danksagungen. Erwähnenswert ist auch, dass die Bezirksversammlung Wandsbek einen Großteil der Kosten für dieses Ereignis übernommen hatte.   Die Neuauflage des Buches von A. Seeger „Der Tod eines Zwangsarbeiters“ ist bei der DPG Hamburg für 12 € erwerbbar. Bestellungen bei Hartwig Zillmer per Mail: ha.zillmer@gmx.de


SIEGFRIED LENZ 90. GEBURTSTAG – MASUREN ZWISCHEN MYTOS u. WIRKLICHKEIT

SIEGFRIED LENZ 90. GEBURTSTAG – MASUREN ZWISCHEN MYTOS u. WIRKLICHKEIT Als Reise- und Urlaubsregion erfreut sich Masuren mit seiner bezaubernden Seen- und Waldlandschaft in Deutschland wie in Polen seit jeher großer Beliebtheit. Die vielfach literarisch und künstlerisch verklärte Region weckt bei den Einen Erinnerungen, für die Anderen ist sie eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Wie bei keinem anderen spielt diese Faszination im Werk des 1926 im ostpreußischen Lyck geborenen Siegfried Lenz eine Rolle. Pointiert und prozesshaft ist die Auseinandersetzung des Autors mit der Heimat. Vom Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) bis zu den Romanen „Heimatmuseum“ (1978) und „Der Überläufer“ (erschienen posthum 2016) geht es im Werk von Siegfried Lenz um seine Heimat Masuren, eine Kulturlandschaft, gefangen zwischen Erinnerungen an ein idealisiertes Kindheitsparadies und den politischen Verstrickungen und Konflikten um die ethnische und nationale Zugehörigkeit seiner Bewohner, die in den totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts endeten. Inzwischen begreift sich Masuren als Region mit einer reichen, multiethnischen Geschichte, deren Erbe tabulos und unverkrampft entdeckt, diskutiert und gelebt wird. Inwieweit dies als Grundstein für ein europäisch orien tiertes Regionalbewusstsein gelten kann oder gar, wie von der Kulturgemeinschaft „Borussia“ postuliert, als eine Bereicherung für den ganzen ostmitteleuropäischen Ostseeraum gewertet wird, diskutieren wir am Donnerstag, 27. Oktober 2016 um 19.00 Uhr mit unseren Gästen: dem Schriftsteller Artur Becker, dem Publizisten Adam Krzemiński und der Dokumentarfilmregisseurin Ulla Lachauer. Es moderiert Andreas Kossert (angefragt). Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und des Mahnmals St. Nikolai. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort: Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg Foto: Siegfried Lenz © Ingrid von Kruse.


feierliche Einweihung des Stolpersteins für Andrzej Szablewski auf dem ehemaligen Gut Hohenbuchen

Cetin Yaman hat 9 neue Fotos hinzugefügt — mit Hartwig Zillmer und 2 weiteren Personen. 15. Oktober um 13:01 · Am Freitagnachmittag war ich auf der feierlichen Einweihung des Stolpersteins für Andrzej Szablewski auf dem ehemaligen Gut Hohenbuchen, Poppenbüttler Hauptstraße 44 (vor der AWO-Kita), in Hamburg-Poppenbüttel.   Andrzej Szablewski wurde 1940 aus Polen nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Der Verwalter des Gutes Hohenbuchen, wo Szablewski seine Zwangsarbeit verrichten musste, unterstellte ihm eine verbotene Liebesbeziehung zu einer deutschen Frau. Daraufhin wurde Szablewski von der Gestapo verhaftet und am 13. März 1942 auf dem Gut Hohenbuchen im Beisein zahlreicher polnischer Zwangsarbeiter aufgehängt. Auf der Feierstunde hielten Reden: Dr. Holger Martens, SPD, Hartwig Zillmer, Deutsch-Polnische-Gesellschaft, Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Andreas Seeger. Das Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg mit Adam Borkowski und Angehörige der Familien Szablewski und Lüdemann waren ebenfalls anwesend, die vorzüglich passende musikalische Begleitung am Cello kam von Karolina Krajecki. Mein Artikel dazu erscheint in Kürze auf ganz-hamburg.de und weiteren Publikationen (n.n.). +5 Gefällt mir KommentierenTeilen 6 Beata Ratajczak und 5 weitere Personen 1 Mal geteilt


Stolpersteins für Andrzej Szablewski: ehemaliges Gut Hohenbuchen 14.10.2016 15Uhr

Einladung zur feierlichen Einweihung des Stolpersteins für Andrzej Szablewski am 14. Oktober 2016, 15.00 Uhr, ehemaliges Gut Hohenbuchen, Poppenbüttler Hauptstraße 44 (vor der AWO-Kita)     An der Feierstunde wirken mit: Begrüßung: Dr. Holger Martens, SPD und Hartwig Zillmer, DPG Grußwort von Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion Vortrag von Dr. Andreas Seeger: Zur Erinnerung an Andrzej Szablewski Unter Mitwirkung des Generalkonsulates der Republik Polen in Hamburg und Angehöriger der Familien Szablewski und Lüdemann Musikalische Begleitung: Karolina Krajecki und Malwina Richter   Anschließend sind die Gäste zu Kaffee und Kuchen eingeladen.   Andrzej Szablewski wurde 1940 aus Polen nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Der Verwalter des Gutes Hohenbuchen, wo Szablewski eingesetzt war, unterstellte ihm eine verbotene Liebesbeziehung zu einer deutschen Frau. Daraufhin wurde Andrzej Szablewski von der Gestapo verhaftet und am 13. März 1942 auf dem Gut Hohenbuchen im Beisein zahlreicher polnischer Zwangsarbeiter erhängt. Mit der Verlegung des Stolpersteins gedenken wir der Ermordung von Andrzej Szablewski. Mit einer gemeinsamen Feierstunde möchten die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. und der SPD-Distrikt Oberalster an Andrzej Szablewski erinnern. Der Stolperstein soll dazu beitragen, dass dieses Verbrechen nicht in Vergessenheit gerät. Wir laden Sie herzlich ein, an der feierlichen Einweihung des Stolpersteins teilzunehmen.


Andrzej Szablewski, um 1933 „Mittwochs in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel“ 12. Oktober 2016, 18 Uhr

Andrzej Szablewski, um 1933 „Mittwochs in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel“ Hingerichtet in Poppenbüttel: Andrzej Szablewski Andrzej Szablewski, 1913 geboren, war 27 Jahre alt, als er aus Polen nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Auf dem Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel musste er schwere und schmutzige Arbeiten verrichten. Zusätzlich wurde er vom Gutsverwalter Walter Grimm, der über gute Kontakte zur Gestapo verfügte, bedroht und schikaniert. Walter Grimm bedrängte die verheiratete Erntehelferin Hildegard Lütten, ein Liebesverhältnis mit ihm einzugehen. Als er abgewiesen wurde und sie in einem freundschaftlichen Verhältnis mit Andrzej Szablewski sah, denunzierte er beide bei der Gestapo wegen einer im NS-Staat verbotenen Liebesbeziehung. Hildegard Lütten und Andrzej Szablewski wurden im Sommer 1941 von der Gestapo verhaftet. Am 13. März 1942 wurde Andrzej Szablewski auf dem Gut Hohenbuchen im Beisein zahlreicher polnischer Zwangsarbeiter erhängt. Hildegard Lütten überlebte eine dreijährige Haft im Frauen-KZ Ravensbrück. Der Hamburger Historiker Andreas Seeger, Autor des Buches „Der Tod eines Zwangsarbeiters“, stellt mit einer Powerpoint-Präsentation ausführlich das Schicksal Andrzej Szablewskis sowie Hildegard Lüttens vor. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. Mittwoch, 12. Oktober 2016, 18 Uhr Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg (S-Bahnhof Poppenbüttel) Weitere Informationen und Anmeldung von Gruppen: Herbert Diercks, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Telefon: 040 – 428 131 517, E-Mail: herbert.diercks@kb.hamburg.de


GANZ HAMBURG: Jarek Kostka Quartett: Barock und Jazz – passt besser als man denkt

20. Oktober 2016 | Im Gespräch: Brita Plath Jarek Kostka Quartett: Barock und Jazz – passt besser als man denkt Themen:AltonaJazzLive Music Organisatorin Beata Ratajczak durfte sich am Ende glücklich schätzen, das Konzert des Jarek Kostka Quartetts stieß auf ein begeistertes Echo. Saxophonist Jan Adamczewski freute sich ebenfalls über die positive Resonanz in Hamburg. Foto: Cetin Yaman Von: Cetin Yaman 10. Oktober 2016 Das Jarek Kostka Quartett begeistern auf den Spuren von Jaques Loussier von Cetin Yaman Einmal im Jahr lädt die Deutsch-Polnische Gesellschaft zu einem Jazz-Konzert ein und verweist damit auf die lange und bemerkenswerte Tradition der Jazz-Musik in Polen. Die Gäste in 2016 waren Wiederholungstäter, sie hatten die Freunde des Blue Note bereits vor zwölf Monaten in Hamburg begeistert gehabt: das Jarek Kostka Quartett. Auch diesmal legten sie ein überragendes Set hin, das am Ende minutenlang vom Publikum gefeiert wurde. Im Konzertsaal der Schnittke-Akademie in Hamburg-Altona sorgte das Jarek Kostka Quartett beste Stimmung mit seinem Programm „Jazz contra Bach“ Foto: Cetin Yaman Immer wieder erhielten die Musiker für ihre famosen Leistungen Zwischenapplaus, so wie hier Saxophonist Jan Adamczewski. Foto: Cetin Yaman Diesmal folgten sie den Spuren des französischen Jazzers Jaques Loussier, der bereits Anfang der 1960er einen mehr als interessanten Zusammenhang zwischen den Kompositionen von Johanns Sebastian Bach und dem Jazz entdeckt hatte. Der aus Posen stammende Kostka (Piano) wurde bei dem über zwei Stunden dauernden Auftritt begleitet von Jan Adamczewski (Saxophon), Piotr Max Wiśniewski (Kontrabass) und Waldemar Franczyk (Schlagzeug). Der gute Eindruck, den die vier Musiker im Vorjahr in Hamburg hinterlassen hatten, machte sich bezahlt, der Konzertsaal der Schnittke-Musikakademie war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Verblüffende an den Arrangements von Kostka macht sich schnell bemerkbar: man hört tatsächlich den Eisenacher Klassik-Giganten und die für den Jazz typischen Synkopierungen, Improvisationen und vokale Klangbildungen gleichzeitig. Als Jazz-Freund kennt man die zahlreichen Verrenkungen, die bereits in diesem speziellen Bereich „Klassik meets Jazz“ schon unternommen worden und bei denen man sich – unabhängig von der Qualität der Ergebnisse – gefragt hat, was das denn nun mit dem Original zu tun hat und ob die Musiker vielleicht nicht doch einfach selber etwas komponiert hätten sollen. Nicht so bei Jarek Kostka und seinen Mannen. Bestes Beispiel dafür ist „Toccata“, das mit einem Schlagzeug-Intro beginnt und ein ganz eigenes Leben entwickelt – ohne dabei Bach zu verlassen. Auch die Zugaben kamen bestens an, Stücke von ihrem letzten Album „Chopin Profanum“ (Chopin meets Jazz) und einen Soundtrack-Klassiker von der Jazz-Legende Krzysztof Komeda, das Wiegenlied aus „Rosemary’s Baby“.


Cetin Yamans Facebook Beitrag: Polen war schon immer ein bemerkenswertes Jazz-Land

09.10.2016 um 21:46 · Polen war schon immer ein bemerkenswertes Jazz-Land. Dass das in 2016 auch noch so ist, bewies gestern das Jarek Kostka-Quartett aus Posen.         Ihr Programm „Jazz contra Bach“ begeisterte den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal in der Schnittke-Musikakademie in Hamburg-Altona.         Als Zugabe gab’s noch was von ihrem ebenso begeisternden Chopin-Programm und einen Soundtrack-Klassiker von der Jazz-Legende Krzysztof Komeda, das Wiegenlied aus „Rosemary’s Baby“.                 Veranstaltung wurde organisiert von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Ein richtig toller Musik-Nachmittag!             Bach war wirklich der erste Jazzer, die letzten Vorbehalte wurden heute von Jarek Kostka und seinen Jungs ausgeräumt…


Traditionelles DPG-Jazzkonzert 2016 „Jazz kontra Bach“ / Jarek Kostka-Quartett aus Poznań 09.10.2016 16:00 Uhr | Ein voller Erfolg 1

Konzert „Jazz kontra Bach“ mit dem Jarek Kostka Quartett aus Poznań Ein voller Erfolg Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg (www.dpg-hamburg.de) veranstaltete traditionell auch diese Jahr ein Jazzkonzert mit polnischen Musikern. Das Konzert wurde diesmal am Sonntag, 09.10.16 um 16:00 Uhr im Konzertsaal der Schnittke-Musikakademie Hamburg Altona, Max Brauer Allee 24 veranstaltet. Das im vergangenen Jahr von uns organisierte Konzert der Band von Jarek Kostka (damals mit dem Programm „Chopin Profanum“) wurde zu einem sehr großen Erfolg und wir haben auch in diesem Jahr die Band zu uns eingeladen – die neueste CD der Gruppe „Jazz kontra Bach“ vorzustellen. Jarek Kostka der Komponist, Pianist und vor allem ein hervorragender Jazzmusiker gibt viele Konzerte – Solo und mit seiner Band. Er hat mit vielen polnischen und internationalen Jazz-Stars gespielt und ist auch schon einmal für den Präsidenten der USA aufgetreten. Auch die anderen Bandmitglieder, Jan Adamczewski – Saxophon, Piotr Max Wiśniewski – Kontrabass, Waldemar Franczyk – Schlagzeug, sind sehr gute Musiker und spieler auch Solo und in anderen verschiedenen Bands. Jarek Kostka und seine Band kommen aus Poznań und spielten u.a. Variationen zu Musik von Bach und Chopin, aber auch Werke der polnischen Jazz-Legende Krzysztof Komeda sowie klassischen Jazz. Es gab stehende Ovationentionen vom Publikum, da die Musiker sich diesmal wieder selbst übertroffen haben, und das Thema „Jazz kontra Bach“ genial interpretierten und uns allen einen unvergesslichen Tag bescherten. Informationen zu Jarek Kostka und Band Auf seiner Homepage www.jarekkostka.pl finden Sie weitere Informationen und zahlreiche Hör-Beispiele von Werken und Arrangements der großartigen Musiker. mehr Hörbeispiele https://www.dropbox.com/sh/th09fxj64c9xpjr/AAC8qmZwvKF9DzDI_epD0v4ba?dl=0 Sponsor des Konzertes    Zusatzkonzert Gut Basthorst (bei Trittau) Es gab auch in diesem Jahr ein gut besuchtes Zusatzkonzert auf Gut Basthorst (bei Trittau) im Restaurant „Pferdestall“. Auch dieses Konzert bescherte den Besuchern einen unvergesslichen Abend, nach gutem Essen und bei flüssiger Bewirtung. Uns war es nicht möglich zu entscheiden, welches Konzert nun besser war, da die hervorragenden Musiker auf den Punkt Note für Not perfekt, auch mal bewusst schräg, gefühlvoll und Raumfüllend, mal ernst aber auch witzig ablieferten. Ein Programm, das zum Wiederkommen einläd.     Zusätzliches Pressematerial  Musikbeispiel von der Chopin Profanum Tour:  


LESUNG MIT MATTHIAS KNEIP 22. September um 19.00 Uhr

LESUNG MIT MATTHIAS KNEIP Die DPG Hamburg organisiert gemeinsam mit der SPD Bergedorf eine Buchvorstellung und Lesung mit dem Schriftsteller MATTHIAS KNEIP im Rahmen seiner norddeutschen Tournee, die am Donnerstag, 22.9.2016, 19.00 Uhr im Veranstaltungsraum der SPD Bergedorf, Vierlandenstr. 27 (Ecke Am Pool), 21029 Bergedorf stattfindet. Matthias Kneip  aus seinem Buch „111 Gründe, Polen zu lieben“ lesen, Bezüge zur aktuellen Situation in Polen herstellen und dabei gleichzeitig auch zu den aktuellen Fragen des deutsch-polnischen Verhältnisses Stellung  nehmen. Sein 2015 erschienenes Buch ist eine Liebeserklärung an unser Nachbarland und zeigt in einer humorvollen und erfrischenden Art und Weise die gegenseitigen  Schwächen und Stärken, Eigenarten und Marotten von Polen und Deutschen auf. Matthias Kneip versucht als profunder und sensibler Kenner beider Länder, Antworten auf manche Frage zu finden: Seit dem Regierungswechsel im Oktober 2015 kommen aus Polen immer wieder irritierende Nachrichten, die dem Image unseres Nachbarlandes schaden und die Zusammenarbeit  zwischen Deutschland und Polen negativ beeinflussen. Viele Bürgerinnen und Bürger Polens stehen der von der PiS-Regierung in die Wege geleiteten Umwandlung des Landes sehr kritisch bis ablehnend gegenüber. Dennoch erfährt die Regierung durchaus auch Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung. Was wissen wir aber – über das tagesaktuelle Geschehen hinaus – tatsächlich über die Menschen in Polen, über  ihr Leben und ihr Land? Der Publizist und  Schriftsteller Matthias Kneip arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt und gilt als ein wichtiger Brückenbauer in den deutsch-polnischen Beziehungen. In Hamburg ist er kein Unbekannter, denn er hat in den letzten Jahren immer wieder in Schulen und vor interessiertem Hamburger Publikum gesprochen und aus seinen Büchern gelesen. Wir freuen uns auf sein  Kommen und heißen viele Gäste willkommen. Die Gäste werden vom SPD Fraktionsmitglied Paul Kleszcz begrüßt, die Moderation übernimmt unser Vorstandsmitglied Hartwig Zillmer.   Das Buch: 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN €9.99 »Wer euch einmal besucht hat, der weiß,  dass es gar kein Kunststück ist, euch eine solche Liebeserklärung zu machen.« Matthias Kneip Matthias Kneip hat es bereits als Kind am eigenen Leib erfahren: Wer in Polen seinen Teller leer isst, bekommt ungefragt Nachschlag. Der Gast ist in Polen nämlich König, und der muss auf jeden Fall vor einem gut gefüllten Teller sitzen. Ein »Danke« in der Landessprache (dziękuję) bewirkt dabei, dass das Land dem deutschen Gast zu Füßen liegt – schließlich weiß ein Pole ja, welche Überwindung es die deutsche Zunge kostet. Dabei ist Polnisch gar nicht so schwer wie oft angenommen. Die Bestellung einer Zapiekanka (polnisches Fastfood) ist beispielsweise kinderleicht, denn das Wort wird genauso ausgesprochen, wie man es schreibt. Und auch sonst gibt es viele Anknüpfungspunkte zwischen Polen und Deutschland. 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN ist eine höchst informative literarische Reise durch unser wunderschönes Nachbarland im Osten. Einer der bekanntesten Polen-Experten schreibt über die Höhepunkte, Eigenarten und Fettnäpfchen des Landes Polen wird immer beliebter als Reiseziel 2016 feiert der Deutsch-Polnische Nachbarschaftsvertrag sein 25. Jubiläum und Breslau wird Kulturhauptstadt der EU Matthias Kneip 111 GRÜNDE, POLEN ZU LIEBEN Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt 240 Seiten | Taschenbuch ISBN 978-3-86265-521-2 9,99 EUR (D)


POLENREISE 2016 Bericht

POLENREISE 2016 Vom 23.08. bis 3. September haben wir, 27 Personen unter der Leitung unserer  Vorsitzenden Viola Krizak eine Reise nach Krakau und Ostpolen unternommen. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern der  DPG HH und Freunden, die teilweise zum ersten Mal in Polen waren.  Wir flogen nach Krakau und wurden vom Bus abgeholt, der uns nach Zamosc  fuhr. Die Stadt hat sich in der abendlichen Beleuchtung von der besten Seite gezeigt. Am nächsten Tag erwartete uns die nette Stadtführerin, Sylwia Masiewicz, die uns als Renaissance-Dame auf dem Marktplatz empfangen hat. Ihre Erscheinung hat auch die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner angezogen. Sylwia hat uns die schönsten Stadtteile gezeigt, die  Anfang des 17. Jhs.  vom reichen Adelsvertreter Jan Zamoyski gebaut wurde.  Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Lublin, einer in Deutschland wenig bekannter Stadt, die aber viel zu bieten hat.  Allein die ruthenisch-orthodoxe Fresken in der Burgkapelle sind reisewert. Dazu kommen interessante Kirchen und eine gute Gastronomie. Der Höhepunkt in Lublin war ein Treffen mit dem Professor der Katholischen Universität in Lublin, Prof. Witold Matwiejczyk. Er hat die Geschichte der einzigartigen Institution geschildet und viele Aspekte der deutsch- polnischen Geschichte erläutert. Es kamen viele Fragen auf, auf die er ausführlich eingegangen ist. Wir könnten noch Stunden zuhören,  so interessant waren seine Ausführungen.  Das nächste Ziel war Kozlowka, ein schönes Barockschloss  aus dem 18. Jh., das im Besitz der Adelsfamilie Zamoyski  war.  Sylwia hat uns diesmal als Hofdame empfangen, was wunderbar zu dem Schlossambiente passte. Am selben Tag wurden wir mit der tragischen Schicksal der Bewohnern dieser Region konfrontiert, als wir die Gedenkstätte Majdanek besuchten, in der ca. 360 000 Menschen, vor allem  Juden, Polen und Russen umgebracht wurden. Sylwia hat uns sehr einfühlsam  die Geschichte der Juden und des KZ-Lagers vorgestellt. Die weiteren Etappen unserer Reise waren  der Kurort Naleczow, dann die schöne Stadt Kazimierz Dolny, Sandomierz, Opatow, Ujazd mit der „schönsten Ruine Polens“ (Schloß Krzyztopor),  Klimontow und das Renaissance-Schloss der Familie Leszczynski in Baranow Sandomierski. Die letzte Etappe war Krakau, das alles zu bieten hat, was das Herz, die Seele,  die Augen und den Magen erfreut. Dazu gehören eine wunderbare Architektur, die angenehme Stimmung, viele Menschen  und unzählige Restaurants mit gutem Essen. Die hervorragende Stadtführerin Monika Zielinska hat uns sehr sachlich mit vielen interessanten Informationen die Stadt näher gebracht. Wir waren uns einig, dass Krakau eine der schönsten Städte der Welt ist. Auch die nicht geplante zusätzliche Übernachtung in Krakau („Verspätung“ des  Flugzeugs)  konnte uns die gute Laune nicht verderben. Wir werden die schöne Reise lange noch in Erinnerung behalten.


6. Polnisches Festival 2016 – 03.09.2016 – 11:00 bis 18:00 Uhr – Planten un Blomen (Musikpavillon)   Vor kurzem aktualisiert!

präsentiert von Sängerin Aneta Barcik Special Guests aus Polen sind MAZURKA – Virtuosen: „Janusz Prusinowski Kompania“ -Avantgarde World-Jazz Folklore mit stimmungsvollem Tanz-Workshop und feurigem Konzert zum hören, Feiern und Abtanzen! Programm:   -> 6. Polnisches Festival in Hamburg 2016_FLYER 11:00 -12:00 Uhr  Polnisch Schnupperkurs mit VHS-Dozentin Aleksandra Jeszke-Zillmer 12.00 – 14.00 Uhr – MAZURKA Tanzworkshop mit Janusz Prusinowski Kompania 15.00 Uhr             – offizielle Eröffnung des Festivals mit Polnischen Konsul und musikalischer Begrüßung von Aneta Barcik und Janusz Prusinowski Kompania 15:20 Uhr             – POLONAISE zum Mittanzen mit dem Publikum polnischer Hoftanz im 3/4 Takt – Anführung von Hartwig Zillmer (Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg) 15:40 Uhr             – Kinder-Programm 16:00 – 17:30 Uhr – „Janusz Prusinowski Kompania“ – Konzert polnischer Folklore 17:30 – 18:00 Uhr –  Aneta Barcik und Jolante Barcik Duo – polnische Pop-Musik   Das 6. polnische Festival findet unter der Schirmherrschaft des Polnischen Generalkonsulats der Republik Polen in Hamburg statt mit freundlicher Unterstützung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, HLS eurocustoms, SARBI Automobile&More, GIGI Intertrade und Teraz Polonia


Mitteilungen 04/2016 (September-Oktober)

U N S E R E V E R A N S T A L T U N G E N   LESUNG MIT MATTHIAS KNEIP Die DPG Hamburg organisiert gemeinsam mit der SPD Bergedorf eine Buchvorstellung und Lesung mit dem Schriftsteller MATTHIAS KNEIP im Rahmen seiner norddeutschen Tournee, die am Donnerstag, 22.9.2016, 19.00 Uhr im Veranstaltungsraum der SPD Bergedorf, Vierlandenstr. 27 (Ecke Am Pool), 21029 Bergedorf stattfindet. Matthias Kneip  aus seinem Buch „111 Gründe, Polen zu lieben“ lesen, Bezüge zur aktuellen Situation in Polen herstellen und dabei gleichzeitig auch zu den aktuellen Fragen des deutsch-polnischen Verhältnisses Stellung  nehmen. Sein 2015 erschienenes Buch ist eine Liebeserklärung an unser Nachbarland und zeigt in einer humorvollen und erfrischenden Art und Weise die gegenseitigen  Schwächen und Stärken, Eigenarten und Marotten von Polen und Deutschen auf. Matthias Kneip versucht als profunder und sensibler Kenner beider Länder, Antworten auf manche Frage zu finden: Seit dem Regierungswechsel im Oktober 2015 kommen aus Polen immer wieder irritierende Nachrichten, die dem Image unseres Nachbarlandes schaden und die Zusammenarbeit  zwischen Deutschland und Polen negativ beeinflussen. Viele Bürgerinnen und Bürger Polens stehen der von der PiS-Regierung in die Wege geleiteten Umwandlung des Landes sehr kritisch bis ablehnend gegenüber. Dennoch erfährt die Regierung durchaus auch Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung. Was wissen wir aber – über das tagesaktuelle Geschehen hinaus – tatsächlich über die Menschen in Polen, über  ihr Leben und ihr Land? Der Publizist und  Schriftsteller Matthias Kneip arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt und gilt als ein wichtiger Brückenbauer in den deutsch-polnischen Beziehungen. In Hamburg ist er kein Unbekannter, denn er hat in den letzten Jahren immer wieder in Schulen und vor interessiertem Hamburger Publikum gesprochen und aus seinen Büchern gelesen. Wir freuen uns auf sein  Kommen und heißen viele Gäste willkommen. Die Gäste werden vom SPD Fraktionsmitglied Paul Kleszcz begrüßt, die Moderation übernimmt unser Vorstandsmitglied Hartwig Zillmer. Eintritt frei. Anfahrt: ca. 6 Geh-Minuten vom S-Bahnhof Bergedorf entfernt: Ri. Alte Holstenstr. – Johann-Adolf-Hesse-Platz – Vierlandenstr. – über die B 5= Bergedorfer Str.Mit dem Pkw: Bergedorfer Str.= B 5, hinter dem Einkaufszentrum (aus Ri. Hamburg) rechts in die Vierlandenstr.     SIEGFRIED LENZ  90. GEBURTSTAG – MASUREN ZWISCHEN MYTOS u. WIRKLICHKEIT Als Reise- und Urlaubsregion erfreut sich Masuren mit seiner bezaubernden Seen- und Waldlandschaft in Deutschland wie in Polen seit je großer Beliebtheit. Die vielfach literarisch und künstlerisch verklärte Region weckt bei den einen Erinnerungen, für die anderen ist sie eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Wie bei keinem anderen spielt diese Faszination im Werk des 1926 im ostpreußischen Lyck geborenen Siegfried Lenz eine Rolle. Pointiert und prozesshaft ist die Auseinandersetzung des Autors mit der Heimat. Vom Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) bis zu den Romanen „Heimatmuseum“ (1978) und „Der Überläufer“ (erschienen posthum 2016) geht es im Werk von Siegfried Lenz um seine Heimat Masuren, eine Kulturlandschaft, gefangen zwischen Erinnerungen an ein idealisiertes Kindheitsparadies und den politischen Verstrickungen und Konflikten um die ethnische und nationale Zugehörigkeit seiner Bewohner, die in den totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts endeten. Inzwischen begreift sich Masuren als Region mit einer reichen, multiethnischen Geschichte, deren Erbe tabulos und unverkrampft entdeckt, diskutiert und gelebt wird. Inwieweit dies als Grundstein für ein europäisch orien tiertes Regionalbewusstsein gelten kann oder gar, wie von der Kulturgemeinschaft „Borussia“ postuliert, als eine Bereicherung für den ganzen ostmitteleuropäischen Ostseeraum gewertet wird, diskutieren wir am 27. Oktober 2016 um 19.00 Uhr mit unseren Gästen: dem Schriftsteller Artur Becker, dem Publizisten Adam Krzemiński und der Dokumentarfilmregisseurin Ulla Lachauer. Es moderiert Andreas Kossert (angefragt). Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und Mahnmals St. Nikolai. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort: Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg Foto: Siegfried Lenz © Ingrid von Kruse.   JAZZKONZERT MIT JAREK KOSTKA & BAND Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg veranstaltet traditionell einmal im Jahr ein Jazzkonzert mit polnischen Musikern. Das Konzert wird diesmal am Sonntag, 09.10.16 um 16:00 Uhr im Konzertsaal der Schnittke-Musikakademie Hamburg Altona, Max Brauer Allee 24 (S-Bahn Altona oder Königstraße) stattfinden. Das im vergangenen Jahr von uns organisierte Konzert der Band von Jarek Kostka (damals mit dem Programm „Chopin Profanum“) wurde zu einem sehr großen Erfolg und wir haben auch in diesem Jahr die Band zu uns eingeladen – diesmal wird die neue CD der Gruppe „Jazz kontra Bach“ vorgestellt. Jarek Kostka ist ein Komponist, Pianist und vor allem ein hervorragender Jazzmusiker. Er gibt viele Konzerte – Solo oder mit seiner Band. Er hat mit vielen polnischen und internationalen Jazz-Stars gespielt und ist auch schon einmal für den Präsidenten der USA aufgetreten. Der Jazz-Musiker und seine Band kommen aus Poznań und spielen u.a. Variationen zu Musik von Bach und Chopin, aber auch Werke der polnischen Jazz-Legende Krzysztof Komeda sowie klassischen Jazz. Auf seiner Homepage www.jarekkostka.pl finden Sie weitere Informationen und zahlreiche Hörbeispiele von Werken und Arrangements dieses großartigen Musikers. In der Band spielen: Jan Adamczewski – Saxophon, Piotr Max Wiśniewski – Kontrabass, Waldemar Franczyk – Schlagzeug. Eintritt 15,00 Euro, Kartenreservierung (empfohlen) – bei Beata Ratajczak, Mail: b.rat@dpg-hamburg.de Einlass und Kartenabholung: 15.30 Uhr.   V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN DANZIG Der 25. Jahreskongress der Deutsch-Polnischen Gesellschaften rückt immer näher! Auch in diesem Jahr bietet der DPG Bundesverband ein spannendes Programm, Diskussionen, Führungen und Musik – dieses Mal im Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig. Wir laden alle herzlich dazu ein, an einem der größten Treffen von Akteuren, Multiplikatoren und Freunden der deutsch-polnischen Beziehungen teilzuhaben! Der Jahreskongress wird vom 30. September bis 2. Oktober 2016 in Danzig im Solidarnosc-Zentrum stattfinden. Während des Kongresses wird bereits zum 12. Mal der DIALOG-PREIS verliehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V. verleiht den DIALOG-PREIS dieses Jahr an Dr. Marek Prawda, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Polen und ehemaliger Botschafter der Republik Polen in Deutschland. Das Programm samt Anmeldeformular finden Sie im Download-Bereich.   Anmeldeformular 2016.pdf (61,4 KiB) Programm Nachbarschaft in der Mitte Europas 2016 Danzig.pdf (368,7 KiB) Mehr Informationen: www.dpg-bundesverband.de   AUSSTELLUNG VON JAN DE WERYHA Am 16. Oktober um 11.00 Uhr findet im Ratssaal des Rathauses Schenefeld, Holstenplatz  die Vernissage der Ausstellung des polnischen Künstlers Jan de Weryha statt, die vom Kunstkreis Schenefeld vorbereitet wird. Der in Danzig geborene Bildhauer versteht sich selbst als Vertreter der Konkreten Kunst. Im Jahr 1976 erlangte er sein Diplom in Bildhauerei an der Kunstakademie Danzig. Seit 1981 lebt er in Hamburg. 1999 erhielt er den Auftrag für das Denkmal „In Erinnerung an die Deportierten des Warschauer Aufstandes 1944“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dann 2012 für das Mahnmal in Gedenken der NS-Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf. Während der Einweihung kam es zu einer Gasattacke eines Deutschen auf polnische Ehrengäste. Er arbeitet vor allem in Holz. Er schreibt dazu: „Meine künstlerischen Überlegungen in den letzten Jahren konzentrieren sich auf die Erforschung des Materials Holz, auf das Begreifen seiner Struktur und seines Kernes, was zum denkbar höchsten Zustand führt, welcher auf der Zelebrierung des Archaischen im Holz beruht“. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt der Künstler. Musikalisch wird er von der polnischen Cellistin Lucja Wojdak begleitet.   ANDRZEJ SZABLEWSKI – EIN ZWANGSARBEITER IN HAMBURG Andrzej Szablewski, 1913 geboren, war 27 Jahre alt, als er aus Polen nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. Auf dem Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel musste er schwere und schmutzige Arbeiten verrichten. Zusätzlich wurde er vom Gutsverwalter Walter Grimm, der über gute Kontakte zur Gestapo verfügte, bedroht und schikaniert. Walter Grimm bedrängte die verheiratete Erntehelferin Hildegard Lütten, ein Liebesverhältnis mit ihm einzugehen. Als er abgewiesen wurde und sie in einem freundschaftlichen Verhältnis mit Andrzej Szablewski sah, denunzierte er beide bei der Gestapo wegen einer im NS-Staat verbotenen Liebesbeziehung. Hildegard Lütten und Andrzej Szablewski wurden im Sommer 1941 von der Gestapo verhaftet. Am 13. März 1942 wurde Andrzej Szablewski auf dem Gut Hohenbuchen im Beisein zahlreicher polnischer Zwangsarbeiter erhängt. Hildegard Lütten überlebte eine dreijährige Haft im Frauen-KZ Ravensbrück. Der Hamburger Historiker Andreas Seeger, Autor des Buches „Der Tod eines Zwangsarbeiters“ stellt am Mittwoch 12. Oktober 2016,  um 18.00 Uhr in der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel, Kritenbarg 8, (S-Bahnhof Poppenbüttel) das Schicksal Andrzej Szablewskis sowie Hildegard Lüttens vor. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.     VORLESUNG  UNIVERSITÄT HAMBURG „HAMBURGER  HERREN“ Im Rahmen der Vorlesungsreihe Wintersemester 2016/17 referiert Felix Matheis, M.A. am 24. Oktober um 18 Uhr in der Universität Hamburg (Hauptgebäude in der Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal K) über das Thema „HAMBURGER HERREN – Kaufleute aus der Hansestadt im besetzten Polen, 1939 -1945“. Zahlreiche Unternehmen waren während des Zweiten Weltkrieges im besetzten Polen aktiv. Die große Mehrheit von ihnen stammte aus Hamburg. Zum einen profitierten sie dort von der Ghettoisierung und Ermordung der Juden. Zum anderen unterstützten diese sogenannten „Einsatzfirmen“ die deutschen Besatzungsbehörden bei der Ausbeutung und Beherrschung der polnischen Landbevölkerung. Der Vortrag soll einen Einblick in ein bisher weitgehend unbeachtetes Kapitel der NS-Geschichte Hamburgs geben und aufzeigen, dass diese über die Grenzen Hamburgs hinausführt.   P R O J E K T E  D E R  L E T Z T E N   M O N A T E   PARTNERSCHAFT ZWISCHEN BROKSTEDT UND PRZECHLEWO Am 25. Juni 2016 haben zwei Gemeinden einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet: die schleswig-holsteinische Gemeinde  Brokstedt und die polnische Gemeinde Przechlewo,  eine pommersche Gemeinde vor den Toren der Kaschubei. Clemens Preine und Andrzej Zmuda-Trzebiatowski, Bürgermeister  der jeweiligen Gemeinde, besiegelten die Partnerschaft anlässlich eines 3-tägigen Postleitzahlenfestes (24616) von 7 Gemeinden aus dem unmittelbaren Umland durch ihre Unterschriften. Der Festakt fand am Abend im Festzelt im Beisein der gesamten Bevölkerung statt. Die polnische Delegation (7 Personen) nahm an allen Spielen, am Tanzvergnügen und am traditionellen Umzug vom Traktor bis zum Bollerwagen teil. Mitte August soll der Vertrag noch einmal im Rahmen eines deutsch-polnischen Festes, dann aber in Przechlewo, unterzeichnet werden. Zu den ersten Gratulanten gehörten der polnische Generalkonsul Marian Cichosz und Aleksandra Jeszke-Zillmer, stellvertretende Vorsitzende unserer Gesellschaft. Sie unterstrich den besonderen Zeitpunkt der Vereinbarung: Im Juni 1991, also genau vor 25 Jahren, wurde der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag unterschrieben. Seitdem haben mehrere norddeutsche Gemeinden ihre Partnergemeinden in Polen gefunden, und das oft mit Hilfe unserer Mitglieder: Christof Leidner hat u.a. zu der „Verschwisterung“ von Bargteheide und Zmigród in Niederschlesien und Gerd Hoffmann von Trittau mit Wieliszew bei Warschau beigetragen. Am 14. August wurde der Vertrag von polnischer Seite  im Rahmen eines deutsch-polnischen Festes mit der Teilnahme einer Delegation aus Brokstedt  in Przechlewo unterzeichnet.   POLENREISE 2016 Vom 23.08. bis 3. September haben wir, 27 Personen unter der Leitung unserer  Vorsitzenden Viola Krizak eine Reise nach Krakau und Ostpolen unternommen. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern der  DPG HH und Freunden, die teilweise zum ersten Mal in Polen waren.  Wir flogen nach Krakau und wurden vom Bus abgeholt, der uns nach Zamosc  fuhr. Die Stadt hat sich in der abendlichen Beleuchtung von der besten Seite gezeigt. Am nächsten Tag erwartete uns die nette Stadtführerin, Sylwia Masiewicz, die uns als Renaissance-Dame auf dem Marktplatz empfangen hat. Ihre Erscheinung hat auch die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner angezogen. Sylwia hat uns die schönsten Stadtteile gezeigt, die  Anfang des 17. Jhs.  vom reichen Adelsvertreter Jan Zamoyski gebaut wurde.  Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Lublin, einer in Deutschland wenig bekannter Stadt, die aber viel zu bieten hat.  Allein die ruthenisch-orthodoxe Fresken in der Burgkapelle sind reisewert. Dazu kommen interessante Kirchen und eine gute Gastronomie. Der Höhepunkt in Lublin war ein Treffen mit dem Professor der Katholischen Universität in Lublin, Prof. Witold Matwiejczyk. Er hat die Geschichte der einzigartigen Institution geschildet und viele Aspekte der deutsch- polnischen Geschichte erläutert. Es kamen viele Fragen auf, auf die er ausführlich eingegangen ist. Wir könnten noch Stunden zuhören,  so interessant waren seine Ausführungen.  Das nächste Ziel war Kozlowka, ein schönes Barockschloss  aus dem 18. Jh., das im Besitz der Adelsfamilie Zamoyski  war.  Sylwia hat uns diesmal als Hofdame empfangen, was wunderbar zu dem Schlossambiente passte. Am selben Tag wurden wir mit der tragischen Schicksal der Bewohnern dieser Region konfrontiert, als wir die Gedenkstätte Majdanek besuchten, in der ca. 360 000 Menschen, vor allem  Juden, Polen und Russen umgebracht wurden. Sylwia hat uns sehr einfühlsam  die Geschichte der Juden und des KZ-Lagers vorgestellt. Die weiteren Etappen unserer Reise waren  der Kurort Naleczow, dann die schöne Stadt Kazimierz Dolny, Sandomierz, Opatow, Ujazd mit der „schönsten Ruine Polens“ (Schloß Krzyztopor),  Klimontow und das Renaissance-Schloss der Familie Leszczynski in Baranow Sandomierski. Die letzte Etappe war Krakau, das alles zu bieten hat, was das Herz, die Seele,  die Augen und den Magen erfreut. Dazu gehören eine wunderbare Architektur, die angenehme Stimmung, viele Menschen  und unzählige Restaurants mit gutem Essen. Die hervorragende Stadtführerin Monika Zielinska hat uns sehr sachlich mit vielen interessanten Informationen die Stadt näher gebracht. Wir waren uns einig, dass Krakau eine der schönsten Städte der Welt ist. Auch die nicht geplante zusätzliche Übernachtung in Krakau („Verspätung“ des  Flugzeugs)  konnte uns die gute Laune nicht verderben. Wir werden die schöne Reise lange noch in Erinnerung behalten.   S O N S T I G E S DEUTSCH-POLNISCHER SCHÜLERAUSTAUSCH, HAMBURG-KOSZALIN Die DPG Hamburg hat im Frühjahr 2016 das Projekt der Stadtteilschule Barmbek finanziell unterstützt und diesen Brief von der Projektleiterin Elisabeth Kalina bekommen: „Unser diesjähriger deutsch – polnischer Schüleraustausch hat vom 9. -13.5 in Hamburg stattgefunden. Das Motto der Begegnung war ,,Berufsperspektiven für junge Leute in Polen und Deutschland“. Das Projekt startete mit der Ankunft der polnischen Schülergruppe aus Koszalin (14 Schüler) und deren zwei Betreuerinnen. Die polnischen Gäste wurden in der Jugendherberge “ Auf den Stintfang“ untergebracht. Während des fünftägigen Aufenthalts in Hamburg hatten die polnischen und deutschen SchülerInnen die Möglichkeit, verschiedene Betriebe und Einrichtungen zu besichtigen, wie z.B. die Werft ,,Blohm und Voss“ oder die ,,Lufthansa Technik AG“. Ein interessanter Punkt dieser Begegnung war die Rathausführung verbunden mit dem Treffen eines Abgeordneten, der den jungen Leuten viele wichtige Informationen über die Arbeit der Bürgerschaft vermitteln konnte. Sie hatten auch die Möglichkeit, die Bürgerschaftssitzung zu verfolgen. In der Schule wurden auch multimediale Präsentationen zum Thema ,,Berufsperspektiven in Deutschland und Polen“ von beiden Gruppen vorbereitet und vorgestellt. In ihrer Freizeit hatten die Projektteilnehmer Hamburg besichtigt, Souvenirs gekauft und sind durch die Stadt gebummelt. Insgesamt kann das Projekt als positiv bewertet werden, das Thema war interessant und inspirierend für beide Gruppen. Wir haben viel von – und übereinander gelernt! Danke für die Unterstützung!“    


LESUNG MIT SZCZEPAN TWARDOCH | 5. Juli 2016 um 20.00 Uhr | Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str.79 (Ottensen)

LESUNG MIT SZCZEPAN TWARDOCH Am 5. Juli 2016 um 20.00 Uhr findet in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str.79 (Ottensen) eine Lesung mit dem polnischen Schriftsteller Szczepan Twardoch statt. Er wird aus seinem Buch „Drach“ lesen, das im März 2016 in Deutsch (aus dem Polnischen von Olaf Kühl) erschienen ist. Die Erde weiß alles. Mit kühlem Blick, der die Zeiten durchdringt, sieht sie alles, was auf ihr geschieht. Sie kennt das Kind Josef Magnor, das im Oktober 1906 den Geschmack der Wurstsuppe schmeckt und nie mehr vergisst. Josef, der im Dreck der Schützengräben von Frankreich landet und später im Bett der jungen Caroline. Dem diese Erde jahrelang ein Versteck im schlesischen Stollen bietet, nachdem er aus Eifersucht eine Tragödie angerichtet hat. Die Erde kennt Nikodem, Josefs Urenkel. Nikodem, der zu seiner Geliebten zieht, aber von seiner Frau und Tochter nicht loskommt, auch nicht von dem schönen Haus, das er sich, gefragter Architekt des neuen Polen, gebaut hat – alles entgleitet ihm, auch die Geliebte. Was wird er retten können? Die Erde kennt das Ende, sie bleibt grausam kalt … Szczepan Twardoch lässt die Erde selbst erzählen – den Drachen, der den Menschen ausspeit und ihn wieder verschlingt: In kühner Montage, ein ganzes Jahrhundert wie in einem einzigen Blick, schildert er die Dramen zweier Männer und die Chronik ihrer schlesischen Familie, vier Menschenalter. Ein grandioser Reigen von Werden und Vergehen, von der Suche nach Liebe und der Sehnsucht, sie festzuhalten – und ein gewaltiges Panorama des 20. Jahrhunderts. Eintritt 6 Euro


GESPRÄCH MIT ADAM KRZEMINSKI | 20. Juni2016 – 19.00 Uhr | Krypta St. Nikolai

GESPRÄCH MIT ADAM KRZEMINSKI Am 2. Juni um 19.00 Uhr laden wir Sie in die Krypta St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60) zu einem Gespräch mit dem polnischen Publizisten Adam Krzeminski über das Thema „25 Jahre des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags“ ein. Vor 25 Jahren, am 17. Juni 1991, unterzeichneten di e Vertreter der polnischen und deutschen Regierungen den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Er ist bis heute die Grundlage und der Rahmen für den intensiven politischen Dialog und die gesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Polen, die mittlerweile eine beeindruckende Dynamik gewonnen haben. Der Vertrag folgte dem im Herbst 1990 ausgehandelten deutsch-polnischen Grenzvertrag, der eine der Vorbedingungen seitens der Alliierten für die deutsche Wiedervereinigung war. Um die Wichtigkeit des Vertrags zu veranschaulichen, haben wir den Journalisten Adam Krzeminski eingeladen, der in Polen als einer der herausragenden Kenner Deutschlands gilt. Seit 1973 ist er Redakteur des Wochenmagazins „Polityka“ und berichtet hauptsächlich über Themen, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft stehen. Das Gespräch mit Adam Krzeminski führt der Journalist Friedrich Wilhelm Kramer, der Mitte der 80-er Jahre ARD-Hörfunkkorrespondent in Warschau, ab 1990 Chefredakteur NDR Hörfunk und von 1993-2012 Direktor des NDR Landesfunkhauses Schleswig-Holstein war. MODERATION:  Bernd Musch-Borowska, Journalist und ehem. Korrespondent des NDR in Polen


MITTEILUNGEN 03/2016

MITTEILUNGEN 03/2016 (Juni-Juli) U N S E R E V E R A N S T A L T U N G E N GESPRÄCH MIT ADAM KRZEMINSKI Am 14. Juni um 19.00 Uhr laden wir Sie in die Krypta St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60) zu einem Gespräch mit dem polnischen Publizisten Adam Krzeminski über das Thema „25 Jahre des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags“ ein. Vor 25 Jahren, am 17. Juni 1991, unterzeichneten die Vertreter der polnischen und deutschen Regierungen den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Er ist bis heute die Grundlage und der Rahmen für den intensiven politischen Dialog und die gesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Polen, die mittlerweile eine beeindruckende Dynamik gewonnen haben. Der Vertrag folgte dem im Herbst 1990 ausgehandelten deutsch-polnischen Grenzvertrag, der eine der Vorbedingungen seitens der Alliierten für die deutsche Wiedervereinigung war. Um die Wichtigkeit des Vertrags zu veranschaulichen, haben wir den Journalisten Adam Krzeminski eingeladen, der in Polen als einer der herausragenden Kenner Deutschlands gilt. Seit 1973 ist er Redakteur des Wochenmagazins „Polityka“ und berichtet hauptsächlich über Themen, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft stehen. Das Gespräch mit Adam Krzeminski führt der Journalist Friedrich Wilhelm Kramer, der Mitte der 80-er Jahre ARD-Hörfunkkorrespondent in Warschau, ab 1990 Chefredakteur NDR Hörfunk und von 1993-2012 Direktor des NDR Landesfunkhauses Schleswig-Holstein war.       LESUNG MIT SZCZEPAN TWARDOCH Am 5. Juli 2016 um 20.00 Uhr findet in der Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Str.79 (Ottensen) eine Lesung mit dem polnischen Schriftsteller Szczepan Twardoch statt. Er wird aus seinem Buch „Drach“ lesen, das im März 2016 in Deutsch (aus dem Polnischen von Olaf Kühl) erschienen ist. Die Erde weiß alles. Mit kühlem Blick, der die Zeiten durchdringt, sieht sie alles, was auf ihr geschieht. Sie kennt das Kind Josef Magnor, das im Oktober 1906 den Geschmack der Wurstsuppe schmeckt und nie mehr vergisst. Josef, der im Dreck der Schützengräben von Frankreich landet und später im Bett der jungen Caroline. Dem diese Erde jahrelang ein Versteck im schlesischen Stollen bietet, nachdem er aus Eifersucht eine Tragödie angerichtet hat. Die Erde kennt Nikodem, Josefs Urenkel. Nikodem, der zu seiner Geliebten zieht, aber von seiner Frau und Tochter nicht loskommt, auch nicht von dem schönen Haus, das er sich, gefragter Architekt des neuen Polen, gebaut hat – alles entgleitet ihm, auch die Geliebte. Was wird er retten können? Die Erde kennt das Ende, sie bleibt grausam kalt … Szczepan Twardoch lässt die Erde selbst erzählen – den Drachen, der den Menschen ausspeit und ihn wieder verschlingt: In kühner Montage, ein ganzes Jahrhundert wie in einem einzigen Blick, schildert er die Dramen zweier Männer und die Chronik ihrer schlesischen Familie, vier Menschenalter. Ein grandioser Reigen von Werden und Vergehen, von der Suche nach Liebe und der Sehnsucht, sie festzuhalten – und ein gewaltiges Panorama des 20. Jahrhunderts. Eintritt 6 Euro     NEUE MITGLIEDER Frau Jagoda S. ist unser neues Mitglied geworden, worüber wir uns sehr freuen. Wir heißen sie herzlich willkommen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.   V E R A N S T A L T U N G E N A N D E R E R T R Ä G E R LANGE NACHT DER KONSULATE Am 26.05. ab 18.00 Uhr können Sie im Rahmen der langen Nacht der Konsulate auch das Konsulat der Republik Polen (Gründgensstraße 20) besuchen. Sie können den Vertretern der polnischen Regierung Fragen stellen und sich über ihre Arbeit in Hamburg informieren.   P R O J E K T E D E R L E T Z T E N M O N A T E MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 4. April 2016 um 18.00 Uhr, fand die Mitgliederversammlung 2016 statt, die für uns das wichtigste Forum ist, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können. An der Versammlung nahmen 40 Personen teil. Die Vorsitzende Dr. Viola Krizak hat die wichtigsten Projekte des Jahres 2015 und die geplanten Projekte für das Jahr 2016 vorgestellt. In den Nachwahlen für den Vorstand wurde der bisherige Beisitzer Herbert Stelter zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Aus rechtstechnischen Gründen musste auch Marta Gorka-Feldmann zum Vorstandsmitglied erneut gewählt werden. Die beiden Kandidaten wurden einstimmig von den versammelten Mitgliedern gewählt und nahmen die Wahl an. AUSSTELLUNG DER KÜNSTLER AUS CIESZYN/TESCHEN Am 8. April fand die Vernissage der Ausstellung von 8 Künstlern aus Cieszyn/Teschen im Hamburg-Haus Eimsbüttel statt. Unsere Vorsitzende Dr. Viola Krizak hat die Gäste begrüßt. Die Einführung übernahm die Kuratorin der Ausstellung, Frau Dorota Kabiesz (Berlin), die die Besonderheit der Gestaltung hervorhob, die mit der Grenzlage von Cieszyn/Teschen zusammenhängt. Der Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg, Herr Marian Cichosz, gegrüßte ebenfalls die Gäste und betonte die Wichtigkeit des Dialogs zwischen unseren beiden Ländern im kulturellen Bereich. Die Arbeiten der Künstler/innen standen in einer besonderen Relation zueinander und zu der Grenzstadt zur Tschechischen Republik im Süden Polens, aus der sie stammen. Sie zeigten die Facetten des momentanen Zustands der Cieszyner Kunstszene und jeder von ihnen erfüllte auf eigene Art und Weise eine tragende Rolle. Für die musikalische Untermalung sorgte die Cellistin Lucja Wojdak, die mit sehr einfühlsamen Klängen den besonderen Ausdruck und die enorme Vielfalt der ausgestellten Werke musikalisch umgesetzt und hervorgehoben hat. LESUNG MIT ARNO SURMINSKI Über einhundert Gäste sind am 25. April in den Gewölbekeller im Mahnmal St. Nikolai zur Vernissage der Ausstellung über das Leben und Werk von Arno Surminski und zu seiner Lesung gekommen. Die Ausstellung ist im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg vor zwei Jahren, zu seinem 80. Geburtstag, entstanden. Nach elf Orten in Polen, Russland (Kaliningrad) und Deutschland, wo sie gezeigt wurde, kam sie im April nach Hamburg. Dr. Joachim Mähnert (Direktor des Ostpreußischen Museums Lüneburg) begrüßte die Gäste und schilderte die Wichtigkeit der Romane von Arno Surminski in der deutschen Literatur der Nachkriegszeit. Unser Mitglied Christian von Redecker informierte als Kurator der Ausstellung über die Rahmenbedingungen, unter denen die Ausstellung entstanden war und gezeigt wurde. Der Autor hat einige Episoden aus seinen Büchern („Als der Krieg zu Ende ging “ und „Polninken oder Eine deutsche Liebe“) vorgelesen. Alle Geschichten spielen in Masuren und zeigen das Elend der Menschen vor dem Kriegsende, das Schicksal der Vertriebenen und Flüchtlinge, aber auch die kleinen Glücksmomente, die ihr Leben erträglich gemacht haben. Auf der Querflöte hat Mariola Rutschka harmonisch für die musikalische Ergänzung der Texte gesorgt. LESUNG MIT AGNIESZKA KOWALUK Im vollen Saal der Residenz des polnischen Generalkonsuls stellte die in München lebende polnisch-stämmige Schriftstellerin Agnieszka Kowaluk am 29. April 2016 ihr Buch „Du bist so deutsch“ vor. Das Gespräch mit ihr führte Sybille Wahnschaffe, Schauspielerin, ehemalige NDR-Redakteurin und Theaterregisseurin. Ihre Fragen zielten auf die unterschiedlichen Vorstellungen auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze. Viele Klischees wurden angesprochen, die die Meinungen über die Nachbarn oft negativ und selten wahrheitsgemäß prägen. Die polnische Pianistin Zuzanna Pawlaszek begleitete das intensive Gespräch am Klavier mit Mazurkas von Frederic Chopin. S O N S T I G E S NACHRUF AUF SABINA KASISKE-KRAUSE Einen Monat nach ihrem 69. Geburtstag verstarb überraschend und nach kurzer, schwerer Krankheit unser Mitglied und langjährige Vorstandskollegin Sabina Kasiske-Krause. Sie war engagierte Lehrerin für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern an der Fachschule für Sozialpädagogik (Wagnerstraße). Dort war sie maßgebliche Initiatorin und Trägerin einer Europa-Klasse. Ihr pädagogisches Ethos orientierte sich an der Pädagogik von Janusz Korczak. Wie gerne denken wir an die Weihnachtsfeiern der DPG in der Aula ihrer Schule, in der der Bigos-Geruch sich noch tagelang hielt. Wir trauern um den Verlust einer wunderbaren Freundin und Förderin des deutsch-polnischen Dialoges. IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG! Wir haben auf unserer Webseite, www.dpg-hamburg.de, eine Möglichkeit für Sie eingerichtet, Ihre Meinungen und Wünsche zu äußern. Sie können Ihr Urteil über unsere Veranstaltungen schreiben, aber auch Bemerkungen machen und Anregungen formulieren, wie wir unsere Arbeit effektiver gestalten könnten. Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie davon Gebrauch machen würden, um uns auf diese Weise in unserer Arbeit zu unterstützen. VERSAND DER MITTEILUNGEN PER E-MAIL Über 80 Personen aus unserer Mitgliedschaft bekommen von uns regelmäßig die Mitteilungen per Post zugeschickt. Das bedeutet für uns mehr Arbeit und verursacht zusätzliche Kosten. Möglicherweise haben einige Personen aus dieser Gruppe inzwischen einen Internetzugang bekommen und könnten unsere Post auf elektronischen Weg empfangen. Falls es so ist, teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit! Wir wünschen Ihnen einen schönen, sonnigen Sommer! Mit herzlichen Grüßen Für den Vorstand Ihre Viola Krizak


Eröffnung der Lukas Podolski Arche in Warschau 20.05.2014

http://kinderprojekt-arche.eu/aktuelles/news/eroeffnung-der-lukas-podolski-arche-warschau Eröffnung der Lukas Podolski Arche in Warschau 20.05.2014 Es ist vollbracht, und es war ein großartiger Start! Gemeinsam mit über 100 Kindern und Familien eröffnete Lukas Podolski gestern die ARKA in Warschau, die erste Arche in Polen. An diesem besonderen Tag hatte er sich bei sonnigem Wetter extra viel Zeit mitgebracht, um mit den Kids die fertige Arche zu besichtigen, mit ihnen zu feiern und an ihrer Kinderparty teilzunehmen. Die Gründung der Lukas Podolski Arche, in seinem Geburtsland Polen, ist für ihn eine Herzensangelegenheit, die er mit seiner Lukas Podolski Stiftung mit ganzem Einsatz fördert. Möglich wurde die Eröffnung vor allem auch durch die Kooperation mit dem RTL – Wir helfen Kindern – Spendenmarathon sowie die Unterstützung durch John McGurk und seinen Sportler 4 a childrens world e.V., das tolle Engagement der Deutschen Botschaft und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Warschau. Wir danken allen Beteiligten, auch allen Ehrenamtlichen die gestern mitgeholfen haben, ganz herzlich dafür und freuen uns sehr, dass die Arbeit der ARKA für die Kinder in Warschau nun richtig beginnen kann!


Filmland Polen: SONDERVERANSTALTUNG AUS DEM ANLASS DES „KIESLOWSKI-JAHRES“ – 2016 IN POLEN DREI FARBEN: „BLAU“, „WEISS“, „ROT“ 01.05.2016 17:00, 19:00 und 21:00 Hamburg, MetropolisIn Rahmen „EUROPA WOCHE“

SONDERVERANSTALTUNG AUS DEM ANLASS DES „KIESLOWSKI-JAHRES“ – 2016 IN POLEN DREI FARBEN:  „BLAU“, „WEISS“,  „ROT“ 01.05.2016  17:00, 19:00 und 21:00 Hamburg, Metropolis In Rahmen „EUROPA WOCHE“ Septemner 2016 Hannover, KoKi September 2016 Lübeck, KoKi SONDERVERANSTALTUNG. AUS DEM ANLASS DES „KIESLOWSKI-JAHRES“ – 2016 IN POLEN Regie: Krzysztof Kieslowski Polen/Frankreich, 1993, 1994, Drama Regie: Krzysztof Kieslowski PROGRAMM: Drei Farben: Blau  OmU F/PL 1993, Krzysztof Kieslowski, 100 min. Mit Juliette Binoche, Benoit Régent, Florence Pernel Erzählt wird die Geschichte einer jungen Komponistengattin, die nach dem Unfalltod ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter ihr vergangenes Leben wie eine alte Haut abstreifen will, um die Erinnerung an die gemeinsame Zeit des Glücks zu vergessen. Sie verkauft ihr Hab und Gut, verkriecht sich ins anonyme Paris, verdrängt ihre Vergangenheit. Doch das, was war, holt sie unerbittlich wieder ein. Da mutmaßt eine Journalistin, Julie habe das Werk ihres Mannes komponiert; sein Assistent, der sie seit langem liebt, will das letzte, unvollendete Konzert ihres Mannes vollenden und benötigt ihre Hilfe. Erst wehrt sich Julie, ihre selbstgewählte Isolation aufzugeben, öffnet sich aber dann sukzessive der Realität. Das absolute Freisein von Vergangenheit erweist sich als eine Chimäre. Durch die Kraft der Liebe und der Musik kehrt sie ins Leben zurück, wagt zögernd einen Neuanfang. (Erster Teil der Trilogie) Drei Farben: Weiß  OmU F/CH/PL, Krzysztof Kieslowski, 91 min. Mit Zbigniew Zamachowski, Julie Delpy Nach der Scheidung von seiner französischen Frau, die er noch immer liebt, kehrt ein polnischer Friseur in die Heimat zurück und macht in der dortigen Umbruchsituation Karriere als Unternehmer. Um sich an seiner Ex-Frau zu rächen, inszeniert er seinen Tod und lockt sie nach Warschau. (Zweiter Teil der Trilogie). Drei Farben: Rot  OmU F/CH/PL 1994, Krzysztof Kieslowski, 99 min. Mit Irène Jacob, Jean-Louis Trintignant Eine Studentin in Genf lernt einen verbitterten pensionierten Richter kennen. Zwischen der jungen Frau und dem kalten Zyniker entsteht eine Freundschaft, in deren Verlauf beide wertvolle zwischenmenschliche Erfahrungen gewinnen. Ein zweites Paar – ein junger Jurist und dessen Verlobte – erlebt dagegen das Zerbrechen seiner Beziehung. Krzysztof Kieslowski bringt seine Farben-Trilogie zu einem glänzenden Abschluss. Der Film entwirft ein formal brillantes, zuweilen in seiner Perfektion etwas glatt wirkendes, aber stets tiefgründiges und vielschichtiges Panorama menschlicher Verständigungs- und Entfremdungsformen, durchdrungen von Skepsis und zugleich geprägt von einem humanen Interesse am Schicksal der Mitmenschen. (Dritter Teil der Trilogie) Regie: Krzysztof Kieslowski WYDARZENIE SPECJALNE  Z OKAZJI ROKU KIESLOWSKIEGO W POLSCE Reżyseria: Krzysztof Kieslowski Polska/Francja, 1993, 1994, dramat Reżyseria: Krzysztof Kieslowski PROGRAM: TRZY KOLORY: NIEBIESKI F/PL 1993, Krzysztof Kieslowski, 100 min. Obsada:Juliette Binoche, Benoît Régent, Florence Pernel, Charlotte Very, Oryginalna wersja z napisami niemieckimi Julie traci w wypadku samochodowym męża, Patrica, wybitnego kompozytora oraz córeczkę Annę. Julie zaczyna nowe życie, anonimowe i niezależne, świadomie odrywając się od wszystkiego tego, czego miała niegdyś pod dostatkiem. Pewna dziennikarka podejrzewa, że Julie jest autorką dzieła swego męża – Julie zaprzecza, być może zbyt kategorycznie. Olivier, młody asystent Patrica, od dawna kocha Julie. Aby wyrwać ją z odosobnienia decyduje się na skończenie „Koncertu dla Europy“, dzieła niedokończonego w wyniku śmierci kompozytora. Krok po kroku towarzyszy Julie w jej wysiłkach unikania zasadzek, które zagrażają jej wolności… TRZY KOLORY: BIAŁY F/CH/PL, Krzysztof Kieslowski, 91 min. Obsada: Zbigniew Zamachowski, Julie Delpy, Janusz Gajos, Oryginalna wersja z napisami niemieckimi Fryzjer Karol, emigrant z Polski, mieszka w Paryżu z piękną żoną Dominique. Nie radzi sobie jednak z emigracyjnym stresem, co doprowadza do rozpadu jego małżeństwa. Po rozwodzie ląduje na ulicy bez środków do życia. Z pomocą przypadkowo poznanego rodaka wraca do kraju, gdzie dorabia się wielkiego majątku i realizuje diaboliczny plan zemsty na niewiernej żonie, która kocha z równą siłą, z jaką jej nienawidzi. Nietypowa dla twórczości Krzysztofa Kieślowskiego dynamiczna gorzka komedia ze świetnymi rolami Zbigniewa Zamachowskiego i Janusza Gajosa. TRZY KOLORY: CZERWONY F/CH/PL 1994, Krzysztof Kieslowski, 99 min. Obsada: Irène Jacob, Jean-Louis Trintignant, Frédérique Feder, Jean-Pierre Lorit, Oryginalna wersja z napisami niemieckimi Valentine (Jacob), mieszkająca w Genewie dwudziestoletnia modelka, potrąca samochodem psa. Odnajduje jego właściciela, którym jest były sędzia (Trintignant). Ten jednak nie chce przyjąć zwierzęcia. Valentine zabiera psa, który pewnego dnia ucieka. Szukając go, przybywa ponownie do sędziego. Okazuje się, że podsłuchuje on rozmowy sąsiadów. Valentine jest początkowo oburzona, jednakże z czasem pomiędzy młodą kobietą a zgorzkniałym starym mężczyzną rodzi się przyjaźń.


LESUNG MIT AGNIESZKA KOWALUK – Residenz des polnischen Generalkonsuls – Freitag, 29. April2016 um 19.00 Uhr 1

LESUNG MIT AGNIESZKA KOWALUK Wir haben die polnisch stämmige Schriftstellerin Agnieszka Kowaluk nach Hamburg eingeladen, die aus ihrem Buch „Du bist so deutsch“ am Freitag, 29. April um 19.00 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls (Marie-Luisen-Straße 137) für uns lesen wird. Die polnische Pianistin Zuzanna Pawlaszek wird sie am Klavier mit Mazurkas von Friedrich Chopin begleiten. „Polnischer Humor trifft deutschen Ernst“: Wer lange im Ausland lebt, wird seiner Heimat fremd. Wo gehört er hin? Oder: Wird etwas Neues, Eigenständiges daraus, wenn verschiedene Kulturen auf einen abfärben? Agnieszka Kowaluk wuchs in Polen auf, interessierte sich aber schon früh für die deutsche Sprache und Kultur und ließ sich später in Deutschland nieder. Die Deutschen sehen in ihr oft die Polin, in Polen ist sie inzwischen eher eine Deutsche. Und erst recht ihre Tochter, die zwar Polnisch spricht und sich den polnischen Verwandten zugehörig fühlt, aber sich doch an der deutschen Peer Group orientiert. Das Einordnen wird schwieriger, die Identität gewinnt viele Facetten, das Leben mit verschiedenen Horizonten macht das Leben aber auch reicher. Wenn Agnieszka Kowaluk uns Deutschen mit tiefer Kenntnis und Einfühlung den Spiegel vorhält, ist das ein Glücksfall für unsere Selbsterkenntnis und für unseren Umgang mit Fremden. (Kurier am Sonntag, 03.08.2014)


LESUNG MIT ARNO SURMINSKI Gewölbekeller im Mahnmal St. Nikolai – 25. April um 18.30 Uhr 1

LESUNG MIT ARNO SURMINSKI Der in Jäglack bei Drengfurth/Ostpreußen geborene deutsche Schriftsteller und Journalist lebt und arbeitet seit 1962 in Hamburg und ist stark mit der Stadt verbunden. Seine Kindheit verbrachte er in Ostpreußen. Nach Kriegsende 1945 wurden seine Eltern in die Sowjetunion deportiert, während er ins schleswig-holsteinische Trittau fliehen konnte. Bekannt wurde Surminski mit zahlreichen Erzählungen und Romanen, die meist von seiner ostpreußischen Heimat und dem Schicksal der Vertriebenen und Flüchtlinge handeln. Es geht ihm dabei nicht um Rache, sondern darum, die Erinnerung an jenes Land seiner glücklichen Kindertage zu erhalten. „Es war mir ein besonderes Anliegen, die beiden Generationen zu versöhnen, sie dahin zu bringen, dass sie sich besser verstehen“, so Surminski zum Ostpreußenblatt (30. Oktober 1999). Der Schriftsteller ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Am 25. April um 18.30 Uhr wird im Gewölbekeller im Mahnmal St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60) die Ausstellung über das Leben und Werk von Arno Surminski eröffnet, die im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg vor zwei Jahren, zu seinem 80. Geburtstag entstanden ist. Sie ist im April von 10.00-17.00 Uhr und im Mai von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Nach fünf Orten in Deutschland, wo sie gezeigt wurde, kommt sie im April nach Hamburg. Der Direktor des Ostpreußischen Museums Lüneburg, Dr. Joachim Mähnert wird die Einführung übernehmen. Danach wird Arno Surminski aus seinen Büchern lesen. Für diesen Abend hat er die gleichnamige Titelgeschichte aus dem Erzählungsband „Als der Krieg zu Ende ging “ und die Geschichte „Im Land der Pusteblumen „ausgesucht. Ferner liest er ein Kapitel aus dem Roman „Polninken oder Eine deutsche Liebe „, der in Masuren spielt. Falls sie Interesse an den an den Büchern von Arno Surminski haben, werden wir für Sie einen Büchertisch aufzustellen. Musik: Mariola Rutschka Anmeldung ist erforderlich unter aleksandra_jeszke-zillmer@gmx.de oder info@dpg-hamburg.de


Busfahrt zu Stätten der polnischen Kultur und Geschichte in Teilen Hamburg 23.4.2016, Zeit: 13.00 – ca. 17.00 Uhr

DIE VOLKSHOCHSCHULE HAMBURG-OST in Farmsen bietet (in Kooperation mit der DPG Hamburg) eine Busfahrt zu Stätten der polnischen Kultur und Geschichte in Teilen Hamburg an. Im Themenschwerpunkt „Alles Hamburg“ bietet die VHS Einblicke in verschiedene Lebensbereiche und zeigt das soziale Miteinander in der Hansestadt. Die Kursleiter/innen sind so vielfältig wie das Leben. Spannende Menschen zeigen ihren persönlichen Blick auf ihre Arbeit: Unsere 2. Vorsitzende, Aleksandra Jeszke-Zillmer, ist Kursleiterin für Polnisch in der VHS-Ost und sie organisiert diese Busfahrt. Sie führt uns u.a. zur St. Joseph-Kirche in der Großen Freiheit in St. Pauli, zur Gedenktafel anl. der Ermordung des Zwangsarbeiters Andrzej Szablewski am Alsterwanderweg und zum Atelier des bekannten polnischen Künstlers Jan de Weryha. Die etwa 4-stündige Fahrt endet mit einem typisch polnischen Imbiss im Bistro Koralle in Volksdorf, wo ein Gespräch mit Vertreter/innen der „Polonia“ möglich wird. Termin: Samstag, 23.4.2016, Zeit: 13.00 – ca. 17.00 Uhr Treffpunkt: Ab 12.30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus (hinter dem ZOB), Besenbinderhof 60 Kosten: 45 € (all. incl.). Für Mitglieder der DPG: 35 €, Anmeldungen per E-Mail: ha.zillmer@gmx.de; telefonisch: 594907


MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2016 1

Am Montag, 4. April 2016 um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg, August-Krogmann-Str. 52, (Gebäude U, Kaminzimmer im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2016 statt, die für uns das wichtigste Forum ist, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können. Deshalb würden wir uns sehr über Ihre zahlreiche Teilnahme freuen. Mit diesen Mitteilungen erhalten Sie die Tagesordnung.


AUSSTELLUNG DER KÜNSTLER AUS CIESZYN/TESCHEN 1

AUSSTELLUNG DER KÜNSTLER AUS CIESZYN/TESCHEN Cieszyn/Teschen ist eine kleine Stadt im Grenzgebiet zwischen Polen, Tschechien und Deutschland. Die Lage hat sie über Jahrhunderte geprägt und zu vielseitigen Kulturbegegnungen geführt. So war Cieszyn/Teschen immer eine sprachlich und konfessionell gemischte Stadt. Die vor 40 Jahren gegründete Fakultät für Bildende Kunst ist eine Filiale der Schlesischen Universität in Katowice/Kattowitz. Sie hängt mit dem bedeutenden kulturbildenden Potenzial dieser Region zusammen. Die Ausstellung zeigt Werke von acht Künstlern, die in Cieszyn/Teschen studiert haben. Ihre Arbeiten stehen in einer besonderen Relation zueinander und zu der Stadt. Sie zeigen uns acht Facetten des momentanen Zustands der Cieszyner Kunstszene und jedes von ihnen erfüllt auf eigene Art und Weise eine tragende Rolle: die Schwere, die Zeitlichkeit, eine Definition des Raumes mit wenigen Umrissen, Zeichnungen der Körperlichkeit aus den Fragmenten und die Fragmente der unsichtbaren Körper. Die Arbeiten der Künstler aus Cieszyn/Teschen zeigen wir im Foyer Hamburg-Haus Eimsbüttel, Doormannsweg 12 vom 4.- 28. April (geöffnet Mo – Sa 10.00 bis 22.00 Uhr). Die Vernissage findet am 8. April um 19.00 Uhr statt. Generalkonsul Dr. Marian Cichosz, der die Ausstellung von Anfang an unterstützt hat, spricht ein Grußwort. Die Einführung übernimmt Frau Dorota Kabiesz (Berlin) als Kuratorin der Ausstellung,


SPENDENAUFRUF

SPENDENAUFRUF Von dem mit uns seit über 35 Jahren freundschaftlich verbundenen Tanz- und Gesangsen-sembles RESOVIA SALTANS sind wir gebeten worden, Pawel Lubinski, einem ehemaligen Ensemblemitglied, in seinem Kampf gegen eine schwere Krebserkrankung zu unterstützen. Pawel „Lubek“ Lubinski leidet an Kehlkopfkrebs und befindet sich in ärztlicher Behandlung bei einem Spezialisten in Darmstadt. Er und seine Familie, die Ehefrau und die beiden Söhne, machen sich große Hoffnung, dass diese ambulante Behandlung erfolgreich sein wird. Wir bitten unsere Mitglieder um Spenden, um der Familie bei der Bewältigung der Kosten für die medizinische Behandlung behilflich zu sein. Bitte überweisen Sie Ihren Spendenbeitrag ggfs. auf das Konto DE22 2005 0550 1012 2104 47, Stichwort „Lubek“, bei der Hamburger Sparkasse. Nach Eingang Ihrer Spende erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.


MITTEILUNGEN 02/2016 (April-Mai)

DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT HAMBURG E.V. TOWARZYSTWO NIEMIECKO-POLSKIE HAMBURG z.T.   MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 4. April 2016 um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg, August-Krogmann-Str. 52, (Gebäude U, Kaminzimmer im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2016 statt, die für uns das wichtigste Forum ist, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können. Deshalb würden wir uns sehr über Ihre Teilnahme freuen. Obwohl die Vorstandswahlen erst im nächsten Jahr anstehen, sind am 4. April auch Nachwahlen erforderlich, da die bisherige stellv. Vorsitzende Dr. Corinna Makowski ihr Mandat niederlegt hat. Auch bei den Beisitzern sind Nachwahlen notwendig. Mit diesen Mitteilungen erhalten Sie die aktualisierte Tagesordnung. AUSSTELLUNG DER KÜNSTLER AUS CIESZYN/TESCHEN Cieszyn/Teschen ist eine kleine Stadt im Grenzgebiet zwischen Polen, Tschechien und Deutschland. Die Lage hat sie über Jahrhunderte geprägt und zu vielseitigen Kulturbegegnungen geführt. So war Cieszyn/Teschen immer eine sprachlich und konfessionell gemischte Stadt. Die vor 40 Jahren gegründete Fakultät für Bildende Kunst ist eine Filiale der Schlesischen Universität in Katowice/Kattowitz. Sie hängt mit dem bedeutenden kulturbildenden Potenzial dieser Region zusammen. Die Ausstellung zeigt Werke von acht Künstlern, die in Cieszyn/Teschen studiert haben. Ihre Arbeiten stehen in einer besonderen Relation zueinander und zu der Stadt. Sie zeigen uns acht Facetten des momentanen Zustands der Cieszyner Kunstszene und jedes von ihnen erfüllt auf eigene Art und Weise eine tragende Rolle: die Schwere, die Zeitlichkeit, eine Definition des Raumes mit wenigen Umrissen, Zeichnungen der Körperlichkeit aus den Fragmenten und die Fragmente der unsichtbaren Körper. Die Arbeiten der Künstler aus Cieszyn/Teschen zeigen wir im Foyer Hamburg-Haus Eimsbüttel, Doormannsweg 12 vom 4.- 28. April (geöffnet Mo – Sa 10.00 bis 22.00 Uhr). Die Vernissage findet am 8. April um 19.00 Uhr statt. Generalkonsul Dr. Marian Cichosz, der die Ausstellung von Anfang an unterstützt hat, spricht ein Grußwort. Die Einführung übernimmt Frau Dorota Kabiesz (Berlin) als Kuratorin der Ausstellung, LESUNG MIT ARNO SURMINSKI Der in Jäglack bei Drengfurth/Ostpreußen geborene deutsche Schriftsteller und Journalist lebt und arbeitet seit 1962 in Hamburg und ist stark mit der Stadt verbunden. Seine Kindheit verbrachte er in Ostpreußen. Nach Kriegsende 1945 wurden seine Eltern in die Sowjetunion deportiert, während er ins schleswig-holsteinische Trittau fliehen konnte. Bekannt wurde Surminski mit zahlreichen Erzählungen und Romanen, die meist von seiner ostpreußischen Heimat und dem Schicksal der Vertriebenen und Flüchtlinge handeln. Es geht ihm dabei nicht um Rache, sondern darum, die Erinnerung an jenes Land seiner glücklichen Kindertage zu erhalten. „Es war mir ein besonderes Anliegen, die beiden Generationen zu versöhnen, sie dahin zu bringen, dass sie sich besser verstehen“, so Surminski zum Ostpreußenblatt (30. Oktober 1999). Der Schriftsteller ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. Am 25. April um 18.30 Uhr wird im Gewölbekeller im Mahnmal St. Nikolai (Willy-Brandt-Straße 60) die Ausstellung über das Leben und Werk von Arno Surminski eröffnet, die im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg vor zwei Jahren, zu seinem 80. Geburtstag entstanden ist. Sie ist im April von 10.00-17.00 Uhr und im Mai von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Nach fünf Orten in Deutschland, wo sie gezeigt wurde, kommt sie im April nach Hamburg. Der Direktor des Ostpreußischen Museums Lüneburg, Dr. Joachim Mähnert wird die Einführung übernehmen. Danach wird Arno Surminski aus seinen Büchern lesen. Für diesen Abend hat er die gleichnamige Titelgeschichte aus dem Erzählungsband „Als der Krieg zu Ende ging “ und die Geschichte „Im Land der Pusteblumen „ausgesucht. Ferner liest er ein Kapitel aus dem Roman „Polninken oder Eine deutsche Liebe „, der in Masuren spielt. Falls sie Interesse an den an den Büchern von Arno Surminski haben, werden wir für Sie einen Büchertisch aufzustellen. Anmeldung ist erforderlich unter aleksandra_jeszke-zillmer@gmx.de oder info@dpg-hamburg.de LESUNG MIT AGNIESZKA KOWALUK Wir haben die polnisch stämmige Schriftstellerin Agnieszka Kowaluk nach Hamburg eingeladen, die aus ihrem Buch „Du bist so deutsch“ am Freitag, 29. April um 19.00 Uhr in der Residenz des polnischen Generalkonsuls (Marie-Luisen-Straße 137) für uns lesen wird. Die polnische Pianistin Zuzanna Pawlaszek wird sie am Klavier mit Mazurkas von Friedrich Chopin begleiten. „Polnischer Humor trifft deutschen Ernst“: Wer lange im Ausland lebt, wird seiner Heimat fremd. Wo gehört er hin? Oder: Wird etwas Neues, Eigenständiges daraus, wenn verschiedene Kulturen auf einen abfärben? Agnieszka Kowaluk wuchs in Polen auf, interessierte sich aber schon früh für die deutsche Sprache und Kultur und ließ sich später in Deutschland nieder. Die Deutschen sehen in ihr oft die Polin, in Polen ist sie inzwischen eher eine Deutsche. Und erst recht ihre Tochter, die zwar Polnisch spricht und sich den polnischen Verwandten zugehörig fühlt, aber sich doch an der deutschen Peer Group orientiert. Das Einordnen wird schwieriger, die Identität gewinnt viele Facetten, das Leben mit verschiedenen Horizonten macht das Leben aber auch reicher. Wenn Agnieszka Kowaluk uns Deutschen mit tiefer Kenntnis und Einfühlung den Spiegel vorhält, ist das ein Glücksfall für unsere Selbsterkenntnis und für unseren Umgang mit Fremden. (Kurier am Sonntag, 03.08.2014) EINLADUNG ZUR TEILNAHME AN DER JAHRESTAGUNG DES BUNDESVERBANDES DER DEUTSCH-POLNISCHEN GESELLSCHAFTEN Auf Einladung von Stadtpräsident Pawel Adamowicz findet die diesjährige Jahrestagung des Bundesverbandes vom 30. September bis 2. Oktober 2016 in der Ostseemetropole Gdansk/Danzig statt. Zeitgleich feiern die Polnisch-Deutsche Gesellschaft Gdansk und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen ihr 40-jähriges Jubiläum, und zwar ebenfalls in Danzig. Wegen der Bedeutung dieser beiden Ereignisse bereitet unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann, der die langjährige Zusammenarbeit dieser beiden Gesellschaften jahrzehntelang begleitet hat, gemeinsam mit dem Vorstand der DPG Hamburg vom 28. September bis 3. Oktober 2016 eine Kurzstudienreise vor. Im Rahmen des Programms sind Besichtigungen in Danzig und von weiteren Sehenswürdigkeiten in den Wojewodschaften Pomorze und Warminsko-Mazurskie (u.a. Rundfahrt durch die Kaschubische Schweiz) geplant. Für die Reise ist ein Direktflug Lübeck – Danzig – Lübeck und die Unterbringung in einem 3-Sterne-Hotel vorgesehen. Zu den Kosten können gegenwärtig noch keine genauen Angaben gemacht werden. Nähere Einzelheiten erfahren Sie bei Gerd Hoffmann unter Telefon 04154/ 795884, der auch unverbindliche Anmeldungen entgegen nimmt; außerdem können Sie ihn per Mail unter hoffmann.gerd@hamburg.de erreichen oder ihm den ausgefüllten Abschnitt (s. Ende dieses Rundschreibens) übersenden. POLENREISE 2016 Nachdem wir schon die Hotels gebucht und den Flug nach Krakau bezahlt haben, ist leider ein Teilnehmer zurückgetreten. Ein Platz ist also frei geworden und wir würden uns freuen, wenn sich jemand für die Reise entscheiden würde. Vielleicht könnten Sie jemanden im Freundes- oder Bekanntenkreis für die Reise begeistern. Zur Erinnerung: wir fahren vom 23. August bis 2. September nach Krakau, Lublin, Zamosc, Kazimierz, Dolny, Sandomierz, also in das s.g. „Kleinpolen“. A N D E R E  V E R A N S T A L T U N G E N A N D E R E R T R Ä G E R KONZERT IM MAHNMAL ST. NIKOLAI „Romantik und mehr“ Am Donnerstag, 31. März 2016 um 19.00 Uhr findet im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60 das Konzert „Romantik und mehr“ statt. Magdalena Erdman – Flöte und Katarzyna Wasiak – Klavier spielen Werke von Chopin, Dobrzański, Franck, Kilar, Paderewski, Poulenc, Reinecke und Saint-Saëns. Die beiden in Polen geborenen Musikerinnen präsentieren Werke von polnischen, deutschen und französischen Komponisten, die in der schönsten Zeit der Romantik entstanden. Stücke von Wojciech Kilar bringen zudem erfrischende Elemente der Moderne ein, die auch aus der Folklore schöpfen. CHOPIN-KONZERT Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e. V. bietet am 8. April 2016, um 19.00 Uhr ein Salon-Konzert „Chopin und die Berliner Bohème“ an. Der musikalisch-literarische Abend findet im Business Club Hamburg, Elbchaussee 43, Villa im Heine-Park statt. Am Flügel spielt Dorota Motyczyńska aus Krakau. Sie studierte an der Karol-Szymanowski-Musikhochschule in Kattowitz und der HfMT in Hamburg und ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe. Der Autor und Sprecher ist Dr. Manfred Dahlke, dessen Vortragsreihen literarisch-musikalischen Reisen durch Europa gleichen. Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse: 25 EUR (Mitglieder 20 EUR, Studierende 10 EUR) Anmeldungen erbeten: per E-Mail unter karten[at]chopin-hamburg.de, per Fax unter 04104-694835 P R O J E K T E D E R L E T Z T E N M O N A T E „100 TAGE NEUE POLNISCHE REGIERUNG IM AMT“ – Vortrag von Prof. Dr. Stefan Garsztecki Seit dem Erdrutschsieg der PiS-Partei von Jarosław Kaczyński („Recht und Gerechtigkeit“) bei den polnischen Parlamentswahlen am 25.10.2016 ist die deutsche Medienberichterstattung vielfach von Sorge um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Polen geprägt. Aus diesem Anlass hatte die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg am 29.02.2016 zu einem Vortrag mit dem Titel „100 Tage neue polnische Regierung im Amt“ in die Krypta des Mahnmals St. Nikolai eingeladen. Als Referent konnte Prof. Garsztecki von der TU Chemnitz gewonnen werden. Der Politikwissenschaftler und Historiker befasst sich seit langem mit der Situation in den Ländern Ostmitteleuropas und gehört in Deutschland zu den profundesten Kennern der politischen Landschaft Polens. Moderiert wurde die mit rund 100 Gästen gut besuchte Veranstaltung von Dr. Barbara Bamberger-Stemmann, Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung und Mitglied der DPG HH. Professor Garsztecki erläuterte eingehend das Wahlergebnis und dessen (Hinter-)Gründe. Gerade die letzten Jahre der sogenannten „3. Republik“ standen im Zeichen der Aufarbeitung der fehlerbehafteten Privatisierungen, starker sozialer Unterschiede und Probleme auf dem Arbeitsmarkt (prekäre Beschäftigungsverhältnisse), der langen Regierungszeit der Bürgerplattform mit diversen Affären, populistischer Tendenzen sowie der Smolensk-Katastrophe. Diese Melange hat schließlich zu einer allgemeinen Wechselstimmung und einer tiefgreifenden gesellschaftlichen Spaltung geführt. Garszteckis gut 45minütige „Tour de Raison“ vermittelte auch durch viele konkrete Beispiele einen klaren und verständlichen Überblick nur „Polen-Anfängern“ aufschlussreiche Einblicke und verzichtete auf Dramatisierungen. Nach seiner Auffassung könne die polnische Zivilgesellschaft – wie bereits in der Vergangenheit bewiesen – z. B. mit Demonstrationen einer antidemokratischen Entwicklung Polens entgegenwirken. Die vielen anschließenden Fragen aus dem Publikum machten das große Interesse an unserem östlichen Nachbarn deutlich. Gefragt nach dem deutsch-polnischen Verhältnis konnte Garsztecki seine Zuhörer denn beruhigen: dank der vielen bestehenden zivilgesellschaftlichen Kontakte sehe er dieses selbst bei einer distanzierteren Haltung der PiS-Regierung gegenüber Deutschland nicht gefährdet. Dank gilt dem Verein „Mahnmal St. Nikolai“ und seinem Vorsitzenden Klaus Franke für die freundliche Bereitstellung der Räumlichkeiten für diese erfolgreiche Veranstaltung unserer Gesellschaft. KONZERT DES UNIVERSITÄTSCHORS RZESZÒW UND DES JUGEND-SINFONIEORCHESTERS AHRENSBURG Im Rahmen einer Zusammenarbeit studierten das Jugend-Sinfonie-Orchester Ahrensburg (JSOA) und der Chor der Musik-Fakultät der Universität Rzeszów vom 10. bis 16. Februar 2016 die Messe in G-Dur von Franz Schubert in Ahrensburg gemeinsam ein. Am 13. Februar präsentierten die beiden Ensembles das Ergebnis in einem Konzert, das unter Leitung von Michael Klaue im Eduard-Söring-Saal der Stormarnschule in Ahrensburg stattfand. Nach der Rückkehr des Chores nach Rzeszow hat uns folgender Brief erreicht: „Sehr geehrte Frau Dr. Krizak, wir möchten uns für Ihren freundlichen Einsatz und Ihre persönliche Unterstützung während unserer Konzertreise nach Hamburg und Ahrensburg noch einmal recht herzlich bedanken. Dank Ihrer Hilfsbereitschaft und Ihrer professioneller Führung konnten Studentinnen und Studenten der Fakultät für Musik der Uni Rzeszow die weltoffene Stadt und seine Geschichte kennenlernen. Unser besonderer Dank gilt auch Herrn Gerd Hoffmann, dem Ehrenvorsitzenden der DPG Hamburg, der die Zusammenarbeit des Universitätschores Rzeszow mit dem Jugendsymphonieorchester Ahrensburg möglich gemacht hat. Mit unseren Konzerten konnten wir beweisen, dass Deutsche und Polen trotz „schwieriger Zeiten“ gerne bereit sind, an gemeinsamen Projekten teilzunehmen und dass Musik die Menschen miteinander verbinden und Herzen öffnen kann. (…) Vielen herzlichen Dank an die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, die zu unseren Konzerten gekommen sind und mit denen wir die Freude an unserer Musik teilen durften.“ Unterzeichnet: Dekan der Fakultät für Musik der Universität Rzeszow, Dr. habil. Miroslaw Dymon. S O N S T I G E S SPENDENAUFRUF Von dem mit uns seit über 35 Jahren freundschaftlich verbundenen Tanz- und Gesangsen-sembles RESOVIA SALTANS sind wir gebeten worden, Pawel Lubinski, einem ehemaligen Ensemblemitglied, in seinem Kampf gegen eine schwere Krebserkrankung zu unterstützen. Pawel „Lubek“ Lubinski leidet an Kehlkopfkrebs und befindet sich in ärztlicher Behandlung bei einem Spezialisten in Darmstadt. Er und seine Familie, die Ehefrau und die beiden Söhne, machen sich große Hoffnung, dass diese ambulante Behandlung erfolgreich sein wird. Wir bitten unsere Mitglieder um Spenden, um der Familie bei der Bewältigung der Kosten für die medizinische Behandlung behilflich zu sein. Bitte überweisen Sie Ihren Spendenbeitrag ggfs. auf das Konto DE22 2005 0550 1012 2104 47, Stichwort „Lubek“, bei der Hamburger Sparkasse. Nach Eingang Ihrer Spende erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Mit herzlichen Grüßen Für den Vorstand Ihre Viola Krizak TAGESORDNUNG DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2016 am Montag, dem 4. April um 18.00 Uhr im Berufsförderungswerk Hamburg, Kaminzimmer im Erdgeschoss, August-Krogmann-Str. 52* 1. Eröffnung und Begrüßung sowie Feststellen der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung der Tagesordnung und Wahl eines Protokollführers 3. Entwicklung der Mitgliederzahl und Begrüßung neuer Mitglieder 4. Bericht des Vorstands 5. Bericht der Schatzmeisterin 6. Aussprache zu den Berichten 7. Bericht der Kassenprüfer 8. Entlastung des Vorstandes 9. Nachwahlen – Wahl einer/eines stellvertretenden Vorsitzenden – Wahl von Beisitzerinnen/Beisitzern 10. Ausblick auf die Jahresplanung 2016 11. Verschiedenes *Sie erreichen das BFW mit der U-Bahn U1 (Station Farmsen), dann zu Fuß über den Weg entlang der U1 oder über die August-Krogmann-Straße oder auch mit den Bussen 27 und 168 (1 Station). Parkplätze befinden sich im Parkhaus am Eingang des BFW *************************************************************************************** REISEANMELDUNG Hiermit melde/n ich/wir mich/uns unverbindlich für die Polenreise nach Danzig aus Anlass der Jahrestagung des Bundesverbandes in Danzig/Gdansk vom 28. September bis 3. Oktober 2016 an. Ich möchte/wir möchten in einem 1-Bett-Zimmer / 2-Bett-Zimmer übernachten (den zutreffenden Wunsch bitte unterstreichen). NAME:………………………………………VORNAME…………………………….. NAME:………………………………………VORNAME…………………………….. ADRESSE…………………………………………………………………………………. TEL.NR.:……………………………………E-Mail:……………………………………… DATUM, UNTERSCHRIFT………………………………………………………………………… Bitte bis Ende März zurücksenden an: Gerd Hoffmann, Claudiusweg 6, 22946 Trittau


Polenreise 2016 (Ausgebucht)

Auf Grund hoher Nachfrage, sind alle Plätze vergeben.   Der Vorstand Reiseinfo     POLENREISE Seit dem Jahr 2000 bieten wir regelmäßig jedes Jahr eine Reise nach Polen an, um Ihnen die Gelegenheit zu bieten, lebensnah unser Nachbarland kennenzulernen, bzw. ihre Kenntnisse zu vertiefen. In diesem Jahr ist unsere Vorsitzende Viola Krizak dem Wunsch der Teilnehmer der Reise 2015 nachgekommen und fährt vom 23. August bis 2. September nach Krakau, Lublin, Zamosc, Kazimierz Dolny, Sandomierz, also in das s.g. „Kleinpolen“. Sie sind herzlich eingeladen mitzukommen. Krakau, Polens alte Königstadt, gehört zweifellos zu den größten Sehenswürdigkeiten in Europa. Im 2007 feierte die Stadt den 750. Jahrestag ihrer Gründung. Sie zählt nahezu 1 Million Einwohner und ist die meistbesuchte Stadt Polens. Krakau übt ebenfalls einen starken Einfluss auf die polnische Kultur aus. Zamosc wurde nach der italienischer Vorstellung von einer idealen Stadt ab 1578 vom veneziani-schen Baumeister Bernardo Morando im Stil der italienischen Renaissance erbaut, was ihr den Namen Padua des Nordens einbrachte. Die Stadt gehört zu den am besten erhaltenen Renaissance-Städten Europas. Die Altstadt gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Lublin besitzt eine hübsche Altstadt am Berghang, die aus einem Labyrinth romantischer Gassen besteht. In der ehemaligen Burg ist die gotische Dreifaltigkeit-Kapelle aus dem 14. Jh. mit wunderbaren Fresken erhalten. Die profane Architektur mit interessanten Bürgerhäusern und die sakrale Architektur bilden die Höhepunkte der bei uns wenig bekannten Stadt. Die Altstadt von Sandomierz zählt zu den schönsten, ältesten und besterhaltenen Kleinstädten in Polen. Ihre städtebauliche Struktur mit dem großen Altmarkt stammt aus dem 14.Jh.. Außerdem werden noch einige Adelsresidenzen in Kozlowka und Baranow Sandomierski sowie architektonisch bedeutsame Kirchen in Opatow und Klimontow besichtigt. Wir haben damit begonnen, die Preise für den Flug Hamburg-Warschau-Hamburg, Hotels mit Frühstück, Stadtführer, Museumseintritte, Bustransfer von Krakau-Lublin-Krakau einzuholen. Wir schätzen, dass sich Kosten auf der Höhe der Reise 2015 (DZ: ca.750 EUR p. P. und EZ: ca. 950 EUR p. P.) bewegen werden. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Ende Februar auf dem beigefügten Formular oder per E-Mail: krizak_viola@hotmail.com an. + Google Kalender+ iCal Export


VORTRAG ZUR AKTUELLEN SITUATION IN POLEN

DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT HAMBURG E.V. TOWARZYSTWO NIEMIECKO-POLSKIE HAMBURG VORTRAG ZUR AKTUELLEN SITUATION IN POLEN Die DPG Hamburg e.V. lädt alle Mitglieder und interessierte Hamburgerinnen und Hamburger herzlich zum Vortrag ein: 100 Tage neue polnische Regierung im Amt Seit dem Wechsel der polnischen Regierung erreichen uns aus Polen immer wieder beunruhigende Informationen, die nicht immer dem Bild einer demokratischen Gesellschaft gerecht werden. Dieser allgemeinen zunehmenden Verunsicherung wollen wir begegnen, ohne uns in die in Polen ansteigende polarisierende gesellschaftspolitische Auseinandersetzung einzumischen. Nach den vielen Medienberichten in unserem Land, die mehr oder weniger die neue Situation in Polen einseitig bewertet haben, wollen wir die Komplexität des Themas auf fundierter Grundlage erörtern. Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Politikwissenschaftler und Historiker von der Technischen Universität Chemnitz hebt in seinem Vortrag die historischen Gründe und Probleme der Vorgängerregierung in Polen hervor und erläu-tert, wie sie maßgebend zur heutigen Situation geführt haben. Darüber hinaus wird er den in Polen besonders gepflegten Patriotismus erklären, der von Bedeutung für die Beziehungen mit Deutschland und Europa ist. MODERATION: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann Historikerin und Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung. MONTAG, 29. FEBRUAR 2016, 18:30 UHR KRYPTA DES MAHNMALS ST. NIKOLAI WILLY-BRANDT-STR. 60 – 20457 HAMBURG Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.


Klausurtagung 16.-17. Januar 2016

Der Vorstand unserer Gesellschaft organisiert vom 16.-17. Januar 2016 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2016 beraten und einen Jahresplan 2016 erstellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie uns diese bitte telefonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit. Die Klausurtagung findet in der „Akademie am See“ , Kloppenberg 7 in Plön statt. Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Falls Sie Interesse haben, teilen Sie dies uns bitte bis zum 30. November 2015 telefonisch oder per E-Mail mit, damit wir ggf. Zimmer für Sie reservieren lassen können. Tagesgäste sind ebenfalls willkommen. Der Eigenbeitrag für eine Übernachtung mit Vollverpflegung wird ca. 50 Euro betragen. Foto von der Webseite


MITTEILUNGEN 01/2016 (Januar-Februar-März)

MITTEILUNGEN 01/2016 (Januar-Februar-März)   U N S E R E  V E R A N S T A L T U N G E N   VORTRAG  ZUR  AKTUELLEN  SITUATION  IN  POLEN Nach dem Wechsel der polnischen Regierung Ende Oktober erreichen uns aus Polen immer wieder beunruhigende Information, die dem Bild einer demokratischen Gesellschaft nicht immer gerecht werden können. Es ist auch nicht beruhigend, wenn Frau Beata Szydlo, die neue Ministerpräsidentin Polens, in Brüssel die Einengung der Arbeit des Gerichtshofes als “einen internen politischen Streit” bezeichnet. Die für uns nicht einfach einzuschätzende neue Situation verunsichert gegenwärtig nicht nur die Verantwortlichen in unserem Vorstand, sondern auch weite Teile unserer Mitglieder und viele Freunde  unserer langjährigen Arbeit, was aus vielen Gesprächen und auch Zuschriften deutlich erkennbar ist. Wir möchten dieser allgemeinen und mehr und mehr um sich greifenden Verunsicherung begegnen, ohne dass wir für die eine oder die andere Seite der sich in Polen zunehmend polarisierenden politischen Kräfte Partei ergreifen. Nach vielen Zeitungsberichten, in denen mehr oder weniger fair über Polen berichtet wurde, ist uns eine sachliche Analyse wichtig. Deshalb haben wir Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Mitarbeiter der Technischen Universität Chemnitz im Institut für Europäische Studien, Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas, eingeladen. Er beschäftigt sich als Politikwissenschaftler und Historiker mit politischen Kulturen und Geschichtsdiskursen vergleichend mit Ostmitteleuropa. Er wird zum Thema „100 Tage neue polnische Regierung im Amt“ sprechen und  die historischen Gründe und Probleme der Vorgängerregierung in Polen erläutern, die maßgebend zur heutigen Situation geführt haben. Darüber hinaus wird er den in Polen  besonders gepflegten Patriotismus erklären, der von Bedeutung für die Beziehungen mit Deutschland und Europa ist.   Die Moderation übernimmt unser Mitglied Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Historikerin und Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung. Das Treffen findet am 29. Februar um 18.30 Uhr in der Krypta des Mahnmals St. Nikolai Willy-Brandt-Straße 60 statt. Gäste sind herzlich willkommen. Eintritt ist frei.   MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am Montag, 4. April 2016  um 18.00 Uhr, findet im Berufsförderungswerk Hamburg, August-Krogmann-Str. 52, (Gebäude U, Kaminzimmer  im Erdgeschoss) die Mitgliederversammlung 2016 statt, die für uns das wichtigste Forum ist, in dem wir mit Ihnen ins Gespräch kommen können. Deshalb würden wir uns sehr über Ihre zahlreiche Teilnahme freuen. Mit diesen Mitteilungen erhalten Sie die Tagesordnung.   POLENREISE Seit dem Jahr 2000 bieten wir regelmäßig jedes Jahr eine Reise nach Polen an, um Ihnen die Gelegenheit zu bieten, lebensnah unser Nachbarland kennenzulernen, bzw. ihre Kenntnisse zu vertiefen. In diesem Jahr ist unsere Vorsitzende Viola Krizak dem Wunsch der Teilnehmer der Reise 2015 nachgekommen und fährt vom 23. August bis 2. September nach Krakau, Lublin, Zamosc, Kazimierz Dolny, Sandomierz, also in das s.g. „Kleinpolen“. Sie sind herzlich eingeladen mitzukommen. Krakau, Polens alte Königstadt, gehört zweifellos zu den größten Sehenswürdigkeiten in Europa. Im 2007 feierte die Stadt den 750. Jahrestag ihrer Gründung. Sie zählt nahezu 1 Million Einwohner und ist die meistbesuchte Stadt Polens. Krakau übt ebenfalls einen starken Einfluss auf die polnische Kultur aus.  Zamosc wurde nach der italienischer Vorstellung  von einer idealen Stadt ab 1578 vom venezianischen Baumeister Bernardo Morando im Stil der italienischen Renaissance erbaut, was ihr den Namen Padua des Nordens einbrachte. Die Stadt gehört zu den am besten erhaltenen Renaissance-Städten Europas. Die Altstadt gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Lublin besitzt eine hübsche Altstadt am Berghang, die aus einem Labyrinth romantischer Gassen besteht. In der ehemaligen Burg ist die gotische Dreifaltigkeit-Kapelle aus dem 14. Jh. mit wunderbaren Fresken erhalten. Die profane Architektur  mit interessanten Bürgerhäusern und die sakrale Architektur bilden die Höhepunkte der bei uns wenig bekannten Stadt. Die Altstadt von Sandomierz zählt zu den schönsten, ältesten und besterhaltenen Kleinstädten in Polen. Ihre städtebauliche Struktur mit dem großen Altmarkt stammt aus dem 14.Jh.. Außerdem werden noch einige Adelsresidenzen in Kozlowka und Baranow Sandomierski sowie architektonisch bedeutsame Kirchen in Opatow und Klimontow besichtigt. Wir haben damit begonnen, die Preise für den Flug Hamburg-Warschau-Hamburg, Hotels mit Frühstück, Stadtführer, Museumseintritte, Bustransfer von Krakau-Lublin-Krakau einzuholen. Wir schätzen, dass sich Kosten auf der Höhe der Reise 2015 (DZ:  ca.750 EUR p. P. und EZ: ca. 950 EUR p. P.) bewegen werden. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Ende Februar auf dem beigefügten Formular oder per E-Mail: krizak_viola@hotmail.com an.   NEUE MITGLIEDER Dr. Ursula Piskorzynski, Marianne und Dr. Andreas Lenz,  Annalisa und Klaus Alber, Raimo Körtner und Rafael Rucha  sind unsere neuen Mitglieder geworden, worüber wir uns sehr freuen. Wir heißen Sie herzlich willkommen und hoffen  auf eine gute Zusammenarbeit.   V E R A N S T A L T U N G E N  A N D E R E R  T R Ä G E R   LESUNG UNSERES  MITGLEDS UND SCHRFTSTELLERS  ARNO SURMINSKI Am 06. Februar 2016 um 17.00 Uhr liest der Schriftsteller Arno Surminski zugunsten einer neuen Orgel in der Trittauer Martin-Luther-Kirche aus seinen Werken, u. a. aus seinem autobiografischen Roman „Kudenow oder an fremden Wassern weinen“,  in dem er seine Flucht aus Ostpreußen und seine Jugend in der Trittauer neuen Heimat beschreibt. Die Lesung wird musikalisch von Truhenorgel und Cello begleitet. Der Eintritt ist frei; Spenden für die neue Orgel erbeten. Von den Kosten in Höhe von ca. 300.000 € sind im Rahmen der seit vier Jahren laufenden Aktion unter dem Motto „Wir ziehen alle Register“ bisher  ca. 260.000 €  zusammen ge-kommen. Unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann ist als Trittauer einer der Organisatoren dieser Spenden-aktion.       KONZERT DES UNIVERSITÄTSCHORS RZESZÒW UND DES JUGEND-SINFONIE-ORCHESTERS AHRENSBURG Im Rahmen einer vor vier Monaten in Rzeszów verabredeten Zusammenarbeit studieren das Jugend-Sinfonie-orchester Ahrensburg (JSOA) und der Chor der Musik-Fakultät der Universität Rzeszów vom 10. bis 16. Februar 2016 die Messe in G-Dur von Franz Schubert in Ahrensburg gemeinsam ein. Am 13. Februar 2016 um 18.00 Uhr präsentieren die beiden Ensembles das Ergebnis ihrer beispielhaften musikalischen Zusammenarbeit in einem Konzert, das unter Leitung von Michael Klaue im Eduard-Söring-Saal der Stormarnschule (Gymnasium, Waldstraße, Unterführung S-Bahn Ahrensburg) stattfindet. Der Chor erwidert einen Besuch des JSOA im Herbst 2015.Durch Unterstützung der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszów und der DPG Hamburg unternahm das JSOA eine Tournee in den Südosten Polens und trat mit Werken von Bach , Verdi, Dvorak und Kallinikow in Rzeszów, Krosno, Sanok und Krakau. auf.  Die musikalische Jugendbegegnung wurde aus Mittel des Deutsch-Polnischen Jugendwerks und der Goethe-Stiftung gefördert.   KONZERT ZUR EHREN WANDA WILKOMIRSKA Am 20.Februar 2016 um 18:00 Uhr findet in Mahnmal St. Nikolai ein besonderes Konzert zu Ehren der weltberühmten Geigerin Wanda Wiłkomirska statt. Freuen Sie sich auf viel Musik, spannende Episoden aus ihrer Biografie, auf Fotos und auf Filmausschnitte aus dem faszinierenden Konzertleben der berühmten Geigerin. Im Anschluss an das Konzert folgt eine Diskussionsrunde. Die Einführung übernimmt Mariola Rutschka, die musikalischen  Beiträge kommen von Ewelina Nowicka, Violine und  Milena Antoniewicz, Klavier, die von den West Streichern, Schüler der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg, begleitet werden. Wanda Wiłkomirska wird als Ehrengast anwesend sein.   AUSSTELLUNG IM MUSEUM DER ARBEIT Im Museum für Arbeit ist die Ausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“  noch bis 3. April zu sehen. Über 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus fast allen Ländern Europas wurden als “Fremdarbeiter”, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge in das nationalsozialistische Deutschland verschleppt oder mussten in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten. Spätestens seit 1942 gehörten Zwangsarbeiter zum Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Die aus allen Teilen Europas, vor allem aus den östlichen Ländern, deportierten Arbeitskräfte wurden überall eingesetzt: in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk, in öffentlichen Einrichtungen und in Privathaushalten. Ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Thüringen – alle Deutschen begegneten Zwangsarbeitern, viele profitierten davon. Zwangsarbeit war kein Geheimnis, sie war ein weitgehend öffentlich stattfindendes Verbrechen. Die Ausstellung erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945.   DEUTSCH-POLNISCH-UKRAINISCHE WOCHE Der Verein aubiko e.V. bietet vom 03. bis 09. April 2016 eine deutsch-polnisch-ukrainische Kulturwoche an. In der aktuellen Situation ist außerordentlich wichtig, Polen und die Ukraine näher ins Bewusstsein der Hamburger Schüler und Bürger zu rücken. Um eine breite Zielgruppe zu erreichen,  besteht das Programm aus zwei Teilen. Im Rahmen eines Schulprojekts werden Polen und die Ukraine den Hamburger Schüler/-innen mit Workshops zu Sprache, Literatur, Theater und der polnischen Küche präsentiert und in einem öffentlichen Abendprogramm werden alle Hamburger/innen angesprochen. Im Rahmen des Schulprojekts werden sich die Teilnehmer mit der Frage auseinandersetzen, wo die polnischen Spuren in Hamburg zu sehen sind. Viele Straßen sind z.B. heute nach polnischen Städten benannt und die wenigsten Schüler wissen etwas darüber. Als Auftakt dieser Woche wird der Kabarettist und Autor Steffen Möller eine Veranstaltung  zum Thema polnische Kultur gestalten, die am 15.02.2016 am Lerchenfeldgymnasium in Hamburg stattfindet. Der Stadtpräsident von Gdańsk, Pawel Adamowicz hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen und das Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg unterstützt das Vorhaben.   DIE VOLKSHOCHSCHULE HAMBURG-OST in Farmsen bietet (in Kooperation mit der DPG Hamburg) eine Busfahrt zu Stätten der polnischen Kultur und Geschichte in Teilen Hamburg an. Im Themenschwerpunkt „Alles Hamburg“ bietet die VHS Einblicke in verschiedene Lebensbereiche und zeigt das soziale Miteinander in der Hansestadt. Die Kursleiter/innen sind so vielfältig wie das Leben. Spannende Menschen zeigen ihren persönlichen Blick auf ihre Arbeit: Unsere 2. Vorsitzende, Aleksandra Jeszke-Zillmer, ist Kursleiterin für Polnisch in der VHS-Ost und sie organisiert diese Busfahrt. Sie führt uns  u.a. zur St. Joseph-Kirche in der Großen Freiheit in St. Pauli, zur Gedenktafel anl. der Ermordung des Zwangsarbeiters Andrzej Szablewski am Alsterwanderweg und zum Atelier des bekannten polnischen Künstlers Jan de Weryha. Die etwa 4-stündige Fahrt endet mit einem typisch polnischen Imbiss im Bistro Koralle in Volksdorf, wo ein Gespräch mit Vertreter/innen der „Polonia“ möglich wird. Termin: Samstag, 23.4.2016,  Zeit: 13.00 – ca. 17.00 Uhr Treffpunkt: Ab 12.30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus (hinter dem ZOB), Besenbinderhof 60 Kosten: 45 € (all. incl.). Für Mitglieder der DPG: 35 €, Anmeldungen per E-Mail: ha.zillmer@gmx.de; telefonisch: 594907   P R O J E K T E  D E R  L E T Z T E N   M O N A T E   JUBILÄUM VON RESOVIA SALTANS Es ist kaum zu glauben, RESOVIA SALTANS, das Tanz- und Gesangsensemble der Universität Rzeszow, mit dem wir seit 35 Jahren zusammenarbeiten, feierte am 14. November sein 40. Jubiläum! Aus diesem Anlass konnte unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann 31 Personen aus Norddeutschland gewinnen, an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilzunehmen. Unter den 26 Mitgliedern und Freunden unserer Gesellschaft waren einige, die bei den zahlreichen Besuchen in Hamburg und Norddeutschland als Gastgeber die Studentinnen und Studenten aufnahmen und begeistert die Konzerte des Ensembles besucht haben. Außerdem nahmen an der Reise der Vorsitzende der DPG Tostedt, Hans-Dieter Feindt mit seiner Frau  und sein Stellvertreter Burkhard Wessling sowie mit Carina Kaiser und Detlef  zwei Vertreter des Hamburger Folkloreensemble FINKWAR-DER SPEELDEEL teil. Die beiden Gruppen haben sich im Jahr 2003 kennengelernt, angefreundet und seit dieser Zeit einige gemeinsame Konzerte veranstaltet. Das große Gala-Konzert fand in der Philharmonie Rzeszow statt, die einen sehr feierlichen und großartigen Rahmen bot. Im Konzert traten zuerst die Senioren auf, die schon einige Wochen vorher fleißig geübt haben, um den Anforderungen des  anstrengenden Auftritts gerecht zu werden. Es hat bestens funktioniert, was mit einem langen Applaus gewürdigt wurde. Als zweite Gruppe traten die jungen, noch nicht so erfahrenen Tänzer auf und als dritte die repräsentative Gruppe, in der die besten Tänzer/innen auftreten. Es war beeindruckend, die wunderdbaren Tänze, die professionell gesungenen Volkslieder und die farbenfrohen Kostüme zu erleben. Danach gab es viele Reden, viele Lobesworte viele Blumen und Geschenke. Begleitend zu diesem Ereignis fand ein Symposium zum Thema „Folklore überwindet die Grenzen“ statt, an dem unsere Vorsitzende Viola Krizak, der Ehrenvorsitzende Gerd Hoffmann und Carina Kaiser (FINKWAR-DER SPEELDEEL ) mit Referaten teilgenommen haben.   25 JAHRE DER PDG RZESZOW Nach der Wende 1989 führten die Kontakte, die durch RESOVIA  SALTANS entstanden sind, 1990 zur Entstehung der  Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszow, die  nach dem Vorbild der Hamburger Gesellschaft gebildet wurde. Am Anfang bestand die Hilfe aus praktischen Hinweisen zur Satzung  und Arbeitsweise der Gesellschaft, die später zum regelmäßigen Austausch von Schülern und Studenten geführt hat. Mit der Zeit ist die PDG Rzeszow unsere engagierte und vertraute Partnerin geworden, was zu einer engen und freundschaftli-chen deutsch-polnischen Zusammenarbeit geführt hat. Die PDG Rzeszów ist unserer Erkenntnis nach die aktivste Gesellschaft in unserem Nachbarland. Der feierliche Empfang fand in einem Rzeszower Hotel statt und war mit vielen Erinnerungen an die beispiel-hafte Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften in den vergangenen 25 Jahren gefüllt.   ADVENTSFEIER 2015 Unsere alljährige Adventsfeier am 28.11. war  sehr erfolgreich. Der Chor METRUM aus Gnesen/Gniezno sang einfühlsam Weihnachtslieder, die in interessanten, völlig neuen Arrangements des Chorleiters Jarek Krenz mal kräftig, mal zart und einfühlsam klangen und sorgten damit bei den Zuhörern für Rührung und Begeisterung. An der anschließenden Adventsfeier beteiligten sich ca. 120 Personen, so dass die räumlichen Kapazitäten voll ausgeschöpft waren. Es wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und Hartwig Zillmer hat ausgewählte Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Die wunderbare Stimmung und das Beisammensein haben offensichtlich alle genossen.     KLAUSURTAGUNG 2016 Der Vorstand unserer Gesellschaft nahm vom 16.- 17. Januar 2016 an der Klausurtagung teil, während der wir über die Aktivitäten für das laufende Jahr beraten und den Jahresplan  erstellt haben. Eine Übersicht der von uns geplanten Projekte fügen wir als Anlage bei. Wir hoffen, dass es gelingen wird, sie alle umzusetzen.    


Adventskonzert 2015 – Samstag 28.November ab 16.00 Uhr

Adventsfeier 2015 Die traditionelle Adventsfeier der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und das Konzert finden in diesem Jahr am Samstag 28.November ab 16.00 Uhr statt. Freuen Sie sich auf den Chor METRUM aus Gnesen/Gniezno, der uns mit Weihnachtslieder auf das wichtigste Ereignis des christlichen Kalenders einstimmen wird. Der gemischte Chor Metrum wurde mit dem „Silberband“ auf dem Internationalen Festival in Prag ausgezeichnet. Am Wettbewerb nahmen etwa 2.500 Sängerinnen und Sänger teil. Der Chor wurde im Jahr 1983 gegründet und im Januar 2015 feierte untypisch sein Jubiläum. Youtube PlakatFlyer_Adventskonzert_ChorMETRUM_Nov2015 Plakat_Adventskonzert_ChorMETRUM_Nov2015 Adventskonzert Es ist wieder soweit! Es ist kaum zu glauben, aber bald feiern wir Weihnachten und daher laden wir Sie am Samstag, dem 28.November ab 16.00 Uhr zu unserem traditionellen Konzert und der anschließenden Adventsfeier ein. In diesem Jahr haben wir den Chor METRUM aus Gnesen/Gniezno eingeladen, der uns mit klassischen Werken und Weihnachtslieder auf das wichtigste Ereignis des christlichen Kalenders einstimmen wird. Der gemischte Chor METRUM wurde 1983 gegründet. Er nahm an zahlreichen Chor-Festivalen und Wettbewerben in Polen und im Ausland teil. Auf dem Internationalen Festival in Prag, an dem etwa 2.500 Sängerinnen und Sänger teilnahmen, wurde Metrum mit dem „Silberband“ ausgezeichnet. Sein Repertoire ist sehr vielfältig: die 30 Sänger singen Sakralmusik, klassische Musik, Gospels, Jazz, Pop und Weihnachtslieder. Der Chorleiter Jarek Krenz schreibt für viele Werke eigene, interessante Arrangements. Der Chor singt um 16.00 Uhr in der Christ- König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36. Youtube ADVENTSFEIER 2015 Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder Bigos und Rote Beete Suppe, zwei typische Gerichte der polnischen Küche, vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Rotwein werden wir mit dem Chor einige Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte vorlesen und das Zusammensein genießen.


THEATERPROJEKT – Kampfeinsatz – Stell dir vor es ist Krieg und du gehst hin 20., 21., 26., 27. und 28. November 2015 19 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Förderkreises Mahnmal St. Nikolai, wir möchten Sie gern auf die folgende Theaterproduktion hinweisen. Restkarten für die Premiere am 19. November sowie die weiteren Vorstellungen am 20. und 21. sowie 26., 27., und 28. November können unter Tel. 040 – 37 11 25 reserviert werden. Donnerstag, 19. November, 19.00 Uhr THEATERPROJEKT – Uraufführung Kampfeinsatz – Stell dir vor es ist Krieg und du gehst hin Kampfeinsatz, das neue Stück der Theatergruppe Axensprung, fragt nach der Verantwortung demokratischer Gesellschaften angesichts von Krieg und Terror in den Randgebieten unseres Kontinents und untersucht die Folgen von Auslandseinsätzen für deutsche Soldaten. Wie gehen die Heimkehrer mit den Erfahrungen von Tod und extremer Gewalt um? Kann der Traumatisierte überhaupt wieder in das Wertesystem der „Heimat“ zurückfinden? Wie reagiert die Gesellschaft? Und was bewegt junge Menschen mit deutschem Pass sich auf allen Seiten der Fronten als Freiwillige in den Kampf zu begeben? Mit: Michael Bideller, Oliver Hermann, Mignon Remé, Markus Voigt, Regie: Erik Schäffler, Musik/Sonds: Markus Voigt, Video: Eike Zuleeg. axensprung | THEATER Eintritt € 15,- / erm. € 12,- Weitere Termine am 20., 21., 26., 27. und 28. November. Kartenreservierung unter Tel. 040-371125 Das Projekt wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg, die Kulturbehörde Hamburg und die Körber-Stiftung. Mit freundlichen Grüßen Dörte Huß ____________ Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V. Willy-Brandt-Straße 60 20457 Hamburg www.mahnmal-st-nikolai.de


JUBILÄUM VON RESOVIA SALTANS – 14. November 2015

JUBILÄUM VON RESOVIA SALTANS Es ist kaum zu glauben, RESOVIA SALTANS, das Tanz- und Gesangsensemble der Universität Rzeszow, mit dem wir seit 35 Jahren zusammenarbeiten, feierte am 14. November sein 40. Jubiläum! Aus diesem Anlass konnte unser Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann 31 Personen aus Norddeutschland gewinnen, an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilzunehmen. Unter den 26 Mitgliedern und Freunden unserer Gesellschaft waren einige, die bei den zahlreichen Besuchen in Hamburg und Norddeutschland als Gastgeber die Studentinnen und Studenten aufnahmen und begeistert die Konzerte des Ensembles besucht haben. Außerdem nahmen an der Reise der Vorsitzende der DPG Tostedt, Hans-Dieter Feindt mit seiner Frau und sein Stellvertreter Burkhard Wessling sowie mit Carina Kaiser und Detlef zwei Vertreter des Hamburger Folkloreensemble FINKWAR-DER SPEELDEEL teil. Die beiden Gruppen haben sich im Jahr 2003 kennengelernt, angefreundet und seit dieser Zeit einige gemeinsame Konzerte veranstaltet. Das große Gala-Konzert fand in der Philharmonie Rzeszow statt, die einen sehr feierlichen und großartigen Rahmen bot. Im Konzert traten zuerst die Senioren auf, die schon einige Wochen vorher fleißig geübt haben, um den Anforderungen des anstrengenden Auftritts gerecht zu werden. Es hat bestens funktioniert, was mit einem langen Applaus gewürdigt wurde. Als zweite Gruppe traten die jungen, noch nicht so erfahrenen Tänzer auf und als dritte die repräsentative Gruppe, in der die besten Tänzer/innen auftreten. Es war beeindruckend, die wunderdbaren Tänze, die professionell gesungenen Volkslieder und die farbenfrohen Kostüme zu erleben. Danach gab es viele Reden, viele Lobesworte viele Blumen und Geschenke. Begleitend zu diesem Ereignis fand ein Symposium zum Thema „Folklore überwindet die Grenzen“ statt, an dem unsere Vorsitzende Viola Krizak, der Ehrenvorsitzende Gerd Hoffmann und Carina Kaiser (FINKWAR-DER SPEELDEEL ) mit Referaten teilgenommen haben. 25 JAHRE DER PDG RZESZOW Nach der Wende 1989 führten die Kontakte, die durch RESOVIA SALTANS entstanden sind, 1990 zur Entstehung der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszow, die nach dem Vorbild der Hamburger Gesellschaft gebildet wurde. Am Anfang bestand die Hilfe aus praktischen Hinweisen zur Satzung und Arbeitsweise der Gesellschaft, die später zum regelmäßigen Austausch von Schülern und Studenten geführt hat. Mit der Zeit ist die PDG Rzeszow unsere engagierte und vertraute Partnerin geworden, was zu einer engen und freundschaftli-chen deutsch-polnischen Zusammenarbeit geführt hat. Die PDG Rzeszów ist unserer Erkenntnis nach die aktivste Gesellschaft in unserem Nachbarland. Der feierliche Empfang fand in einem Rzeszower Hotel statt und war mit vielen Erinnerungen an die beispiel-hafte Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften in den vergangenen 25 Jahren gefüllt


ADVENTSFEIER 2015|28.November|ab 16.00 Uhr Konzert|ab 17.30 Uhr Adventsfeier

Adventskonzert Es ist wieder soweit! Es ist kaum zu glauben, aber bald feiern wir Weihnachten und daher laden wir Sie am Samstag, dem 28.November ab 16.00 Uhr zu unserem traditionellen Konzert und der anschließenden Adventsfeier ein. In diesem Jahr haben wir den Chor METRUM aus Gnesen/Gniezno eingeladen, der uns mit klassischen Werken und Weihnachtslieder auf das wichtigste Ereignis des christlichen Kalenders einstimmen wird. Der gemischte Chor METRUM wurde 1983 gegründet. Er nahm an zahlreichen Chor-Festivalen und Wettbewerben in Polen und im Ausland teil. Auf dem Internationalen Festival in Prag, an dem etwa 2.500 Sängerinnen und Sänger teilnahmen, wurde Metrum mit dem „Silberband“ ausgezeichnet. Sein Repertoire ist sehr vielfältig: die 30 Sänger singen Sakralmusik, klassische Musik, Gospels, Jazz, Pop und Weihnachtslieder. Der Chorleiter Jarek Krenz schreibt für viele Werke eigene, interessante Arrangements. Der Chor singt um 16.00 Uhr in der Christ- König-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36. Youtube ADVENTSFEIER 2015 Anschließend, ab 17.30 Uhr findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden für Sie wieder Bigos und Rote Beete Suppe, zwei typische Gerichte der polnischen Küche, vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Rotwein werden wir mit dem Chor einige Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte vorlesen und das Zusammensein genießen. Um besser planen zu können, bitten wir Sie, uns auf dem beiliegenden Formular mitzuteilen, ob Sie teilnehmen möchten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie können uns auch anrufen (040/59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (ha.zillmer@web.de oder krizak_viola@hotmail.com). Wir bitten um Rückmeldung bis zum 24. November 2015. Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg.


JAZZKONZERT MIT JAREK KOSTKA „Chopin Profanum“ / ein JAZZ-Quartett aus Poznan | Kammerspiele | Logensaal | 18.Okt.2015 – 16.00Uhr

JAZZKONZERT MIT JAREK KOSTKA Als der Jazz gegen Anfang des 20. Jh. aufkam, da war es etwas ganz Unerhörtes. Es hatte mit Gefühl und Rhythmus zu tun, mit Freiheit und Aufbruch, mit Frische und Aufbegehren. Das war das, was viele Intellektuelle und Künstler brauchten. Das galt insbesondere in einer Zeit, in der in Polen vieles verboten war und alles, was aus dem Westen kam, als feindliche Propaganda verurteilt wurde. In dieser Nische hat sich der polnische Jazz so weit entwickelt und etabliert, dass Polen auf einmal zu dem führenden Jazzland Osteuropas wurde. Musikalisch gilt der in den 1950er Jahren entstandene „Polski Jazz“ als ein charakteristischer, eigenständiger Stil. In dieser Tradition spielt das JAZZ-Quartett von Jarek Kostka aus Posen/Poznan. Den Konzert-Schwerpunkt bildeten die von Band-Leader arrangierten Werke von seinem berühmten Landsmann, Frederik Chopin. Es fing mit dem wunderschönen „Der Wunsch“ an, es folgten die Etiude D-Dur, die Mazurka E-Moll und das Präludium impromtus. Es folgten zwei Stücke von J.S. Bach, das Präludium „Wachet auf, uns ruft die Stimme“ und die Siciliano Es-Dur (Nach BWV 1031), der wunderschöne „Schwanensee“ von Tschaikowsky und die Peer Gynt Suiten von Eduard Grieg. Die Musiker spielten auch zwei Kompositionen von Jarek Kostka, die mit dem Dialog der Instrumente die Zuhörer gefesselt haben. Die Begeisterung war groß, entsprechend lang waren auch die Zugaben.   Oktober 18 @ 16:00 – 19:00 Sponsorenliste: Anwaltskanzlei und Übersetzungsbüro www.VonBorne.de       18. Oktober 2015 – 16:00                                                       (Text in polnisch, bitte nach unten scrollen) Jarek-Kostka-Jazz-Quartett-18-10-2015.pdf             (Tekst w języku polskim => prosze przewinąć w dół.) Sonntag, 18.10.2015, 16:00 Uhr Hamburger Kammerspiele | Logensaal | Eintritt: 12 € (Abendkasse) Hartungstraße 9-11 20146 Hamburg Jazz Quartett aus Posen (Poznań/Polen): Jarek Kostka Klavier Jan Adamczewski Saxophon Piotr „Max“ Wiśniewski Kontrabass Waldemar Franczyk Schlagzeug Kartenvorbestellung: Beata Ratajczak b.rat@dpg-hamburg.de Deutsch-Polnische Gesellschaft in Hamburg veranstaltet traditionell im Logensaal der Hamburger Kammerspiele ein Jazzkonzert mit polnischen Musikern. Es soll ein großartiges Konzert werden, zu dem wir Sie und Ihre Freunde herzlich einladen! Jarek Kostka ist ein Komponist, Pianist und vor allem ein hervorragender Jazzmusiker. Er gibt viele Konzerte – solo und mit seiner Band. Jarek Kostka hat unter anderem mit Jazz-Stars wie „The Platters“, Joe Wiliams, Urszula Dudziak, Michał Urbaniak, Hanna Banaszak, Grażyna Łobaszewska, Piotr Schultz, Ewa Uryga u.a. gespielt und ist auch schon einmal für den Präsidenten der USA aufgetreten. Mit „Chopin Profanum“ schuf der Pianist und Bandleader Jarek Kostka eine freie Form der musikalischen Erzählung. Kompositionen von Chopin sind in der Tradition sowohl der polnischen Volksmusik als auch der europäischen Musik des XVII und XVIII Jahrhunderts verankert. Trotz, dass alle Details der musikalischen und rhythmischen Ausführung sehr präzise angegeben werden, kann man seine Werke als eine große, ausgeschrieben Improvisation sehen. Es ist auch bekannt, dass Chopin gut improvisierte konnte. Kann die Freiheit bei der Erstellung des musikalischen Materials, was im Jazz selbstverständlich ist, eine Brücke zwischen Jazz und Klassik bilden? Und ist es eine gute Idee, Chopin „jazzig“ zu spielen? Die Antwort auf diese gibt uns das Konzert von Jarek Kostka Quartett. Jarek Kostka und seine Band kommen aus Poznań und spielen u.a. Variationen zu Musik von Chopin und Bach, aber auch Werke der polnischen Jazz-Legende Krzysztof Komeda sowie klassischen Jazz. Auf seiner Homepage www.jarekkostka.pl finden Sie weitere Informationen und zahlreiche Hörbeispiele von Werken und Arrangements dieses großartigen Musikers. Textaufbereitung: Kulturograf | Mariola Rutschka www.kulturograf.de Sponsorenliste: Anwaltskanzlei und Übersetzungsbüro www.VonBorne.de Polski:   18. Październik 2015 – 16:00 Niedziela, 18.10.2015, godz. 16:00 Hamburger Kammerspiele | Logensaal | cena za bilet: 12 € (odbiór biletów przed koncertem w kasie Logensaal) Hartungstraße 9-11 20146 Hamburg Jazz Quartet z Poznania: Jarek Kostka fortepian Jan Adamczewski saksofon Piotr „Max“ Wiśniewski kontrabas Waldemar Franczyk perkusja Rezerwacja biletów: Beata Ratajczak b.rat@dpg-hamburg.de Towarzystwo Niemiecko-Polskie w Hamburgu tradycyjnie już organizuje koncerty polskich muzyków jazzowych. Serdecznie zapraszamy na koncert kwartetu Jarka Kostki z Poznania, który odbędzie się w Logensaal w Hamburger Kammerspiele. Jarek Kostka to niekonwencjonalny, wszechstronny pianista jazzowy, aranżer organista i kompozytor. Świadomie operując dorobkiem minionych epok (ukończył Akademię Muzyczną w Poznaniu w klasie teorii muzyki), poszukuje inspiracji w folklorze afrokubańskim. Miał przyjemność współpracować z wieloma znanymi artystami takimi jak: „The Platters“, Joe Wiliams, Urszula Dudziak, Michał Urbaniak, Hanna Banaszak, Grażyna Łobaszewska, Piotr Schultz, Ewa Uryga. Występował również dla prezydenta U.S.A. Współpracuje z młodym pokoleniem wokalistek jazzowych – Katarzyną Stankowską i Natalią Pastewską (laureatki Festiwalu Wokalistów Jazzowych w Zamościu). Komponuje dla nich, daje cenne wskazówki, ukierunkowuje, służy wiedzą, wyobraźnią muzyczną i doświadczeniem (był wielokrotnie akompaniatorem na warsztatach jazzowych w Chodzieży). „Po latach przemyśleń nad twórczością Fryderyka Chopina powstała w nas pokusa zmierzenia się z jego dziełem. Dobrym pretekstem była dwusetna rocznica urodzin kompozytora, choć nie tylko – jego muzyka zakorzeniona jest w nas mocno i stale inspiruje. Chopin to „sacrum“, dlatego podeszliśmy do projektu poważnie, wkładając weń całą naszą wiedzę, talent i doświadczenie“. Autorem pomysłu „Chopin Profanum“ jest pianista i lider zespołu – Jarosław Kostka – aranżer wszystkich utworów, na bazie których stworzyliśmy formy otwarte, nie ograniczając swobodnej jazzowej narracji. Jakkolwiek wszystkie szczegóły melodyczno – rytmiczne w kompozycjach Chopina są sprecyzowane, to muzyka jego jest „zapisaną improwizacją“. Ta improwizacyjność ma podłoże w polskiej twórczości ludowej oraz w europejskiej muzyce XVII i XVIII wieku. Chopin odnosił się silnie do obu tych tradycji. Wiadomym jest też, że znakomicie improwizował. Czy swoboda w kreowaniu materii muzycznej – naturalna dla jazzu – może być pomostem łączącym „klasykę“ i jazz? I czy nie jest to dobry pomysł, by spróbować na „jazzowo“ z Chopinem? Odpowiedź na to pytanie usłyszymy podczas koncertu w Hamburgu. Jarek Kostka Jazz Quartet zagrają m. in. wariacje na temat muzyki Chopina i Bacha, a także utwory Krzysztofa Komedy. Więcej informacji i muzyka na stronie internetowej www.jarekkostka.pl


Podiumsdiskussion „Europa in Bewegung“ Mittwoch, den 7. Oktober 2015 um 20.00 Uhr

Europa ist zum Zufluchtsort von Millionen Menschen geworden. Konstatieren die einen angesichts dessen eine neue Völkerwanderung, bemühen die anderen Vergleiche zu den Flüchtlingsströmen nach dem zweiten Weltkrieg. Doch alle Vergleiche hinken. Denn Zielort heute ist ein Europa, das es zu anderen Zeiten so nicht gegeben hat. Was bedeutet die Chiffre „Europa“ aber eigentlich? Was davon sollte bleiben und wie muss es sich etwa in seinen Nationalitäts- und Identitätspolitiken angesichts der Herausforderungen verändern? Wie kann eine europäische Flüchtlingspolitik, die den Namen verdient, ganz konkret aussehen? Wir geben einen ein-blick am Mittwoch, den 7. Oktober 2015 um 20.00 Uhr und laden Sie herzlich zur öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Mit Maya Alkhechen, ehrenamtlich bei Pro Asyl, diskutieren der internationale Direktor des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes P. Peter Balleis SJ und der Publizist Adam Krzemiński aus Warschau. Auch eine politische Expertenmeinung wird in dieser Runde nicht fehlen: Angefragt ist Filiz Demirel, MdHB Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Sprecherin für Migration, Teilhabe und Antidiskriminierung. Unsere Einladung finden Sie im Anhang. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese auch an interessierte Kollegen und Freunde senden, oder Ihren Verteiler über diese Veranstaltung informieren. Vielen Dank. 7Okt_Europa in Bewegung Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Auf Ihr Kommen freut sich Dr. Stephan Loos mit dem Team der Katholischen Akademie Hamburg ————————————————————————————————————————————- Die Veranstaltungen der Katholischen Akademie Hamburg finden Sie im Internet unter www.kahh.de Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen unter 040-369520, per Mail an programm@kahh.de oder im Internet. ———————————————————————————————————————————— Impressum: Katholische Akademie Hamburg Herrengraben 4 20459 Hamburg Tel.: 040-36952-0 Fax: 040-36952-101 Homepage: www.kahh.de E-Mail: programm@kahh.de Wenn Sie sich aus dem Newsletter austragen möchten, schicken Sie uns gerne eine E-mail an programm@kahh.de


Buchvorstellung : Hoppla Nati von Luís María Pescetti

Sehr geehrtes Kollegium, sehr geehrte Redaktion,   heute möchten wir Sie auf unsere Neuerscheinung aufmerksam machen.   Es macht schlicht immer wieder Freude, die 20 Kurzgeschichten zu lesen – egal ob als Schüler oder Erwachsener.  Aus dem Grunde haben wir uns entschlossen, dieses Buch auf Polnisch-Deutsch herauszubringen. Es eignet sich als begleitendes Material für den fremdsprachigen wie auch herkunftssprachlichen Unterricht sowie für den Bibliotheksbestand. Die Kurzgeschichten sind in Dialogform und empfehlen sich daher besonders zum dialogischen Vorlesen oder für Rollenspiele.   Der Schriftsteller ist ein bekannter Kinderbuchautor, Radiomoderator und Musiker in Argentinien. Kindliche Sprache in Dialogform zu bringen und quasi en passant philosophische Themen zu berühren, gelingt Luís María Pescetti mit diesem Buch hervorragend. Überzeugen Sie sich selbst: der Link zur Leseprobe ist unten angehängt.       Eine Leseprobe finden Sie hier: Book2look : Luis María Pescetti :: Hoppla Nati Für jüngere Kinder hat die renommierte Illustratorin Jutta Bauer ihre „Die Königin der Farben“ auf Deutsch-Polnisch herausgebracht. Näheres dazu auf unserer Homepage: Die Königin der Farben/Królowa Kolorów · SchauHoer Verlag   Unser Verlagsprogramm ist über die üblichen Handelswege, unsere eigene Homepage sowie über www.dhlog.de – Die Lerndienstleister beziehbar.   Sollte Sie das Thema bilinguale Erziehung in der Praxis interessieren, so beachten Sie bitte auch unsere Neuerscheinung „Mit Sprache umhüllen“.   Mit freundlichen Grüßen Patricia Hahne-Wolter ———————————————— SchauHör Verlag für bilinguale Kinderbücher P. Hahne-Wolter e.Kfr. Asternweg 213 D-50259 Pulheim Fon: +49 (0)2238-474826 Fax: +49 (0)2238-474827 info@schauhoer-verlag.de www.schauhoer-verlag.de http://www.facebook.com/schauhoerverlag Handelsregister zu Köln HRA 24007 Wir freuen uns auf Ihren Besuch zur Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober 2015 in Halle 3.0, Stand K 138.


Don’t Panic! We’re from Poland – Donnerstag, de 24. September 11:30 – 15:00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, auch zum diesjährigen Reeperbahn Festival wird es wieder den polnischen Showcase Don’t Panic! We’re from Poland geben. DPWFP wurde 2008 vom Adam Mickiewicz Institut (AMI) ins Leben gerufen und ist Teil von culture.pl. DPWFP ist eine Plattform für die jungen Künstler des Landes. Das Showcase soll dabei helfen im internationalen Musikkontext erste Erfahrungen zu sammeln und Kontakte knüpfen zu können. Es ist eine Brücke hin zu der Kultur, der musikalischen Vielfalt und Qualität des vielleicht noch unbekannten Nachbarn. Am Donnerstag, de 24. September, findet zwischen 11:30 – 15:00 Uhr der Showcase auf der Spielbuden-Bühne statt und wir möchten Sie recht herzlich dazu einladen. Da wir über ein begrenztes Gästelistenkontingent verfügen, können Sie an der Veranstaltung auch ohne Reeperbahn Festival Ticket teilnehmen. Programm: 12:00 – 12:30 Sorry Boys https://www.facebook.com/sorryboysmusic?fref=ts 12:50 – 13:20 Cosovel https://www.facebook.com/cosovel?fref=ts 13:40 – 14:10 Mary Komasa https://www.facebook.com/marykomasamusic?fref=ts 14:30 – 15:00 xxanaxx https://www.facebook.com/xxanaxxmusic?fref=ts Neben dem musikalischen Programm warten auch kulinarische Köstlichkeiten in Form von Piroggen auf die Gäste. Außerdem werden polnische Branchenvertreter anwesend sein, um vor Ort internationale Kontakt zu knüpfen. Wir würden uns freuen, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Bitte senden Sie mir vorab die vollständigen Namen, damit wir sicherstellen können, dass diese auf der Gästeliste stehen. Gerne können Sie die Veranstaltung natürlich auch über Ihre Kanäle ankündigen. Weitere Informationen finden Sie auf der Promo-Seite: http://bit.ly/1gqHSvf Und auf: http://dontpanic.culture.pl/en https://www.facebook.com/dontpanicwerefrompoland https://www.facebook.com/events/450803701770823/ Bei Fragen können Sie mich gerne kontaktieren. Wir von popup-records (Hamburger Musikunternehmen) betreuten die PR Kampagne des Showcases. Viele Grüße Melanie Wilde


ADVENTSFEIER 2015

ADVENTSFEIER 2015 Unsere traditionelle Adventsfeier und das Konzert finden in diesem Jahr am Samstag 28.November ab 16.00 Uhr statt. Wir haben den Chor METRUM (YouTube) aus GNESEN/Gniezno eingeladen, der uns mit Weihnachtslieder auf das wichtigste Ereignis des christlichen Kalenders einstimmen wird. Mehr Informationen erhalten Sie in den nächsten Mittelungen. Bitte schon jetzt diesen Termin vormerken und frei halten!!


DEUTSCH-POLNISCHES KLIMAPROJEKT

DEUTSCH-POLNISCHES KLIMAPROJEKT Aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (Warschau) und der DPG Hamburg wurde die sehr anerkannte Filmdokumentation (2012) über 40 Jahre Leben mit und bei dem AKW Brokdorf (Titel: „Das Ding Am Deich“) mit polnischer Untertitelung versehen. In 4 polnischen Orten entlang der Ostseeküste (Kołobrzeg, Słupsk, Koszalin und Krokowa) wurde dieser Film Anfang Juni von örtlichen Aktiven in Kinos vorgeführt und anschließend mit den Anwesenden über die energetische Zukunft Polens diskutiert. Unser Vorstandsmitglied Hartwig Zillmer, Sprecher der AG Umwelt und Ökologie, begleitete dieses Projekt. Bei Interesse kann dieser Doku-Film bei ihm ausgeliehen werden.


POLENREISE 2015

Bereits zum 16. Mal seit dem Jahr 2000 haben wir unseren Mitgliedern die Möglichkeit geboten, einen kleinen Ausschnitt Polens zu besichtigen, erkunden und kennen zu lernen. Diesmal führte uns Ende August die Vorsitzende unserer Gesellschaft Viola Krizak als Reiseleiterin nach Lodz und Warschau. Vor allem Lodz gehört zu den nicht oft besuchten Städten in Polen. Auf der Straße hört man selten Fremdsprachen, obwohl die Stadt recht viel zu bieten hat. Allein die Hauptstraße, die Piotrkowska-Straße ist eine Reise wert. Wir waren jedes Mal froh, nach dem Verlassen des traditionsreichen Grand Hotel gleich in das Leben dieser interessanten Straße einzutauchen. Auf 4.2 km findet man wunderbare Prachthäuser, die am Ende des 19.Jh. entstanden sind und von dem Reichtum der ehemaligen Besitzer erzählen. Unzählige Restaurants, Bars und Cafés laden zum Verweilen und zum Ausprobieren der Spezialitäten der polnischen Küche ein. Besonders sehenswert sind die noch gut erhaltene Gebäudekomplexe der ehemaligen Fabrikanten, die sehenswerte „Städte in der Stadt“ bilden. Dazu gehören die Wohnhäuser der Besitzer ebenso wie die Fabrikgebäude und die Wohnhäuser der Arbeiter. Die Stadt war vor dem Zweiten Weltkrieg ein interkultureller Schmelztiegel, der aus Polen, Deutschen, Juden und Russen bestand. Die jüdische Bevölkerung machte ein Drittel der Bevölkerung aus. In der Stadt „Litzmannstadt, wie Lodz während der Nazi-Okkupation hieß, wurde 1940-44 ein Getto errichtet, in dem Tausende Juden umgebracht wurden. Unsere sympathische Stadtführerin Anna Jozwiak hat uns viele interessante Aspekte der Stadtgeschichte näher gebracht, so dass sich ein umfassendes Bild mit vielen positiven, aber durchaus auch negativen Aspekten ergeben hat. Zu einem besonderen Erlebnis gehörte die Busfahrt zu den „Murale“, Wandmalereien, die von hohem künstlerischem Wert sind und das Stadtbild verschönern und aufwerten.   Auf ganz andere Weise als Lodz hat uns Warschau beeindruckt. Die Stadt, die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört war, ist wie ein Phoenix aus der Asche auferstanden und steht jetzt da: schön, stolz, beeindruckend, dynamisch, voll jungen Menschen und Leben. Die Stadt ist in sich wie ein großes Gesamtdenkmal mit zahlreichen Gedenktafeln, vielen Denkmälern und interessanten Skulpturen, die an die Vergangenheit erinnerten und uns überall begleitet haben. Wir waren fasziniert von den beiden großen Museen der Stadt, dem Museum des Warschauer Aufstands, in dem der heldenhafte Kampf des Jahres 1944 nachdenklich erlebbar gemacht wird und dem Museum der 1000 Jahre Geschichte der polnischen Juden. Auch das Nationalmuseum mit den Faras-Fresken ist sehenswert und ein „Muss“ ist der Besuch des einzigartigen Plakat-Museum in Wilanow. Ein weiterer Höhepunkt unseres Aufenthalts war der Besuch im ARD-Studio und die interessanten Gespräche mit der ARD-Korrespondentin Griet von Petersdorff und dem Radiojournalisten Henryk Jarczyk, die uns über ihre Arbeit in dieser aufregenden Stadt berichtet haben. Die wunderbare Stadtführerin Marzena Swirska-Molenda hat während des 5 Tage dauernden Aufenthalts in der Stadt mit ihrer fachkundiger Führung sowie guten Ratschlägen dazu beigetragen, dass diese Reise für uns unvergesslich bleibt.


POLENTAG 2015 IM MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE

POLENTAG IM MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE Nach den sehr erfolgreichen Aktionstagen 2013 (Gymnasium Barmbek) und 2014 (Irena-Sendler-Stadtteilschule) fand am 2. Juni 2015 im Museum für Völkerkunde (Rothenbaumchaussee 64) zum 3. Mal ein schulischer Polentag statt. Es war ein gemeinsames Projekt des polnischen Generalkonsulats, der Hamburger Schulbehörde, des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung und der DPG Hamburg. Angeregt durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) gaben sieben Schulen und weitere Kooperationspartner im Rahmen der Aktion „dzien.de/der-tag.pl“ einen Überblick über die zahlreichen Projekte und Jugendaustauschbegegnungen zwischen Hamburg und polnischen Städten. Der Generalkonsul der Republik Polen, Dr. Marian Cichosz, und der Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung, Senator Thies Rabe, hatten in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. Auch „Die MOTTE“, Kulturzentrum in Altona, engagierte sich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ohmoor mit einer Vorstellung des Erinnerungsprojektes „Sound in the Silence“. Weiterhin beteiligten sich die Universität Hamburg – FB Slawistik und das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB). In Diskussionen und Workshops für Schülerinnen und Schüler wurden Filme und Projekte vorgestellt, die Themen der deutsch-polnischen Zusammenarbeit behandeln. Sehr gefragt waren der Polnisch-Kurs, Einführung in die polnische Geschichte und eine musikalische Reise durch die polnischen Landschaften. Höhepunkt war das Gastspiel des Kabarettisten-Duos aus Berlin „Club der Polnischen Versager“. Sehr geschätzt waren die Spezialitäten der polnischen Küche Pierogi und Bigos. Insbesondere unsere beiden Vorstandsmitglieder Beata Ratajczak und Hartwig Zillmer haben durch unermüdlichen Einsatz zum sehr guten Gelingen beigetragen. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei der Firma Orlen für ihre finanzielle Unterstützung bedanken.


FAHRT NACH RZESZÒW

FAHRT NACH RZESZÒW Zur Feier des 40. Jubiläums von Resovia Saltans und 25. Jubiläums der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszow werden 30 Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft vom 10. bis 15. November nach Rzeszów fahren. Die Reise wird von unserer Vorsitzenden Dr. Viola Krizak und unserem Ehrenvorsitzenden Gerd Hoffmann geleitet, die für die Teilnehmer/innen ein Informationsprogramm (u.a. Stadtbesichtigungen in Rzeszów und Krakau, eine kleine Rundfahrt durch die Vorkarpaten) vorbereitet haben. Die Teilnahme an den beiden Jubiläumsfeierlichkeiten steht natürlich im Mittelpunkt der Reise. Dabei bilden das Gala-Konzert in der Rzeszówer Philharmonie und der anschließende festliche Ball am 14. November die Höhepunkte dieser Reise. Parallel zum Jubiläum von RESOVIA SALTANS findet in Rzeszów am 13. November ein internationales Seminar zum Thema „Folklore verbindet über die Grenzen hinaus“ statt, das durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit Warschau gefördert wird. Viola Krizak und Gerd Hoffmann werden das Seminar als Moderatorin bzw. als Referent aktiv unterstützen. Die Polnisch-Deutsche Gesellschaft Rzeszów ist nicht nur eine der ältesten Vereinigungen zur Pflege der polnisch-deutschen Beziehungen in Polen sondern auch eine der aktivsten Gesellschaften. NOCH FREIE PLÄTZE Da aus gesundheitlichen Gründen überraschend vier Teilnahmeplätze frei geworden sind, möchten wir diese noch nachbesetzen. Interessierte sollten sich möglichst umgehend bei unserem Ehrenvorsitzenden Gerd Hoffmann unter Telefon 04154 795884 oder per Mail unter hoffmann.gerd@hamburg.de melden, um weitere Einzelheiten zu erfahren.


Jazzkonzert: Jarek Kostka Quartet – Chopin Profanum – Kammerspiele – Logensaal 18.Okt.2015

18. Oktober 2015 – 16:00                                               (Text in polnisch, bitte nach unten scrollen) Jarek-Kostka-Jazz-Quartett-18-10-2015.pdf Sonntag, 18.10.2015, 16:00 Uhr Hamburger Kammerspiele | Logensaal Hartungstraße 9-11 20146 Hamburg Jazz Quartett aus Posen (Poznań/Polen): Jarek Kostka Klavier Jan Adamczewski Saxophon Piotr „Max“ Wiśniewski Kontrabass Waldemar Franczyk Schlagzeug Deutsch-Polnische Gesellschaft in Hamburg veranstaltet traditionell im Logensaal der Hamburger Kammerspiele ein Jazzkonzert mit polnischen Musikern. Es soll ein großartiges Konzert werden, zu dem wir Sie und Ihre Freunde herzlich einladen! Jarek Kostka ist ein Komponist, Pianist und vor allem ein hervorragender Jazzmusiker. Er gibt viele Konzerte – solo und mit seiner Band. Jarek Kostka hat unter anderem mit Jazz-Stars wie „The Platters“, Joe Wiliams, Urszula Dudziak, Michał Urbaniak, Hanna Banaszak, Grażyna Łobaszewska, Piotr Schultz, Ewa Uryga u.a. gespielt und ist auch schon einmal für den Präsidenten der USA aufgetreten. Mit „Chopin Profanum“ schuf der Pianist und Bandleader Jarek Kostka eine freie Form der musikalischen Erzählung. Kompositionen von Chopin sind in der Tradition sowohl der polnischen Volksmusik als auch der europäischen Musik des XVII und XVIII Jahrhunderts verankert. Trotz, dass alle Details der musikalischen und rhythmischen Ausführung sehr präzise angegeben werden, kann man seine Werke als eine große, ausgeschrieben Improvisation sehen. Es ist auch bekannt, dass Chopin gut improvisierte konnte. Kann die Freiheit bei der Erstellung des musikalischen Materials, was im Jazz selbstverständlich ist, eine Brücke zwischen Jazz und Klassik bilden? Und ist es eine gute Idee, Chopin „jazzig“ zu spielen? Die Antwort auf diese gibt uns das Konzert von Jarek Kostka Quartett. Jarek Kostka und seine Band kommen aus Poznań und spielen u.a. Variationen zu Musik von Chopin und Bach, aber auch Werke der polnischen Jazz-Legende Krzysztof Komeda sowie klassischen Jazz. Auf seiner Homepage www.jarekkostka.pl finden Sie weitere Informationen und zahlreiche Hörbeispiele von Werken und Arrangements dieses großartigen Musikers.   Kartenresevierung: Beata Ratajczak b.rat@dpg-hamburg.de Textaufbereitung: Kulturograf | Mariola Rutschka www.kulturograf.de Sponsorenliste: Anwaltskanzlei und Übersetzungsbüro www.VonBorne.de 18. Październik 2015 – 16:00 Niedziela, 18.10.2015, godz. 16:00 Hamburger Kammerspiele | Logensaal Hartungstraße 9-11 20146 Hamburg Jazz Quartet z Poznania: Jarek Kostka fortepian Jan Adamczewski saksofon Piotr „Max“ Wiśniewski kontrabas Waldemar Franczyk perkusja Towarzystwo Niemiecko-Polskie w Hamburgu tradycyjnie już organizuje koncerty polskich muzyków jazzowych. Serdecznie zapraszamy na koncert kwartetu Jarka Kostki z Poznania, który odbędzie się w Logensaal w Hamburger Kammerspiele. Jarek Kostka to niekonwencjonalny, wszechstronny pianista jazzowy, aranżer organista i kompozytor. Świadomie operując dorobkiem minionych epok (ukończył Akademię Muzyczną w Poznaniu w klasie teorii muzyki), poszukuje inspiracji w folklorze afrokubańskim. Miał przyjemność współpracować z wieloma znanymi artystami takimi jak: „The Platters“, Joe Wiliams, Urszula Dudziak, Michał Urbaniak, Hanna Banaszak, Grażyna Łobaszewska, Piotr Schultz, Ewa Uryga. Występował również dla prezydenta U.S.A. Współpracuje z młodym pokoleniem wokalistek jazzowych – Katarzyną Stankowską i Natalią Pastewską (laureatki Festiwalu Wokalistów Jazzowych w Zamościu). Komponuje dla nich, daje cenne wskazówki, ukierunkowuje, służy wiedzą, wyobraźnią muzyczną i doświadczeniem (był wielokrotnie akompaniatorem na warsztatach jazzowych w Chodzieży). „Po latach przemyśleń nad twórczością Fryderyka Chopina powstała w nas pokusa zmierzenia się z jego dziełem. Dobrym pretekstem była dwusetna rocznica urodzin kompozytora, choć nie tylko – jego muzyka zakorzeniona jest w nas mocno i stale inspiruje. Chopin to „sacrum“, dlatego podeszliśmy do projektu poważnie, wkładając weń całą naszą wiedzę, talent i doświadczenie“. Autorem pomysłu „Chopin Profanum“ jest pianista i lider zespołu – Jarosław Kostka – aranżer wszystkich utworów, na bazie których stworzyliśmy formy otwarte, nie ograniczając swobodnej jazzowej narracji. Jakkolwiek wszystkie szczegóły melodyczno – rytmiczne w kompozycjach Chopina są sprecyzowane, to muzyka jego jest „zapisaną improwizacją“. Ta improwizacyjność ma podłoże w polskiej twórczości ludowej oraz w europejskiej muzyce XVII i XVIII wieku. Chopin odnosił się silnie do obu tych tradycji. Wiadomym jest też, że znakomicie improwizował. Czy swoboda w kreowaniu materii muzycznej – naturalna dla jazzu – może być pomostem łączącym „klasykę“ i jazz? I czy nie jest to dobry pomysł, by spróbować na „jazzowo“ z Chopinem? Odpowiedź na to pytanie usłyszymy podczas koncertu w Hamburgu. Jarek Kostka Jazz Quartet zagrają m. in. wariacje na temat muzyki Chopina i Bacha, a także utwory Krzysztofa Komedy. Więcej informacji i muzyka na stronie internetowej www.jarekkostka.pl Rezerwacja bilatów: Beata Ratajczak b.rat@dpg-hamburg.de  


Chopin-Konzert: 11. September 2015 um 19 Uhr Schloss Reinbek

Chopin 11. September 2015 um 19 Uhr Schloss Reinbek Klangwunder an zwei Flügeln Prof. Hubert Rutkowski (HfMT) spielt Chopin auf einem historischen Pleyel-Flügel (1848) und an einem modernen Steinway. Dr. Manfred Dahlke moderiert. Auf der Startbühne drei junge Nachwuchstalente, darunter die Gewinnerin vom „ Chopin-Preis Oliver Ruge“ 2015. Die Künstler: Florian Albrecht Florian, geboren 2003, hat seit dem 4. Lebensjahr Klavierunterricht, seit 2012 bei Frau Dr. Elena Levit (HMTM Hannover). Er nimmt dort seit 2011 regelmäßig am Programm der Frühförderung musikalischer Exzellenz teil, außerdem an Meisterkursen bei Prof. Bernd Goetzke. Seit 2009 hat er regelmäßig 1. Preise mit Auszeichnung bei Wettbewerben der LTM Hamburg und von Jugend Musiziert gewonnen, sowohl als Solist als auch im Duo mit Violine oder mit Posaune, zuletzt 2015 1. Preise im Grotrian Wettbewerb, Braunschweig und im Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in der Kategorie Klavier-Begleitung sowie im Duo Violine / Klavier auf Landesebene. Er wurde ins IFF Hannover aufgenommen. Yannick Cherng Yannick wurde 1999 in Hamburg geboren, er ist Schüler am Hamburger Christianeum. Er hat seit Jahren Unterricht bei Ivone Bambirra und ist Stipendiat des Jugend Musiziert Fördervereins Hamburg e.V.. Yannick hat an zahlreichen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen und viele 1. Preise gewonnen, so auch bei Jugend Musiziert. 2015 gewann er zudem den Sonderpreis der Philharmoniker. Séverine Jung Eun Kim geboren 1994 in Seoul, erhielt ab dem 5. Lebensjahr Klavierunterricht. Studium am Pre-College der Korea National University of Arts, ab 2003 bei Prof. Daejin Kim am Korean National Institute for the Gifted in Arts, ab 2011 an der HMTM in Hannover bei Prof. Bernd Goetzke.Jung-Eun Séverine Kim hat seit 2002 verschiedenste hochrangige Auszeichnungen und Preise in Korea, Japan, Deutschland, USA und England erhalten. Sie trat bereits mehrfach als Solistin mit verschiedenen Orchestern und auf Festivals auf. 2015 gewann sie den Chopin-Preis Oliver Ruge. Hubert Rutkowski Hubert Rutkowski ist Absolvent der Frédérik-Chopin-Musikakademie in Warschau und studierte bei Prof. Anna Jastrzębska-Quinn sowie bei Prof. Krystyna Borucińska und Prof. Alicja Paleta-Bugaj. Er machte das Konzertexamen 2010 an der HfMT Hamburg bei Prof. Evgeni Koroliov. Wichtige Momente in seiner Karriere waren die CD-Aufnahmen der Klavierwerke von Julian Fontana und Theodor Leschetizky, außerdem die CD „Pupils of Chopin“ mit Werken der Chopin-Schüler. Seitdem gibt er Konzerte in zahlreichen europäischen Ländern, in Asien, Lateinamerika und in den USA sowie auf vielen internationalen Festivals. Er gewann mehrere internationale Chopin-Wettbewerbe. In den letzten Jahren beschäftigt sich Hubert Rutkowski mit den historischen Flügeln des 19. Jhs, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg. Hubert Rutkowski ist Gründer und Präsident der Teodor-Leschetizky-Musikgesell-schaft in Warschau und Musikalischer Leiter der Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e.V. sowie künstlericher Direktor des Deutschen Klavierwettbewerbs Polnischer Musik an der HfMT Hamburg. 2010 wurde er als einer der Jüngsten zum Professor an der HfMT Hamburg berufen und leitet seit 2011 auch eine Klavierklasse an der HfK in Bremen. Das Programm Florian Albrecht, Klavier J. S. Bach (1685 – 1750): aus dem WTK I Präludium und Fuge B-Dur (No 21) Frédéric Chopin (1810-1849): Fantaisie Impromptu cis-Moll Op. 66 Yannick Cherng, Klavier Franz Liszt (1811-1886): Konzertétüde No 3 „Un Sospiro“ Séverine Jung Eun Kim, Klavier Frédéric Chopin (1810-1849): Prélude cis-Moll Op. 45 Étude Ges-Dur Op. 25,9 Hubert Rutkowski, Steinway und Pleyel(1848) Dr. Manfred Dahlke, Moderation Frédéric Chopin (1810-1849): Polonaise B-Dur Op. 71 Nr. 2 (Steinway) Ignanz Josef Pleyel (1757 – 1831): Sonatine Nr. 1 G-Dur (Pleyel) Frédéric Chopin (1810-1849): Mazurka B-Dur Op. 7 Nr. 1 (Steinway) Mazurka C-Dur Op. 24 Nr. 2 (Pleyel) Nocturne fis-Moll Op. 48 Nr. 2 (Steinway) Mazurka h-Moll Op. 30 Nr. 2 (Steinway) Etüde Ges-Dur Op. 10 Nr. 5 (Steinway) Mazurka a-Moll Op. 68 Nr. 2 (Pleyel) Etüde F-Dur Op. 10 Nr. 8 (Pleyel) Fantasie-Impromptu cis-Moll Op. 66 (Pleyel) — Pause — Ballade g-Moll Op. 23 (Pleyel) Nocturne Des-Dur Op. 27 Nr. 2 (Pleyel) Mazurka b-Moll Op. 24 Nr. 4 (Pleyel) Scherzo h-Moll Op. 20 (Steinway)


Polen Journal

Wirtschaft Politik Sport Kultur & Lifestyle Meinung  Informations- und Wirtschaftsportal über Polen Montag, den 31.08.2015 .     Liebe PolenJournal-Leserin, lieber PolenJournal-Leser Guten Morgen aus der Redaktion in Oppeln. Hier die wichtigsten Themen der letzten Woche im Überblick: Neues österreichisches Konsulat in Breslau von polnischem Außenminister Schetyna eröffnet Bürgerservice, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur als Arbeitsschwerpunke. […] «mehr» So feiert Polen Kino? Theater? Nein! Die Polen verbringen lieber ihre Freizeit auf Dorffesten. […] «mehr» Europa erholt sich nach dem „Schwarzen Montag“ Nach dem Crash auf der Wertpapierbörse am Montag kommt langsam die Wiederbelebung. […] «mehr» Die extravagantesten Importe Polens 2014 importierte Polen Produkte im Wert von 168 Mrd. €. Neben uns gewohnten Importen wie z.B. Deutsche bzw. Chinesische chemische Stoffe wurden auch skurrile Importe getätigt wie Luft aus Kanada oder Toilettenpapier aus Mexiko. «mehr» PGE Ekstraliga: Horror Crash von Darcy Ward Der Australier hat sich die Wirbelsäule gebrochen und ist Querschnittsgelähmt. […] «mehr» Polen gleich doppelt in der Europa League Legia und Lech qualifizieren sich erfolgreich für die Gruppenphase der EL. Dort treffen sie u.a. auf Napoli und Brügge bzw. Basel und Fiorentina.  […] «mehr»   Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen: Tagesleiterin PolenJournal.de Copyright ©2014-2015 Diese E-Mai wurde von SCMEDIA im Auftrag der Firma Smuda Consulting Sp. z o.o, ul. Opolska 133, 46-081 Dobrzeń Mały auf der Grundlage der im Internet allgemein zugänglichen E-Mail-Adressen und / oder uns im direkten Kontakt übermittelten Daten gesendet.


POLENREISE 2015

POLENREISE 2015 Seit dem Jahr 2000 bieten wir jedes Jahr eine Reise nach Polen an, um Ihnen die Gelegenheit zu bieten, lebensnah unser Nachbarland kennenzulernen, bzw. die Kenntnisse zu vertiefen. In diesem Jahr fährt unsere Vorsitzende Viola Krizak vom 25. August bis 3. September nach Warschau und Lodz und Sie sind herzlich eingeladen mitzukommen. Warschau ist eine ganz besondere Stadt. Sie liegt mitten in Europa, am Schnittpunkt bedeutender Verkehrswege von Ost nach West und von Nord nach Süd. Sie beeindruckt durch ihre Geschichte und einzigartige Atmosphäre. Interessant ist die Vielseitigkeit der Stadt, in der sich Einflüsse westlicher und östlicher Kultur vermischen. Hier treffen sich Tradition und Modernität, die man als Kontraste überall sehen und erleben kann. Nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs, in dem die Stadt fast vollständig zerstört wurde, wurden die damaligen Paläste, Kirchen und andere Bauwerke mit großer Sorgfalt originalgetreu wiederaufgebaut. Heute stehen historische und moderne Gebäude nebeneinander. Łódź (Lodsch) entwickelte sich im 19. Jahrhundert innerhalb weniger Jahre vom Dorf zur größten Textilmetropole Mitteleuropas. Die rund 700.000 Einwohner zählende Hauptstadt der Woiwodschaft Łódzkie (Lodscher Land) ist mit ihren Fabriken, Palästen und Arbeitersiedlungen ein einzigartiges Zeugnis für die Zeit der industriellen Revolution. Ein Markenzeichen der Lodzer Architektur sind die knapp 160 Residenzen und Prunkbauten, die wohlhabende Textil-Fabrikanten im 19. und 20. Jahrhundert hier errichteten. Gleichzeitig entstanden auch Arbeitersiedlungen, große urbane Komplexe mit Apotheken, Schulen und anderen Einrichtungen. Die Hauptstraße, die Piotrkowska-Straße, ist mit über 4 Kilometern Länge Europas längste Einkaufsstraße und für ihre unzähligen Cafés, Bars und gemütlichen Restaurants bekannt. Sie ist zugleich die schönste Straße der Stadt.   Der Preis für den Flug Hamburg-Warschau-Hamburg, Hotels mit Frühstück, Stadtführer, Museumseintritte, Bustransfer nach Lodz und zurück beträgt im Doppelzimmer 750 Euro pro Person und 920 Euro in einem Single-Zimmer. Falls Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bis Ende März auf dem beigefügten Formular oder per E-Mail: krizak_viola@hotmail.com an.


Alternative Hafenrundfahrt- Der Hamburger Hafen im Nationalsozialismus-21. Juni 2015-15.30-17.30 Uhr

Alternative Hafenrundfahrt- Der Hamburger Hafen im Nationalsozialismus-21. Juni 2015-15.30-17.30 Uhr Während der zweistündigen alternativen Hafenrundfahrt berichten Herbert Diercks, Katharina Hertz-Eichenrode und Lucas Kaiser über Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen 1933-1945. Die Route führt zu den Orten, an denen Konzentrationslager eingerichtet waren. Auf der Elbe werden die Ausbaupläne Hamburgs zur „Führerstadt“ vorgestellt. Teilnahmegebühr: 15 Euro. Anmeldung erbeten: Tel. 040 428 131 527 (Restkarten vor Ort) Treffpunkt: Barkassen-Centrale Ehlers (Anleger Vorsetzen, U-Bahnhof Baumwall) Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75 D – 21039 Hamburg Telefon: 040 – 428 13 1500 Telefax: 040 – 428 13 1525 Email: info@kz-gedenkstaette-neuengamme.de Internet: www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de  


POLENTAG IM MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE – 2. Juni2015-10.00Uhr

POLENTAG IM MUSEUM FÜR VÖLKERKUNDE Nach den sehr erfolgreichen Aktionstagen 2013 (Gymnasium Barmbek) und 2014 (Irena-Sendler-Stadtteilschule) wird am Dienstag dem 2. Juni von 10.00 bis ca.16.00 Uhr im Museum für Völkerkunde (Rothenbaumchaussee 64) zum 3. Mal ein SCHULISCHER POLENTAG stattfinden. Es ist ein gemeinsames Projekt der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V., dem polnischen Generalkonsulat, der Hamburger Schulbehörde und dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung. Im Rahmen der Aktion, „dzien.de/der-tag.pl“, angeregt durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW), geben sieben Schulen und weitere Kooperationspartner einen Überblick über die zahlreichen Projekte und Jugendaustausche zwischen Hamburg und polnischen Städten. Der Generalkonsul der Republik Polen, Marian Cichosz und Thies Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung haben in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. In Diskussionen und Workshops für Schülerinnen und Schüler werden Film- und Projekte vorgestellt, die das Thema polnisch-deutsche Zusammenarbeit behandeln. Ein Höhepunkt wird um ca. 13.00 Uhr und zum Abschluss ca. 16.00 Uhr erwartet: es ist das Gastspiel des Kabarettisten-Duos aus Berlin „Club der Polnischen Versager“. Auch „Die MOTTE“, Kulturzentrum in Altona, engagiert sich gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Ohmoor mit einer Vorstellung des Erinnerungsprojektes „Sound in the Silence“. Weiterhin beteiligen sich die Universität Hamburg, FB Slawistik und das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB). Bei Nachfragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an unsere beiden Vorstandsmitglieder Beata Ratajczak: E-Mail: B.Rat@dpg.hamburg und/ oder Hartwig Zillmer: E-Mail: H.Zil@dpg.hamburg


LESUNG MIT SZCZEPAN TWARDOCH zur Veröffentlichung seines neuesten Buches „Morphin“ zu einem späteren Zeitpunkt verschoben

LESUNG MIT SZCZEPAN TWARDOCH Leider bekamen wir diese Nachricht vom polnischen Schriftsteller Szczepan Twardoch, der am 8. Juni aus seinem Buch “Morphin” im Literaturhaus lesen sollte. Wir bedauern es sehr und hoffen, dass es uns gelingt, eine Lesung mit ihm im Herbst zu organisieren. —————————————— Wir laden Sie zusammen mit dem Literaturzentrum ins Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, zu einer spannenden Lesung ein. Wir stellen Ihnen den jungen polnischen Schriftsteller Szczepan TWARDOCH, Jahrgang 1979 vor, der als die herausragende neue Stimme der polnischen Literatur gilt. Mit der Veröffentlichung seines neuesten Buches „Morphin“ (2012), das wir Ihnen präsentieren möchten, gelang ihm der Durchbruch. Der Roman war in Polen ein Bestseller. Eintritt: 7 Euro, für DPG-Mitglieder 4 Euro. ANFAHRT: Vom Hauptbahnhof fahren Sie mit der Metrobus-Linie 6 Richtung Borgweg bis zur Haltestelle Mundsburger Brücke. Von dort biegen Sie nach links in die Hartwicusstr. ein und an der Alster nach rechts in den Schwanenwik bis Nr. 38. Die nächstgelegenen U-Bahn-Stationen sind Mundsburg oder Uhlandstr. auf der U 3.


5. POLNISCHES FESTIVAL 2015 – 17. Mai 2015 – 11:00Uhr   Vor kurzem aktualisiert!

POLNISCHES FESTIVAL Am Sonntag, dem 17. Mai um 11.00 Uhr fängt im Museum für Völkerkunde (Rothenbaumchaussee 64) das 5. Polnische Festival mit dem Kinderprogramm an. Um 15.45 werden die Gäste zum traditionellen polnischen Hoftanz „Polonaise“ gebeten. Polnische Live-Musik, leckere Kabanossi, interessante Vorträge und ein Polnisch-Schnupperkurs bieten anschließend die Gelegenheit das Nachbarland und seine Landsleute besser kennenzulernen. Um 16.00 Uhr beginnen die Feierlichkeiten anlässlich des 80. Geburtstags des nicht nur in Hamburg bekannten Karikaturisten ROBS, der von dem Generalkonsul Dr. Marian Cichosz für sein Lebenswerkgeehrt wird. Für die Organisation des Festivals ist die polnische Sängerin Aneta Barcik verantwortlich. Das Polnische Festival findet unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats der Republik Polen und mit Unterstützung der Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg statt. Museumseintritt 8,50, ermäßigt 4,00 Euro


Ausstellung VORSICHT! Frisch gestrichen! Vom 17. April bis 6. Mai 2015 in Räumen des Hamburger Bridge Centers werden Werke der 10 Preisträgern des Wladyslaw Strzemiński Malerei-Wettbewerbs

Vernissage der Ausstellung VORSICHT! Frisch gestrichen!  Vom 17. April bis 6. Mai 2015 in Räumen des Hamburger Bridge Centers werden Werke der 10 Preisträgern des Wladyslaw Strzemiński Malerei-Wettbewerbs präsentiert. Die Ausstellung wurde schon in 3 deutschen Städten präsentiert: Hilpoltstein (Mittelfranken), Gießen und Köln. Bevor sie weiter nach Berlin ihre Reise fortsetzt, gibt es jetzt die Möglichkeit sie in Hamburg zu besichtigen. Wir laden Sie herzlich zur Vernissage der Ausstellung ein. Wann?: 17. April um 19.30 Uhr Wo?: Hamburger Bridge Center, Hamburger Straße 213, 22083 Hamburg (U-Bahn U3, Dehnhaide) Weitere Öffnungszeiten: montags, mittwochs, freitags, jeweils von 14.30 – 18.30, dienstags und donnerstags von 18.30 – 21.30 Uhr oder nach Vereinbarung (Tel. 040 298 20 555). Kuratorin: Dorota Kabiesz Die Idee der Ausstellung war, dem deutschen Publikum 10 junge Künstler –Studenten und Absolventen der Kunstakademie in Lodz, die interessantesten Preisträger des Wladyslaw-Strzeminski-Malereiwettbewerbs vorzustellen. Der Wettbewerb wurde seit über 30 Jahren alljährlich organisiert, ist mittlerweile zum berühmtesten und größten künstlerischen Vorhaben der Kunstakademie in Lodz geworden. Es nehmen an ihm die besten Studenten der letzten Jahrgänge der Fakultät Malerei und Grafik teil. Die Jury verleiht verschiedene Preise und Auszeichnungen, u. A. die „Auszeichnung des Ministers für Kultur und Nationalerbe“. Zusätzlich werden viele Preise von unterschiedlichen kulturellen Vereinen, Stiftungen und renommierten Galerien aus ganz Polen gestiftet, was die Bedeutung des Wettbewerbs Polen weit zusätzlich hervorhebt. Mehr Informationen finden Sie im Anhang. Entstanden ist die Ausstellung in Hamburg als Ergebnis der Zusammenarbeit des Generalkonsulats der Republik Polen, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und des Hamburger Bridge Centers.   Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Vernissage begrüßen zu dürfen.   Im Namen der Veranstalter herzliche Grüße   Anna Piekarek Geschäftsführerin des Hamburger Bridge Centers   anna-piekarek@t-online.de   Hamburger Strasse 213 22083 Hamburg Tel. 040 298 20 555  http://www.hamburger-bridge-center.de/


ATELIERBESUCH BEI JAN DE WERYHA – WYSOCZANSKI

ATELIERBESUCH BEI JAN DE WERYHA – WYSOCZANSKI Am Samstag, dem 18. April haben sich zwanzig Personen für den Besuch des Ateliers von Jan de Weryha-Wysoczanski in Bergedorf entschieden. Der Künstler hat uns in einem von einem Holzofen beheiztem Raum mit heißem Kaffee empfangen. Nachdem die letzten Gäste eingetroffen waren, führte uns er durch sein Atelier und erklärte seine Arbeitsweise und Gründe für die Faszination für das Material Holz, mit dem er seit vielen Jahren experimentiert und wunderbare Werke schafft. Bei ihm stehen die Natur und die natürliche Beschaffenheit des Materials im Mittelpunkt seines Schaffens. Die natürlichen Vorgaben treffen bei ihm mit dem rationalen Gestaltungswillen zusammen. Er stellt die individuellen Bearbeitungsspuren des Holzes in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Umgang mit dem Stoff ist immer gleich: sägen, spalten, brechen. Es hört sich einfach an, aber wenn man vor einer Installation eines Kreises mit einem Durchmesser von ca. 4 Meter steht, ahnt man wie viel Kreativität und Arbeit notwendig sind, um ein überzeugendes Kunstwerk daraus zu schaffen. Er will dem Betrachter keine Geschichten erzählen, er bleibt konsequent bei dem Material Holz. Seine Arbeiten bewegen sich in Grundmustern der Natur wie Ameisenhaufen, Bienennestern oder in archaischen Konstruktionen: Iglu, Säule, Turm oder schlichte Stapellungen wie zum Trocknen von Hölzern tauchen immer wieder auf. Jan de Weryha zaubert aus dem Holz wunderbare Landschaften, Wandbilder und faszinierende Installationen, die fesseln und zum Nachdenken über die Natur, Vergänglichkeit und Wiederverwendbarkeit der Naturstoffe zwingen. Einige seiner Arbeiten werden ab 6. Juni bis 4. Oktober auf der Internationalen Kunstausstellung NordArt 2015 in Büdelsdorf bei Rendsburg ausgestellt. ATELIERBESUCH BEI JAN DE WERYHA – WYSOCZANSKI Am Samstag, dem 18. April um 12.00 Uhr möchten wir mit Ihnen das Atelier von Jan de Weryha-Wysoczanski besuchen. Der in Danzig geborene Bildhauer versteht sich selbst als Vertreter der Konkreten Kunst. Im Jahr 1976 erlangte er sein Diplom in Bildhauerei an der Kunstakademie Danzig. Seit 1981 lebt er in Hamburg. 1999 erhielt er den Auftrag für das Denkmal „In Erinnerung an die Deportierten des Warschauer Aufstandes 1944“ in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dann 2012 für das Mahnmal in Gedenken der NS-Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf. Während der Einweihung kam es zu einer Gasattacke eines Deutschen auf polnische Ehrengäste. Er arbeitet vor allem in Holz. Er schreibt dazu: „Meine künstlerischen Überlegungen in den letzten Jahren konzentrieren sich auf die Erforschung des Materials Holz, auf das Begreifen seiner Struktur und seines Kernes, was zum denkbar höchsten Zustand führt, welcher auf der Zelebrierung des Archai-schen im Holz beruht“. Der Künstler erwartet uns in seinem Atelier, Reinbeker Redder 77 A in Hamburg Bergedorf. Wir bitten Sie um Anmeldung bis 12.April bei Aleksandra Jeszke-Zillmer unter der Telefonnummer 59 49 07 oder E-Mail: ha.zillmer@web.de Wegbeschreibung: Ab S-Bahnhof Bergedorf (Ausgang Lohbrügge) mit der Buslinie 12 (Richtung Billstedt) bis Reinbeker Redder (Höhe Rudorffweg) im 10-Min.-Takt. Fahrzeit: ca. 17 Min.


Mitgliederversammlung 2015: Vorstand neu gewählt: (für die Amtszeit 2015-2017)

Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. Amtszeit 2015-2017 Berner  Heerweg 183 , 22159 Hamburg Telefon: + 49 (0) 176 – 790 606 82 Vorsitzende Dr. Viola Krizak V.Kri@dpg.hamburg stellv. Vorsitzende + AG Umwelt&Ökologie Aleksandra Jeszke-Zillmer A.JeZ@dpg.hamburg stellv. Vorsitzende Dr. Corinna Makowski C.Mak@dpg.hamburg Schatzmeisterin Barbara Bornemann B.Bor@dpg.hamburg   Beisitzer AG Schule/Jugend + AG Umwelt&Ökologie Hartwig Zillmer H.Zil@dpg.hamburg AG Schule/Jugend Beata Ratajczak B.Rat@dpg.hamburg AG Schule/Jugend Herbert Stelter H.Ste@dpg.hamburg AG Internetseiten Jürgen Fagin J.Fag@dpg.hamburg AG Facebook Marta Gorka-Feldmann M.GoF@dpg.hamburg (Bild in Arbeit) Wolfgang Madlung W.Mad@dpg.hamburg Ehrenvorsitzender Gerd Hoffmann G.Hof@dpg.hamburg


MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2015

MITGLIEDERVERSAMMLUNG Am 13. April nahmen 39 Mitglieder an dem wichtigsten Treffen unserer Gesellschaft teil. Nach dem ausführlichen Bericht unserer Vorsitzenden Viola Krizak über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, fanden die Wahlen für den Vorstand für die nächsten zwei Jahre statt. Die bisherige Vorsitzende und die beiden stellvertretenden, Aleksandra Jeszke-Zillmer und Dr. Corinna Makowski wurden einstimmig wieder gewählt. Der nach der Mitgliederversammlung 2014 vom Vorstand kommissarisch gewählte Schatzmeister Ulrich Sennhenn hat sein Amt niedergelegt. Als seine Nachfolgerin wurde Barbara Bornemann gewählt. Nach Vorschlägen aus der Mitgliedschaft und einer Vorstellung der KandidatInnen wurden die sechs Vorgeschlagenen als BeisitzerInnen einstimmig gewählt: Jürgen Fagin, Marta Gorka-Feldmann, Wolfgang Madlung, Beata Ratajczak, Herbert Stelter und Hartwig Zillmer. Heiko Feldmann zieht sich aus beruflichen Gründen von der aktiven Arbeit in der DPG zurück. An dieser Stelle bedanken wir uns bei den beiden ausgeschiedenen Herren für die Unterstützung der Arbeit unserer Gesellschaft und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute. Die Mitgliederversammlung endete mit der Vorstellung der Pläne für das Jahr 2015


TREFFEN DER VORSTÄNDE DER NORDDEUTSCHEN DPG-en IN HAMBURG

TREFFEN DER VORSTÄNDE DER NORDDEUTSCHEN DPG-en IN HAMBURG Im Januar 1974 trafen sich die damaligen Deutsch-Polnischen Gesellschaften von Bad Segeberg, Hamburg, Lübeck und Schleswig-Holstein erstmals zu einem Treffen, das in eine lose Arbeitsgemeinschaft mit mehrfachen, jährlichen Sitzungen in Bad Segeberg mündete. Da wir vor vier Jahrzehnten noch nicht über die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten verfügten, war dieser persönliche Austausch sehr wichtig, diente der Bereicherung des Programms aller Gesellschaften und half, alle Aktivitäten in und mit Polen bekannt zu machen. Diese Initiative wird mit sehr guten Erfahrungen bis heute fortgesetzt und wie schon vor Jahren dient sie dem Erfahrungsaustausch, aber auch dem Kennenlernen der im Dialog mit Polen engagierten Menschen. Die AG Norddeutschland bildete in den 80-er Jahren den Kern des heutigen Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften. In diesem Jahr findet das Treffen am 14. März in der Residenz des polnischen Generalkonsuls in Hamburg statt. Wir möchten unseren Freunden aus den anderen DPG-en die Möglichkeit bieten, den neuen Generalkonsul, Herrn Dr. Marian Cichosz kennen zu lernen. Unser Hauptziel ist es aber, unsere aktuelle Arbeit im norddeutschen Raum vorzustellen und mit Herrn Dr. Cichosz über den gegenwärtigen Stand der deutsch-polnischen Zusammenarbeit ins Gespräch kommen.


ADVENTSFEIER 2014

ADVENTSFEIER Wir haben zu unserer Adventsfeier 2014 das Ensemble Widymo aus der polnisch-ukrainischen Grenzstadt Sanok im San-Tal (Süd-Ost-Karpaten) eingeladen. Der Kontakt mit der Gruppe ist durch unsere DPG-Freunde in Kiel entstanden. Das Konzert fand in der Christ-König-Kirche in Lokstedt statt. In der gut gefüllten Kirche haben die Gäste dem besonderen Klang der Gruppe gelauscht. Es ist selten, dass man bei sieben Sängerinnen einen polyphonen Gesang mit sieben Stimmen hören kann. Entsprechend war die Begeisterung groß und der Applaus wollte nicht enden. Nach dem Konzert wartete auf unsere Gäste der festlich dekorierte Gemeindesaal. Wir konnten ca. 80 Besucher begrüßen und waren über die gute Beteiligung sehr erfreut. Besonders freuten wir uns über den Ehrengast, den Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg Marian Cichosz und seine Gattin Ewa Cichosz. Das Vorstandsmitglied Hartwig Zillmer las zwei interessante besinnliche Weihnachtsgeschichten. Für die Gaumengenüsse unserer Gäste sorgten der von unserem Vorstandsmitglied Beata Ratajczak selbstgemachte polnische „Rote Barszcz“ und die von der Chorleiterin Marianna Jara zubereitete ukrainische Kutia gesorgt. Sie besteht aus gekochtem Weizen, Mohn, Honig, Mandeln und Nüssen und darf auf keinem ukrainischen Weihnachtstisch fehlen. Beim gemeinsamen Gesang und einigen wunderbar klingenden Volksliedern der Sängerinnen ist der Abend schnell vergangen.


BESONDERE AUSZEICHNUNG

BESONDERE AUSZEICHNUNG Am 11. September 2014 hat Dr. Jerzy Marganski, Polens Botschafter in Deutschland, unserem langjährigen Mitglied Richard Pyritz das Offizierskreuz des polnischen Verdienstordens überreicht, das ihm vom Präsidenten der Republik Polen in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste um die deutsch-polnische Versöhnung und die Wissensvermittlung über das Konzentrationslager Ausschwitz- Birkenau verliehen wurde. Seit 1972 engagiert sich Richard Pyritz für eine gute Nachbarschaft mit Polen, ist Initiator zahlreicher Hilfsaktionen und Mitbegründer des Rotary Clubs Oswiecim. Er hat in den letzten fünf Jahren viele Projekte zur Förderung der Arbeit der Internationalen Jugendbegegungsstätte Ausschwitz initiiert. Wir gratulieren ihm sehr herzlich!!


Seminar: Familiengeschichte – Ortsgeschichte – Regionalgeschichte – 30. Jan. bis 1. Feb.2015

30. Januar – 1. Februar 2015 Familiengeschichte – Ortsgeschichte – Regionalgeschichte Familiengeschichtsforschung beginnt mit der Suche nach familiären Daten und führt nicht selten zur Geschichte des Ortes und der Region. Anfängern und Profis wollen wir den Austausch ermöglichen und Hinweise auf Methoden sowie neue Quellen zur Erforschung ihrer Familiengeschichte in Ost- und Westpreußen geben. Seminar mit dem Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen Leitung: Dr. Christian Pletzing Kosten: ca. 194 Euro im EZ Seminar-Programm download Programm


KLAUSURTAGUNG 2015

KLAUSURTAGUNG 2015 Der Vorstand unserer Gesellschaft organisiert vom 17.-18. Januar 2015 eine Klausurtagung, während der wir über die Aktivitäten des Jahres 2015 beraten und einen Jahresplan 2015 erstellen werden. Falls Sie Anregungen, Ideen, Vorschläge haben, teilen Sie uns diese bitte telefonisch (Viola Krizak 040 830 12 21, Aleksandra Jeszke-Zillmer 59 49 07) oder per E-Mail (Info@dpg-hamburg.de) mit. Die Klausurtagung findet im „Haus am Schüberg“ in Ammersbek statt. Mitglieder sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Falls Sie Interesse haben, teilen Sie dies uns bitte bis zum 30. November 2014 telefonisch oder per E-Mail mit, damit wir ggf. Zimmer für Sie reservieren lassen können. Tagesgäste sind ebenfalls willkommen. Der Eigenbeitrag für eine Übernachtung mit Vollverpflegung wird ca. 50 Euro betragen.


JAHRESÜBERBLICK 2014

JAHRESÜBERBLICK 2014     Januar: In Kamień Pomorski rast am Neujahrstag ein alkoholisierter 26jähriger Autofahrer in eine Menschengruppe. Bei dem Unglück sterben sechs Menschen. Kurz danach verursacht in Łódź ein betrunkener Straßenbahnfahrer einen weiteren Unfall mit mehreren Toten. Die Ereignisse lösen eine landesweite Debatte über Alkohol im Straßenverkehr aus. Infolge Eisregens kommt es zu schweren Behinderungen im Schienenverkehr mit Verspätungen von bis zu 12 Stunden. Reisende müssen stundenlang auf offener Strecke unversorgt in den Zügen ausharren. Februar: Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi sind polnische Ahtleten viermal siegreich. Der Skispringer Kamil Stoch erringt gleich zweimal Gold – von der Normal- und der Großschanze. Daneben werden auch Justyna Kolwaczyk über 10km Skilanglauf im klassischen Stil und der Eisschnellläufer Zbigniew Bródka über 1500m Olympiasieger. Der PO-Politiker und stellvertretende EU-Parlamentspräsident Jacek Protasiewicz gerät auf dem Frankfurter Flughafen mit deutschen Zollbeamten in Streit. Er ist dabei alkoholisiert und beleidigt die Beamten mit Anspielungen auf die NS-Zeit. Protasiewicz muss schließlich auf eine erneute Kandidatur als EU-Parlamentarierer verzichten. Der neue Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Dietmar Woidtke, reist zu seinem Antrittsbesuch nach Warschau. U.a. spricht er sich bei dieser Gelegenheit für mehr Schüleraustausch und mehr Polnisch-Unterricht an deutschen Schulen aus. März: Polens Medien verfolgen intensiv das Geschehen in der Ukraine und die russischen Vorbereitungen zu einer Annexion der Krim. Das Vorgehen Russlands weckt zunehmend Besorgnis und Kritik. Regierungs- und Oppositionspolitiker verurteilen einmütig die Politik Putins. Man bereitet sich auf die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge vor. Zudem werden EU-Sanktionen gegen Russland gefordert. Die USA kündigen eine stärkere militärische Unterstützung Polens und der baltischen Staaten an. Die durch eine Abstimmung veranlasste Einverleibung der Krim in die Russische Föderation und die anschließende aggressive Rechtfertigung Putins werden von polnischen Kommentatoren aufs Schärfste verurteilt. In einer Fernsehanprache erklärt Premier Donald Tusk, dass man weiter die Verständigung mit Russland suche und die Demokratiebewegung in der Ukraine unterstütze. Polen sei sicher, weil es im Westen fest eingebunden ist und seine Stimme gehört werde. Eine Gruppe von Eltern behinderter Kinder besetzt die Lobby des Sejm. Sie fordern von Premier Tusk höhere Sozialleistungen. Nach direkten Gesprächen gibt der Regierungschef schließlich nach. April: Bei Grudziąc verunglücken 9 junge Menschen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren bei einer Spritztour in einem fünfsitzigen PKW schwer. Sieben von ihnen kommen dabei ums Leben. Der Fahrer stand vermutlich unter Alkoholeinfluss. An der Heiligsprechung von Johannes Paul II. nehmen in Rom 30.000 polnische Gläubige Teil. Die daheimgebliebenen Polen verfolgen das Ereignis überwiegend am Bildschirm oder bei Public-Viewing-Veranstaltungen. In Anbetracht der Ukraine-Krise fordert Premierminister Tusk eine Europäische Energieunion mit dem Ziel die Energieversorgung unabhängiger von russischen Öl- und Gaslieferungen zu machen. Der Dichter Tadeusz Różewicz stirbt im Alter von 92 Jahren. Mai: Mit zahlreichen Feierlichkeiten und kulturellen Veranstaltungen wird am 1. Mai der 10. Jahrestag des polnischen EU-Beitritts begangen. Die Bilanz des ersten Jahrzehnts in der EU wird ganz überwiegend positiv bewertet. Der 67jährige Rentner Aleksander Doba kehrt von einer Atlantiküberquerung mit dem Kanu heim. Mit 90 Jahren verstirbt General Wojciech Jaruzelski. Er hatte 1981 in Polen das Kriegsrecht ausgerufen und wurde im Sommer 1989 zum Übergangspräsidenten gewählt. Wegen seiner umstrittenen Vergangenheit erhält er kein Staatsbegräbnis, wird jedoch mit militärischen Ehren beigesetzt. Am Rande der Feier kommt es zu Protesten. Bei den Europawahlen kann sich die regierende Bürgerplattform nach Stimmenanteil nur knapp vor der oppositionellen PiS behaupten. Beide Parteien erringen gleich viele Mandate. Überraschend kann der Rechtspopulist Korwin-Mikke mit seinem “Kongress der Neuen Rechten” in das EU-Parlament einziehen. Bei einem Referendum lehnen über Zweidrittel der Krakauer eine Bewerbung der Stadt um die Austragung der olympischen Winterspiele 2022 ab. Deutsche und polnische Polizei können einen großen Ermittlungserfolg vermelden: eine internationale Enkeltrick-Betrügerbande wird dingfest gemacht. Juni: Anlässlich des 25. Jahrestags der ersten (halb-)freien Wahlen in Polen kommt US-Präsident Obama nach Warschau und hält auf dem Königsschlossplatz eine vielbeachtete Rede. Auch mit Blick auf die Vorgänge in der Ukraine sagt das US-Staatsoberhaupt: “Polen wird nie wieder allein sein.” Obama wird dafür frenetisch gefeiert. Skilangläuferin Justyna Kolwaczyk macht in einem Interview bekannt, dass sie unter Depressionen leidet. Die Sportlerin hatte erst im Februar olympisches Gold gewonnen. Polen hat eine neue Abhöraffaire: Die polnische Wochenzeitung “Wprost” veröffentlicht heimlich mitgeschnittene Privatgespräche zwischen hochrangigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter amtierende Minister. Die Indiskretionen, aber auch Inhalt und Form der Gespräche lösen ein politisches Erdbeben aus. Premier Tusk weigert sich personelle Konsequenzen zu ziehen bevor die Quelle der abgehörten Gespräche nicht identifiziert ist. Um Beweismaterial zu sichern durchsuchen Ermittler die “Wprost”-Redaktion. Das Vorgehen wird von Journalisten und der Opposition scharf kritisiert. Der Justizminister distanziert sich von der Aktion. Donald Tusk kommt einem konstruktiven Misstrauensvotum der Opposition zuvor und stellt im Sejm die Vertrauensfrage. Er gewinnt souverän und erhält sogar Stimmen aus dem Oppositionslager. Die Täter der Abhöraktion finden sich schließlich im Kreis der Kellner eines Restaurants. Ob es Hintermänner gibt und wer sie sind, bleibt jedoch unklar. Die polnische Kirche entschuldigt sich für den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Geistliche. Anlass ist eine Kirchenkonferenz zu diesem Thema. Juli: Die größte Oppositionspartei PiS scheitert im Parlament mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Premier Tusk. Bei Tschenstochau stürzt ein mit Fallschirmspringern besetzes Kleinflugzeug ab. 11 Menschen kommen ums Leben. Vier Tage später kollidieren zwei Kleinflugzeuge in der Nähe von Radom. Auch dort sterben zwei Menschen. Die Premiere des Spielfilms “Miasto 44”, den der polnische Jungregisseur Jan Komasa über den Warschauer Aufstand gedreht hat, verfolgen im Warschauer Nationalstadion 12.000 Zuschauer. August: Polen begeht den 70. Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. In Berlin eröffnen Bundespräsident Gauck und sein polnischer Amtskollege Komorowski eine Ausstellung zu dem Thema. Das Ereignis stößt in Polen auf großes öffentliches Interesse. Die Ukraine-Krise wirkt sich weiterhin negativ auf die polnisch-russischen Beziehungen aus. Polen streicht das geplante polnische Kulturjahr in Russland. Russland verhängt ein Embargo auf polnisches Obst. Darunter leiden insbesondere die Apfelbauern in Polen. Daraufhin wird “Äpfelessen gegen Putin” populär. September: Bei der Gedenkfeier zum Überfall von Hitler-Deutschland auf Polen vor 75 Jahren hält Bundespräsident Gauck auf der Danziger Westerplatte eine Rede, die in Polen viel Beachtung findet. Dabei kritisiert er auch Putins Ukraine-Politik. Zum 75. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs hält Polens Präsident Komorowski eine Rede vor dem Bundestag. Darin würdigt er die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen, fordert aber auch ein mutiges Einstehen für die westlichen Werte. Auch bei ihm ist der Bezug zur Ukraine-Krise unüberhörbar. Donald Tusk wird offiziell für das Amt des EU-Ratspräsidenten nominiert und tritt von seinem Amt als Premierminister zurück. Als Nachfolgerin wird die Parlamentsvorsitzende Ewa Kopacz gewählt. Ewa Kopacz gibt die Besetzung ihres neuen Kabinetts bekannt. Innenminister Sienkiewicz und Außenminister Sikorski gehören nach der Abhöraffaire erwartungsgemäß nicht mehr der Regierung an. Außerdem muss Infrastrukturministerin Bieńkowska ersetzt werden, die als EU-Kommissarin nach Brüssel geht. Der ehemalige Außenminister Sikorski wird neuer Parlamentspräsident und damit Nachfolger der neuen Premierministerin. Anlässlich der Vereidigung von Ewa Kopacz richtet Präsident Komorowski an die neue Regierung die Erwartung, dass sie eine Debatte um die Euro-Einführung in Polen initiiert. Das polnische Volleyball-Nationalteam wird im eigenen Land Weltmeister. Oktober: Die frisch gebackene Premierministerin Ewa Kopacz gibt im Sejm eine Regierungserklärung ab. Dabei fordert sie Jarosław Kaczyński auf, den gegenseitigen Hass zu beenden. Nach der Rede geht dieser auf Donald Tusk zu und reicht ihm die Hand. Bei einem Grubenunglück bei Kattowitz erleiden 29 Bergleute z.T. lebensgefährliche Verbrennungen. Ein Kumpel bleibt verschüttet. Die Schauspielerin Anna Przybylska stirbt im Alter von nur 35 Jahren an Krebs. In Warschau erringt die polnische Fußballnationalelf einen historischen Sieg: beim EM-Qualifikationsspiel schlägt sie Deutschland mit 2:0 und gewinnt zum ersten Mal überhaupt gegen die deutsche Auswahl. Bei einer Gasexplosion in Kattowitz wird ein Wohnhaus komplett zerstört. Drei Menschen kommen ums Leben. Der Vatikan gibt bekannt, dass ein Heiligsprechungsverfahren für Jerzy Popiełuszko eröffnet wird. Der Pfarrer war zur Zeit der Volksrepublik Regimegegner und wurde 1984 von Geheimdienstvertretern ermordet. Breslauer Chirurgen bringen mit einer Stammzellentransplantation einen 38jährigen hochgradig  querschnittsgelähmten Patienten wieder zum Laufen. Als Folge des Ukrainekonflikts kündigt Verteidigungsminister Siemoniak an, die Truppenpräsenz in Ostpolen zu verstärken. In Anwesenheit des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin und Staatspräsident Bronisław Komorwoski wird in Warschau das Museum der Geschichte der Polnischen Juden eröffnet. November: Der Sejm weist ein Misstrauensvotum der Opposition gegen Parlamentspräsident Radosław Sikorski zurück. Der Sejm-Marschall hatte in einem Interview behauptet, dass Wladimir Putin vor einigen Jahren Premier Donald Tusk angeblich eine gemeinsame Aufteilung der Ukraine vorgeschlagen hätte. Dies erwies sich jedoch als haltlos. Nach langjährigem Tauziehen wird die Umgehungsstraße für den Nordostpolnischen Ort Augustów eröffnet. Die Trasse hatte ursprünglich durch das Rospudatal, ein Natura-2000-Schutzgebiet, führen sollen. Wieder einmal randalieren Chaoten bei Umzügen anlässlich des polnischen Unabhängigkeitstages in Warschau. Es kommt zu Verletzten und erheblichen Sachschäden. Die Polizei nimmt 280 Hooligans fest. Drei PiS-Parlamentarier werden aus Partei und Fraktion ausgeschlossen, als sich der Verdacht des Spesenbetrugs gegen sie erhärtet. Die drei hatten für eine Reise nach Madrid Kilometerpauschale geltend gemacht, waren tatsächlich aber mit einem Billigflieger angereist. Das Sejmpräsidium kündigt weitere Untersuchungen auch gegen andere Abgeordnete an. Die Partei PiS benennt den Europaabgeodneten Andrzej Duda als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen 2015. Die Durchführung der Kommunalwahlen endet mit einem Eklat. Bei den Wahlen zu den Regionalparlamenten kommt es durch verwirrende Wahlanleitungen zu einer auffällig hohen Zahl ungültiger Stimmen. Zudem kann wegen einer Computerpanne das Ergebnis erst über eine Woche nach der Wahl bekannt gegeben werden. Der Wahlleiter und zahlreiche weitere Mitglieder der Wahlkommission reichen ihren Rücktritt ein. Die PiS-Opposition spricht von “gefälschten” Wahlen. Bei den Wahlen zu den Woiwodschaftsparlamenten liegt die PiS nach landesweitem Stimmenanteil knapp vor der Bürgerplattform, die dafür jedoch mehr Mandate erringt. Eine große Überraschung ist das Abschneiden der Bauernpartei mit deutlich über 20% Stimmenanteil. In den zweiten Wahlgängen zu den Bürgermeisterwahlen gibt es kaum Überraschungen. In Posen verliert der bisherige parteilose Amtsinhaber Ryszard Grobelny seinen Posten an  Jacek Jaśkowiak, den Kandidaten der Bürgerplattform. In Słupsk wird der homosexuelle Ryszard Biedroń Bürgermeister. Der Film- und Theaterschauspieler Stanisław Mikulksi stirbt mit 85 Jahren in Warschau. Mikulski war vor allem durch seine Rolle des Kapitan Kloss in der Serie “Stawka więszka niż życie” (dt. Titel: “Sekunden entscheiden”) bekannt geworden. Dezember: Mit Zbigniew Girżyński aus der PiS-Fraktion tritt ein weiterer Politiker wegen der Spesenaffaire von seinen Ämtern zurück. Ärzte der Kinderklinik in Krakau können das Leben eines zweijährigen Jungen retten, der eine Nacht bei Minusgraden draußen verbracht hatte und bereits klinisch tot war. Der Schnellzug Pendolino wird mit dem Fahrplanwechsel erstmals in Polen eingesetzt. Bei der Jungfernfahrt mit Journalisten legt der Zug die Strecke von Warschau nach Danzig in nur 2,5 Stunden zurück. Der Bericht des US-Senats über die CIA-Verhörmethoden wird veröffentlicht. Der frühere polnische Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski räumt ein, dass Polen dem CIA einen Militärstützpunkt im Nordosten Polens zur Nutzung überlassen hatte. Es kommt zu einer breiten Mediendebatte über die Mitverantwortung damaliger polnischer Politiker. Der Dichter und Literaturwissenschaftler Stanisław Barańczak stirbt im Alter von 68 Jahren. Er war u.a. Professor für slawische Literatur an der Harvard-University.   Christof Leidner        


Adventsfeier 2014

ADVENTSFEIER 2014 Es ist wieder soweit! Es ist kaum zu glauben, aber bald feiern wir Weihnachten und daher luden wir Sie zu unserer traditionellen Konzert und der Adventsfeier ein. In diesem Jahr hatten wir die Folkloregruppe WIDYMO<Klick> aus Südostpolen nach Hamburg eingeladen. Das Ensemble wurde im Jahr 2000 in der polnisch-ukrainischen Grenzstadt Sanok<Klick> im <Klick>San-Tal gegründet. (Bild anklicken) In dieser Region treffen seit Jahrhunderten Einflüsse aus dem römisch-katholischen Westen und dem byzantinisch-orthodoxen Osten aufeinander. Es ist ein Ort der Begegnung, der Konfrontation und Verschmelzung unterschiedlicher Kulturen, ethnischer Gruppen und Religionen. Sinti und Roma, Russen, Polen, Slowaken, Ukrainer und Ungarn: ihre Koexistenz hinterließ beeindruckende kulturelle Zeugnisse, die weder der Zweite Weltkrieg und seine Konsequenzen – Zerstörung der sozialen und kulturellen Gemeinschaften, Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat, Hunderte niedergebrannte orthodoxe Kirchen – noch die kommunistische Religionsverfolgung in den Nachkriegsjahren haben zerstören können. WIDYMO<klick> repräsentiert eine neue, junge, multikulturelle Generation. Die Sängerinnen, die in polnischer und ukrainischer Sprache singen, erforschen das uralte Repertoire mehrstimmiger Gesänge, singen traditionelle und neu arrangierte Volksweisen, besonders über die Liebe, die Natur und die Jahreszeiten sowie spirituelle Lieder, aber auch Weihnachtslieder, die sie im charakteristischen Stil der ostslawischen Gebiete des 16. Jahrhunderts vortragen. Das Konzert beginnt am 29. November um 16.00 Uhr in der Ev.- Luth. Christ-König-Kirche, Bei der Lutherbuche 36 (Lokstedt). YouTube 1 2 3 4 Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbrücke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fußweg. Nach dem Konzert begann gegen 18.00 Uhr zu unserer traditionellen Adventsfeier, die im Gemeindesaal neben der Kirche stattfand. Wir haben gemeinsam mit den Sängerinnen gesungen und die Gäste haben die traditionsreichen Weihnachtsbräuche vorgestellt, bei denen das typische Weihnachtsgericht „Kutia<klick>“ zubereitet und gemeinsam verspeist wurde. Eine der WIDYMO-Sängerinnen ist auch eine Solokünstlerin. Homepage von Susanna Jara <Klick> Facebook <klick> YouTube <Klick>


Jazzkonzert 16. Nov.2014-16.00Uhr

Vladyslav Sendecki Andrzej Olejniczak Seit einigen Jahren bieten wir Ihnen im dunklen Monat November ein Jazzkonzert an, um unsere Gemüter ein wenig zu erhellen. Diesmal ist es uns wieder gelungen, zwei hoch anerkannte Jazzmusiker zu gewinnen: den Pianisten Vladyslav Sendecki, der seit 1996 Pianist der NDR Bigband ist und mit Gerry Brown, Detlev Beier und Ingolf Burkhardt das „Hamburg Jazz Quartett“ gründete und mit dem renommierten Hamburger Jazzpreis 2011 ausgezeichnet wurde und den nicht weniger renommierten Saxofonisten Andrzej Olejniczak, den Mitbegründer der Gruppe  „Sun Ship“. Er spielte mit zahlreichen Jazzgruppen, u.a.: “Extra Ball”, “Swing Session”, “Novi Singers” sowie mit bekannten Jazzmusikern wie Zbigniew Namysłowski, Andrzej Dąbrowski, Sławomir Kulpowicz. Er nahm an den wichtigsten internationalen  Jazzfestivals, u.a. in Mailand, Paris, Montreal, San Sebastian, Lima und Quito teil. Das Duett der beiden Instrumentalisten ist eine musikalische Rarität auf einer deutschen Bühne, weil die Musiker im Alltag andere Projekte verfolgen. Ihr gemeinsames Konzert wird eine Rückkehr zum traditionellen Jazz, aber auch ein Blick auf die modernen, europäischen Strömungen sein.  Das Konzert findet am 16.November um 16.00 Uhr im Logensaal der Hamburger Kammerspiele (Hartungstr 9-11, U1 Hallerstraße) statt. Eintritt 12 Euro (Abendkasse). Reservierung notwendig unter: ha.zillmer@web.de Das Konzert wird von der Firma Star Tankstellen


Buchprojekt „Zeugin des Grauens“

DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT HAMBURG e.V. Der Vorstand – Hamburg, 1.11.2014  Ingelene Rodewald, Jahrgang 1922, hat wohl eines ihrer bewegendsten und vielleicht auch wichtigsten Bücher geschrieben, das gerade im Husum-Verlag herausgegeben wurde: „Zeugin des Grauens“ beschreibt die Geschichte und das Leben ihrer Tante Helmy Spethmann (gestorben 1979), einer Rot-Kreuz-Schwester, die bereits im 1. Weltkrieg im Lazarett arbeitete und als Rot-Kreuz-Schwester auf den kommenden Überfall auf Polen am 1.9.39 bereits früh vorbereitet wurde. 1941 kam sie nach Warschau in ein Kriegslazarett und erlebte – zusätzlich zu dem Grauen des Krieges – Fürchterliches: Konfrontiert mit dem Leiden im Warschauer jüdischen Ghetto, machte sie (etwa 1942/43) heimlich Fotos vom Elend und Sterben der Menschen dort. Diese Fotos hat sie Frau Rodewald auf dem Sterbebett anvertraut, doch erst viele Jahre später entdeckte Frau Rodewald diese ungeheuerlichen Fotos in dem Nachlass. 2013 konnten wir auf einer Lesung über Marek Edelmanns Buch „Liebe im Ghetto“ einige Fotos erstmalig öffentlich zeigen. Mit diesem Buch nun hat Frau Rodewald ein einmaliges Dokument verfasst. Um die erste Auflage (800 Ex.) zu finanzieren, hat sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg verpflichtet, ihren Beitrag dazu zu leisten, da Frau Rodewald die Kosten nicht allein tragen kann. Bitte schauen Sie auch unter: www.verlagsgruppe.de (Husum-Verlag) Ein langes Interview in der Tageszeitung (taz) können Sie nachlesen: www.taz.de/!140940/ Insbesondere möchten wir Sie auf die Sendung des NDR über Frau Rodewald und ihr Buch aufmerksam machen: NDR „DAS!“ Das rote Sofa am Montag, 10.11.2014 ab 18.45 Uhr.


Irena-Sendler-Schüler in Polen

Warschau 2014 Irena-Sendler-Schüler in Polen Neun Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8, 9 und 11 waren im Rahmen des Schüleraustausches mit der Irena-Sendler-Schule Warschau vom 29.6.-4.7. 2014 zum Gegenbesuch in Polen. Begleitet wurden sie von 4 Lehrkräften und einer Vertreterin des Elternrates. Auf dem Programm stand zunächst ein Kurzbesuch Warschaus. Danach fuhren die Hamburger und Warschauer Schüler und Lehrer in eine Bildungsstätte des Erziehungsministeriums in Maróz, einem kleinen Dorf in den Masuren. Dort verbrachten sie vier Tage mit gemeinsamen sportlichen Aktivitäten, Exkursionen und vielen Präsentationen des Erlebten mit ihren Partnerschülern. Die Bildungsstätte war durch ihre Ausstattung und durch ihre Lage ein idealer Ort für die deutsch-polnische Begegnung. Mehr…


POLENTAG 2014 IN HAMBURG

POLENTAG IN HAMBURG  „Dzien Wolnosci.de/Tag der Freiheit.pl“ war das Leitmotiv, dass vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (Warschau) für einen „Polentag“ in Deutschland und für einen „Deutschlandtag“ in Polen ausgegeben wurde. Hintergrund dafür waren die sowohl in Polen wie in Deutschland vielfältigen Gedenktage zu Krieg und Freiheitsbewegungen. In Hamburg fand dieser „Polentag“ auch in diesem Jahr (zum zweiten Mal) statt, vorbereitet und durchgeführt in Kooperation zwischen dem Polnischen Generalkonsulat in Hamburg, der Schulbehörde und der DPG Hamburg. Der Schulsenator und das Generalkonsulat hatten die Schirmherrschaft übernommen und  so konnte die Irena-Sendler-Stadtteilschule in Wellingsbüttel zum diesjährigen „Polentag“ am 5.Juni 2014 einladen. Die Irena-Sendler STS, die STSchulen Walddörfer, Barmbek, Finkenwerder, Niendorf und Otto-Hahn sowie die Europaschule Gymnasium Hamm präsentierten ihre jeweiligen Begegnungen mit polnischen Partnerschulen bzw. berichteten über interessante polnische Schulprojekte in Hamburg. Unser vom Polen-Institut aus Darmstadt angereiste Gast Matthias Kneip erzählte vor vollem Saal auf humorvolle Weise über seine Begegnungen in und mit Polen. Ergänzt wurde dieser ereignisreiche Tag durch Informationen zum Polnischunterricht an Hamburger öffentlichen Schulen und dem Bemühen, mehr Polnischunterricht in der Mittel- und Oberstufe in mehreren Regionen in Hamburg anzubieten. Zwei Ausstellungen fanden zusätzlich Platz und Beachtung: Plakate der polnischen Plakatkünstlerin Katarzyna Milkiewicz und die sehr sehenswerte, von der Bundesbeauftragten der Stasi-Unterlagen in Berlin erstellten Ausstellung „lernt polnisch“ über Solidarnosc, die DDR und Stasi in den 80er Jahren. Die Protagonisten waren überaus zufrieden, das der Polentag 2014 in der ISS stattfinden konnte und für die beteiligten Schulen diente dieser Tag dem Kennenlernen und Informationsaustausch. Wir hoffen, dass auch im nächsten Jahr wiederum ein solcher Tag stattfinden kann – ein Angebot hat uns bereits erreicht! Für weitere Informationen stehen Beata Ratajczak und Hartwig Zillmer zur Verfügung.


JAHRESÜBERBLICK 2013

JAHRESÜBERBLICK 2013   Januar: Der langjährige Primas der katholischen Kirche, Kardinal Józef Glemp stirbt nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren. Das polnische Parlament verwirft sämtliche Pläne zur Einführung einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Der Antrag aus der Fraktion der regierenden Bürgerplattform scheitert ebenso wie die Gesetzentwürfe der Linksopposition. Justizminister Jarosław Gowin äußert in der Debatte Zweifel an der rechtlichen Zulässigkeit sämtlicher Gesetzesvorschläge. Ministerpräsident Tusk entgegnet, dass Gowin nicht die Regierungsmeinung wiedergibt. Februar: Die Fraktion der Palikotbewegung möchte ihre Vertreterin im Sejm-Präsidium, Wanda Nowicka, ablösen und schlägt aus ihren Reihen stattdessen die transsexuelle Abgeordnete Anna Grodzka als stellvertretende Parlamentspräsidentin vor. Anlass war die Weigerung  Nowickas von ihrem Amt zurück zu treten. Sie hatte sich – ebenso wie die anderen Mitglieder des Sejm-Präsidiums – eine (rechtlich korrekte, aber moralisch fragwürdige) Sonderzahlung gewähren lassen. Nowicka bleibt im Amt, weil alle anderen Parlamentsfraktionen das Ansinnen Palikots ablehnen. Allerdings wird Nowicka anschließend aus ihrer Fraktion ausgeschlossen, was jedoch erst in zweiter Abstimmung gelingt. Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. löst in polnischen Medien einige Diskussionen aus und stößt teilweise auf Unverständnis. Regierungsvertreter und (mit Ausnahme der PiS-Politiker) auch die Opposition feiern das Ergebnis der EU-Haushaltsverhandlungen. Polen kann bis 2020 mit weiteren 106 Mrd. Euro an EU-Mitteln rechnen und wird damit von allen EU-Mitgliedern die meisten Fördermittel erhalten. Es kommt zu einer kleinen Kabinettsumbildung. Der bisherige Innenminister Jacek Cichocki wird Chef der Kanzlei des Premierministers. Sein bisheriges Amt übernimmt der 51jährige Bartłomiej Sieńkiewicz. Außerdem darf sich neben Wirtschaftsminister Piechociński (Chef des kleineren Koalitionspartners PSL) künftig auch Finanzminister Jacek Rostowski mit dem Titel “Vize-Premier” zieren. Bei einer Vorlesung der als politisch links geltenden Philosophie-Professorin Magdalena Środa an der Universität Warschau kommt es zu einem Zwischenfall als rund 50 vermummte Nationalisten in den Saal eindringen und die Veranstaltung stören. März: Die Linksallianz SLD suspendiert die Mitgliedschaft ihres populären Politikers Ryszard Kalisz. Kalisz hatte sich wohlwollend zu den Plänen des ehemaligen Präsidenten Aleksander Kwaśniweski geäußert. Kwaśniewski hatte die Absicht geäußert, gemeinsam mit der Palikot-Bewegung zu den Europawahlen im kommenden Jahr antreten zu wollen. Die SLD lehnt ein solches Bündnis strikt ab. Im Sejm scheitert ein konstruktives Misstrauensvotum der Kaczyński-Partei PiS. Als überparteilicher „technischer Premierminister“ war der Soziologe Piotr Gliński vorgeschlagen worden. Bei der Computermesse Cebit in Hannover ist Polen Partnerland. Das tiefgläubige Polen diskutiert das Auftreten des neuen Papstes Franziskus I. und die möglichen Auswirkungen auf das religiöse Leben im eigenen Land. Der ZDF-Dreiteiler “Unser Mütter, unsere Väter” führt in Polen zu heftigen Protesten. Der Chef des öffentlich-rechtlichen polnischen Fernsehens, Juliusz Braun, kritisiert die Darstellung polnischer Widerstandskämpfer insbesondere im letzten Teil des Fernsehspiels. Es werde darin ein völlig falsches Bild gezeichnet, weil die Soldaten der polnischen Heimatarmee AK vor allem als Antisemiten dargestellt worden seien. Ebenso protestiert der Verband der AK-Veteranen in einer offiziellen Stellungnahme. April: Über die Osterfeiertage kommt es in weiten Teilen Polens zu starken Schneefällen. In der Folge sind viele ländliche Gebiete von der Stromversorgung abgeschnitten. In Polens Hauptstadt läuten die Glocken zum 70. Jahrestags des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Zur Gedenkveranstaltung kommen zahlreiche prominente Gäste aus dem In- und Ausland., u.a. der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz. Premier Tusk entlässt seinen Schatzminister Budzanowski. Ein ihm unterstehender Staatsbetrieb hatte Budzanowski nicht über einen internationalen Vertrag informiert, in dem die Verlängerung der Jamalpipeline geregelt wird. Von dem Vertrag hatte Tusk erst von russischer Seite erfahren. Während eines Besuchs von Donald Tusk in Deutschland behauptet Justizminister Gowin, dass deutsche Wissenschaftler zu Forschungszwecken Embryos aus Polen nach Deutschland importiert haben sollen. Gowin wird daraufhin als Justizminister entlassen. Mai: Betroffenheit löst die Meldung aus, dass in Łódź eine 24jährige Frau ein Baby mit über 4 Promille Blutalkohol zur Welt bringt. Juni: Das öffentlich-rechtliche polnische Fernsehen zeigt den ZDF-Dreiteiler “Unsere Mütter, unsere Väter” zur Hauptsendezeit. Im Anschluss findet eine ausgiebige Fernsehdebatte statt, an der neben Vertretern des polnischen Widerstandes auch der ehemalige israelische Botschafter in Polen, Szewah Weiss, und die Journalisten Adam Krzemiński und Gerhard Gnauck teilnehmen. Vor dem Hintergrund der polnischen Proteste zu “Unsere Mütter, unsere Väter” sendet das ZDF als weitere Ergänzung eine Dokumentation über Polen unter deutscher Besatzung. Der Beitrag war berits seit April vorbereitet worden. Sendezeit: 23:20 Uhr … In einem Fernsehinterview erteilt Donald Tusk allen Spekulationen über seinen möglichen Wechsel auf den Stuhl des EU-Kommissionschefs eine klare Absage. Bei den Bürgermeisterwahlen in Elbląg kann der PiS-Kandidat einen Sieg verbuchen. Die Wahlen hatten als Stimmungsmesser landesweit Beachtung gefunden. Warschauer Politprominenz hatte sich vermehrt in den lokalen Wahlkampf eingeschaltet. Die beiden größten Parteien halten Parteitage ab. Beim Treffen von PiS wird Jarosław Kaczyński als Vorsitzender bestätigt. Dagegen beschließt Tusks Bürgerplattform eine Satzungsänderung, die eine Urwahl des Vorsitzenden ermöglicht. Der entlassene Justizminister Jarosław Gowin kündigt seine Kann didatur an. Juli: Polen begeht den 70. Jahrestags des Massakers von Wolhynien. Die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen polnischen Untergrundkämpfern der AK und vorwiegend nationalistischen ukrainischen Unabhängigkeitskämpfern hatten auf polnischer Seite ca. 100.000 Opfer gekostet, darunter viele Zivilisten. Der Produzent des ZDF-Mehrteilers “Unsere Mütter, unsere Väter”, Nico Hofmann, entschuldigt sich für die Fehler bei der Darstellung des polnischen Widerstands in seinem Fernsehspiel. Im zweiten Anlauf erhält der katholische TV-Sender TV-TRWAM (gehört zur Radio-Maryja-Gruppe) nun doch einen Sendeplatz auf der Multiplex-Plattform des digitalen Fernsehens. Die Regierungsmehrheit im Sejm setzt wegen des anstehenden Haushaltsdefizits die erste Eskalationsstufe der Schuldenbremse aus. August: Bei den Wahlen zum Parteivorsitzenden der Bürgerplattform kann sich Premier Donald Tusk durchsetzen. Der Satiriker Sławomir Mrożek stirbt 83jährig in Nizza. Das Land Rheinland-Pfalz will ab 2015 seinen Zuschuss für das Deutsche-Polen-Institut in Darmstadt streichen. September: Jarosław Gowin gibt seinen Austritt aus der Bürgerplattform bekannt. Der neue Film von Andrzej Wajda über Lech Wałęsa hat nach der Vorführung beim Filmfest in Venedig auch in Polen Premiere. Der Streifen soll für Polen bei der Oscar-Verleihung an den Start gehen. Der Vatikan erklärt, dass der polnische Papst Johannes Paul II. am 27. April 2014 heiliggesprochen werden soll. Lech Wałęsa, polnische Solidarność-Legende, feiert seinen 70. Geburtstag. Die Staatanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen zwei polnische Geistliche wegen des Vorwurfs des Kindesmissbrauchs auf. Die beiden waren in der Dominikanischen Republik tätig. Einer von ihnen ist der ehemalige Botschafter des Vatikans in dem Karibikstaat gewesen. Auch Kirchenvertreter gehen auf Distanz. Oktober: Das Referendum zur Abwahl der Warschauer Oberbürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz scheitert, weil die nötige Beteiligung knapp verfehlt wird. Bei einem öffentlichkeitswirksamen Parteitag in Warschau nennt sich die Partei “Palikot-Bewegung” in “Deine Bewegung” um. Der Krakauer Professor Jacek Rońda, der in der oppositionellen Smolensk-Expertenkommission sitzt, gibt gegenüber dem TV-Sender TV-TRWAM zu, dass er bei einem Fernsehinterview mit dem öffentlich-rechtlichen TVP bewusst die Existenz nicht vorhandener Beweise vorgetäuscht hat. Anlässlich der Eröffnung des akademischen Jahres treffen sich die Präsidenten Gauck und Komorowski in Frankfurt/Oder-Słubice. Im Alter von 86 Jahren stirbt Tadeusz Mazowiecki, erster nichtkommunistischer Regierungschef nach der Wende, . November: Ausgerechnet am polnischen Unabhngigkeitstag erwartet Warschau rund 10.000 Teilnehmer zum Weltklimagipfel. Die Konferenz findet im Warschauer Nationalstadion statt, wo entsprechende provisiorische Tagungsgebäude errichtet wurden. In vielen deutschen Medien steht Polen in der Kritik, weil es sich beim Klimaschutz als Bremser zeigt. Am Rande der Feierlichkeiten zum polnischen Unabhängigkeitstag kommt es in Warschau zu Ausschreitungen. Nationalisten attakieren das Gelände der russischen Botschaft. In Moskau wird daraufhin der polnische Botschafter einbestellt. Transportminister Nowak tritt zurück, weil er in seiner Vermögensaufstellung, die jeder öffentliche Amtsträger abgeben muss, eine kostbare Armbanduhr nicht angegeben hatte. Bei der Explosion einer Gasleitung kommt es im westpolnischen Ort Jankow Przygodzki zu schweren Schäden. Zwei Menschen werden getötet, mehrere verletzt. Viele Häuser werden zerstört bzw. stark beschädigt. Bei einer lang angekündigten Kabinettsreform müssen gleich sieben Minister gehen. Darunter sind Umweltminster Korolec, der zu dem Zeitpunkt noch mit der Leitung des Klimagipfels befasst ist, und Sportministerin Mucha. Prominentestes “Opfer” ist jedoch Finanzminister Rostowski. Dezember: Jarosław Gowin gründet eine eigene Partei. Beim Parteitag der Bürgerplattform kann Donald Tusk alle gewünschten Kandidaten für den Vorstand durchsetzen. Der bekannte parteiinterne Kritker Grzegorz Schetyna wird in die Schranken gewiesen. Das Verfassungsgericht entscheidet, dass das Kreuz über einem Seiteneingang des Plenarsaals im Sejm hängen bleiben darf. Die Fraktion der Partei “Deine Bewegung” hatte dagegen Beschwerde eingelegt. Präsident Komorowski will wegen des beschlossenen Gesetzes über die Reform der offenen Rentenfonds (private betriebliche Altersversorgung) das Verfassungsgericht anrufen. Das in den Fonds angesparte private Kapital soll in die staatliche Rentenversicherung überführt werden. Die Entwicklung in der Ukraine betrachtet Polen mit großer Sorge. Zu den Protesten reist Oppositionsführer Jarosław Kaczyński nach Kiew, um seine Solidarität mit den proeuropäischen Demonstranten zu zeigen.   Soweit wesentliche Ereignisse aus 2013. Auch 2014 werde ich nach Kräften die Ereignisse in Polen verfolgen und übermitteln. Uns erwarten immerhin eine Heiligsprechung und im Sommer zwei wichtige geschichtliche Jahrestage: der Warschauer Aufstand jährt sich zum 70. Mal und der Ausbruch des 1. Weltkriegs, der für Polen ja auch eine ganz besondere Bedeutung hatte, zum 100. Mal.   Und damit wünsche ich Ihnen und Euch viel Gesundheit, Erfolg, Glück und Frieden im neuen Jahr 2014.   Szczęśliwego Nowego Roku życzy Christof Leidner


Festschrift zum 40. Jubiläum der DPG Hamburg 1972–2012

Deutsch – Polnische Gesellschaft Hamburg 1972 – 2012 Berichte und Erinnerungen aus vier Jahrzehnten Arbeit einer deutsch-polnischen Bürgerinitiative Viola Krizak (Hrsg.) Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg 1972-2012 Berichte und Erinnerungen aus vier Jahrzehnten Arbeit einer deutsch-polnischen Bürgerinitiative © Deutsch -Polnische Gesellschaft Hamburg, 2012 © Titelblattgestaltung: Viola Krizak Projektleitung und Redaktion: Dr. Viola Krizak Lektoren: Gerd Hoffmann, Wolfgang Madlung Gestaltung und Herstellung: Hans-Rainer Krizak Druck: Studio Polgraficzne M.Color, ul. Ogrodowa 62, 91-071 Łódź Freie und Hansestadt Hamburg Erster Bürgermeister Als Schirmherr ist es mir eine besondere Freude, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg zum vierzigjährigen Bestehen gratulieren zu dürfen. Die Beziehungen zwischen Hamburg und unseren Freunden und Partnern in Polen sind ebenso lang wie wechselvoll. Die Hansestadt hat dieser Tatsache nicht zuletzt in dem für Deutsche und Polen so wichtigen Gedenkjahr 2009 Rechnung getragen: Damals haben wir gemeinsam an den Beginn des Zweiten Weltkrieges gedacht, aber auch an den Fall der Mauer und den Systemwechsel im ehemaligen Ostblock, zu dem „Solidarność“ als erste freie Gewerkschaft in Polen mit ihrer friedlichen Revolution in erheblichem Maße beigetragen hatte. Wenn man zum 40. Geburtstag der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Hamburg eine Bilanz ziehen möchte, so kann man hervorheben, dass es eine Vielzahl von Kooperationen und Begegnungen zwischen Hamburg und Polen gibt. Im geographischen Mittelpunkt stehen dabei die polnischen Regionen an der Ostseeküste. Eine intensive Zusammenarbeit erstreckt sich auf Handwerk, Wissenschaft, Metropolenkooperation und Kultur. Sie trägt der besonderen Bedeutung Polens als größten neuem und aufgrund seiner Nähe für Hamburg auch wichtigem Mitglied in der EU Rechnung. Lassen Sie mich an dieser Stelle nur einige ausgewählte Beispiele erwähnen. Neben den sehr guten bilateralen Beziehungen arbeiten wir mit unseren polnischen Freunden und Partnern sehr eng in den Gremien der Ostseekooperation und in einigen EU-Projekten zusammen. Drei Bereiche seien beispielhaft hervorgehoben: TransBaltic liefert aus regionaler Entwicklungsperspektive wichtige Impulse für ein integriertes Verkehrssystem für die Ostseeregion. Clean Baltic Sea Shipping soll einen Beitrag leisten zur Verringerung der Eutrophierung der Ostsee sowie zur Reduzierung von Luft- und Wasserverschmutzungen durch Schiffe durch die Erarbeitung einer transnationalen Strategie zum sauberen Schiffsverkehr. COOL Bricks soll die Energieeffizienz von historischen Backsteingebäuden erhöhen, bei Gewährleistung technisch, administrativ und historisch angemessener Standards des Denkmalschutzes. Wenn diese große Vielfalt von Kooperationen und Formen der Begegnung uns längst selbstverständlich erscheint, dann liegt das auch an den wichtigen Beiträgen zur interkulturellen Verständigung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Dafür möchte ich Ihnen im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg unsere Hochachtung, unsere Anerkennung und unseren Dank aussprechen. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum 40. Geburtstag! Erster Bürgermeister Olaf Scholz Grußwort für die Festschrift anlässlich des 40. Jubiläums der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. Helmut Schmidt im Juni 2012 Mit Verständnis und Vertrauen Friede in Europa kann nur bestehen, wenn es Deutschland in der Mitte des Kontinents gelingt, im gutnachbarlichen Verhältnis mit seinen Nachbarn zu leben. Polen ist gemeinsam mit Frankreich der wichtigste Nachbar Deutschlands. Deutsche und Polen verbindet eine schicksalhafte und über weite Strecken tragische Nachbarschaft. Ein gutes Verhältnis beider Nationen muss sich daher stets gegen die Erinnerung gegenseitig zugefügten Leids und tief im kollektiven Gedächtnis verhafteter Ressentiments und Ängste erwehren. Seine wechselvolle Geschichte gibt Polen genug Gründe, seinen Nachbarn, und insbesondere seinen deutschen Nachbarn, zu misstrauen. Die drei gewaltsamen Teilungen bis Ende des 18. Jahrhunderts durch Preußen, Österreich und Russland wirken ebenso nach wie die völlige Beseitigung der polnischen Souveränität fast das ganz 19. Jahrhundert hindurch. Weit stärker noch haften im polnischen Gedächtnis die vierte gewaltsame Teilung durch Hitler und Stalin 1939 und die anschließende deutsche Besatzung. In diese Zeit fällt auch die Errichtung der Todesfabrik Auschwitz auf polnischen Boden durch Hitler. Als Folge von Hitlers Weltkrieg kam es anschließend zur gewaltsamen Verschiebung der östlichen und westlichen Grenzen Polens durch Stalin und zur Vertreibung von Millionen polnischer und deutscher Menschen in westliche Richtung. Mein Freund Herbert Wehner sagte 1977 bei einem gemeinsamen Besuch in Ausschwitz „ Man muss die Polen schon allein deshalb lieben, weil sie mehr gelitten haben als alle anderen“. Ich habe Wehners Wort nie vergessen. Es ist wahr. Und es gewinnt zusätzlich an Gewicht, wenn man bis in 18. Jahrhundert zurückdenkt. Sein Wort ist gleichzeitig eine Mahnung, dass wir Deutschen von uns selbst Verständnis für die besondere Situation der Polen verlangen müssen. Ich habe Polen erstmals als Bundestagsabgeordneter 1966 auf einer privaten Reise besucht. Auf dem Weg nach Moskau konnte ich mir damals mit meiner Familie während einer langen Autofahrt quer durch Polen einen eigenen Eindruck verschaffen. Die Menschen, Landschaften und Städte Polens haben mich damals nachhaltig bewegt. Fast vierzig Jahre sind seit meiner ersten Reise durch Polen vergangen. Polen und Deutschen ist es in diesen vierzig Jahren gelungen, ein weites Stück aufeinander zu zugehen. 1970 wurde mit dem deutsch-polnischen Vertrag ein erster wichtiger Grundstein für die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen gelegt. Ohne die Bereitschaft der damaligen polnischen Führung, ihrerseits auf die deutsche Seite zuzugehen, wäre der historische Durchbruch in Helsinki nicht möglich gewesen. Ich werde jenes Gespräch mit Edward Gierek in Helsinki nicht vergessen, dass damals den entscheidenden Durchbruch in den Verhandlungen brachte. 1974/75 habe ich mich mit Nachdruck für das Zustandekommen der KSZE-Schlussakte eingesetzt. Mit der Schlussakte von Helsinki wurde nicht die Oder-Neiße-Grenze festgeschrieben, sondern die im Korb III postulierten Menschenrechte haben die Arbeit Lech Walesas und der demokratischen Opposition Solidarnosc in Polen ebenso hilfreich unterstützt wie die Arbeit der anderen Freiheitsbewegungen im damaligen Ostblock. Die Geschichte Polens erklärt das Streben der polnischen Nation nach Souveränität und Selbstbestimmung. Nach dem EU-Beitritt Polens im Mai 2004 ist es erkennbar nicht allen polnischen Politikern leicht gefallen, die damit verbundene teilweise Aufgabe der eigenen Souveränität zu akzeptieren. Heute ist Polen nicht nur eine der wachstumsstärksten europäischen Volkswirtschaften, sondern es nimmt auch erkennbar seine politische Verantwortung in der EU wahr. Während der polnischen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2011 hat Polen eine aktive Vermittlerrolle zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern der Eurozone eingenommen. Die gegenwärtige Krise der Institutionen der Europäischen Union könnte ein unvoreingenommenes Miteinander der Menschen in Europa gefährden, sie könnte nationale Egoismen und Eitelkeiten aufleben lassen. Auf die friedensstiftende Wirkung der Europäischen Union allein können wir uns keinesfalls verlassen. Polen bleibt mit Frankreich unser wichtigster Partner in Europa. Für eine vertrauensvolle Partnerschaft ist gegenseitiges Verständnis unverzichtbar. Ohne ausreichende historische und kulturelle Sensibilität fehlt die Basis für einen wirklichen Dialog und es bleibt allenfalls bei guten Absichten allein. Leider wissen die Deutschen im Allgemeinen immer noch zu wenig von der Geschichte und Kultur Polens. Zwar kennen wir Frédéric Chopin und vielleicht haben wir „Quo Vadis“ von Henryk Sienkiewcz gelesen. Aber wer weiß in Deutschland, dass ein polnischer König schon im Jahr 966 den christlichen polnischen Staat begründete und der Name Polonia älter ist als Deutschland? Wer weiß in Deutschland, dass es ein Pole war, der Wien 1683 vor den Türken rettete? Oder welcher Deutsche ist sich des ökonomischen Erfolgs und der kulturellen Dynamik des heutigen Polens bewusst? Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. setzt sich seit 40 Jahren dafür ein, dass sich Polen und Deutsche besser kennen lernen. Seit ihrem Aufruf „Friede mit Polen“ im Herbst 1972 hat sie unzählige persönliche Begegnungen ermöglicht und dazu beigetragen, gegenseitige Vorurteile durch Verständnis und Vertrauen zu ersetzen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. hat damit die Versöhnung und Freundschaft zwischen Deutschland und Polen gefördert und einen Beitrag für eine friedliche Zukunft Europas geleistet. Ich verbinde meine Glückwünsche zum 40. Jubiläum der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. mit der Hoffnung und Erwartung, dass sie ihre wertvolle Arbeit in den nächsten Jahren erfolgreich fortsetzen kann. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. verdient unsere Unterstützung! Geleitwort des Botschafters der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland Dr. Marek Prawda Am 5. Juli 2012 beging die DPG Hamburg ihr 40-jähriges Jubiläum. Mit der Gründung der Gesellschaft fassten Abgeordnete der SPD-Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft und ein kleiner Kreis von Hamburgerinnen und Hamburgern, inspiriert von dem historischen Besuch von Bundeskanzler Willy Brandt in Warschau 1970 einen sehr wichtigen Beschluss. Doch ihr „Abenteuer“ mit Polen hatte für einige der späteren Initiatoren und Mitglieder der Gesellschaft bereits weit früher begonnen. Mitglieder der Deutschen Beamtenbund-Jugend Hamburg, die zu den Gründern der DPG gehörten, besuchten Polen erstmals schon im Jahr 1965. Seit 1968 bis Mitte der siebziger Jahre fanden weitere Reisen junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Verwaltung, aber auch der Bundesverwaltung wie Zoll, Post und Bahn nach Polen statt. Die Gesellschaft, deren unmittelbare Gründer die Journalistin und Schriftstellerin Annaliese Wulf und der Beamte und ehrenamtliche Geschäftsführer der DBB-Jugend Hamburg Gerd Hoffmann waren, begann ihre Tätigkeit mit einem starken Akzent in Gestalt des Aufrufs „Friede mit Polen“ an die Hamburger Bevölkerung. Dieser Aufruf wurde von namhaften Persönlichkeiten des hamburgischen öffentlichen Lebens unterzeichnet, darunter dem Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft Herbert Dau und mehreren Senatoren des Hamburger Senats. Beachtung verdient die Feststellung des Aufrufs: ,,Der Frieden in Europa wird schließlich nur Wirklichkeit werden, wenn er mit Polen gewonnen wird“. Am Beispiel der Geschichte der DPG kann man auch die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen kennenlernen. Doch es wäre ein großer Fehler, die komplexe Geschichte der Beziehungen zwischen Deutschland und Polen allein auf ihre politische Dimension zu reduzieren. Die Rolle des gesellschaftlichen Faktors ist diesbezüglich nicht zu unterschätzen, und dabei hat die Deutsch-Polnische Gesellschaft in Hamburg erheblich mitgewirkt. Tatkräftig hat sie am nicht ganz leichten Prozess der Versöhnung zwischen unseren Staaten mitgewirkt. Beharrlich und effektiv verwirklichte sie ihr Ziel durch die Förderung der Verständigung zwischen den Gesellschaften beider Länder. Zu Recht bemerkten die Gründer der DPG schon gleich zu Beginn, dass diesem Ziel am besten durch die Entwicklung zwischenmenschlicher Kontakte zwischen Deutschen und Polen gedient ist und konzentrierten darauf ihre Tätigkeit. Beachtung verdient, dass die DPG – unabhängig von den veränderlichen Stimmungen und politischen Beziehungen zwischen den beiden unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen – eine Reihe von Initiativen auf diesem Gebiet unternommen hat. Nach 1989 ist der politische und gesellschaftliche Wandel in Europa sehr schnell eingetreten. Der Niedergang des kommunistischen Systems in Ost- und Mitteleuropa und die Wiedervereinigung Deutschlands haben einen breiten Raum für die deutsch-polnische Zusammenarbeit eröffnet, auch im europäischen Kontext. Damit verbunden waren aber auch viele Herausforderungen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg hat die neue Situation rechtzeitig als eine große Chance erkannt und genutzt. Vor 20. Jahren schien es noch nicht so selbstverständlich zu sein, dass ein unabhängiges Polen und ein wiedervereintes Deutschland zu wichtigen Partnern im vereinten Europa werden. Genau das ist aber Wirklichkeit geworden. Heute sind die Beziehungen zwischen unseren Ländern in eine neue Phase eingetreten, die man als gereifte Partnerschaft bezeichnen kann, in der eine Schlüsselrolle die europäische Dimension unseres gemeinsamen Dialogs spielt. Eines Dialogs, in dem Fragen danach, wie wir den europäischen Raum gemeinsam gestalten können, von zentraler Bedeutung sind. Ohne gesellschaftliche Partner wäre dies nicht möglich gewesen. Hoffentlich wird die DPG Hamburg noch viele vergleichbare Jubiläen in Zukunft begehen, was ich Ihnen von Herzen wünsche. Grußwort des Generalkonsuls der Republik Polen in Hamburg Andrzej Osiak Sehr geehrte Damen und Herren, Seit 40 Jahren existiert in Hamburg die Deutsch-Polnische Gesellschaft. Die Gründung dieser im Jahre 1972 gehörte zweifellos zu den Meilensteinen der polnisch-deutschen Zusammenarbeit in Hamburg. Deswegen freue ich mich sehr über die Möglichkeit allen Mitgliedern der Deutsch-Polnischen Gesellschaft zum Jubiläum zu gratulieren. Infolge der politischen Entwicklungen am Anfang der siebziger Jahre wurde es möglich, dass neue Wege der polnisch-deutschen Verständigung und Kontakte geschaffen werden konnten. Die Ostpolitik des Bundeskanzlers Willy Brandt hat dazu beigetragen, dass der Prozess der polnisch-deutschen Versöhnung initiiert wurde. Obwohl Polen damals kein souveräner Staat war, konnte man auch in Warschau die positiven Reaktionen auf die Entspannungspolitik vernehmen. Früher gab es natürlich einige wichtige Initiativen, die auf die Annäherung zwischen Polen und Deutschen gezielt haben – die bedeutendste war der Hirtenbrief der polnischen katholischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder. Erst in den 70. Jahren jedoch würde die Annäherung zwischen den beiden Völkern in Gang kommen. Eine enorme Rolle spielten dabei die gesellschaftlichen Vereinigungen und die Hamburgische Deutsch-Polnische Gesellschaft gehört zu den ältesten in Deutschland. Schon seit Beginn haben ihre Mitglieder ehrgeizig und zielbewusst dem Pfad der polnisch-deutschen Annäherung gefolgt. In diesem Kontext muss man an den Aufruf „Friede in Polen“ erinnern, mit dem sich die Gesellschaft im ersten Jahr ihrer Tätigkeit an die Hamburger Bevölkerung gewandt hat. Die Kontakte mit Polen, die die Deutsch-Polnische Gesellschaft seit der Gründung entwickelte, sind nicht zu unterschätzen. Ich möchte auch die Rolle der Reisen nach Polen erwähnen, die die Gesellschaft organisiert hat. Heutzutage scheint es selbstverständlich zu sein, dass wir ohne große Schwierigkeiten schnell aus Polen nach Deutschland und umgekehrt verreisen können. Aber vor 40 Jahren war es nicht so einfach. Der eiserne Vorhang und dazu noch die DDR hatten beide Gesellschaften effizient getrennt und eine Reise nach Polen stellte damals viele Schwierigkeiten dar. Und ohne persönliche Begegnung kann keine Rede von der Versöhnung und Verständigungen sein. Durch diese Initiativen haben die Mitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft zur Überwindung der Vorurteile zwischen Polen und Deutschen deutlich beigetragen. Es ist wichtig, dass die Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschen nicht nur im politischen und wirtschaftlichen Bereich, was natürlich von großer Bedeutung ist, aber auch auf der zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Ebene verwirklicht wird. Dieses tut die Hamburger Deutsch-Polnische Gesellschaft erfolgreich seit 40 Jahren. Ohne solche Organisationen würde die polnisch-deutsche Partnerschaft anders als heute ausgesehen. Der Zusammenbruch des Kommunismus in Europa hat die politische Lage auf dem alten Kontinent ganz verändert. Polen wurde endlich frei und souverän, Deutschland wiedervereint. Es gab schon keine Hindernisse für die polnisch-deutschen Kontakte. In der neuen politischen und gesellschaftlichen Situation hat die Hamburger Deutsch-Polnische Gesellschaft ihre Mission fortgesetzt. Heutzutage veranstaltet die Gesellschaft regelmäßig verschiedene Seminare, Vorträge, Konzerte, die dem Publikum in Hamburg Polen annähern. Sie gehört zu den bedeutendsten Zentren der polnisch-deutschen Kooperation in Norddeutschland, zählt auch zu den wichtigsten Partnern des Generalkonsulats der Republik Polen in Hamburg. Die gemeinsamen Projekte, die von dem Generalkonsulat und der DPG durchgeführt werden, genießen bei den Gästen ein großes Ansehen. Ich möchte nur drei Beispiele von der letzten Zeit nennen. Im Juni dieses Jahres hat die Gesellschaft in der Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Hamburg die Veranstaltungsreihe „Sommer in… Polen“ mitgestaltet. Dank dieser Initiative konnte man die polnische Kultur, Politik und Geschichte besser kennenlernen, gleichzeitig aber auch Spezialitäten der polnischen Küche probieren und die polnische Sprache lernen. Auch in diesem Jahr durften wir in meiner Residenz die Buchvorstellung von Wioletta Weiss: „Wir sind nur noch wenige. Erinnerungen aus einem Schtetl“ anbieten. Ich möchte zusätzlich an die erfolgreiche Podiumsdiskussion erinnern, die die Katholische Akademie in Hamburg im April 2010 mit der Unterstützung der DPG und des Generalkonsulates durchgeführt hat. Das sind nur einige Beispiele, diese zeigen aber, wie vielfältig und reich die Tätigkeit der Gesellschaft ist. Zum 40. Jubiläum gratuliere ich den Mitgliedern sehr herzlich und wünsche viel Erfolg in der Zukunft! Andrzej Osiak Generalkonsul Grußwort des Beraters für deutsch-polnische Angelegenheiten im Büro der Staatsministerin Cornelia Pieper im Auswärtigen Amt Wojciech Pomianowski Vier Treffen und ein Glücksfall „Am wichtigsten ist, dass man sich trifft!“, hat mir Hanno Jochimsen, der ehemalige Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, einmal gesagt. Er hatte Recht. Ich konnte mich selbst mehrfach davon überzeugen. Aus meinen Treffen in der DPG Hamburg sind Bekanntschaften und Freundschaften fürs Leben entstanden. Diese Treffen spiegeln gleichzeitig die imposante Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen in den letzten Jahrzehnten wieder. Zum ersten Mal war ich mit einer Gruppe polnischer Journalisten bei der DPG Hamburg in den 80-er Jahren zu Gast. Damals – es war noch die Zeit der Teilung Europas und Deutschlands – lernte ich die Menschen kennen, die bereits Jahre zuvor den mutigen Weg der Verständigung und Versöhnung zwischen Deutschen und Polen eingeschlagen hatten. Sie waren es, die die gesellschaftliche Grundlage für die kommende politische Wende vorbereiteten. Als polnischer Korrespondent im vereinten Deutschland nahm ich am 1. Kongress „Deutsche und Polen gemeinsam in Europa“ teil. Der Kongress wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Polnischen Gesellschaft veranstaltet, deren Vorsitzender damals Hanno Jochimsen war. Er behauptete, für die gemeinsamen Beziehungen seien die DPGs eine Art Hefe. Sie entschieden zwar nicht darüber, wie groß das Brot würde, ohne sie aber würde der Teig gar nicht aufgehen. Es war das Jahr 1992. Die DPG Hamburg feierte ihr 20-jähriges Jubiläum und konnte ihre gesellschaftlichen Aktivitäten und partnerschaftlichen Beziehungen mit dem polnischen Rzeszow schon frei entfalten. Markus Meckel, der spätere Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften, sagte mir damals: Wir brauchen eine Lobby für Polen in Deutschland und für Deutschland in Polen. Eine Lobby, die die Politik, Wirtschaft und Kultur mit dem täglichen Leben der deutschen und der polnischen einfachen Bürger verbindet. Eine Lobby von unten. Diese Funktion übte die DPG Hamburg in den nächsten zwei Jahrzehnten erfolgreich aus. Ohne diese Aktivitäten, ohne engagierte Menschen, ohne die gesellschaftlichen Vermittler über die Staats-, Kultur- und Sprachgrenzen hinweg wären die deutsch-polnischen Beziehungen heute viel ärmer. Dies ist zugleich die beste und eine bewährte Methode, Klischees, Vorurteilen, Phobien und Komplexen entgegenzuwirken und sie zu bekämpfen. Je mehr wir voneinander wissen und verstehen, je mehr Kontakte, Bekanntschaften und Freundschaften wir haben, desto immuner werden wir gegen die unterschiedlichsten Gefahren und Missverständnisse. Dafür habe ich mich als polnischer Gesandter in Deutschland bei der Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden der DPG Hamburg, Gerd Hoffmann, ausdrücklich bedankt. Inzwischen ist die DPG Hamburg 40 geworden. Ich besuchte sie zuletzt als polnischer Austauschbeamter im Büro der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper. Auch mein persönliches Beispiel zeigt, wie weit wir auf dem Weg zu einer gereiften deutsch-polnischen Partnerschaft sind. Dies wäre ohne die Freunde aus Hamburg, ohne die unzähligen anderen Menschen guten Willens, die genau wie sie denken, nicht möglich gewesen. Liebe Viola, liebe Aleksandra, lieber Gerd, lieber Hartwig und viele andere Freunde: ich danke Euch allen und gratuliere zum 40. Jahrestag eurer Gesellschaft aufs herzlichste. Ihr seid ein wahrer Glücksfall für Deutsche und Polen. Deswegen „Sto lat“ und weiter so! Grußwort des Vorsitzenden des Förderkreises „Mahnmal St.Nikolai“ Klaus Franke Zur Aussöhnung und zur Verständigung mit unserem europäischen Nachbarn Polen hat die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg einen ganz wesentlichen Beitrag in den vergangenen vier Jahrzehnten geleistet. Herzlichen Dank dafür. Besonders in den Zeiten der Gründung der Solidarnosc und den damaligen schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen in Polen ist dies deutlich geworden, Die Förderung des Wissens von Geschichte, Kultur und Musik Polens war immer ein besonderes Anliegen Ihrer Gesellschaft. Für die dabei gezeigte Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit uns sind wir Ihnen dankbar und wünschen der Gesellschaft weiterhin erfolgreiche Jahre. Klaus Francke Inhaltsverzeichnis Grußworte Olaf Scholz.……………………………………………………………….………………….……5 Helmut Schmidt…………………………………………………………………………………..6 Dr. Marek Prawda………………………………………………………………………………..8 Andrzej Osiak……………………………………………………………………………………10 Wojciech Pomianowski…………………………………………………………………………12 Klaus Franke…………………………………………………………………………………….14 Inhaltsverzeichnis……………………………………………………………………………….15 1. Einleitung……………………………………………………………………………………..18 2. Die Entstehung der DPG Hamburg…………………………………………………………20 3. Gründungsjahr 1972 …………………………………………………………………………22 4. Handeln in der kommunistischen Realität, 1972-1989……………………………………..25 4.1 Die ersten Gäste aus Polen 26 4.2 Die erste Reise nach Polen 26 4.3 Hilfreicher Gesprächspartner 27 4.4 Zusammenarbeit mit den Deutsch-Polnischen Gesellschaften Norddeutschlands 28 4.5 Deutsch – Polnische Großveranstaltungen 29 4.5.1 Polnische Tage 1971 in Hamburg 29 4.5.2 Polnische Tage 1975 in Hamburg 30 4.5.3 Hamburger Tage 1977 in Danzig/Gdańsk 31 4.5.4 Polnischer Herbst Hamburg 1981 33 4.5.5 Weitere Veranstaltungen 34 4.6 Städtepartnerschaft 34 4.7 Das Kriegsrecht in Polen 1981 36 4.8 „Resovia Saltans“ und Hamburg 37 4.9 Gründung des Bundesverbandes und der Zeitschrift „DIALOG“ 39 5. Neue politische Situation – neue Herausforderungen, 1989-2004…………………………41 5.1. Die Wende 41 5.2 Zusammenarbeit mit Rzeszów und der Region Podkarpackie (Vorkarpaten) 42 5.2.1 Bericht aus Rzeszów: Aus Fremden werden Freunde 43 5.2.2 Bericht aus Rzeszów: Gesichter der Freundschaft 43 5.2.3 Bericht aus Rzeszow: Glücksfälle 44 5.3 Germanistikstudenten aus Jasło/Krosno in Hamburg 45 5.3.1 Bericht von Germanistik-Dozenten der Fachhochschule Krosno 45 5.3.2 Bericht einer Studentin 48 5.4 Jubiläumsjahr 1997, 25 Jahre der DPG Hamburg 49 5.4.1 Die Festschrift 49 5.4.2 Die Festveranstaltung 52 5. 5 Eine besondere Hilfsaktion – Oderflut 1997 52 5.6 Umwelt und Ökologie 55 5.7 Zusammenarbeit mit den Hamburger Institutionen und Organisationen 57 6. Polen in der EU – neue Chancen im deutsch-polnischen Dialog…………………………..60 6.1 Jahreskongresse der DPG Bundesverband und 2007 in Hamburg 60 6.2 Praktikantenprogramme – Initiative zum praktischen Erfahrungsaustausch 61 6.3 Die Stellungnahme zur Frage eines Zentrums gegen Vertreibung 63 6.4 Studienreisen 65 6.5 Neues aus Polen 68 6.6 Mein „Goldenes Buch“ 73 6.7 Besondere Ehrungen unserer Mitglieder 82 6.7.1 Verdienstorden der Republik Polen verliehen an Mitglieder der DPG Hamburg 83 6.7.2 Matthiae-Mahl 2009 84 7. Aktivitäten der DPG Hamburg………………………………………………………………86 7.1 Aktivitäten im Bildungsbereich 86 7.1.1 Schüleraustausch 86 7.1.2 Lehrerstudienfahrten des Instituts für Lehrerfortbildung (IfL) 87 7.1.3 Fortbildung für Deutschlehrer 88 7.1.4 Gemeinsame Lehrerseminare 89 7.2 Sportbegegnungen 90 7. 3 Aktivitäten im Kulturbereich 91 7.3.1 Ausstellungen (exemplarische Beispiele) 91 7.3.2 Lesungen………………………………………………………………………………96 7.3.3 Musikveranstaltungen…………………………………………………………………97 8. Im Netzwerk der DPG………………………………………………………………………101 8.1 Der Ost-West-Kreis………………………………………………………………………101 8.2 „Wer seinen Nachbarn kennt, kann auf Vorurteile verzichten“….………………………102 8.3 Leben im Glas, Irena-Sendler-Schule………………………….…………………………105 9. Die Mitgliedschaft und die Vorstandsarbeit………………………………………………108 9.1 Aufbauphase in den 70er Jahre…………………………….……………………………..108 9.2 Konsolidierung und Änderungen in den 80er……………….……………………………109 9.3 Veränderungen nach 1990………….……………………….…………………………….110 9.4 Der Vorstand heute………………………….……………….……………………………112 GEDENKEN……………………………………………………………………………………116 AUTOREN……………………………………………………………………………………..117 LITERATURLISTE…………………………………………………………………………..117 ANHANG 1…………………………………………………………………………………….118 ANHANG 2…………………………………………………………………………………….119 1. Einleitung Vierzig Jahre liegen hinter der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, die – fast zur gleichen Zeit wie Schwestergesellschaft in Kiel – am 5. Juli 1972 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde. Das sind 40 Jahre Arbeit unter sich ständig ändernden politischen Konstellationen, immer mit dem Ziel, Kontakte zu den Menschen in Polen herzustellen, um gemeinsam und partnerschaftlich neue Wege im Zusammenleben der beider Völker zu verwirklichen, trotz mancher Widerstände der jeweils Regierenden. Hunderte von Hamburgerinnen und Hamburgern engagierten sich über 40 Jahre für die völkerverbindende Arbeit, viele Vorstandsmitglieder leisteten Tausende von ehrenamtlichen Stunden, Hunderttausende in Deutschland und Polen erhielten durch die Aktivitäten der Gesellschaft die Möglichkeit, sich über das jeweilige Nachbarland zu informieren, die Nachbarn kennenzulernen und damit eine Basis für eine gemeinsame Zukunft in Europa zu schaffen. Letztendlich war der Deutsch-Polnische Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Beziehungen aus dem Jahr 1991 auch ein Ergebnis unserer Arbeit und der mittlerweile zahlreichen anderen deutsch-polnischen Gesellschaften in der Bundesrepublik, von denen sich über 50 im Bundesverband zusammengeschlossen haben. Wir haben mit unserer Arbeit, u.a. mit dem deutsch-polnischen Magazin „Dialog“, vertrauensbildend gewirkt, was insbesondere vor dem Hintergrund der leidvollen deutsch-polnischen Geschichte in unserer jüngsten Vergangenheit von großer Bedeutung war und ist. „Man darf die Vergangenheit nicht verharmlosen – aber trotzdem sollte man mehr über eine gemeinsame Zukunft reden“. Nach dieser Erkenntnis handelnd, entstanden die DPG Hamburg und viele weitere deutsch-polnische Gesellschaften in anderen Städten, die seitdem eine sehr erfolgreiche politische und kulturelle Arbeit leisten. „Es gibt in den letzten Jahren kein anderes Nachbarvolk, an dem ein so umfassendes Interesse gezeigt wurde wie am polnischen Volk. Allerdings der Nachholbedarf war hier auch gewaltig“ (Wolfgang Plat, 1980, 203). Es hat sich so über die Jahre ein umfassender deutsch-polnischer Dialog mit konkreten Projekten der Zusammenarbeit entwickelt, die Tausende von Polen und Deutschen mit dem jeweiligen Nachbarland in Verbindung brachte. Dauerhafte Freundschaften haben sich als Ergebnis dieser zielgerichteten Arbeit wie selbstverständlich ergeben. Unsere Arbeit für die Verständigung mit dem Nachbarland wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg leider nicht immer angemessen gewürdigt. Die fehlende Städtepartnerschaft mit einer polnischen Stadt ließ uns wenig Spielraum und gestaltete die Rahmenbedingungen ungünstig. Es gab aber auch positive Erfahrungen. Für einige herausragende Aktivitäten haben die Präsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft und des Hamburger Senats die Schirmherrschaft übernommen: für die Polnischen Tage 1971 in Hamburg übernahm Peter Schulz die Schirmherrschaft. Ihm folgte Hans-Ulrich Klose für die „Polnischen Tage ´75“ und für die “Hamburger Tage 77“ in Danzig/Gdańsk und den „Polnischen Herbst ´81“. Über ein Jahrzehnt später übernahm Bürgermeister Dr. Hennig Voscherau die Schirmherrschaft für die „Polnischen Tage 1993“ des Generalkonsulats der Republik Polen, Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape für das 25. Jubiläum der Gesellschaft im Jahre 1997 und Bürgermeister Ortwin Runde für die „Polentage 1999“ der Neuen Gesellschaft. Jetzt hat Bürgermeister Olaf Scholz uns die Ehre erwiesen und die Schirmherrschaft für unser Jubiläum übernommen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg ist seit ihrer Gründung sehr eng mit der Hamburgischen Bürgerschaft verbunden. Fast könnte man sie als „ein Kind der Bürgerschaft“ bezeichnen, wie die Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape es ausdrückte. Der in dieser Festschrift vorgenommene Rückblick auf die vierzigjährige Geschichte der DPG Hamburg beruht für die ersten 25 Jahre im Wesentlichen auf den Beiträgen von Dr. Hanno Jochimsen und Gerd Hoffmann aus der Festschrift zum 25. Jubiläum 1997; ihre akribisch verfasste Dokumentation der deutsch-polnischen Freundschaft ist für uns ein bleibendes Vermächtnis. Ich danke an dieser Stelle allen, die Berichte über unsere Gesellschaft und die gemeinsamen Aktivitäten, Erfahrungen und Erlebnisse verfasst haben. Hervorheben möchte ich vor allem unseren Ehrenvorsitzenden, Gerd Hoffmann, der zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft gehört und immer noch aktiv mitarbeitet. Er hat auch mehrere Beiträge für diese Schrift geschrieben. Ein besonderer Dank gilt unserem Ehrenmitglied, Jan Dolny, dessen „Goldenes Buch“ sich als einmalige Dokumentation der Gäste zahlreicher Begegnungen in Hamburg und Polen erwies, deren Namen sonst in Vergessenheit geraten würden. Dank ebenfalls unseren bewährten Freunden in Rzeszów und Krosno, die mit spürbarer Wärme über unsere Begegnungen und Zusammenarbeit berichtet haben. Meinem Mann, Hans-Rainer Krizak, und meinen Vorstandsfreunden, Wolfgang Madlung, Aleksandra Jeszke-Zillmer und Hartwig Zillmer und Herbert Stelter, danke ich für ihre Unterstützung, ohne die diese Festschrift nicht zustande gekommen wäre. Viola Krizak August 2012 2. Die Entstehung der DPG Hamburg Blicken wir zurück auf die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen vor der Gründung der Gesellschaft: In den Zeiten des Kalten Krieges wurde die deutsch-polnische „Versöhnung“ zu einem Schlüssel, um die weltanschaulich zementierte politische Teilung(in Europa) zu überwinden. Versöhnung bezieht sich auf gemeinsame Werte, die Menschen und Gesellschaften verbinden. Sie ist eine ideelle Brücke, die zu neuen Orientierungen und politischen Haltungen anregt und damit Gesellschaft und Politik beeinflusst (Stephan Raabe, 2010, 11). Trotz der gemeinsamen Werte war die politische Situation am Ende der 60er Jahre schwierig und bildete keine günstigen Bedingungen für den Bau einer deutsch-polnischen Verständigungsbrücke über die Blockgrenzen hinweg. Die sowjetischen Truppen besetzten halb Europa und die Volksrepublik Polen befand sich in einer tiefen politischen und ökonomischen Krise. Trotz der ungünstigen Bedingungen gab es einen kleinen Kreis von Hamburgerinnen und Hamburgern, die auf verschiedenen Ebenen deutsch-polnische Kontakte entwickelt und gepflegt haben. Zu diesem Kreis gehörten u.a. Mitglieder der Deutschen Beamtenbund-Jugend Hamburg, die erstmals 1965 eine Studienfahrt nach Warschau durchgeführt hatten. Ab 1968 bis Mitte der 70er Jahre folgten jährlich weitere Bildungsurlaubsreisen junger Mitarbeiterinnen mit Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes(Gerd Hoffmann, 2005, 275). Im Rahmen einer jugendpolitischen Zusammenarbeit der Hamburger Gewerkschaftsjugendorganisationen von DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund), DAG (Deutsche Angestelltengewerkschaft) und DBB (Deutscher Beamtenbund) im „Aktionszentrum Hamburger Jugendverbände“ wurde im Frühjahr 1970 im Hamburg-Haus Eimsbüttel die Ausstellung „25 Jahre Polens West- und Nordgebiete“ präsentiert, die von der Aktion Sühnezeichen bereit gestellt und von Senator Helmuth Kern eröffnet wurde. Das „Aktionszentrum Hamburger Jugendverbände“ war auch Veranstalter der ersten „Polnischen Tage“ in Hamburg, die im Frühjahr 1971 mit über 70 Veranstaltungen stattfanden und von einem Ende Oktober 1970 gegründeten „Arbeitskreis Polen“ vorbereitet wurde. Das ist die eigentliche Geburtsstunde der Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg. Diese Veranstaltungsreihe wurde möglich, weil die kommunistischen Machthaber in Warschau vor allem wirtschaftliche Kontakte zur Bundesrepublik suchten. Dieser Umstand wirkte sich positiv auf die neue Ostpolitik Bonns nach 1970 sowie auf die Arbeit der deutsch-polnischen Initiativen aus. Nach dem Scheitern des totalitären Herrschaftsmodels im Sowjetblock 1956 versuchten die polnischen Kommunisten durch Liberalisierungsmaßnahmen die Stabilisierung ihres autoritären Herrschaftssystems zu erreichen. Politisch erhofften sie sich dabei die Unterstützung von breiteren Gesellschaftsgruppen sowie die Verbesserung der ökonomischen Leistungsfähigkeit des Landes. Die diktatorische Monopolstellung der prosowjetischen Einheitspartei im Staat und in der Gesellschaft durfte allerdings trotz aller Maßnahmen nicht in Frage gestellt werden (Basil Kerski, 2007). Ziel der „Polnischen Tage1971“ war das Nachbarland Polen ins Bewusstsein der Menschen bei uns zu bringen und den gerade unterzeichneten „Warschauer Vertrag“ zwischen den beiden Ländern mit Leben zu erfüllen, um damit die Bemühungen von Bundeskanzler Willi Brandt zur Aussöhnung, Verständigung und Zusammenarbeit zu unterstützen. Die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs sollten die Möglichkeit erhalten, das Nachbarland und seine Menschen näher kennen zu lernen. Der „Warschauer Vertrag“ war ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen, der in Polens Hauptstadt am 7. Dezember 1970 unterzeichnet und am 17. Mai 1972 vom Deutschen Bundestag ratifiziert wurde (BGB. 1972 II, S. 362 ff.). Unter diesen Rahmenbedingungen entwickelten sich insbesondere im norddeutschen Raum einige bürgerliche Initiativen, die allerdings nur einen kleinen Teil der Bevölkerung erreichten konnten. Der „Arbeitskreis Polen“ arbeitete bis zur Gründung der DPG Hamburg und organisierte gemeinsam mit dem „Aktionszentrum Hamburger Jugendverbände“ eine Reihe von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Studienfahrten nach Polen. Seine Arbeit wurde von der Journalistin und Schriftstellerin Annaliese Wulf und dem ehrenamtlichen Geschäftsführer der DBB-Jugend Hamburg, Gerd Hoffmann, geleitet. Nach den erfolgreichen „Polnischen Tagen 1971“ beabsichtigten sie, die Arbeit des „Arbeitskreis Polen“ auf eine breitere gesellschaftliche Basis stellen und initiierten die Gründung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg (Gerd Hoffmann, 2005, 275 ff). Hanno Jochimsen, der Nachfolger des Gründungsvorsitzenden Vorsitzenden der Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg, Pastor Hans Mohn MdBü, berichtet: „Im Januar 1971 – wenige Wochen nach der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags im Dezember 1970 – standen unangemeldet Gerd Hoffmann und Friedrich Riethmüller in meinem Zimmer im Rathaus und erklärten, soeben hätte der damalige Zweite Bürgermeister und Schulsenator Peter Schulz die Schirmherrschaft über die bald zu veranstaltenden „Polnischen Tage“ übernommen. Es sei nun meine Pflicht als stellvertretender Pressesprecher, ihnen bei der Pressearbeit zu helfen. Es war der Anfang einer wechselvollen gemeinschaftlichen Friedensarbeit. Irgendwie entstand ein Vertrauen zwischen uns. Gerade unsere so unterschiedlichen persönlichen Hintergründe ließen die Zusammenarbeit fruchtbar werden“ (Hanno Jochimsen, 1997, 8). Vorausschauend war es ihm bewusst, dass „Nationen nicht weggezaubert werden können, wie die vor uns lebende Generation wohl gemeint haben muss und dabei Völkermord als selbstverständlich ansah – dass die Polen also immer Nachbarn der Deutschen und die Deutschen selber nur eine begrenzte – wenn auch unbestimmte – Zeit geteilt sein würden“ (Hanno Jochimsen, 1997, 8). Im Frühjahr 1972 wandte sich der „Arbeitskreis Polen“ an die Mitglieder der Hamburgischen Bürgerschaft Ulrich Hartmann und Hans Mohn sowie an den Wandsbeker Bezirksabgeordneten Hartwig Schröder, die gerade von einer Informationsreise durch Polen auf Einladung von „Aktion Sühnezeichen“ zurückgekehrt waren und aus ihren persönlichen Erlebnissen heraus einen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung leisten wollten. Einer der wichtigsten Beweggründe für diese Initiative war, den im Dezember 1970 geschlossenen „Warschauer Vertrag“ mit Leben „von unten“ zu erfüllen. Die Arbeit des Arbeitskreises sollte auch einen verbindlichen Rahmen erhalten. Gemeinsam wurde beschlossen, eine Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg zu gründen, worauf der „Arbeitskreis Polen“ mit einer kleinen hektographierten Einladung zu einer Gründungsversammlung ins Hamburger Rathaus bat. (Gerd Hoffmann, 2005, 276) 3. Gründungsjahr 1972 „Verständigung mit Polen suchen, wollte ich nicht nur, weil ich dieses Land, seine Kultur und seine Menschen schätzen gelernt hatte, sondern auch um dem eigenen Land zu helfen. Ohne den Frieden mit Polen war kein dauerhafter Frieden für die Deutschen zu erwarten und eine Wiederholung der Ereignisse der letzten zwei Jahrhunderte – von den Teilungen Polens bis zum Vernichtungsangriff 1939 – nicht auszuschließen. Sodann konnte man beim Aufbau der Beziehungen zu Polen langfristig und in historischer Sicht etwas Sinnvolles gegen die Teilung des eigenen Landes tun“ (Hanno Jochimsen, 1997, 9). Diese Erkenntnis war wichtig und notwendig, um die weiteren Schritte zu unternehmen. So wurde die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg am 5. Juli 1972 parallel zu der an diesem Tag laufenden Bürgerschafts-sitzung gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten 15 Personen: Senator Dr. Hans-Joachim Seeler, die SPD Bürgerschaftsmitglieder Bodo Fischer, Ulrich Hartmann, Elisabeth Kiausch, Walter Lohmann, Hans Mohn, Elisabeth Ostermeier, Raimond Wagener, , Dr. Gerd Weiland und Heiner Widderich, sowie Gerd Hoffmann, , Friedrich Riethmüller, Hartwig Schröder, Dorothea Wick und Annaliese Wulf . Als Vorsitzender des Gründungsvorstandes wurde Pastor Hans Mohn gewählt. Die Arbeit des Gründungsvorstandes konzentrierte sich neben der Schaffung der formalen vereinsrechtlichen Voraussetzungen und der Gewinnung der Mitglieder sehr stark auf einen öffentlichen Aufruf unter dem Titel „Friede mit Polen“ (Anhang 1). Dieser Aufruf wurde von namhaften Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Hamburg, u.a. Bürgerschaftspräsidenten Herbert Dau (Hamburger Ehrenbürger und Mitglied der Gesellschaft kurz nach ihrer Gründung), Bürgermeister Peter Schulz, Senator Helmut Kern und dem DBB-Vorsitzenden Joachim Gragert unterzeichnet. Die Erklärung entstand in der Wohnung von Annaliese Wulf, die zusammen mit Gerd Hoffmann Motor des Polnischen Arbeitskreises war. Dort wurde um eine angemessene Formulierung des Aufrufs hart gerungen und trotz der ganz unterschiedlicher politischer Ausgangspunkte Einigung erzielt. Dieser Aufruf ist neben der inhaltlichen Zielrichtung der Satzung über die Jahre bis heute Leitlinie der Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg geblieben. In die Vorbereitung der Erklärung wurde der stellvertretende Leiter der Staatlichen Pressestelle Hamburg, Dr. Hanno Jochimsen, als Medienexperte einbezogen. Diese Unterstützung war dann der Ausgangspunkt für seine jahrelange engagierte Arbeit für die deutsch-polnische Aussöhnung, Verständigung, Zusammenarbeit und Freundschaft als Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. von 1973-1991 und von 1991-2002 als deren Ehrenvorsitzender. Von entscheidender Bedeutung für die Arbeit der DPG Hamburg war, über alle Parteigrenzen hinweg viele Aktivitäten zu entwickeln, viele Verbindungen zwischen Polen und Hamburg herzustellen und viele Initiativen zu unterstützen. Im Verlaufe der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung kritisierte Oswald Beck (Mitglied der CDU-Bürgerschaftsfraktion) die für ihn einseitige politische Zusammensetzung des Gründungsvorstandes. Der Verweis auf Jochimsen, der FDP Mitglied war, vermochte ihn ebenfalls nicht zu beruhigen, weil dieser doch zum Koalitionspartner in Bonn und Hamburg zählte. Die Versammlung ergriff die Chance, die CDU als eine wichtige politische Gruppe zu integrieren und wählte ihn in den Vorstand. Zudem war die Zusammenarbeit mit dem aus Bielitz-Biala/Bielsko-Biała stammenden Oswald Beck, der sich über polnische Angehörige seiner oberschlesischen Familie empört hatte und deshalb vertrieben wurde, aber nun seinen persönlichen Frieden suchte, außergewöhnlich fruchtbar. Er kannte die polnische Psyche. Von ihm haben die ersten Vorstandsmitglieder viel gelernt (Hanno Jochimsen, 1997, 10). Der Vorstand arbeitete harmonisch über die Parteigrenzen hinaus, nicht zuletzt auch deshalb, weil niemals Beschlüsse gefasst wurden, die die Schmerzgrenze bei einem der Mitglieder überschritten hätten. Die historischen Dimensionen der Verständigung mit Polen und der damit verbundenen Gründung der DPG Hamburg hatten zu jener Zeit nur wenige richtig eingeschätzt – auch nicht der Erste Bürgermeister Peter Schulz – als er die vier Mitglieder des engeren Vorstands der Gesellschaft, Oswald Beck, Gerd Hoffmann, Friedrich Riethmüller und Hanno Jochimsen im Rathausehrenhof traf und fragte: „Was ist denn dies für eine seltsame Koalition?“ Und als Jochimsen bei einer späterer Gelegenheit vom gemeinsamen Engagement für den Frieden mit Polen sprach, antwortete der Bürgermeister etwas leise: „Es sind doch alles Bolschewisten – was wollen Sie da?“ (Hanno Jochimsen, 1997, 9) Diese Erinnerungen von Hanno Jochimsen verdeutlichen ebenfalls, dass bald nach Gründung der Gesellschaft sich Mitglieder aller drei damals im Deutschen Bundestag und in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenden Parteien zusammenfanden, um Wege der Friedensgestaltung mit Polen über die Parteigrenzen hinweg zu suchen. Sie fanden sich zu gemeinsamer Arbeit bereit, um einen Konflikt überwinden zu helfen, der damals genau 200 Jahre alt war. Als Leitmotiv galt damals die Überzeugung, dass das Verhältnis zwischen Polen und Deutschen nicht Gegenstand innenpolitischer Konfrontation sein durfte. Die unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen in der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland durften keine Ausrede dafür sein, nicht für die Verständigung zwischen Polen und Deutschen zu arbeiten. Die historischen Fehler des nicht miteinander Sprechens, des nicht aufeinander Zugehens, die schließlich im Inferno des 2. Weltkrieges endeten, durften sich nicht wiederholen. Wenn der Friede in Europa gesichert werden sollte, dann war ein erträgliches Verhältnis zwischen Polen und Deutschen eine wesentliche Voraussetzung. In der Gründungsphase der Gesellschaft gab es den Versuch, die Hamburger Initiative als Untergliederung in die damals bereits existierende Deutsch-Polnische Gesellschaft Düsseldorf (später mit Alleinvertretungsanspruch: Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland) zu integrieren. Auf die Integration wurde nach gründlicher Prüfung aber auch aus Furcht vor Überfremdung und Beeinträchtigung der regionalen Interessen verzichtet. Dabei hat eine Steuerung der Düsseldorfer Gesellschaft durch DKP-nahe Kader durchaus eine Rolle gespielt. Da der „Warschauer Vertrag“ innenpolitisch sehr umstritten war und von der CDU/CSU auf Bundesebene nicht akzeptiert wurde, erschienen in der Hamburger Presse, die durch die Springer-Medien sehr einseitig gegen die Ostpolitik Willi Brandts geprägt war, im Gründungsjahr 1972 nur zwei kurze Artikel über die Deutsch-Polnische Gesellschaft publiziert. Im ersten vom 1. August hieß es: „Eine deutsch-polnische Gesellschaft, die eine Verständigung zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland anstrebt, ist in Hamburg gegründet worden. Erster Vorsitzender wurde der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Pastor Hans Mohn. Die Gesellschaft ist aus dem deutschpolnischen Arbeitskreis entstanden, der seit längerer Zeit in Hamburg tätig ist. Im November soll in einer zehntägigen Veranstal-tungsreihe das Thema „Polen in Literatur und Schulbuch der Bundesrepublik“ behandelt werden.“ In dem 2. Bericht vom 28.11.1972 ging das Hamburger Abendblatt etwas stärker auf die Arbeitsinhalte ein: „Die kürzlich gegründete Deutsch- Polnische Gesellschaft Hamburg, deren Erster Vorsitzender der SPD- Bürgerschaftsabgeordnete Pastor Hans Mohn ist, will vor allem Kontakte zwischen jungen Menschen beider Völker knüpfen. Vorgesehen sind ein Informationsaustausch, polnische Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, Sprachkurse in Hamburg und Studienreisen nach Polen. Ferner strebt Pastor Mohn die Einrichtung eines Informationszentrums und die Partnerschaft zwischen Hamburg und einer polnischen Stadt an. Am 30. November will sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft um 20 Uhr in den Räumen der Neuen Gesellschaft, Rothenbaumchaussee Nr. 19 vorstellen. Ein Beauftragter der polnischen Botschaft in Köln hat sein Erscheinen zugesagt.“ Auch in den Folgejahren war das Interesse der Springer-Presse an der Arbeit der DPG Hamburg sehr gering; es erschienen kaum Hinweis auf oder redaktionelle Beiträge über durchgeführte Veranstaltungen. Die „Ostpolitik“ und alle damit in Zusammenhang stehenden völkerverbindenden Aktivitäten passten offensichtlich nicht in das verlegerische Konzept. 4. Handeln in der kommunistischen Realität, 1972-1989 Gesellschaftliches Engagement im deutsch-polnischen Bereich war für viele Westdeutsche in den 70er und 80er Jahren die beinahe einzige Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen den politischen Machtblöcken. Die Deutsch-Polnischen Gesellschaften repräsentierten vor 1989 somit nicht nur das bilaterale Verhältnis, sie waren vielmehr wichtige Protagonisten des gesamten Ost-West-Dialogs. Sie lieferten Hinweise, dass der europäische Einigungsprozess nur mit den auf der Regierungsebene geschlossenen Verträgen unvollkommen blieb und durch direkte Kontakte zwischen den Menschen mit Inhalten gefüllt werden musste. Die mit den westeuropäischen Nachbarn abgeschlossenen Vereinbarungen berührten nur einen Teil Europas und waren damit für ein „europäisches Haus“ nicht ausreichend. Diese gesamteuropäische Haltung führte viele junge Menschen ohne familiären Bezug zu Polen in die Deutsch-Polnischen Gesellschaften. Neben den Befürwortern der neuen Ostpolitik und des europäischen Dialogs zwischen den Systemblöcken zogen die Gesellschaften auch die in der Bundesrepublik lebenden Polen sowie Deutsche mit familiären Wurzeln im östlichen Europa, also auch viele vertriebene Deutsche, an. (Basil Kerski, 2007, 8) In den Jahren 1972 bis 1980 entstanden überwiegend im norddeutschen Raum 19 Deutsch-Polnische Gesellschaften. (Wolfgang Plat, 1980, 301f). Was tut man aber nun mit einer Gesellschaft, die Beziehungen zu Polen will, wenn es keinen Ansatz gibt, im durch die DDR abgeschirmten Nachbarland überhaupt gehört zu werden? Nach den 25 Jahren des Schweigens von 1945 bis 1970 zwischen beiden Völkern, der „Hallstein-Doktrin“, dem durch geschichtliche Erfahrungen vor allem in Polen geprägten und verständlichen Misstrauen und den Unterschieden in den Gesellschaftsordnungen, gab es keine eingefahrenen Wege, auf denen sich so einfach Kontakte knüpfen ließen. Der neue Vorstand der DPG Hamburg, allen voran sein unermüdlicher Geschäftsführer Gerd Hoffmann, machte sich daran, zu jeder Gruppe aus Polen, die Hamburg besuchte, Kontakt aufzunehmen und sie zu einem Gespräch einzuladen und dabei die Gesellschaft vorzustellen. Dieses Vorgehen trug nach einiger Zeit Früchte. Irgendwie hatte es sich wohl in Polen herumgesprochen, dass es da in Hamburg eine bemerkenswerte Gruppe gab, die mit ihnen Kontakt suchte. Auch vor Ort in Hamburg gab es Handlungsmöglichkeiten und die Notwendigkeit, etwas für die hier lebenden Aussiedler zu unternehmen. Hanno Jochimsen berichtet über die Anfänge seiner Arbeit: „Kurze Zeit nach meiner Wahl zum Vorsitzenden erreichte mich die Bitte eines mir bis dahin unbekannten Jan Dolny, ihm bei der Ausrichtung einer deutsch-polnischen Veranstaltung in der katholischen Kirche in Hamburg-Hamm zu helfen. Ich bot ihm einen Vortrag mit Dias an, die ich während einer der ersten Polenreisen mit „Dr.Tigges“ im Juni 1971 aufgenommen hatte. Es war eine der ersten in das Nachbarland überhaupt gewesen, und Dias über Polen hatten Seltenheitswert. Was ich jedoch in Hamm antraf, hat mich tief erschüttert: Der erst 1957 nach seiner polnischen Schulausbildung aus Schlesien ausgesiedelte Schiffbauer Jan hatte es aus eigener Berufung übernommen, die neuen Generationen von ausgesiedelten Jugendlichen zu betreuen, die im Aufnahmelager Finkenwerder lebten. Nun waren sie für einen Nachmittag nach Hamm gekommen und hatten in einem Kellerraum der Kirche eine Ausstellung von Postkarten arrangiert. Für jede der damaligen Woiwodschaften war eine kleine Kabine geschaffen worden, in der die nur polnisch sprechenden Deutschen jeweils „ihre“ Woiwodschaft mit Postkarten dargestellt hatten. Auf der anderen Seite des Kellergangs machten sich der polnischen Minderheit angehörende und unter sich nur deutsch sprechende Jugendliche für einen Volkstanzauftritt mit ihrer Billstedter Gruppe „Krakowiak“ fertig. Über den Kellergang fanden keine Gespräche statt. Die Atmosphäre war voller Hass. Man hörte Warnungen vor einander – in Deutsch vor den Deutschen, in Polnisch vor den Polen. Eine seltsame Welt, die jedoch die Beziehungen zu Jan Dolny auf der einen Seite – der bald ein Mitstreiter in der Gesellschaft wurde – und zur polnischen Minderheit andererseits wachsen ließ. Das Erlebnis zeigte, welche Aufgaben uns in Hamburg erwarteten“. (Hanno Jochimsen, 1997, 10) 4.1 Die ersten Gäste aus Polen Da die DPG auf der polnischen Seite keine Ansprechpartner hatte, konnten sie an die Kontakte anknüpfen, die Otto Wagner als stellvertretender Leiter des Studienseminars und späteren Instituts für Lehrerfortbildung geschaffen hatte. Mit der polnischen Lehrergewerkschaft wurde der jährliche Austausch von Reisegruppen zwar schon 1964 vereinbart, aber erst Anfang der 70er Jahre realisiert. Die Vorstandmitglieder gaben für die polnische Reisegruppe einen Empfang, den ersten, aus dem sich eine jahrelange Tradition entwickelte. Lehrer sind schließlich für das Verhältnis zwischen Völkern ganz besondere Multiplikatoren. Geholfen hat ebenfalls die Katholische Akademie Hamburg mit ihrem Direktor Günter Gorschenek, der die Vorstandsmitglieder oft einlud, wenn er polnische Gäste hatte. Die Akademie war, wie es sich bald herausstellte, der Anlaufpunkt für den nach oder über Hamburg reisenden polnischen Klerus. Unter den Gästen waren ebenfalls häufig Professoren der Katholischen Universität Lublin, unter ihnen die Professoren Nossol, der spätere Erzbischof von Oppeln/Opole und Władyslaw Bartoszewski, der ehemalige polnische Außenminister und heutige Beauftragter der polnischen Regierung für die polnisch-deutsche Zusammenarbeit. 4.2 Die erste Reise nach Polen Ein anderer Ansatzpunkt, die Aufgaben der Gesellschaft zu erfüllen, war, die Hamburger Bürgerinnen und Bürger, mit dem Nachbarland, seinen Menschen, seinen Problemen, seiner Geschichte und ebenfalls den erschreckenden Hinterlassenschaften des Nazi-Terrors vertraut zu machen. Im politischen Bereich wurde diskutiert, dass es nicht nur Reisen des damaligen Kuratoriums für staatsbürgerliche politische Bildung nach Israel, sondern auch solche nach Polen geben sollte. Schließlich würden sich die dortigen Verhältnisse im gleichen Maße auf die innerhamburgische Politik auswirken, wie die in Israel. Der Vorstand beschloss deshalb, sich mit einem ansehnlichen Kontingent von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Fahrt des Kuratoriums für politische Bildung nach Polen zu beteiligen, um Erfahrungen für künftige Reisen zu sammeln. Die Route führte über Breslau und Krakau nach Warschau und über Posen zurück nach Deutschland. Hanno Jochimsen als Reiseleiter stieß auf große Widerstände beim ersten politischen Treffen im Kloster von Tschenstochau/Częstochowa. Wer die Volksrepublik Polen etwas kannte, wusste, dass hier die damals einzige Opposition saß, mit der man sprechen konnte, wenn man in die Klausur des Klosters eingelassen wurde. Vorbereiten ließ sich ein solcher Besuch nicht, denn die Telefone wurden selbstverständlich abgehört. In das Programm konnte ein solcher Besuch auch nicht aufgenommen werden, weil man nicht wusste, ob das Kloster einen aufnehmen würde, und weil ein solcher Programmeintrag die Gesprächspartner gefährdet hätte. Bemerkenswert wie leicht es war, vor dem Klausurbesuch den polnischen Begleiter unter einem fadenscheinigen Vorwurf „los zu werden“ und wie schwer es war, einige der eigenen Teilnehmer zu beruhigen. Aus grundsätzlichen Gründen lehnten sie jede Art von Weihrauch und Berührung mit der katholischen Kirche ab und empfanden es als eine Zumutung, von dem konfessionsneutralen Kuratorium in ein Kloster „verschleppt“ zu werden. Wer jedoch teilnahm, erfuhr etwas über die Akzeptanz oder besser die Nichtakzeptanz, des Regimes durch die Bevölkerung, denn das Kloster verfügte über eine effiziente soziologische Forschungsabteilung. Bei ihren Befragungen konnte sie auf alle Kirchengemeinden des Landes zurückgreifen. Mehr und mehr bestürzt von dem, was sie während der Fahrt erlebten, war das Ehepaar Lisi und Adolf Vogel. Sie hatte schon seit einiger Zeit vergeblich versucht, für die Hamburger Frauenverbände eine Fahrt nach Polen zu organisieren, was ihr aber stets von der polnischen Botschaft in Köln abgelehnt wurde. Er, der Historiker, erfuhr, wie sehr die gemeinsame Geschichte das Deutschlandbild der Polen prägte, und wie wenig über die polnische Geschichte von seiner Generation gelehrt wurde. Beide haben sich danach intensiv der Arbeit der Gesellschaft gewidmet. Frau Vogel war immer einsatzbereit im Vorstand und Herr Vogel hielt mehrere Vorträge zur polnisch-deutschen Geschichte. In Warschau wurde die Gruppe im Außenministerium empfangen, wo der zuständige Abteilungsleiter einen Vortrag über die polnische Deutschlandpolitik hielt. Verblüfft war Hanno Jochimsen, als er von drei Objekten dieser Politik sprach, nämlich der DDR, der Bundesrepublik und „Deutschland als Ganzem“, ein Begriff, der im Ostblock eigentlich verpönt war. Irgendwie muss der Diplomat seiner Zeit zu weit voraus gewesen sein, denn kurze Zeit später wurde er als Botschafter nach Tunis versetzt. Besuche im polnischen Außenministerium sollten in den nächsten zehn Jahren an der Tagesordnung bleiben. Schließlich wurde dort bestimmt, ob und zu welchen Zwecken die Deutschen einreisen durften, denn Einreisevisum zu erhalten, war in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Regelmäßig wurde auch die Botschaft der Bundesrepublik im Stadtteil Praga besucht, zum einem um sich zu informieren und zum anderen um keinen Verdacht im eigenen Land aufkommen zu lassen. Während dieser ersten Reise gab es ein Treffen mit dem jungen Legationsrat Frank Elbe, damals zweiter Sekretär an der Botschaft, der es später bis zu den höchsten Positionen im Auswärtigen Amt geschafft hat. Im kleinen Kreis sagte er damals: „Sie werden es schwer haben, Gesprächspartner in diesem Land zu finden.“ Ein Satz, der Hanno Jochimsen sehr in Erinnerung geblieben ist, weil er nicht nur unsere Situation, sondern in jener krisenhaften Zeit (Helsinki mit dem Schmidt-Gierek Abkommen war noch fern), ebenfalls die Botschaft betraf. In den nächsten Jahren wurde immer wieder dafür gesorgt, sehr zum Leidwesen unserer oft frustrierten polnischen Partner, dass Vertreter der Botschaft an den Gesprächen teilnahmen. (Hanno Jochimsen, 1997, 12-13) 4.3 Hilfreicher Gesprächspartner Im April 1974 tauchte mit Józef Dubiel, dem damaligen Generalsekretär von Interpress in Warschau, ein sehr kompetenter Gesprächspartner auf. Er war nach Hamburg als Gast von Internationes e.V. (Bonn), gekommen, einem Verein im Einflussbereich des Auswärtigen Amtes. Und Interpress erfüllte teilweise die gleichen Aufgaben auf polnischer Seite. Dubiel kam wie viele von der Bundesregierung eingeladene journalistische Gäste damals zu Hanno Jochimsen in die Staatliche Pressestelle ins Rathaus. Er wusste aber genau, dass er ebenfalls den Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg vor sich hatte. Sie sprachen über das Projekt „Polnische Tage in Hamburg“, das kurz zuvor im Namen einer anderen Deutsch-Polnischen Gesellschaft an die Senatskanzlei herangetragen worden war. Die Senats-kanzlei hatte aber einige Vorstandsmitglieder der DPG zum Gespräch hinzugezogen und darauf bestanden, es nur mit der heimischen Gesellschaft durchführen zu wollen. Nun war es irgendwie liegen geblieben. Hanno Jochimsen berichtet: “Nach dem Besuch begleitete ich Dubiel, um besonders höflich zu sein, zu seinem nächsten Termin ins Spiegel – Haus. An einer Straßenkreuzung auf „grün“ wartend und im großen Lärm fragte er mich, ob ich denn die „Polnischen Tage in Hamburg“ wolle. Was ich bejahte, worauf er mir andeutete, dass ich aus Polen hören würde. Unmittelbar kamen mir die äußeren Umstände dieses Frage- und Antwortspiels seltsam vor. Heute scheint es so, als ob es irgendwie „abhörsicher“ sein sollte. In der Tat wurden wir von unserem Verfassungsschutz in den nächsten Jahren immer wieder vor dem „Geheimdienstler“ Dubiel gewarnt. Eingedenk der Aussage, wir würden es schwer haben, überhaupt Gesprächspartner in der Volksrepublik Polen zu finden, hielt der Vorstand den Arbeitskontakt mit Józef Dubiel über lange Zeit aufrecht.“ Das war ein Balancieren in mehrfacher Hinsicht. Dem Vorstand und erst recht den Mitgliedern konnte man nichts von den Warnungen des Verfassungsschutzes sagen, denn der hatte sich natürlich Diskretion erbeten. Auf der anderen Seite war dies der einzige reale Gesprächspartner, die man sich damals bekanntlich in Polen nicht aussuchen konnte. Hanno Jochimsen fühlte sich bestärkt, weil er bei Józef Dubiel spürte, dass er aus ganz persönlichen Gründen zur Verständigung zwischen Polen und Deutschen beitragen wollte und das Treffen diesem Ziel diente. Er förderte die gemeinsamen Projekte mit der DPG Hamburg auf eine bemerkenswerte Art und Weise gegen viele innerpolnische Widerstände. Interpress blieb durch viele Jahre Ansprechpartnerin für unsere Gesellschaft. Dieses Verhältnis blieb immer zwiespältig, schon weil sich die Verquickungen dieses Instituts und Józef Dubiel in einer Person mit Staat und Partei nicht überblicken ließen. Aber selbst wenn man hiervon absah, konnte ein dauerhaftes Gespräch zwischen ehrenamtlich engagierten Bürgern einerseits und Beamten andererseits nicht Bestand haben. Auch wenn es durchaus nicht unproblematisch war, so hatte die DPG wenigstens einen Ansprechpartner in Warschau. 4.4 Zusammenarbeit mit den Deutsch-Polnischen Gesellschaften Norddeutschlands Das Schicksal, Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen nach Polen zu haben, teilte die DPG Hamburg mit den in Norddeutschland existierenden Gesellschaften gleichen Namens. Es gab außer der DPG Hamburg die Deutsch-Polnischen Gesellschaften in Kiel (gegründet am 24.05.1972), Lübeck und Bad Segeberg. Einige ihrer Vorstandsmitglieder hatten an der ersten Polenreise der Hamburger Gesellschaft im Jahre 1973 teilgenommen, so dass eine Atmosphäre des Vertrauens entstanden war. Sehr bald nach der Rückkehr wurde beschlossen, sich regelmäßig zu treffen, um gegenseitig über die vorhandenen Kontakte nach Polen zu unterrichten und um eventuelle polnische Gäste von Gesellschaft zu Gesellschaft weiterzureichen. Es sollte so etwas wie einen Ersatz für fehlende Verbindungen zu Polen bilden. Die norddeutschen Gesellschaften fanden sich 1973 zu einer losen Arbeitsgemeinschaft zusammen, die sich vierteljährlich in Bad Segeberg traf. Die gemeinsamen Sitzungen der Vorstände der Gesellschaften taten über die Jahre der Zusammenarbeit gut, bereicherten das Programm aller Gesellschaften und halfen, alle Aktivitäten in Polen bekannt zu machen. Diese Initiative funktionierte über viele Jahre sehr gut und wird trotz der neuen Möglichkeiten in der Kommunikation bis heute fortgesetzt. Die Treffen fanden ein- bis zweimal im Jahr statt. Die jahrzehntelange Tradition wird in dieser Form bis heute fortgesetzt. Das letzte Treffen fand am 24. März 2012 in Bremen statt. Als die norddeutschen Gesellschaften Ende 70er Jahre in Göttingen die Initiative ergriffen, ein deutsch-polnisches Jugendwerk nach dem Vorbild des Deutsch-Französischen Jugendwerks zu gründen und dann in Hamburg die Gründungssatzung verabschiedet war sowie die notarielle Beurkundung unmittelbar bevor stand, wurden die Gesellschaften von der Botschaft der Volksrepublik Polen massiv kritisiert und diese Gründung als unfreundlicher Akt gegenüber Polen bezeichnet. Anschließend wurden die Gesellschaften von der polnischen Seite (Botschaft und West-Institut Posen/Poznań) aufgefordert, Aktivitäten Richtung Polen nur noch über die DPG der Bundesrepublik Deutschland oder über das Westinstitut in die Wege zu leiten. Dieser massive Eingriff in ihre Eigenständigkeit wurde von den Gesellschaften entsprechend deutlich zurückgewiesen (Gerd Hoffmann, 2005, 276 f). 4.5 Deutsch – Polnische Großveranstaltungen Die Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltungen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg zwischen 1971 und 1981 waren durch die ehrenamtlichen Engagements der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft geleistet. Der Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten bestimmte vielfach die Arbeitsgespräche mit offiziellen Stellen, aber auch mit Institutionen und Organisationen. Zudem galt es häufig, Misstrauen auf polnischer Seite in intensiven Gesprächen zu beseitigen, was durch den häufigen Wechsel handelnder Personen bei den polnischen Partnern zusätzlich erschwert wurde. Einzige Möglichkeit der Begegnung mit der polnischen Realität und polnischen Bürgern waren bilaterale Veranstaltungen, die die DPG bzw. ihre Vorgängerorganisationen schon seit 1971 organisierten. Erst nach Einrichtung des polnischen Konsulats 1991 übernahmen die Diplomaten die Organisation polnischer Tage, wie z. B. 1993 in Hamburg und anderen Orten im norddeutschen Raum. 4.5.1 Polnische Tage 1971 in Hamburg Die „Polnischen Tage ’71“, die unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Peter Schulz standen, zeichneten sich dadurch aus, dass mit einer solchen großen polnischen Präsentation Neuland beschritten wurde. Durch einen Zuschuss des Hamburger Senats in Höhe von fast 50.000 DM konnte das anspruchsvolle Programm vom 25.03.- 4.04. 1971 realisiert werden. An den über 70 öffentlichen und ge-schlossenen Veranstaltungen, für die mit 3.000 Plakaten und 20.000 Broschüren öffentlich geworben wurde, haben sich über 10.000 Hamburgerinnen und Hamburger beteiligt; damit wurde der Hamburger Bevölkerung erstmals die Möglichkeit gegeben, sich umfassend über Polen zu informieren. Die Hamburger Presse berichtete ausführlich über das Ereignis. „Die Hamburger Morgenpost“ vom 26.März 1971 schrieb: „(…)In seiner Eröffnungsansprache richtete Bürgermeister Peter Schulz ein Dankeschön an die junge Generation als Initiatoren dieses kleinen „Völkertreffens“. Schulz hielt es für schwer, auf der Grundlage des schlechten Gewissens eine wirklich normale Beziehung aufzubauen. Er erklärte: „Der Deutsch-Polnische Vertrag ist eine Chance, er ist nicht ein Abschluss.“ Mit der offiziellen Eröffnung war der Startschuss für eine Reihe Veranstaltungen gegeben.“(…). Alle Hamburger Zeitungen berichteten über die zahlreichen Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen. Neben Spezialitäten aus der polnischen Küche wurde polnischer Beat mit dem Ensemble „NO TO CO“ geboten. Das Breslauer Studententheater „Kalambur“ führte „Im Rhythmus der Sonne“ auf, eine poetische Revue nach Versen von Urszula Kozioł. Halina Anderska und Andrzej Kuśniewicz lasen aus ihren Werken. Hinzu kamen Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen zur Entwicklung in den West- und Nordgebieten, zur Architektur in alten und neuen Städten, von politischen Plakaten aus Polen und eine Fotoausstellung „Väter und Kinder“. (Gerd Hoffmann 1997) 4.5.2 Polnische Tage 1975 in Hamburg Einen weitaus größeren Rahmen mit einer wesentlich umfassenderen Darstellungsmöglichkeit boten die „Polnischen Tage ’75“, in deren Vorbereitung die Senatskanzlei mit Senatsdirektor Dr. Hans-Herbert Groothoff von Anfang an sehr aktiv einbezogen war. Die Hamburger Bürgerschaft hatte inzwischen 400.000 DM für die „Polnischen Tage“ bewilligt und zwar dies ausdrücklich im Hinblick auf die angekündigte Gegenseitigkeit, d.h. einer Hamburger Gegenveranstaltung in Polen. Bei den Verhandlungen mit den polnischen Partnern spielte diese Frage eine entscheidende Rolle, die fast zum Abbruch der Gespräche mit den polnischen Vertretern des Außen- und Kulturministeriums, der staatlichen Künstleragentur „Pagart“ und des staatlichen Informationsbüros „Interpress“ geführt hätten. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte es die polnische Seite bei ihren Präsentationen in der Bundesrepublik stets vermeiden können, eine umfassende, repräsentative deutsche Darstellung in Polen zulassen zu müssen. Dank dem hartnäckigen Verhandlungsgeschick des Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, Dr. Hanno Jochimsen, gelang es, mit der polnischen Seite „Hamburger Tage ’77“ in Danzig/Gdańsk zu vereinbaren. Die Polen wollten 1975 bei dieser Großveranstaltung zeigen, wie tief die kulturellen Wurzeln der Polen im Westen verhaftet sind. Es ging darum, den Hamburgern zu zeigen: „Wir sind Euch gar nicht fremd!“, ein schöner, ganz im Sinne der deutschen Veranstalter liegender Ansatz. Damit wollte die polnische Seite bewusst einen anderen Weg gehen als bei den Polnischen Tagen in Hamburg 1971. Die polnische Seite war der Meinung, dass diese Veranstaltung für die Bedeutung des Landes zu klein geraten war und deshalb ihm nicht würdig gewesen. Nicht berücksichtigt wurde aber, dass diese Form der „Tage“ erhebliche lokale Initiativen ausgelöst hatte und in diesem Zusammenhang vielleicht gewichtiger als das nun zu planende Ereignis war. Die „Polnischen Tage ’75“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans-Ulrich Klose und Polens Außenhandelsminister Prof. Dr. Jerzy Olszewski fielen in die Phase der sehr guten Kontakte zwischen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem Ersten Sekretär der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei Edward Gierek. Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe war eine breite wirtschaftliche Präsentation polnischer Produkte im Rahmen der Verbrauchermesse „Du und Deine Welt“. Im Rahmen dieser Präsentation in den Messehallen war auch die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg mit einem Informationsstand vertreten. Kulturelle Höhepunkte der Veranstaltungsreihe waren Auftritte des polnischen Nationalensembles „Śląsk“ im CCH und des Dramatischen Theaters Warschau mit Witold Gombrowicz „Die Trauung (Ślub)“ und Tadeusz Różewicz „Auf allen Vieren/Na Czworakach“ im Thalia-Theater. Ein deutsch-polnisches Wirtschaftstreffen in der Handelskammer, sportliche Begegnungen in sieben Sportarten, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, polnische Filmtage, Kunst- und Fotoausstellungen, Konzerte (u.a. Piotr Paleczny, Kammerorchester „Al Antico“, Happy-Jazzband „HAGAW“) und polnische kulinarische Wochen im „Kranzler“ rundeten das Programm ab. Über 1.000 polnische Teilnehmer präsentierten ihr Land den rund 320.000 Hamburgerinnen und Hamburgern, die die annähernd 100 Veranstaltungen besuchten. Ein Interesse für Polen zu haben, wurde zwar nach wie vor als etwas exotisch, aber aus diesem Grunde von vielen Hamburgern als irgendwie wichtig empfunden. Nur mit großen Schwierigkeiten konnte man mit den „Polnischen Tagen in Hamburg“ die Medien erreichen. Die BILD-Zeitung nahm die Veranstaltung überhaupt nicht zur Kenntnis. Das Hamburger Abendblatt berichtete am 29. August über die Eröffnungsfeier im Rathaus: „Wir wollen, dass die Menschen in unserem Lande besser und wohlhabender leben“, sagte der polnische Außenhandelsminister Prof. Dr. Jerzy Olszewski gestern Abend im Hamburger Rathaus anlässlich der Eröffnung der „Polnischen Tage“. Der Senat hatte rund 1000 Gäste eingeladen; etwa 700 kamen. Olszewski: „Wir wünschen eine breite internationale Zusammenarbeit, um vorhandene Möglichkeiten besser auszunutzen. Wir verfügen über gutausgebildete Fachleute in der Industrie, über ein stets modernisiertes Produktionspotential, über Energiequellen und einige wichtige Naturschätze. Hamburg sei in Polen wohlbekannt. Man erinnere sich gern vieler Initiativen zur Aufnahme der Zusammenarbeit.“ Zuvor hatte Bürgermeister Hans-Ulrich Klose gesagt, die „Polnischen Tage“ seien für die Bevölkerung ein interessantes Programm vielfältiger Darstellung, für die verantwortlichen Politiker jedoch zugleich ein Appell für ein besseres gegenseitiges Verständnis.“ Sonst aber tat sich das „Hamburger Abendblatt“ und die „BILD“- Zeitung in den ersten Tagen mit dem Berichten sehr schwer. Obwohl die Veranstaltungen gut besucht wurden, fanden sie einfach für diese beiden Zeitungen zunächst gar nicht statt. Da musste gegengesteuert werden. Mitglieder der DPG wurden animiert, bei den Redaktionen anzurufen, um dort nach den polnischen Veranstaltungen zu fragen. Glücklicherweise gab es einen sehr großzügigen Vertrag mit der Hamburger Außenwerbung und sehr viele Plakate aus Polen. Es wurde geklebt und geklebt, so dass zum Schluss über 111.000 Plakate an Litfaßsäulen und Stellwänden hingen. Diese Flut scheint die damalige Redaktion des Abendblattes überzeugt zu haben. Die kritische Schwelle war überschritten. Die Hamburger und die Umlandbewohner erhielten auch Kenntnis von den Veranstaltungen aus der Presse. (Gerd Hoffmann, 1997) 4.5.3 Hamburger Tage 1977 in Danzig/Gdańsk Vor der Eröffnung der Veranstaltung berichtete am 4.März das „Hamburger Abendblatt“: „Das Abkommen über die „Hamburger Tage“ in Danzig (19. bis 29. Mai): Gestern unterschrieb im Beisein des Vizepräsidenten der Hafenstadt Danzig, Kazimierz Rynkowski, Hamburgs Erster Bürgermeister Hans-Ulrich Klose den Vertrag über diese von Hamburg ausgerichtete größte Repräsentationsschau der Republik Deutschland in Polen. Bei der Gelegenheit erinnerte Rynkowski an die „Polnischen Tage“ in Hamburg vor zwei Jahren. So herzlich wie damals die polnischen Gäste in Hamburg aufgenommen wurden, wollen jetzt die Einwohner von Danzig/Gdansk die Besucher aus der Hansestadt aufnehmen. Zu der Schau wird eine 700-köpfige Hamburg-Delegation nach Danzig reisen(…). Die Durchführung der Veranstaltung wurde überschattet von der Entscheidung der polnischen Regierung, dem Redakteur des „Hamburger Abendblattes“ Egbert A. Hoffmann ohne Angabe von Gründen das Einreisevisum zu verweigern. Entsprechend konzentrierte sich die Berichtserstattung der Hamburger Medien auf diesen Zwischenfall. Offensichtlich wirkte die Intervention des Hamburger Bürgermeisters und das Visum wurde ausgestellt. Am 19. Mai konnte die feierliche Eröffnung der „Hamburger Tage 77“ in Danzig stattfinden. Eine einmalige „Luftbrücke“ der polnischen Fluggesellschaft LOT beförderte den größten Teil der Repräsentanten der Freien und Hansestadt Hamburg in die polnische Ostseemetropole. Am 20. Mai berichtete das „Hamburger Abendblatt: „Die „Hamburger Tage“ in Danzig sind, von der Öffentlichkeit stark beachtet, wie vorgesehen eröffnet worden. Sie sollen auf Wunsch der Bürgerschaftsfraktionen der Begegnung von Menschen dienen und zum Frieden zwischen dem polnischen und dem deutschen Volk beitragen. Das hier ein langer mühsamer Weg zu gehen ist, hat das spektakuläre Hin und Her um das Einreisevisum für den Abendblatt-Redakteur Egbert A. Hoffmann gezeigt.“(…)“ Die Schirmherrschaft hatten Danzigs Stadtpräsident Andrzej Kasznowski und Hamburgs Bürgermeister Hans-Ulrich Klose gemeinsam übernommen. In der Großhalle in Oliwa wurde eine Hamburger Leistungsschau gezeigt; ein Informationsstand der Bundesregierung ergänzte diese Darstellung und zog mit einem „Deutschen Quiz“ viele Besucherinnen und Besucher an. John Neumeiers Ballett-Compagnie mit Gustav Mahlers „Dritte Symphonie“, das Deutsche Schauspielhaus mit Georg Büchners „Dantons Tod“ und James Last mit seinem Orchester begeisterten die Bevölkerung Danzigs, die auch durch das Rahmenprogramm mit Jazzkonzerten, Auftritten des Hamburger Jugendorchesters, Sportveranstaltungen, Hamburger Küche in drei Restaurants und in Informations- und Diskussionsveranstaltungen vieles über den Alltag in Hamburg erfahren konnte. Die Organisatoren der Senatskanzlei und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg konnten mit rund 220.000 Besucherinnen und Besuchern der 111 Veranstaltungen mehr als zufrieden sein. Der Bericht im SPD-Pressedienst von Paul D. Vogel, dem Leiter der Staatlichen Pressestelle der Freien und Hansestadt Hamburg, vom 2. Juni schilderte zutreffend das Ereignis: „Was die Hamburger in Danzig und gegenüber Polen in einem Prozess des Gebens und Nehmens erreicht haben, ist bei aller Nüchternheit in der Beurteilung jedes einzelnen Schrittes auf dem immer noch hindernisreichen Weg der Normalisierung gar nicht hoch genug einzuschätzen. Wichtig ist vor allem: An diesem Unternehmen waren alle drei in der Hamburger Bürgerschaft vertretenen Parteien beteiligt. Polen wie Deutsche haben gelernt, dass man solche Veranstaltungen durchaus erfolgreich zustande bringen kann, wie groß auch die Unterschiede in Politik und Wirtschaft sind. Hamburg hat seine seit langem eingenommene Vorreiterposition im Prozess der Normalisierung der Beziehungen zu Polen einmal mehr bestätigt. Dabei sind sich der sozialliberale Senat wie auch die an der Durchführung der Hamburger Tage beteiligten Bürger aus allen politischen Lagern der Stadt darüber im Klaren, dass es hier nicht um eine Sonderrolle für Hamburg geht, sondern darum, die Verträge mit Leben zu erfüllen, welche die Bundesregierung abgeschlossen hat. Ganz wesentlich zum Erfolg beigetragen haben zwei Dinge: Zum einen das hartnäckige und zielstrebige Wirken der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg, zum anderen der Beschluss des Hamburger Schulsenators Apel (SPD), Lehrbücher für den Unterricht nur zuzulassen, wenn sie dem Geist des deutsch-polnischen Kulturabkommens entsprechen und die Empfehlungen der deutsch-polnischen Schulbuchkommission berücksichtigen. Und noch eines ist wichtig: Das, was Hamburg erreichen wollte, nämlich einen Durchbruch für […]


2008-04-07 – Autor: ViolaKrizak- „40 Jahre“ – Gerd Hoffmann für seinen Einsatz geehrt

Gerd Hoffmann wird für seinen Einsatz geehrt Ehrenvorsitzender unseres Vereins ist Gerd Hoffmann, der 40 Jahre lang als Vorsitzender der Gesellschaft intensive ehrenamtliche Arbeit geleistet hat. Mit unglaublichem Einsatz, unendlicher Geduld und  verlässlicher Kontinuität hat er sich für die deutsch-polnische Verständigung eingesetzt. Autor: ViolaKrizak


Festschrift zum 25. Jubiläum der DPG Hamburg 1972-1997

DPG-Geschichte-Jochimsen Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg – eine ganz persönliche Rückschau Autor: Hanno Jochimsen 1. Dänen und Polen – 1972 2. Überparteilich 1972/3 3. Sprachlosigkeit 1973 4. Wo anknüpfen? 1973/4 5. Erster Besuch in Warschau 1974 6. Hilfreicher Gesprächspartner 1974 7. Zusammenarbeit 1974/5 8. „Die Wacht am Rhein“ 1974/8 9. Überraschendes Angebot 1974 10. Große Verhandlungsrunde 1974 11. Das polnische Konzept 1975 12. Blitzreise nach Danzig 1975 13. Aufgaben für die Mitglieder 1975 14. Drei Gespräche 1975 15. Mediensperre 1975 16. Besuch beim alten Partner 1976 17. Hamburg keine Partnerin 1976 18. Gespräche in Danzig 1976/7 19. Schwieriges Verhandeln 1977 20. Erlebnisse in Danzig 1977 21. Kein Ansatzpunkt danach 1977/9 22. Suche nach Kontakten 1978/9 23. Unerwartetes Gespräch 1979 24. Ein Jugendwerk 1979/80 25. Besuch aus Polen 1979/80 26. Forum in Darmstadt 1980 27. „Polnischer Herbst ’81“ 1981 28. Kriegsrecht 1981/3 29. Erneut in Warschau 1983 30. Langsamer Wandel 1984 31. Forum in Krakau 1985 32. „Dialog“ 1985/6 33. Einzelgänger 1985/9 34. Durchbruch 1988 35. Gedenktag 1989 36. Besuch bei Walesa 1989 37. Die Wende 1989 38. Sitzung in Stettin 1991 39. Lohnte sich die Arbeit? 1. Dänen und Polen Im Januar 1971 – wenige Wochen nach der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags vom Dezember 1970 – standen ganz unangemeldet Gerd Hoffmann und Friedrich Riethmüller in meinem Zimmer im Rathaus und erklärten,  soeben hätte der damalige Zweite Bürgermeister und Schulsenator Peter Schulz die Schirmherrschaft über die bald zu veranstaltenden „Polnischen Tage“ übernommen. Es sei nun meine Pflicht als stellvertretender Pressesprecher,  ihnen bei der Pressearbeit zu helfen. Es war der Anfang einer wechselvollen gemeinschaftlichen Friedensarbeit. Irgendwie entstand ein Vertrauen zwischen uns. Gerade unsere so unterschiedlichen persönlichen Hintergründe ließen die Zusammenarbeit fruchtbar werden. Als Grenzlandbewohner im Landesteil Schleswig – und Angehöriger des ersten „weißen“ Jahrgangs 1930 – fühlte ich mich früh in die deutsch-dänischen Grenzauseinandersetzungen der ersten Nachkriegsjahre einbezogen. Ihnen fehlten – Gott sei Dank – die Schärfe der deutsch-polnischen Auseinandersetzungen vor 1939. Schließlich genügte es, beim Aufeinanderprallen von zwei Demonstrationszügen in Flensburg im September 1948 eine Schaufensterscheibe einzuschlagen, um die Polizei zu rufen, die den ganzen Spuk in wenigen Sekunden hinwegzauberte. Das Krachen der Scheibe, das mich als Signal der Gewalttätigkeit erschrecken ließ, muß auch in Kopenhagen gehört worden sein. Knapp zwei Jahre später wurde ich von Mellemfolkeligt Samvirke, Kopenhagen, zu einem deutsch-dänischen Jugendlager in Kiel eingeladen. Es war der „Zwischenvölkischen Zusammenarbeit“ gelungen, viele „Streithähne“ beider Nationalitäten von jeweils beiden Seiten der Grenze zu gemeinsamer Arbeit und gemeinsamen Diskussionen für einen ganzen Monat zu versammeln. Hier lernte ich, Frieden über die Grenze zu schließen – ein Erlebnis, das ich schließlich in meiner Dissertation aufarbeitete – und das mich noch immer beschäftigt. Geschichtlich waren die Auseinandersetzungen in Schleswig um die Jahrhundertwende nur aus der preußischen Politik gegenüber den Polen in Schlesien und Posen zu verstehen. Schließlich waren Dänen und Polen die beiden Minderheiten, die den Gebietsstand Preußensangriffen und gegen die es sich wehrte. Das Begehren der beiden, die in mein Zimmer getreten waren, traf bei mir also auf einiges historisches Wissen über deutsch-polnische Zusammenhänge und auf den Wunsch, nun nicht nur gegenüber dem Nachbarn im Norden, sondern auch gegenüber dem im Osten die Grenzen abzubauen. Jahrelange Verständigungsarbeit zwischen den Nationen in den USA und an Bord von Flüchtlingsschiffen auf dem Atlantik hatten einen Erfahrungsschatz geschaffen, auf dem ich ebenfalls vertrauen konnte. Schließlich wußte ich, daß Nationen nicht weggezaubert werden können, wie die vor uns lebende Generation wohl gemeint haben muß und dabei Völkermord als selbstverständlich ansah – daß die Polen also immer Nachbarn der Deutschen und die Deutschen selber nur eine begrenzte – wenn auch unbestimmte – Zeit geteilt sein würden. Die Polnischen Tage in Hamburg 1971 hatten Appetit auf das Land gemacht. Meine damalige Frau und ich beschlossen, so bald wie möglich nach Polen zu reisen. Das Land hatte ich bereits zweimal aus dienstlichen Gründen besucht. Im Jahre 1962 die Posener Messe und 1963 die Hafenstadt Danzig. Es waren aber immer nur kurze Reisen gewesen. Nach der Unterzeichnung des Warschauer Vertrages – aber vor seiner Ratifizierung – waren für Deutsche Gruppenreisen möglich. Für die Polen war es eine Zeit der vorsichtigen Annäherung: Gruppen ja, Einzelne nein. So schlossen wir uns „Dr. Tigges“ an und fuhren vierundzwanzig Tage mit dem Bus durch das ganze Land. Es wurde eine Fahrt ohne jeden Stress. Später ist mir nie mehr möglich gewesen, so ohne jeden Termindruck und ohne Verpflichtungen durch das Land zu fahren. Wir genossen die Küche – damals waren Lebensmittel anscheinend noch nicht knapp. Wir bewunderten die kulturellen Schätze, die die Kriegswirren überlebt hatten. Wir waren von dem Ausmaß an künstlerischer Freiheit beeindruckt. Wenn man zuvor intensiv die Sowjet-Union bereist hatte, war man verblüfft über den polnischen „sozialistischen Realismus“, der sich – zumindest – vor unseren Augen verbarg. Wir erlebten ein großes Ausmaß an künstlerischer und individueller Freiheit. Hinzukam eine Offenheit und Herzlichkeit bei den Menschen, die uns begneten, für die ein Beispiel stehen mag: Die Hamburger Veranstaltung im Jahre 1971 hatte für die polnische Agentur INTERPRESS, eine staatliche oder halbstaatliche Organisation, deren damaliger Chefredakteur Henryk Tycner betreut. Wir waren übereingekommen, daß, wenn ich einmal nach Polen käme, ich ihm doch Nachricht geben solle. Vor Abfahrt nach Polen schrieb ich also eine Postkarte, daß wir an einem bestimmten Tage Warschau besuchen würden. Da ich nichts gehört hatte, meinte ich die Sache auf sich beruhen lassen zu sollen. Aber es kam anders. Als wir nach einer Besichtigung des Schlosses Wilanów in der „Schmiede“ einem bekannten Restaurant saßen, erschien Henryk Tycner mit Irena Poszajska, ebenfalls von INTERPRESS, voller Vorwürfe, daß man uns nicht vorher gefunden hätte und dabei hätte man doch alle Grenzstationen telefonisch abgefragt. Nur der Tatsache, daß das Sammelvisum für alle vierundzwanzig Businsassen aus einem rätselhaften Grund in meinem Paß eingetragen war, hatten wir es also den mittäglichen Besuch zu verdanken. Wir haben anschließend Stunden und Stunden im Gespräch miteinander verbracht. Es endete schließlich um vier Uhr morgens in der Bar des Hotel Europejski. So intensive Gespräche waren wir aus Deutschland nicht mehr gewöhnt. – Heute begegne ich ab und zu dem Sohn, Janusz Tycner. Die Erinnerung an diese Begegnung ist immer noch lebendig und gegenwärtig. Verständigung mit Polen suchen, wollte ich nicht nur, weil ich dieses Land, seine Kultur und seine Menschen schätzen gelernt hatte, sondern auch, um dem eigenen Land zu helfen. Ohne den Frieden mit Polen war kein dauerhafter Frieden für die Deutschen zu erwarten und eine Wiederholung der Ereignisse der letzten zwei Jahrhunderte – von den Teilungen Polens bis zum Vernichtungsangriff 1939 – nicht auszuschließen. Sodann konnte man beim Aufbau der Beziehungen zu Polen langfristig und in historischer Sicht etwas sinnvolles gegen die Teilung des eigenen Landes tun. Das hat zu jener Zeit kaum jemand gesehen – auch nicht der Erste Bürgermeister Peter Schulz – als er vom Vorstand der Gesellschaft Oswald Beck, den leider inzwischen verstorbenen früheren CDU-Bürgerschaftsabgeordneten, Friedrich Riethmüller sowie Gerd Hoffmann – beide SPD – und mich – damals F.D.P. – im Rathausehrenhof traf und fragte: „Was ist dies für eine seltsame Koalition?“ Und als ich bei etwas späterer Gelegenheit vom gemeinsamen Engagement für den Frieden mit Polen sprach, antwortete er etwas leise: „Es sind doch alles Bolschewisten – was wollen Sie da?“ 2. Überparteilich Da aber hatten wir schon unsere ersten Schritte gemacht und sahen eine Perspektive. Zunächst war es darum gegangen, den moralisch-ethischen Anspruch unserer Gesellschaft zu formulieren. „Wir rufen auf zum Frieden mit Polen!“ entstand in der Wohnung von Annaliese Wulf, die zusammen mit Gerd Hoffmann Motor des Deutsch-Polnischen Arbeitskreises – dem Vorgänger unserer Gesellschaft – gewesen war (abgedruckt im Anhang). Dort haben wir um die richtigen Worte hart gerungen, zugleich aber auch gemerkt, wie weitgehend wir – trotz ganz unterschiedlicher politischer Hintergründe – übereinstimmten. Leider verließ Annaliese Wulf, die als Reiseschriftstellerin für den Frieden zwischen Deutschen und Polen Feuer gefangen hatte, sehr bald Hamburg und trat bei der Wahl des ersten regulären Vorstandes auch nicht mehr an. Diese aber endete mit einer Überraschung und verbreiterte die Basis der Gesellschaft ganz erheblich. Im Verlaufe der Versammlung kritisierte Oswald Beck die für ihn einseitige politische Zusammensetzung des Gründungsvorstandes. Der Verweis auf mich, der ich inzwischen mitgearbeitet hätte, vermochte ihn ebenfalls nicht zu beruhigen, weil ich doch zum Koalitionspartner in Bonn und Hamburg zählte. Die Versammlung begriff die Chance, eine wichtige politische Gruppe zu integrieren und wählte ihn in den Vorstand. Wir haben harmonisch über die Parteigrenzen zusammengearbeitet, wenn wir auch niemals Beschlüsse gefaßt haben, die die Schmerzgrenze bei einem von uns angetastet hätte. Vorgeführt, solche Beschlüsse zu fassen, wurden wir häufig genug, sowohl aus DKP beeinflußten deutschen als auch aus polnischen Ecken. Das hat manchmal Ungeduld unter den Mitgliedern geschaffen. Der gegenüber galt es aber standzuhalten, denn unsere breite Basis war und ist das wichtigste Gut für das Handeln der Gesellschaft und bewahrte sie vor innerpolitischen Angriffen. Zudem war die Zusammenarbeit mit dem aus Bielitz (Bielsko-Biaa) stammenden Oswald Beck, der sich über polnische Familienangehörige empört hatte, deshalb vertrieben wurde, aber nun den persönlichen Frieden suchte, außergewöhnlich fruchtbar. Er kannte die polnische Psyche. Von ihm haben wir viel gelernt. 3. Sprachlosigkeit Kurze Zeit nach meiner Wahl zum Vorsitzenden erreichte mich die Bitte eines mir bis dahin unbekannten Jan Dolny, ihm bei der Ausrichtung einer deutsch-polnischen Veranstaltung in der katholischen Kirche in Hamburg-Hamm zu helfen. Ich bot ihm einen Vortrag mit Dias an, die ich während einer der ersten Polenreisen mit „Dr.Tigges“ im Juni 1971 aufgenommen hatte. Es war eine der ersten in das Nachbarland überhaupt gewesen, und Dias über Polen hatten Seltenheitswert. Was ich jedoch in Hamm antraf, hat mich tief erschüttert: Der erst 1957 und nach seiner polnischen Schulausbildung aus Schlesien ausgesiedelte Schiffbauer Jan hatte es aus eigener Berufung übernommen, die neuen Generationen von ausgesiedelten Jugendlichen zu betreuen, die im Aufnahmelager Finkenwerder lebten. Nun waren sie für einen Nachmittag nach Hamm gekommen und hatten in einem Kellerraum der Kirche eine Ausstellung von Postkarten arrangiert. Für jede der damaligen Wojwodschaften war eine kleine Kabine geschaffen worden, in der die nur polnisch sprechenden Deutschen jeweils „ihre“ Wojwodschaft mit Postkarten dargestellt hatten. Auf der anderen Seite des Kellergangs machten sich der polnischen Minderheit angehörende – und unter sich nur deutsch sprechende – Jugendliche für einen Volkstanzauftritt mit ihrer Billstedter Gruppe „Krakowiak“ fertig. Über den Kellergang fanden keine Gespräche statt. Die Atmosphäre war voller Haß. Man hörte Warnungen vor einander – in deutsch vor den Deutschen, in polnisch vor den Polen. Eine seltsame Welt, die jedoch die Beziehungen zu Jan Dolny auf der einen Seite – der bald ein Mitstreiter in der Gesellschaft wurde – und zur polnischen Minderheit andererseits wachsen ließ. Das Erlebnis zeigte, welche Aufgaben uns in Hamburg erwarteten. 4. Wo anknüpfen? Was tut man aber nun mit einer Gesellschaft, die Beziehungen zu Polen will, wenn es keinen Ansatz gibt, im – durch den Kordon der DDR abgeschirmten – Nachbarland überhaupt gehört zu werden? Nach den 25 Jahren des Schweigens von 1945 bis 1970 zwischen beiden Völkern, der „Hallstein-Doktrin“, dem gegenseitigen Mißtrauen und den Unterschieden in den Gesellschaftsordnungen, gab es keine eingefahrenen Wege, auf denen sich so einfach Kontakte knüpfen ließen. Der neue Vorstand – allen voran sein unermüdlicher Geschäftsführer Gerd Hoffmann – machte sich daran, zu jeder Gruppe aus Polen, die Hamburg besuchte, Kontakt aufzunehmen und sie zu einem Gespräch bei bescheidenem Kaffee und trockenem Kuchen einzuladen und dabei die Gesellschaft vorzustellen. Dieses Vorgehen trug nach einiger Zeit Früchte. Irgendwie hatte es sich wohl in Polen herumgesprochen, daß es da in Hamburg eine bemerkenswerte Gruppe gab. Anknüpfen konnten wir dabei außerdem an die Kontakte, die Otto Wagner als Stellvertretender Leiter des Studienseminars und späteren Instituts für Lehrerfortbildung geschaffen hatte. Mit der polnischen Lehrergewerkschaft war der jährliche Austausch von Reisegruppen schon gegen 1964 vereinbart worden. Wir gaben für die polnische Reisegruppe einen Empfang. Den ersten, aus dem sich eine jahrelange Tradition entwickelte. Lehrer sind schließlich für das Verhältnis zwischen Völkern ganz besondere Multiplikatoren. Geholfen hat uns ebenfalls die Katholische Akademie Hamburg mit ihrem Direktor Günter Gorschenek, der uns oft einlud, wenn er polnische Gäste hatte. Die Akademie war – wie wir bald herausfanden – der Anlaufpunkt für den nach oder über Hamburg reisenden polnischen Klerus. Unter den Gästen waren ebenfalls häufig Professoren der Katholischen Universität Lublin, unter ihnen Professor Nossol, der heutige Erzbischof von Oppeln. Voller Abenteuer waren die Erlebnisse, die sich aus der Bitte einer Hamburger Galerie ergaben, in die Ausstellung der polnischen Künstlerin Alicja Wahl einzuführen. Nach einem langen Gespräch mit der Künstlerin überraschte die Vernisage. Sie war zu einem Treffen der von Kopenhagen bis nach Paris verstreuten jüdischen Exilanten geworden, die Polen 1968 /69 verlassen mußten und nun Wiedersehen mit ihrer Freundin feierten. Ein anderer Ansatzpunkt, die Aufgaben der Gesellschaft zu erfüllen, war, die Hamburger mit dem Nachbarland, seinen Menschen, seinen Problemen, seiner Geschichte und ebenfalls den erschreckenden Hinterlassenschaften des Nazi-Terrors vertraut zu machen. Dazu wollten wir Reisen organisieren. Alle waren wir begeistert von Fahrten nach Polen zurückgekommen, fasziniert von der Feinfühligkeit, mit der man uns begegnet war, bereichert von der Kreativität in allen künstlerischen Bereichen und etwas benommen von der trotz widriger Umstände spürbaren Lebensfreude und Gastfreundschaft dieses Volkes. Das Projekt einer gemeinsamen Busreise nach Polen wurde sofort begonnen. Im politischen Bereich wurde diskutiert, daß es nicht nur Reisen des damaligen Kuratoriums für politische Bildung nach Israel, sondern auch solche nach Polen geben sollte. Schließlich würden sich die dortigen Verhältnisse im gleichen Maße auf die innerhamburgische Politik auswirken wie die in Israel. Das Kuratorium beschloß deshalb, sich mit einem ansehnlichen Kontingent von Teilnehmern und Teilnehmerinnen an der Fahrt zu beteiligen – schon um Erfahrungen für künftige Reisen zu sammeln. Da das Kuratorium selbstverständlich alle politischen Gruppierungen in der Stadt zu berücksichtigen hatte, waren diese auch im Autobus vertreten, mit dem wir – die Südroute – über Breslau und Krakau nach Warschau und über Posen zurück fuhren. Auf welch Widerstände ich als Reiseleiter stieß, zeigte sich beim ersten politischen Treffen in Czstochowa /Tschenstochau: Wer die Volksrepublik Polen etwas kannte, wußte, daß hier die damals einzige Opposition saß, mit der man sprechen konnte, wenn man denn in die Klausur des Klosters eingelassen wurde. Vorbereiten ließ sich ein solcher Besuch nicht, denn die Telefone wurden selbstverständlich abgehört. In das Programm konnte ein solcher Besuch auch nicht aufgenommen werden, weil man nicht wußte, ob das Kloster einen aufnehmen würde, und weil ein solcher Programmeintrag die Gesprächspartner gefährdet hätte. Bemerkenswert war, wie leicht wir vor dem Klausurbesuch den polnischen Begleiter unter einem fadenscheinigen Vorwurf los wurden, und wie schwer es war, einige der eigenen Teilnehmer zu beruhigen. Aus grundsätzlichen Gründen lehnten sie jede Art von Weihrauch und Berührung mit der katholischen Kirche ab und empfanden es als eine Zumutung, mit dem konfessionsneutralen Kuratorium in ein Kloster verschleppt zu werden. Wer jedoch teilnahm, erfuhr etwas über die Akzeptanz – oder besser die Nichtakzeptanz – des Regimes durch die Bevölkerung, denn das Kloster verfügte über eine effiziente soziologische Forschungsabteilung. Bei ihren Befragungen konnte sie auf alle Kirchengemeinden des Landes zurückgreifen. Mehr und mehr bestürzt von dem, was sie während der Fahrt erlebten, war das Ehepaar Lisi und Adolf Vogel. Sie hatte schon seit einiger Zeit vergeblich versucht, für die Hamburger Frauenverbände eine Fahrt nach Polen zu organisieren, was ihr aber stets von der Kölner Botschaft abgelehnt wurde. Er, der Historiker, erfuhr, wie sehr die gemeinsame Geschichte, das Deutschlandbild der Polen prägte, und wie wenig über die polnische Geschichte von seiner Generation gelehrt worden war. Beide haben sich danach der Arbeit der Gesellschaft gewidmet – sie immer einsatzbereit im Vorstand und er mit Vortragszyklen zur polnischdeutschen Geschichte. 5. Erster Besuch in Warschau In Warschau wurde die Gruppe im Außenministerium empfangen, wo der zuständigen Abteilungsleiter einen Vortrag über die polnische Deutschlandpolitik hielt. Verblüfft war ich, als er von drei Objekten dieser Politik sprach, nämlich der DDR, der  Bundesrepublik und „Deutschland als Ganzem“, ein Begriff, der im Osten eigentlich verpönt war. Irgendwie muß der Diplomat seiner Zeit zu weit voraus gewesen sein, denn kurze Zeit später erfuhren wir, daß er als Botschafter nach Tunis gegangen sei. Besuche im polnischen Außenministerium sollten in den nächsten zehn Jahren an der Tagesordnung bleiben. Schließlich wurde dort bestimmt, ob und zu welchen Zwecken wir einreisen durften. Ein Visa zu erhalten, war keine Selbstverständlichkeit. Regelmäßig haben wir aber auch immer die Botschaft der Bundesrepublik im Stadtteil Praga besucht – schon um zu informieren und keinen Verdacht im eigenen Land aufkommen zu lassen. Während dieser ersten Reise trafen wir auf den jungen Legationsrat Frank Elbe, damals II. Sekretär an der Botschaft, der es heute bis zu den höchsten Positionen im Auswärtigen Amt geschafft hat. Im kleinen Kreis sagte er damals: Sie werden es schwer haben, Gesprächspartner in diesem Land zu finden. Ein Satz, der mir sehr Erinnerung geblieben ist, weil er nicht nur unsere Situation, sondern in jener krisenhaften Zeit – Helsinki mit dem Gierek-Schmidt-Abkommen war noch fern – ebenfalls die Botschaft betraf. In den nächsten Jahren haben wir immer wieder dafür gesorgt – sehr zum Leidwesen unserer oft frustrierten polnischen Partner -, daß Vertreter der Botschaft an unseren Gesprächen teilnahmen. 6. Hilfreicher Gesprächspartner Im April 1974 tauchte mit Jozef Dubiel, dem damaligen Generalsekretär von INTERPRESS in Warschau, ein sehr kompetenter Gesprächspartner auf. Er war nach Hamburg als Gast von Internationes e.V., Bonn, gekommen, einem Verein im Einflußbereich des Auswärtigen Amtes. Und Interpress erfüllte teilweise die gleichen Aufgaben auf polnischer Seite. Dubiel kam wie viele von der Bundesregierung eingeladene journalistische Gäste damals zu mir in die Staatliche Pressestelle ins Rathaus. Er wußte aber genau, daß er ebenfalls den Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg vor sich hatte. Wir sprachen über das Projekt „Polnische Tage in Hamburg“, das kurz zuvor im Namen einer anderen Deutsch-Polnischen Gesellschaft von einer Düsseldorfer Werbeagentur an die Senatskanzlei herangetragen worden war. Die Senatskanzlei hatte aber uns zum Gespräch hinzugezogen und darauf bestanden, es nur mit der heimischen Gesellschaft durchführen zu wollen. Nun war es irgendwie liegen geblieben. Nach dem Besuch begleitete ich Dubiel – um besonders höflich zu sein – zu seinem nächsten Termin im Spiegelhaus. Mitten auf einer Straßenkreuzung auf „grün“ wartend und im großen Lärm fragte er mich, ob ich denn die „Polnischen Tage in Hamburg“ wolle. Was ich bejahte, worauf er mir andeutete, daß ich aus Polen hören würde. Unmittelbar kamen mir die äußeren Umstände dieses Frage- und Antwortspiels seltsam vor. Heute scheint es mir so, als ob es irgendwie „abhörsicher“ sein sollte. In der Tat hat mich unser Verfassungsschutz in den nächsten Jahren immer wieder vor dem „Geheimdienstler“ Dubiel gewarnt. Eingedenk der Aussage, wir würden es schwer haben, überhaupt Gesprächspartner in der Volksrepublik Polen zu finden, hielt ich – und mit mir der Vorstand – den Arbeitskontakt mit Jozef Dubiel über längere Zeit aufrecht. Das war ein Balancieren in mehrfacher Hinsicht. Dem Vorstand – und erst recht den Mitgliedern – konnte ich nichts von den Warnungen des Verfassungsschutzes sagen, denn der hatte sich natürlich Diskretion erbeten. Auf der anderen Seite war dies der einzige reale Gesprächspartner, die man sich damals bekanntlich in Polen nicht aussuchen konnte. In meiner Entscheidung fühlte ich mich bestärkt, weil ich bei Jozef Dubiel spürte, daß er aus ganz persönlichen Gründen zur Verständigung zwischen Polen und Deutschen beitragen wollte und wir uns in unseren Motiven trafen. Später erfuhr ich dann, daß er unter der ersten polnischen Regierung nach dem Krieg Staatssekretär für die West- und Nordgebiete gewesen war und ganz offensichtlich eine Rolle bei der Vertreibung gespielt hatte. Mir schien, als wollte er wohl irgendetwas wiedergutmachen. Dieses Gefühl vermittelte sich mir jedenfalls. Nach außen hin ließ er sich allerdings nichts anmerken. Er beförderte unsere gemeinsamen Projekte auf eine bemerkenswerte Art und Weise gegen viele innerpolnische Widerstände. Andererseits hat er uns nie geheimdienstlich angesprochen – ja, manchmal ahnte ich, daß er uns vor solchen Angriffen anderer beschützte. INTERPRESS blieb durch viele Jahre Ansprechpartnerin für unsere Gesellschaft. Dieses Verhältnis blieb immer zwiespältig, schon weil wir die Verquickungen dieses Instituts und seiner Personen mit Staat und Partei nicht überblicken konnten. Aber selbst wenn man hiervon absah, kann ein dauerhaftes Gespräch zwischen ehrenamtlich engagierten Bürgern einerseits und Beamten andererseits nicht Bestand haben. Aber so hatten wir wenigstens einen Ansprechpartner in Warschau – wenn er auch durchaus nicht unproblematisch war, was wir den Mitgliedern – begreiflicherweise – jedoch nicht offenbaren konnten. 7. Zusammenarbeit Unser Schicksal, Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen nach Polen zu haben, teilten wir mit den in Norddeutschland existierenden Gesellschaften gleichen Namens. Es gab außer uns deutschpolnische Gesellschaften in Kiel, Lübeck und Bad Segeberg. Einige ihrer Vorstandsmitglieder hatten uns auf unserer ersten Reise begleitet, so daß eine Atmosphäre des Vertrauens entstanden war. Sehr bald nach der Rückkehr hatten wir beschlossen, uns regelmäßig zu treffen, um uns gegenseitig über unsere Kontakte nach Polen zu unterrichten und um eventuelle polnische Gäste von Gesellschaft zu Gesellschaft weiterzureichen – also so etwas wie einen Ersatz für fehlende Verbindungen zu Polen. Es entstand der Segeberger Arbeitskreis – benannt nach seinem ständigen Tagungsort – die nachherige Arbeitsgemeinschaft norddeutscher Deutsch-Polnischer Gesellschaften, als Gesellschaften unter anderem in Bremen, Göttingen und Hannover gegründet worden waren. Die vierteljährlichen Sitzungen taten über die Jahre der innerstädtischen Zusammenarbeit gut, bereicherten das Programm aller Gesellschaften und halfen, alle Initiativen in Polen bekanntzumachen. Bereits im ersten Jahr wurde das Verhältnis zur Deutsch-Polnischen Gesellschaft e.V. mit Sitz in Düsseldorf heiß diskutiert. Beinahe alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten eine Zusammenarbeit mit dieser Gesellschaft sondiert, sie aber aus Furcht vor Überfremdung ihrer lokalen Interessen verworfen. Dabei hatte eine Steuerung dieser Gesellschaft durch DKP-nahe Kader durchaus eine Rolle gespielt. Sehr bald lag eine Einladung zu einem Gespräch anläßlich der Gründung einer Gesellschaft in Bielefeld auf dem Tisch. Die Sprecher der Norddeutschen kamen dort mit den Düsseldorfern überein, sich gegenseitig zu informieren und gemeinsame Gesprächsrunden mit dem Auswärtigen Amt in Bonn und der Polnischen Botschaft in Köln zu arrangieren, wobei die Norddeutschen für die Kontakte zum Auswärtigen Amt und die Düsseldorfer zu denen der Botschaft verantwortlich sein sollten. Es ist einmal zu einer solchen Gesprächsrunde gekommen. Nur einmal, weil die zuständige Abteilungsleiterin im Auswärtigen Amt den Vorsitzenden der Düsseldorfer mit den Worten beschied, sie halte ihn „für das Sprachrohr des polnischen Gegenstücks zum Presse- und Informationsamt der Bundesregierung“. Etwaiges Vertrauen war ebenfalls zerstört, weil die Düsseldorfer sich unter dem Eindruck des Bielefelder Treffens einen neuen Namen mit übergreifendem Anspruch gegeben hatten. Sie hießen nun: „Deutsch-Polnische Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland“. Sie wollten die Dachgesellschaft sein und wurden in diesem Anspruch von der Botschaft der Volksrepublik Polen unterstützt. Das Verhältnis zu den „Düsseldorfern“ hat auf Jahre die Gespräche im Arbeitskreis beherrscht. Es tauchten dort und in den einzelnen Gesellschaften agents provocateurs auf, denen, weil sie verdeckt auftraten, auch nur verdeckt entgegengetreten werden konnte, was in Mitgliederversammlungen nicht immer einfach war. Konsens war jedoch, daß man sich nicht fremdbestimmen lassen wollte und der Kreis der Mitarbeitenden örtlich überschaubar sein sollte. Die „Norddeutschen“ sahen keinen Grund für einen Dachverband und sagten, wenn ein solcher angemahnt wurde: Wir kennen das Alphabet und wissen deshalb, welche Gesellschaft einlädt, den Vorsitz hat und die Butterbrote bezahlt. – Außerdem fragten uns die deutschen Stellen immer wieder, ob wir zu „diesen“ oder „jenen“ gehören würden. 8. „Die Wacht am Rhein“ Die Beziehungen zur Botschaft der Volksrepublik unter Botschafter Waclaw Piatkowski gestalteten sich – wie schon angedeutet – nicht einfach. Sie war schließlich von den immer zahlreicheren autonomen Gründungen in den Städten überrumpelt worden. Nach dem sowjetischen Vorbild, das mir eindrucksvoll im Jahre 1973 im Hause „Druschba“ an der Kremlmauer in Moskau vorgeführt worden war, hätten solche Gründungen zentral gesteuert und immer den eigenen Einfluß wahrend vorgenommen werden müssen. Nun versuchte die Botschaft, verlorenen Boden wiedergutzumachen, indem sie auf die „Düsseldorfer“ Dachgesellschaft hinwies. Der Botschafter selber hat nach seiner Rückkehr nach Warschau die Beweggründe seines Handelns in einem Buch mit dem programmatischen Titel „Die Wacht am Rhein“ veröffentlicht. Auszüge hat die Friedrich-Ebert-Stiftung übersetzen lassen. Er sah es als seine Hauptaufgabe an, zu verhindern, daß westliche Einflüsse auf die Volksrepublik Polen übergriffen. Und genau dies wollten wir doch aber. Nun verhandelt man nicht täglich mit dem Botschafter. Für die Gesellschaften waren natürlich Referenten in der Botschaft tätig. Wie ich dann später erfuhr, waren „unsere“ Referenten gleichzeitig aber auch für die DKP zuständig. Welch Wunder, daß sie immer wieder versuchten, ihre beiden Arbeitsgebiete zusammenzubringen. In der Atmosphäre stimmte etwas nicht. Es überraschte uns bei den unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen auch nicht. Wir waren jedoch auf die Botschaft angewiesen, wenn wir nach Polen wollten. Wir nutzten deshalb jede Gelegenheit, das Gespräch zu suchen und – wenn es auch schwer fiel – Termine in Köln wahrzunehmen. Regelmäßig wurden wir zum damaligen Nationalfeiertag der Volksrepublik eingeladen. So auch am 22. Juli 1974. Hier erfuhren wir zu unserer größten Verblüffung, daß für uns eine Reise nach Polen unmittelbar bevorstände. 9. Überraschendes Angebot Tatsächlich kam wenige Tage danach die Aufforderung, die Päße zum Visieren einzusenden. Man erwarte uns in Warschau vom 7. bis zum 10. August. Wie aber nun die Reise arrangieren? Um die vier Plätze in meinem Auto zu nutzen, luden wir Werner Graßmann vom Abaton-Kino, damals Vorsitzender der AG Kino e.V., zur Mitfahrt ein, hoffend, es würde ihm in Warschau gelingen, polnische Filme für das Abaton und die westdeutschen Programmkinos überhaupt aufzutun. Oswald Beck wollte aus prinzipiellen Gründen nicht durch die DDR fahren. Alle hatten wir Mühe, uns während der allgemeinen Urlaubszeit von unseren Arbeitsplätzen zu lösen. Zum Glück war damals gerade eine Fährverbindung zwischen Lübeck und Swinemünde eingerichtet worden und die Verbindung war auch einigermaßen passend. Kaum hatte der Senat getagt, sprang ich mit den anderen ins Auto und ab ging die Fahrt nach Lübeck, wo wir die Fähre gerade noch erwischten. Am nächsten Morgen dann der Start zu einer langen ermüdenden Fahrt vom nordwestlichsten Zipfel Polens nach Warschau, wo INTERPRESS für uns Quartier gemacht hatte. Am darauf folgenden Tag der erste Besuch bei Jozef Dubiel und INTERPRESS, die damals noch an der Bagatela residierte – nicht weit vom Außenministerium entfernt, unserer nächsten Besuchsstation. Dort wurde uns vom zuständigen Abteilungsleiter in französischer Sprache eröffnet, daß man Hamburg bitten würde, im nächsten Jahr „Polnische Tage“ zu veranstalten und man der Freien und Hansestadt im Gegenzug anbieten würde, in Danzig eine vergleichbare Veranstaltung zu organisieren.Nun wurde klar, warum Jozef Dubiel so sehr darauf bestanden hatte, daß wir nicht schon nach fünf Tagen wieder abreisen sollten, sondern erst nach sieben. Wir sollten noch Danzig besuchen: „Sie wissen schon warum..“, sagte er. In der Tat war bekannt, daß einer CDU-Delegation im Frühjahr in Danzig der Vorschlag für eine Partnerschaft zwischen Hamburg und Danzig übergeben worden war und daß dieser Brief noch immer unbeantwortet in der Senatskanzlei lag. Selbst wenn wir es gewollt hätten, wäre es nicht möglich gewesen, unseren Polenaufenthalt zu verlängern, dazu waren alle zu sehr verpflichtet, am vorgesehenen Tag wieder in Hamburg zu sein. In der Rathauspressestelle hatte ich beispielsweise Stallwache und hatte mir bei meinem amtierenden Vorgesetzten Urlaub gegen das feste Versprechen geholt, am nächsten Montagmorgen wieder da zu sein. – In Danzig hat man uns die Absage sehr übel genommen – mit der Konsequenz, daß es zur Partnerschaft mit Bremen kam. Damals blieb uns nur übrig, uns zu entschuldigen – auch auf den drängenden Hinweis, der Danziger Stadtpräsident hätte sich gerade diese zwei Tage Zeit genommen, um mit uns zu sprechen. Eins konnten wir jedoch tun: die völlig verblüffte Botschaft von dem Angebot einer Veranstaltung auf Gegenseitigkeit zu unterrichten. Werner Graßmanns und meine Kontakte zu Film Polski hatten glücklicherweise Erfolg. Es wurde nach Großbritannien der zweite ständige Auslandskontakt für die AG Kino. Folgende Filme konnten für das westdeutsche und das Hamburger Publikum beschafft werden: EIFERSUCHT UND MEDIZIN von Janusz Majewski, DER KREUZRITTER von Aleksander Ford und DAS SALZ DER SCHWARZEN ERDE von Kazimierz Kutz über den oberschlesischen Aufstand von 1920 – die letzten beiden interessante Reflektionen des Deutschenbildes der Polen. 10. Große Verhandlungsrunde Erste Einzelheiten sollten im Zusammenhang mit der im Herbst in Essen stattfindenden „Polnischen Nationalausstellung“ besprochen werden. Dort werden wichtige Leute zugegen sein, meinte Dubiel. Da zwischendurch in Hamburg auftauchende polnische Gesprächspartner sich gegenüber der angekündigten Gegenseitigkeit sehr zurückhaltend verhielten, war die Reise nach Essen sehr wichtig. Es war beinahe das ganze INTERPRESS-Büro vor Ort. Man hatte es gerade geschafft, die Ausstellung aufzubauen und war noch immer darüber empört, daß die Eisenbahnzüge mit dem Ausstellungsgut über drei Wochen in der DDR verschollen waren. Angeblich wußte dort niemand, auf welchem Abstellgleis die Waggons standen. Unser Gespräch über die beiden Veranstaltungen fand in einem großen Kreis statt. Den vier Hamburgern saßen etwa 40-50 Polen gegenüber – uns nur zum Teil bekannt. Wortführer war auf polnischer Seite der in der Kölner Botschaft für Kulturfragen zuständige Wodzimircz Gierowski. Dies war auch völlig unproblematisch, solange es um den Fahrplan für die Veranstaltung in Hamburg ging. Für die Polnischen Tage in Hamburg legten wir die hauptsächlich infrage kommenden Bereiche fest. Dabei half uns der stellvertretenden Hamburger Protokollchef Hans-Henrich Dörmer, der uns auch später bei vielen Gesprächen in Warschau und Danzig engagiert begleitete. Inhaltlich schlugen wir vor, Aspekte der polnischen Kultur in den Mittelpunkt zu stellen, die den Westdeutschen bis dahin völlig unbekannt geblieben waren und die uns bei den Besuchen aufs Äußerste fasziniert hatten. Die Krakauer Sezession oder der Krakauer Jugendstil mit dem Dramatiker, Dichter und Maler Stanisaw Wyspiaski als zentraler Figur. Insbesondere die Aufführung seiner „Novembernacht“ im Krakauer Alten Theater hatte es mir angetan. Aus der Mitte der anwesenden Sejmabgeordneten regte sich aber sofort Widerspruch, gegen dieses Stück, das dem polnischen Widerstand und Volksaufstand gegen Rußland im Jahre 1831 gewidmet ist. – Es sei politisch ungeeignet. Als wir dann die Gegenveranstaltung in Danzig ansprachen, stockte Gierowski und sah sich hilfesuchend nach einem jungen Mann unter den Zuhörern um. Nach einiger Zeit erhob er sich und leitete von da an, das Gespräch. Es war Jan Grzelak, zuständig im ZK der polnischen Arbeiterpartei für Propaganda und Ideologie. Und wir bekamen zum ersten Mal einen Einblick in die damals in allen kommunistischen Ländern vorhandene „Arbeitsteilung“: Sichtbar war für die Verhandelnden nur eine Gruppe von Beamten, die denen entsprachen, die man aus westlichen Ländern kannte. Hinter ihnen saßen – im Regelfall unsichtbar – die Parteibeamten, denen sie zu berichten hatten und die alle ihre Schritte kontrollierten. Die Gegenseitigkeit war offensichtlich ein so heißes Eisen, daß die sonst Zuständigen es nicht in ihre Hände nehmen wollten. Grzelak wand sich deshalb zunächst, meinte dann aber, wenn die Gegenseitigkeit angekündigt sei, dann würde sie auch stattfinden. Auf polnischer Seite überlege man nur zur Zeit, ob nicht Stettin ein viel günstigerer Ort sei. Ein Wechsel von Danzig nach Stettin stieß jedoch auf unsere einmütige Ablehnung. Wir vereinbarten, die Gespräche Anfang des nächsten Jahres in Hamburg fortzusetzen, wo dann alles weitere zu vereinbaren sei. Bei mir blieb jedoch der Verdacht, daß die Gegenseitigkeit doch nicht so gesichert war, wie ich es zunächst angenommen hatte. Unmittelbar nach dieser Verhandlungsrunde hatten wir ein denkwürdiges Erlebnis. Wir nahmen teil am Empfang des polnischen Botschafters zum Abschluß der Essener Veranstaltung – dies war der eigentliche protokollarische Anlaß unserer Reise. Ehrenplätze hatten viele Teilnehmer, darunter ganz besonders herausragend natürlich die Botschafter der Länder des sozialistischen Lagers, zu denen ebenfalls die DKP-Führung zählte. Bei soviel Protokoll war es dann doch seltsam, daß der Mensch, den wir soeben als den eigentlich Mächtigen erlebt hatten, sich still in den Saal schlich und auf einer der hinteren Reihen Platz nahm – ganz inkognito. 11. Das polnische Konzept Noch vor Frühjahrsbeginn 1975 traf die zehnköpfige polnische Delegation ein, an der Spitze Grzelak und Dubiel sowie die exzellent deutsch sprechende Oberministerialrätin aus dem Ministerium für Kultur und Kunst Barbara Wojciul-Stokowska. Für die Künstleragentur PAGART – den kaufmännisch handelnden Teil der polnischen Seite – erschien Barbara Sliwiska, die uns dann durch viele Jahre immer wieder begegnete. Die Bürgerschaft hatte inzwischen 400.000 DM für die Polnischen Tage bewilligt und dies ausdrücklich im Hinblick auf die angekündigte Gegenseitigkeit. Das Geld war für die Arbeitsgemeinschaft Hamburg-Information (AHI) vorgesehen, die die Veranstaltung mit unserer ideellen und tatkräftigen Hilfe durchführen sollte. Das mehrtägige Verhandeln konnte also beginnen. Schnell stellte sich heraus, daß Frau Stokowska von unserer Präsentation des Krakauer Jugendstil wenig hielt. Die Idee sei zwar faszinierend. Man müsse aber doch das ganze Land darstellen. Unausgesprochen ging es ihr bei dieser Großveranstaltung darum, zu zeigen, wie tief die kulturellen Wurzeln der Polen im Westen verhaftet sind. Es ging ihr darum, den Hamburgern zu zeigen: „wir sind Euch gar nicht fremd!“ – ein schöner, ganz in unserem Sinne liegender Ansatz. Damit wollte die polnische Seite bewußt einen anderen Weg gehen als bei den Polnischen Tagen in Hamburg 1971. Wie mir Botschafter Pitkowski erklärt hatte, war ihm diese Veranstaltung für die Bedeutung seines Landes zu klein geraten und ihr deshalb nicht würdig gewesen. Sicherlich hatte er auf seine Weise Recht – nur übersah er, daß diese Form der „Tage“ erhebliche lokale Initiativen ausgelöst hatte und in diesem Zusammenhang vielleicht gewichtiger als das nun zu planende Ereignis war. Die aus Warschau eingeflogenen Spezialisten machten einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Behörden, AHI und Deutsch-Polnischer Gesellschaft Hamburg unter Vorsitz von Senatsdirektor Hans-Herbert Groothoff, dem Hamburger Protokollchef, ihre Angebote und nannten für die einzelnen Programmpunkte an die polnische Seite zu zahlende Preise, die zwar hoch zu sein schienen, die aber angesichts der angekündigten Gegenseitigkeit akzeptabel waren. Die Einzelheiten der ellenlangen Vereinbarung, in der ebenfalls Tagegelder, Unterkunft, Verpflegung, Honorare etc. der polnischen Teilnehmer geregelt wurden, waren in meinen Augen nicht das Problem, über das man sicht aufregen konnte. Es war vielmehr die in meinen Augen nur unvollkommen formulierte Gegenseitigkeit. Insbesondere waren keinerlei ins einzelne gehende Pflichten in Bezug auf die Hamburger Veranstaltung in Danzig festgelegt worden. Mein in Essen noch gewachsenes Mißtrauen in die Ernsthaftigkeit der Gegenseitigkeit schien sich zu bestätigen. Angesichts meiner verschiedenen Rollen als Vorsitzender, stellvertretender Senatssprecher und F.D.P.-Politiker befürchtete ich, für eine unvollkommen ausgearbeitete gegenseitigkeitsvereinbarung politisch haftbar gemacht zu werden. Ich habe mich so bis an den Rand des Scheiterns der Verhandlungen insgesamt gegen eine weiche Formulierung gesträubt. Erst als alle anderen Hamburger Teilnehmer sie für annehmbar hielten, habe ich meinen Widerstand aufgegeben. Der Abend dieses Verhandlungstages klang mit einem gemeinsamen Essen beider Delegationen aus. Bei ihm habe ich übrigens den mir selbst geleisteten Schwur, nie wieder ein Bier zu trinken, gebrochen. Als mich Grzelak aufforderte, mit einem Bier auf unseren Verhandlungserfolg anzustoßen, wies ich zwar auf den Schwur hin, konnte an diesem Tag einen Wunsch angesichts der gehabten Auseinandersetzung nicht abschlagen. 12. Blitzreise nach Danzig Die endgültige Unterschrift unter den vereinbarten Text war dennoch im letzten Augenblick gefährdet. Im Rathaus erreichte uns unmittelbar vor der Unterzeichnung die Nachricht, daß der nach Danzig eingeladene Monteverdi-Chor der Universität plötzlich und ohne jede Vorwarnung ausgeladen worden sei und keine Visa bekäme. Auf die deutschen Partner wirkte dies wie eine beabsichtigte Provokation. Die polnische Delegation war ebenfalls wie vor den Kopf geschlagen. Grzelak bemühte sich um einen telefonischen Kontakt mit Warschau und kam nach ziemlich langen Telefonaten mit der Nachricht zurück, eine unzuständige Stelle hätte die Sache zu veranworten. Der Monteverdi-Chor könne zur beabsichtigten Zeit fahren. Daraufhin wurde das Vereinbarte endlich unterschrieben. Eine schon lange geplante Englandfahrt mit meinem Sohn trat ich am nächsten Tag an. Mit Gerd Hoffmann hatte ich telefonische Kontakte abgesprochen. Nach kurzer Zeit hatte er erfahren, daß der Danziger Chorleiter den Hamburger Chor als Studentengruppe eingeladen hatte, was eine Unterbringung in Studentenheimen, Betreuung durch das polnische Studentenreisebüro vorsah, aber dem Hamburger Chor nicht das Recht gab, in Polen Konzerte zu geben. Allein vom Preis her war dies jedoch ein sehr attraktives Angebot, das Grzelak mit einem Sonderukas nun doch durchgesetzt hatte. Gerd und mir war klar, daß unser Chor von diesen Bedingungen sehr enttäuscht und unsere Gegenseitigkeitsprojekte äußerst gefährdet sein würden. Die Sache mußte aufgefangen werden. Ich rief aus England Dieter Biallas, den Freund und Zweiten Bürgermeister an, ob er zu einer Spritztour nach Danzig bereit sei. Abenteuerlichem war er nie abgeneigt. Ich bat Gerd also, die Visa zu beschaffen, und eilte zurück nach Deutschland. Am Freitag starteten wir nachmittags mit einer Gruppe, die neben Biallas, Gerd und mir aus Oswald Beck und Hans Blank als Vertreter des Kulturamtes bestand. Für zwei von ihnen sollte es zu einer schicksalsträchtigen Reise werden, weil sie in der kurzen Zeit Menschen für ihr Leben begegneten. Im Warschauer Hotel gab es beim Abendbrot, zu dem INTERPRESS die an den Verhandlungen Beteiligten eingeladen hatte, eine intensive und für Dieter Biallas eine kontroverse Diskussion zur Frage, wie weit die Geschichte in die Alltagsbeziehungen zwischen Deutsche und Polen hineinreicht. Am nächsten Morgen ging es dann ganz früh nach Danzig. Es war offensichtlich so früh, daß ein Autofahrer unser Taxi auf einer Kreuzung mit voller Fahrt fast überfahren hätte. Wir kamen mit dem Schrecken davon. In Danzig erwartete uns der Danziger Vertreter von INTERPRESS Alojzy Marchewicz. Er wähnte die Gruppe auf einer Besichtigungsfahrt und hatte dementsprechend ein ins einzelne gehendes Touristikprogramm für uns vorgesehen. Wir hatten unsere liebe Not, ihm zu erklären, daß wir am Kontakt mit unserem irgendwo zwischen Danzig und Zoppot untergebrachten Chor interessiert seien und für diesen etwas erreichen wollten. Die protokollarisch wichtigen Termine wurden aber dennoch wahrgenommen, schon um unseren Partner nicht zu sehr bloßzustellen. Am Nachmittag waren wir schließlich bei den Chormitgliedern gelandet, deren Stimmung – gelinde gesagt – sehr gereizt war. Schließlich halfen aber unsere Erklärungen, der Appell, unsere Verhandlungsposition nicht noch schwieriger zu machen, und die Aussicht auf ein Konzert im Dom von Oliva, Sitz des Danziger Bischofs, die Gemüter zu beruhigen. Eine Einladung der Chormitglieder in das Grand Hotel Zoppot zu einem richtigen Abendessen, das von der Herbergskost ablenkte, trug ebenfalls zur Besänftigung bei. Der Abend endete nach ausgiebigem Tanzen mit einem langen Spaziergang am mondbeschienenen Strand, mit dem wir die Gruppe zu ihrem Quartier brachten. Marchewicz und dem Danziger Chorleiter war es dann tatsächlich gelungen, für den Sonntag Nachmittag ein Konzert im Olivaer Dom durchzusetzen. Die Kirche war brechend voll, obwohl der Termin nur während der morgendlichen Gottesdienste bekannt gegeben worden war. Man spürte, wie sehr das Auftreten des Chors und natürlich sein Gesang die Menschen begeisterte. Der Chor war befriedet. Am Abend war es dann nach Essen, Feiern, Tanzen und Strandspaziergang wieder so spät geworden, daß wir am nächsten Morgen nur mit Mühen das Frühflugzeug nach Warschau erreichten. Es war ein wichtiger kleiner Ausflug – wie so häufig in den Beziehungen zu Polen damals. Und nur Gierowski meinte: Tun Sie mir einen solchen kurzfristig avisierten Besuch eines hochrangigen Politikers nicht noch einmal an! 13. Aufgaben für die Mitglieder Langsam näherte sich der Termin für die „Polnischen Tage in Hamburg“, die Ende August gleichzeitig mit der Messe „Du und Deine Welt“ stattfinden sollten. Es fanden Gespräche zu Detailfragen statt, wie etwa, wo soll der polnische Koch die polnische Kochkunst demonstrieren? Es trafen die ersten Fachleute ein, die Stände aufbauten. Wir waren inzwischen als Arbeitsgruppe in die Arbeitsgemeinschaft Hamburg Information integriert, die zu ihrer Unterstützung bei dieser Aufgabe Gisela Ahuis engagiert hatte. Als Vorstand der Gesellschaft würden wir endlich unseren Mitgliedern – nach soviel „Geheim“diplomatie, über die wir nicht öffentlich sprechen konnten – Gelegenheit verschaffen, sich bei den vielfältigen Aktivitäten zu engagieren und viele Polen kennenzulernen. Das Aufgabenpensum war schier erdrückend. Alle Beteiligten haben es aber bewältigt, ob sie nun Gäste oder Veranstaltungen betreuten oder auf dem Informationsstand bei glühendheißen Messetemperaturen Auskünfte über unsere Arbeit gaben. 14. Drei Gespräche Drei Gespräche sind mir von diesen Tagen in besonderer Erinnerung geblieben: zwei, die mir sehr viel gegeben haben, und eins, das die politische Situation grell beleuchtet, in der die Veranstaltung stattfand: Mit Mieczysaw Rakowski, dem damaligen Chefredakteur von Polityka und späteren Ministerpräsidenten, diskutierte ich im Haus Rissen unter der Moderation Von Theo Sommer von der ZEIT über das, was ich als den sozialpsyhologischen Hintergrund der Konflikte zwischen Polen und Deutschen empfand. Als ich das Thema gegenüber Jozef Dubiel ins Gespräch gebracht hatte, ahnte ich nicht, daß man Rakowski schicken würde. Es wurde eine fruchtbare Podiumsdiskussion, die nicht entlang der schon so oft breitgetretenen politischen Argumente verlief, sondern tiefenpsychologische Interpretationen aufdeckte. Tadeus Róewicz begleitete ich auf dem Rückweg von der Premierenfeier im Thalia-Theater, wo es sein Stück „Auf allen Vieren“ gegeben hatte, zum Hotel. Wir sprachen über die Freiheit im allgemeinen und über die des polnischen Dramatikers im besonderen. Das dritte Gespräch fand mit einem polnischen Diplomaten statt, der sich entschuldigen mußte. Es war das erste und einzige Mal, das ich einen solchen diplomatischen Schritt hautnah erlebte. Die Harburger DKP hatte zu ihrer Feier zum 1.September damit geworben, daß diese mit einer polnischen Musikgruppe im Rahmen der „Polnischen Tage“ stattfinden würde. Wir hatten uns beschwert, weil eine solche Veranstaltung nicht zwischen uns abgesprochen war. 15. Mediensperre Große Schwierigkeiten hatten wir, mit den „Polnischen Tagen in Hamburg“ die Medien zu erreichen. Die BILD-Zeitung nahm die Veranstaltung überhaupt nicht zur Kenntnis. Das Hamburger Abendblatt tat sich in den ersten Tagen mit dem Berichten sehr schwer. Obwohl wir während der zehn Tage über 320.000 Besucher und Besucherinnen gezählt haben, fanden wir einfach für diese beiden Zeitungen zunächst gar nicht statt. Da mußte gegengesteuert werden. Mitglieder wurden animiert, bei den Redaktionen anzurufen, um dort nach den polnischen Veranstaltungen zu fragen. Glücklicherweise gab es einen sehr großzügigen Vertrag mit der Hamburger Außenwerbung und sehr, sehr viele Plakate aus Polen. Es wurde geklebt und geklebt, so daß zum Schluß über 111.000 Plakate an Litfaßsäulen und Stellwänden hingen. Diese Flut scheint die damalige Redaktion des Abendblattes überzeugt zu haben. Während der zweiten Hälfte der „Tage“ wurde so über sie berichtet, wie es die elektronischen Medien schon von Anfang an taten. Die kritische Schwelle war überschritten. Die Hamburger und die Umlandbewohner nahmen Kenntnis. 16. Besuch beim alten Partner Die Polnischen Tage in Hamburg hatten Interesse für die Gesellschaft sowohl in Polen als auch in Hamburg geweckt. Wir merkten es daran, daß wir eine ganze Reihe von Gästen gewinnen konnten, an der Spitze damals Andrzej Szypiorski, der aus seinem Buch „…und sie  gingen an Emmaus vorbei“ las, das später unter dem Titel „Die schöne Frau Seidelmann“ auf  die deutsche Bestsellerliste kam. Unsere Veranstaltungen waren gut besucht. Ein Interesse für Polen zu haben, wurde zwar nach wie vor als etwas exotisch empfunden, aber aus diesem Grunde von manchen als irgendwie wichtig. Beim Gesprächspartner INTERPRESS folgte kurz nach der Hamburger Veranstaltung ein Wechsel in der Führungsgruppe. Chefredakteur Janusz Moszczeski wurde Kommentator von Trybuna Ludu und später deren Korrespondent in Bonn, Jozef Dubiel wurde Korrespondent von INTERPRESS in Ost-Berlin. Ob dieser Wandel, den wir als Herabstufung empfanden, mit der Hamburger Veranstaltung zusammenhing, haben wir nie ergründen können. Auf jeden Fall hatten wir unseren wichtigsten Gesprächspartner in Warschau verloren und damit auch den Anknüpfungspunkt für die versprochene Gegenveranstaltung in Danzig. In Ost-Berlin angekommen, ließ uns Jozef Dubiel wissen, daß er sich auch unter den veränderten Umständen als im Wort befindlich empfände. Schließlich habe er in Warschau genügend Verbindungen und, falls es notwendig sein sollte, möchten wir doch gerne Kontakt zu ihm aufnehmen. Irgendwie empfanden wir die Notwendigkeit im Herbst 1976 aber auch das Bedürfnis, den alten Partner wiederzusehen. Oswald Beck, Gerd Hoffmann und ich machten uns also auf den Weg, Dubiel in seiner Ostberliner Wohnung zu besuchen, die einen Steinwurf vom Übergang Heinrich-Heine-Straße entfernt lag. Für Oswald Beck war es eine Überwindung, den Ostsektor zu betreten, – und ein bißchen mußte er ja doch wider den Stachel löcken, indem er einen „Spiegel“ mitsichführte, den ihm die Zöllnerin mit den Worten „Sie wissen doch…“ abnahm und in den Reißwolf warf. In diesem Fall wollte Dubiel – verständlicherweise – uns nicht im Westen treffen, was für ihn ja durchaus möglich gewesen wäre. Mit der Versicherung, in Warschau für uns anzuklopfen, endete der Besuch. – Wir haben Jozef Dubiel danach nicht mehr wiedergesehen. Der Kontakt war leider abgerissen. 17. Hamburg keine Partnerin Das Jahr 1976 war in den deutsch-polnischen Beziehungen bestimmt vom Besuch des Staats- und Parteichefs Edward Gierek bei Bundeskanzler Helmut Schmidt. In Hamburg zeigte Schmidt seinem Gast die private Wohnung in Langenhorn. Dort sollen sie sich dem Vernehmen nach auf vier bis fünf Städtepartnerschaften und das Deutsch-Polnische Forum geeinigt haben. Sowohl die Partnerschaften als auch das Forum haben übrigens ihre Schöpfer politisch überlebt und sind durch alle Jahre hindurch Brücken zum Verständnis zwischen beiden Völkern gewesen. Leider waren wir Hamburger nicht dabei. Nach dem Gierek-Besuch wurde zwar intern zwischen Rathaus und Handelskammer über eine Partnerschaft diskutiert. Die Handelskammer war aber ablehnend – eine Haltung die sich verstärkte, als Haifa zusätzlich als Partnerstadt Hamburgs ins Gespräch gebracht wurde. Man hielt mit der Begründung, wir treiben Handel mit der ganzen Welt und wollen niemanden bevorzugen, die bestehenden Partnerschaften mit Marseille und Leningrad sowieso für Sündenfälle. Hamburg ließ es sich damals nicht nehmen, den Gierek-Besuch wie einen Staatsbesuch zu zelebrieren. Zum feierlichen Empfang im Großen Festsaal wurden – dank unserer Bemühungen – viele Mitglieder eingeladen. Bei dieser Gelegenheit konnten wir die Gesellschaft vorstellen, was angesichts der vielen Journalisten und Beamten aus Polen sehr wichtig war. Für mich brachte der Abgleich der polnischen und der rathäuslichen Hierarchien es mit sich, daß ich zum Ehrenbegleiter des polnischen Vizeaußenministers Jozef Czyrek bestimmt wurde. Nun saß ich während der vielen Autofahrten im Konvoi neben ihm, und natürlich habe ich immer wieder von unserer Gesellschaft und ihren Aktivitäten berichtet. So intensiv, daß ich noch nach Jahren an diesen Kontakt anknüpfen konnte. Während des Besuches war die polnische Seite im übrigen so euphorisch, daß man mir bereits einen Herrn aus der Begleitung als den künftigen Konsul in Hamburg vorstellte. Bis zur Gründung einer konsularischen Vertretung sollte jedoch noch mehr als ein Jahrzehnt vergehen – eine Zeit, in der wir immer wieder Aufgaben vor Ort übernahmen, die eigentlich von ihr zu bewältigen gewesen wären. Dazu gehörte es in späteren Jahren auch, eine Delegation aus dem Warschauer Außenministerium zu besänftigen, die völlig unzufrieden mit den Häusern war, die ihnen die deutsche Seite für ein Konsulat angeboten hatte. 18. Gespräche in Danzig Langsam begann unser Bohren bei Dubiel, Czyrek und der Kölner Botschaft doch Früchte zu tragen. Mitten im Winter kam eine Einladung nach Warschau und Danzig. Zunächst sollten wir über die Möglichkeiten Danzigs informiert werden – also die Größe der Bühnen,  Ausstellungsräume (hierunter die Eissporthalle in Oliva), Unterkünfte usw. Die Zahl der Anschlagtafeln war gering. Dementsprechend sollten wir nur verhältnismäßig wenig Plakate liefern. Im Gegenzug wurde eine größere Zahl von Druckschriften zugestanden, die die polnische Seite sich jedoch vor dem Druck ansehen wollte. In einer zweiten Runde sollten dann die eigentlichen Verhandlungen folgen. Als Termin der Hamburger Tage wurde mit dem Vizepräsidenten von Gdask Kazimierz Rynkowski der Zeitraum zwischen Himmelfahrt und Pfingsten 1977, vom 19. bis zum 29. Mai, festgelegt. Noch war jedoch tiefer Winter. Zum Abschluß unserer Gespräche wurden wir von Rynkowski zu einer Schlittenfahrt durch die Kaschubei eingeladen, die mit einem großen Lagerfeuer endete, um das getanzt wurde und in dem wir Würstchen grillten. Vorher war mein Schlitten jedoch abgeglitten und umgefallen. Zum Glück geschah weder Menschen noch Pferden bei diesem Unfall etwas, weil der Schnee weich und hoch war – ein Erlebnis über das später noch viel geschmunzelt wurde. Ich war nämlich auf den neben mir sitzenden Hand Blank gefallen und hatte es mit Rücksicht auf ihn nicht gewagt, mich zu rühren. Vielleicht wäre ihm ja doch ein Knochen gebrochen meinte ich. Er dagegen muß doch sehr unter meinem Geicht gelitten haben. 19. Schwieriges Verhandeln Es folgte die zweite Reise nach Danzig. Sie führte uns zunächst nach Warschau, wo wir mit ernster Miene von Rynkowski, dem Danziger Vizepräsidenten, erwartet wurden. Die polnische Seite war sich völlig uneins, wer denn nun für die Hamburger Veranstaltung in Danzig zu zahlen hatte. Wir wurden benötigt, um die staatliche Konzertagentur PAGART zu überzeugen – oder vorzuführen, wie immer man es will. Jetzt rächte sich, daß PAGART bei der Vorbereitung der Hamburger Veranstaltung sehr hohe Preise für die Theateraufführungen und Konzerte verlangt hatte. Wir forderten für die Hamburger Ensemble vergleichbare Summen und Honorare, die PAGART offensichtlich in Schwierigkeiten brachten. Wir argumentierten: „Sind unsere Orchester und Schauspielgruppen etwa nicht so gut wie Eure?“ – ein Vorbringen, dem Rynkowski offensichtlich folgte. Da eine Gegenveranstaltung „im vergleichbaren Umfang“ vereinbart worden war, mußte PAGART nun in unsere Gagenforderungen einwilligen. Das kulturelle Programm für Danzig (vgl. den Beitrag von Gerd Hoffmann) sah nun ein Auftreten des Staatsopern-Balletts von John Neumeier, eine Aufführung des Deutschen Schauspielhauses, ein Konzert von James Last in der Waldbühne, einen Jazzabend mit Hamburger Gruppen in den Kasematten der ehemaligen Zitadelle, eine von der Kunsthalle gestaltete Ausstellung im vergleichbaren Danziger Museum und eine Filmreihe im größten Kino vor. Das Verhandeln mit Kazimierz Rynkowski war selbstverständlich ebenfalls von dieser Formel bestimmt. Da Hamburg die Reisekosten für alle Teilnehmer der Polnischen Tage 1975 bezahlt hatte, erhoben wir den Anspruch auf Gegenseitigkeit, der auch niemals infragegestellt war. Ebenfalls war allen Beteiligten klar, daß die Anreise mit dem Flugzeug stattfinden sollte – was nicht ausgesprochen wurde: schon um eine hinderungsstrategie der DDR ins Leere laufen zu lassen. Wir wollten also gemeinsam eine Luftbrücke zwischen Danzig und Hamburg einrichten. Nur das Zählen war in den Verhandlungen schwierig: Mit der von LOT einzurichtenden Luftbrücke sollten immerhin rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Hamburg nach Danzig und zurück transportiert werden. Es kostete über zwei dramatische Stunden, der Danziger Seite vorzurechnen, daß hierfür acht statt sieben Flüge zwischen beiden Hansestädten notwendig seien. Der erste Hinflug nach Hamburg wäre ebenso leer wie der letzte Rückflug von Hamburg. Ich war sehr froh, als das Gespräch über die Zahl der Flüge beendet war. Nichts ist unangenehmer, als wenn man es mit einem rationalen, hier mathematischen Zusammenhang zu tun hat und der Verhandlungspartner einem ungute Motive unterstellt. Unser Programmkonzept war: den Arbeitsalltag der Hamburger und Hamburgerinnen in den Mittelpunkt von Ausstellung und Schriften zu stellen. Thies Boysen war der Hamburger Ausstellungsmacher, der unsere Stadt mit Großfotos rund um einen Messepavillion in der Eissporthalle von Oliva entstehen lassen wollte. Rund um den zentralen Informationsstand konnten private Unternehmen, die sich auf dem polnischen Markt zeigen wollten, Stände mieten. Die Vermietung war nicht einfach. Da sie eine Säule unseres Finanzierungsplans war, haben wir lange gebannt auf den Vermietungsfortgang gestarrt, immer in der Furcht, daß aus dem ganzen Vorhaben nichts werden könnte. Eine besonders prominente Akquisition war die Burmah Oil mit dem örtlichen Bevollmächtigten Dieter Hardt. Wegen des Rennen fahrenden Sohnes des damaligen polnischen Ministerpräsidenten hatte seine Firma eine bevorrechtigte Stellung in der Volksrepublik. Belebend war ebenfalls Peter Boué mit seiner gleichnamigen Firma. Weitere Programmpunkte betrafen die Sportler – allen voran die Segler, die allerdings später bei der Einfahrt in die Danziger Bucht mit Wind und Kälte heftig zu kämpfen hatten – und Jugendgruppen, für die Besuche bei Gleichaltrigen und Gleichgesinnten arrangiert wurden. Während die Vorbereitungen in Hamburg liefen, wollten wir ebenfalls die Bonner Stellen für unser Vorhaben gewinnen, das für die damalige Zeit in seinem Umfang ungewöhnlich war. Die Senatskanzlei kümmerte sich um Zuschüsse von der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes. Schon meine berufliche Stellung in der Hamburger Staatlichen Pressestelle machte mich zum Verhandlungspartner des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung und dort insbesondere mit Hagen Graf Lambsdorff und Alfred Reinelt von der Auslandsabteilung. Wir vereinbarten die Übernahme eines großen Stapels von Informationsmaterial, das unmittelbar nach Danzig geschickt werden sollte. Erstaunlich waren während der Vorbereitungszeit die häufigen Besuche des sowjetischen Konsuls. Unter Hinweis auf seine aus Danzig stammende Frau und seine Dienstzeit dort erkundigte er sich nach vielen Einzelheiten unserer Planungen, die ich ihm, soweit sie veröffentlicht waren, nicht vorenthalten konnte. Bei der polnischen Botschaft beantragte ich ein damals höchst seltenes Visum zur dreimaligen Einreise unter Verweis auf meine gegebenenfalls erforderliche Mobilität. Es mußte auch gleich genutzt werden. Letzter Abschnitt der Vorbereitungen war für mich ein Hin- und Rückflug nach Warschau an einem Tag, um die deutschen Korrespondenten in Polen über unsere Veranstaltung eine Woche vor ihrem Beginn zu unterrichten. Nachfragen hatten ergeben, daß man in Warschau eine Woche vor dem Danziger Ereignis noch nichts von polnischer Seite erfahren hatte. Dies hatte mich höchst mißtrauisch gemacht, so daß ich mich zu einer Pressekonferenz auf dem Warschauer Flughafen entschlossen hatte – in die Stadt hineinzufahren, war bei diesem Flug Hamburg-Frankfurt-Warschau-Wien-Stuttgart-Hamburg aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 20. Erlebnisse in Danzig Es war schon ein tolles Gefühl, am Montag, dem 16. Mai, morgens früh den ersten Flug der selbst geschaffenen Luftbrücke nach Danzig anzutreten. Es klappte alles. Selbst die Aufbaumannschaft von der Messebaugesellschaft stand am Flughafen und konnte pünktlich zurückgeflogen werden, so daß das Flugzeug am gleichen Tage noch ein zweites Mal von Hamburg fliegen konnte. Enttäuschend war jedoch, daß kaum ein Plakat in den Straßen zu sehen war, auf dem Veranstaltungen der „Hamburger Tage“ angekündigt waren. Marchewicz, der Danziger INTERPRESS-Vertreter, entschuldigte sich damit, daß man zuwenig Zeit für eine Plakatierung gehabt hätte. Ich war etwas verblüfft, hörte dann aber später, daß das ZK erst am Freitagnachmittag, dem 13. Mai, endgültig grünes Licht gegeben hatte. Vielleicht hatte ja meine Warschauer Blitzreise doch noch etwas bewirkt. Am nächsten Tag hingen aber alle Plakate. Nun war es die Hamburger Seite, von der Unsicherheit ausging. Uns erreichten Nachrichten, daß dem Reporter des Hamburger Abendblattes Egbert A. Hoffmann ein Visum versagt worden sei. Von Paul Otto Vogel, dem Leiter der Staatlichen Pressestelle erhielt ich ein langes Fernschreiben, daß es wegen des nicht erteilten Visums außerordentlich ungewiß sei, ob die Delegationen von Senat und Bürgerschaft jemals Danzig erreichen würden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Echternach hätte erklärt, daß er nur mit Hoffmann nach Danzig reisen würde. Bürgermeister Hans-Ulrich Klose würde sich bei seinem Warschauer Besuch um ein Visum für den Abendblatt-Mitarbeiter bemühen. Falls dies jedoch nicht gelänge, würde er unmittelbar nach Hamburg zurückreisen. Natürlich war zu erwarten, daß die polnische Seite das Fernschreiben mitlesen und auch seinen entschiedenen Ton bemerken würde, mit dem ebenso die polnische Seite wie auch mein eigenes Verhalten gemeint sein konnte, der ich außerhalb meines Amtes olche politischen Abenteuer inszenieren würde. Die von mir für wenige Stunden später in Danzig anberaumte Pressekonferenz stand deshalb auf tönernden Füßen. Absagen konnte ich sie nicht mehr, ohne nicht einen Eklat zu riskieren. Also bluffte ich und ging davon aus, daß alle Beteiligten Danzig erreichen würden. Zum ersten Mal in Hamburgs Geschichte würden die Spitzen der Legislative – einschließlich der Fraktionsvorstände – und die der Exekutive gemeinsam ins Ausland reisen. Eine so einmalig hohe Besetzung sei als der politische Wille des Stadtstaates nach besseren Beziehungen zu Polen zu verstehen. Nachdem es dem Bürgermeister gelungen war, beim zweiten Mann in Staat und Partei das fehlende Visum zu erwirken, stand Kloses und Echternachs Ankunft in Danzig am Himmelfahrtstag nichts mehr im Wege – wenn auch die Stimmung zwischen beiden auf einem Tiefpunkt angekommen war und sie eigentlich nicht unter einem Dach im Regierungsgästehaus wohnen wollten. Aber auch diese Krise wurde gemeistert. Mit ihnen kamen Bürgerschaftspräsident Herbert Dau und die Fraktionsvorsitzenden Ulrich Hartmann (SPD) und Maja Stadler-Euler (F.D.P.). Die hohe Besetzung mit Vertretern des Parlaments erzeugte bedauerlicherweise eine protokollarische Schieflage: Weil Danzig kaum über eine Legislative verfügte, gab es für die Vertreter der Bürgerschaft nur wenige Gesprächspartner. Der Bürgermeister dagegen wurde von der dortigen Exekutive mit Terminen eingedeckt. Leider kam Friedrich Riethmüller, damals stellvertretender Vorsitzender unserer Gesellschaft, auf den wir dringend warteten und der im gleichen Flugzeug sitzen sollte, niemals in Danzig an. Ein Autounfall bei Harburg wenige Stunden vor dem Abflug war die Ursache, wie wir erst Tage später erfuhren. Für ihn wurde es ein langanhaltender Krankenhausaufenthalt. Danzig auf der Arbeitsebene war ganz anders als erwartet. In der von unserem Vorstand gebildeten fachlichen Arbeitsgruppe, die die Hamburger Delegationsleitung beriet, mußten Gerd Hoffmann, Oswald Beck und ich nun ohne Friedrich Riethmüller auskommen. Plötzlich wimmelte es in unserem Zentrum von deutschsprechenden Begleiterinnen und Begleitern, die einzelne Hamburger umschwärmten, denen wir zentrale Aufgaben für die Veranstaltung gegeben hatten, wie zum Beispiel mit Fotos zu dokumentieren. Die neuen Gesichter erklärten, sie kämen irgendwie aus Polen oder aus Berlin. Schön aussehende Frauen waren es meist, die Geräte oder Taschen mit Utensilien trugen und sich sofort als Vertraute ihrer Bezugspersonen ausgaben. Diese hatten sie vorher aber nicht gesehen, wie sie auf meine Nachfragen erklärten. Es war auffällig, daß unsere Leute aufgrund ihrer Werkaufträge alle Programmpunkte abzudecken hatten und ihre Begleitungen deshalb das gesamte Geschehen beobachten konnten. Man hatte unwillkürlich den Eindruck eines Agentennestes, schon weil die Neuaufgetauchten ganz offensichtlich gezielt angesetzt worden waren. Erfreulicherweise war niemand aus der Gesellschaft oder aus den Behörden betroffen. INTERPRESS wurde in unserem Informationszentrum durch Stanisaw Modrzyk vertreten, den wir schon von Essen und Hamburg her kannten. Zur Seite stand ihm Adam Krzepkowski, der dann durch zehn Jahre hindurch in seiner Organisation für die Beziehungen zu unserer Gesellschaft verantwortlich sein sollte. Wichtigster Punkt unseres Terminkalenders waren die täglichen Konferenzen der Leitungsgruppen mit Rynkowski und Groothoff an der Spitze. Gedacht waren sie ja, um zu koordinieren, hier noch einen Saal zu öffnen, dort noch mehr Quartier bereitzustellen. Diese Routineangelegenheiten nahmen meist nur wenig Zeit in Anspruch. Dazu kannten sich die Gesprächsteilnehmer inzwischen zu gut. Beschäftigt haben uns aber die 100.000 Plastiktüten mit den deutschen Nationalfarben, die zusammen mit etwa 450.000 Druckschriften vom Bundespresseamt geliefert worden waren. Die schwarz-rot-goldenen Plastiktüten wurden unseren Helfern buchstäblich aus den Händen gerissen. Schließlich waren Einkaufsbeutel damals in Polen Mangelware. Offensichtlich wurden sie ebenfalls auf dem schwarzen Markt verkauft. Was aber das Faß zum Überlaufen brachte, war, daß sie mit der Zeit im Danziger Straßenbild auftauchten und dort zu einem dominierenden Faktor wurden. Stunden über Stunden wurde ebenso über eine Schrift beraten, mit der sich die Bundesrepublik vorstellte und die gleichermaßen von Bonn geliefert worden war. In ihr wurde gefragt: Wieviele Minuten muß man in Westdeutschland arbeiten, um sich ein Ei oder auch andere Güter des täglichen Lebens kaufen zu können? Offensichtlich wurde die Schrift allerorten in der Weichselstadt diskutiert. Dabei hatte die polnische Seite einer Verteilung von Plastiktüten und der Schrift während der Posener Messe geduldet. Unsere Hamburger Druckschrift hatte die polnische Seite vor dem Andruck einsehen können. Alle Sachen waren einzeln akzeptiert. In der Menge wurden sie in Danzig aber zum Gesprächsgegenstand und lösten gruppendynamische Prozesse aus. Mitglieder der Gesellschaft und freiwillige Helfer sind in diesem Zusammenhang insbesondere zu nennen: Jan Dolny, der eine ebenfalls von Bonn zur Verfügung gestellte Quizmaschine in polnischer Sprache bediente und richtige Antworten des Publikums zu den Verhältnissen in der Bundesrepublik mit Preisen belohnte: kleine Schraubenziehersätze mit dem Aufdruck „Bundesrepublik Deutschland“. Marion Gollin, Marcella Däwers und Dierk Jessen hatten bei der Ausgabe der gewaltigen Papiermassen am zentralen Informationsstand wirklich alle Hände voll zu tun. Wir sind in den zehn Tagen beinahe das gesamte Papier losgeworden, immerhin 550.000 Druckschriften. Abends war der Treffpunkt schließlich der Nachtklub des Hotels, der „Hades“. Er und die Menschen in ihm waren repräsentativ für die polnische Gesellschaft jener Zeit. Dort saß die Delegation des ZK aus Warschau neben Gruppen von Kaufleuten aller Art. Hier wurden wir von den Vertretern der Opposition, von Schriftstellern und Wissenschaftlern diskret angesprochen und befragt – was schließlich angesichts der lärmenden Musik für niemanden irgendwelche Folgen hatte. Aber auch an diesem Ort verließ uns die aktuelle Situation nicht: An der Bar sprach man mich auf die Plastiktüten an, was mich schließlich überzeugte, die Ausgabe der uns von Bonn überlassenen Plastiktüten zu stoppen – nachdem 60.000 Exemplare unter die Besucherinnen und Besucher gebracht waren. 21. Kein Ansatzpunkt danach Möglicherweise hatten wir den Bogen in Danzig etwas überspannt, möglicherweise haben sich der Werftarbeiter Lech Wasa und die späteren vielen Danziger Mitgründer der Solidarität aus der Ausstellung und den verteilten Druckschriften informiert: niemand weiß es. Ein Zusammenhang mit dem Entstehen dieser polnischen Gewerkschaftsbewegung, die schließlich ursächlich für den Fall der Mauer und das Verschwinden der Sowjetunion war, erscheint möglich – wenn er auch nicht nachgewiesen werden kann. Wie anläßlich der Kongresses der deutsch-polnischen und der polnisch-deutschen Gesellschaften in Danzig im Mai 1997 zu erfahren war, sind die damaligen Hamburger Tage nicht vergessen. Prominentester Zeuge ist der heutige Stadtpräsident Tomasz Posadzki, der damals Gymnasiast war, und sich an Einzelheiten gut erinnert: „Wir spürten des Hauch des Westens.“ Politik ist eben wie Max Weber sagte: das Bohren von dicken Brettern mit untauglichen Mitteln. Kurzfristig endete Danzig für uns damit, daß es keinen Ansatzpunkt für Hamburger Kontakte nach Polen mehr gab. Für Bremen war der Weg zu einer erfolgreichen Partnerschaft mit Hans Koschnick frei – als der hinter dieser Friedensarbeit stehenden Kraft. Jan Grzelak wurde nach Krakau versetzt – was ebenfalls wie eine Strafaktion aussah. Und die Danziger Stadtverwaltung wurde dazu gezwungen – wie wir dann später hörten – die Partnerstadt Leningrad zu einer vergleichbaren Veranstaltung mit dem gleichen finanziellen Aufwand aus der Danziger Stadtkasse einzuladen. Im Nachhinein entpuppten sich die Fragen des sowjetischen Konsuls und das bemerkenswerte Ausmaß von deutschsprechenden Fremden rund um unsere Danziger Veranstaltungen als sehr zielgerichtet. 22. Suche nach Kontakten Nach den wiederholten „Strafaktionen“ gegen unsere Gesprächspartner fehlte mir – ehrlich gesagt – zunächst etwas der Mut zu einem neuen Versuch, Kontakte anzubahnen. Es begann eine Zeit der Unzufriedenheit, in der wir uns im Vorstand wechselseitig Mut zusprachen, aber auch der vermochte nur bedingt zu […]


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